BIDA weil ich mich für das Hochzeitsessen meiner Freundin abgemeldet hab?
Eine langjährige Freundin heiratet diesen Sommer. Theoretisch bin ich zur kompletten Feier, also Trauung, Apéro und Abendessen eingeladen und war auch schon dafür angemeldet. Vor 10 Wochen hab ich ihr bescheid gegeben, dass ich das Abendessen leider sausen lassen muss und nur an Trauung und Apéro vorbeikommen kann.
Grund ist mein Angsthund. Die Hochzeit findet am CH Nationalfeiertag (1.8) statt, also überall lautes geknalle von Feuerwerk. Für mich ein Grund sie nicht in eine Pension zu bringen in der sie vor Todesangst durchdreht während ich mit einem Glas Wein in der Hand feiern. Ursprünglich wollte ich sie zu meiner Mutter bringen welche 3h entfernt wohnt. Die beiden haben ein inniges Verhältnis und meine Mama ist auch die zweite Bezugsperson meines Hundes. Jetzt kann meine Mama aber leider doch nicht auf sie aufpassen. Ansonsten gibt es Niemanden der auf sie aufpassen könnte. Sind halt alle am feiern. Fremdbetreuung kommt nicht in Frage. Sie hat Angst vor fremden Menschen. Also war für mich die logische Konsequenz den Tag zu verkürzen. Ich kann sie gut 6h alleine lassen, bei uns im Dorf wird auch kein Feuerwerk gezündet, es wird also schön ruhig bleiben wie immer. (Wohne wirklich am Arsch der Welt).
Also hab ich meiner Freundin damals sofort bescheid gegeben, dass ich nur an Trauung und Apéro kommen kann.
Sie war verständlicherweise geknickt deswegen, wir haben uns aber ausgesprochen. Nun hab ich aber seit mehreren Wochen nichts mehr von ihr gehört und von einigen Leuten hab ich schon gehört, dass ich eine langjährige Freundschaft aufs Spiel setze wegen einem Tier und ich deswegen ein Arschloch sei.
Das eine Hochzeit wohl wichtiger sei als ein Hund. Wobei ich ja an der Hochzeit teilnehme. Verpasse nur das Essen.
Also bin ich das Arschloch weil ich das Wohlbefinden meines Hundes über die Teilnahme eines Hochzeitsessens stelle?