Waldverpachtung zum Schein
Hi zusammen,
sorry, bin mir nicht sicher ob FinanzenAT der richtige Platz ist, aber wüsste nicht wo es besser passt. Das Topic hat prinzipiell schon as mit Finanzen und Österreich zu tun.
Ich brauche mal kurz einen Reality Check, weil mich meine Familie gerade massiv unter Druck setzt.
Kurz zur Lage: Ich (35M) wohne und arbeite in Wien. Meine Eltern haben einen Bauernhof am Land. Meine Mutter ist jetzt 60 und will in Schwerarbeiterpension. Das geht aber nicht, da der Einheitswert des Waldes über der SV-Geringfügigkeitsgrenze ist, und sie somit nicht in Schwerarbeiterpension gehen kann.
Die Idee meiner Eltern: Der Wald wird offiziell an mich verpachtet. Da ich über der SV-Höchstbemessungsgrundlage verdiene, fallen für mich keine extra Beiträge an. Und sie kann in Pension gehen.
Ich wohne in Wien, hab Familie und Hobbys und sicher keine Zeit, am Wochenende Forstwirtschaft zu machen. Die Bewirtschaftung und das Holz wollen meine Eltern deshalb einfach komplett wie bisher weiterführen.
Für mich ist das ein Scheingeschäft und Sozialversicherungsbetrug. Laut meiner KI Recherche sogar potenziell schwerer Betrug (aber bin kein Jus-Experte). Wenn das auffliegt hänge ich da voll mit drin. Ich kann und will mir sowas nicht leisten.
Mein Vorschlag, den Wald sauber an einen Nachbarn zu verpachten, wurde abgelehnt. Sie wollen das Holz ja selber behalten. "Das machen bei uns alle Nachbarn so, stell dich nicht so an". "Auch der Mann auf der Bauernkammer hat gesagt dass das jeder so macht".
Jetzt bin ich das Arschloch. Mir wird vorgeworfen, dass ich schuld bin, wenn Mama nicht in Pension gehen kann. Sie hat sich schon so auf die Pension gefreut. Jetzt muss sie die nächsten 5 Jahre weiter arbeiten und insgesamt 25.000 (5000 pro Jahr) € SV-Beiträge zahlen.
Bin ich hier wirklich das Arschloch nur weil ich keinen Scheinvertrag unterschreiben will um Pensionsversicherungsbetrug zu begehen?