Führerschein bestanden, aber das Vertrauen in mich selbst fehlt noch
Hallo zusammen,
ich habe gestern meinen Führerschein (B197) bestanden, mit nur 2 kleinen Fehler/Anmerkungen des Prüfers. Eigentlich bedeutet das ja, dass ich fahren kann. Trotzdem fühle ich mich jetzt, sobald ich alleine im Auto sitze, wieder wie ein Fahrschüler.
Ich denke immer wieder an Situationen aus der Fahrschule zurück, in denen mein Fahrlehrer eingreifen musste. Jetzt ist da niemand mehr, der im Notfall eingreifen könnte, und das verunsichert mich irgendwie.
Dazu kommt, dass meine letzte Schalterstunde fast zwei Monate her ist. Die Prüfung habe ich auf Automatik gemacht. Außerdem fahre ich jetzt ein anderes Auto als in der Fahrschule, wodurch sich Kupplung, Schleifpunkt und Schaltung natürlich auch anders anfühlen. Deshalb ist es für mich nachvollziehbar, dass mein Schaltgefühl aktuell nicht besonders gut ist und ich beim Anfahren und Kuppeln noch unsicher bin.
Gestern bin ich schon eine kleine Strecke mit unserem Auto gefahren, habe das Auto dann aber recht schnell wieder an meine Freundin abgegeben, die schon seit mehreren Jahren ihren Führerschein hat. Ich habe mich einfach nicht wirklich wohl und sicher gefühlt.
Mir ist bewusst, dass Sicherheit und Gelassenheit nur durch Fahrpraxis kommen. Gleichzeitig habe ich momentan das Gefühl, dass ich mir das Fahren alleine noch nicht richtig zutraue. Das fühlt sich irgendwie widersprüchlich an: Ich habe die Prüfung bestanden, also kann ich es ja offensichtlich, trotzdem fühlt es sich aktuell nicht so an.
Ging es jemandem von euch nach dem Führerschein ähnlich? Wie lange hat es bei euch gedauert, bis ihr euch alleine im Auto wirklich sicher gefühlt habt?
Und habt ihr vielleicht Tipps, wie ihr die ersten Fahrten alleine angegangen seid oder wie ihr euer Selbstvertrauen aufgebaut habt?