BIDA, weil ich eine Entscheidung über den Kopf der Vereinseltern hinweg getroffen habe?
Kurzer Kontext (ich drücke mich etwas schwammig aus, wegen Anonymität):
Ich trainiere eine Gruppe Kids in einer Sportart, die idealerweise draußen stattfindet (am ehesten vergleichbar mit Beachvolleyball). Dabei wechsle ich mich mit einem Vereinskollegen ab, heute bin ich dran.
Das Wetter ist zwar heute wechselhaft angesagt, zu unserer Trainingszeit scheint allerdings die Sonne. Daher habe ich festgelegt, dass wir draußen trainieren, auch, weil die Sporthalle aktuell renoviert wird und die nächste Mögliche relativ weit weg wäre. Dann haben sich direkt die ersten Eltern gemeldet "Meine Wetterapp zeigt was anderes an, können wir nicht einfach trotzdem in die Halle? Immerhin bezahlt der Verband ja dafür, dass wir darin trainieren können". Nächstes Elternteil "ja oder wir fahren in die andere Halle, ist da frei?" "Wie ist denn die Meinung vom anderen Trainer dazu?"
Ich habe mich ehrlicherweise etwas darüber aufgeregt, weil ich das heutige Training vorbereitet habe und das Wetter eigentlich passt. Außerdem fand ich es dreist, dass meine Entscheidung als Trainerin erstmal direkt angezweifelt wird und dann noch mein Kollege gefragt wird, der heute absolut nicht mitentscheidet (er hat bisher in der Gruppe auch nicht reagiert).
Also habe ich eine Nachricht verfasst, die möglicherweise etwas passiv aggressiv klang (wobei ich mir Mühe gegeben habe, es so nett wie möglich klingen zu lassen), in der ich erklärte, dass das Wetter gut genug ist, um draußen zu trainieren, dass ich das Training darauf ausgelegt habe und ich mich freue, später alle zu sehen.
Ein Kind kommt deswegen nun heute nicht und geht stattdessen an einen anderen Standort.
Nun frage ich mich: BIDA, weil ich die Entscheidung getroffen habe ohne auf die Empfindlichkeiten der Eltern einzugehen?