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Hobby Horsing kombiniert Turnen und Dressurreiten, ist körperlich fordernd, kreativ und schadet absolut niemandem. Und trotzdem rasten Leute aus, schreiben widerliche Kommentare und mobben hauptsächlich Jugendliche dafür, dass sie einfach ihrem Hobby nachgehen. Ernsthaft, wie beschränkt muss man sein, um gegen Leute zu haten, die niemandem schaden?

Das erinnert mich so stark an die Talkshows aus den 2000ern. Damals hat man Leute ins Studio eingeladen, die sich ein Piercing gestochen haben oder Lolita Fashion trugen, und das Publikum hat sich kaputtgelacht und die Gäste angekeift als wären sie Verbrecher. Der Moderator hat das noch angeheizt, alle haben mitgemacht, und am Ende saß da jemand, der einfach nur anders aussah als der Durchschnitt und sich dafür rechtfertigen musste. Komplett absurdes TV-Format, das heute zurecht als peinliches Relikt gilt.

Genau das gleiche passiert jetzt mit Hobby Horsing, nur halt im Internet. Leute posten Videos oder Fotos von sich, gehen ihrem Hobby nach, tun niemandem etwas, und dann kommen hunderte Kommentare die sich darüber lustig machen oder aktiv beleidigen. Der einzige Unterschied zu den Talkshows ist, dass es anonym passiert und sich deshalb noch mehr Leute trauen mitzumachen.

Irgendwelche Erwachsenen stecken mehr Energie rein, Teenager wegen einem Steckenpferd zu bashen, als diese Teenager überhaupt ins Training investieren. Das ist nicht witzig oder cool, das ist einfach nur dämlich und sagt alles über die eigene Persönlichkeit aus. Wer ist hier nochmal cringe? Lasst die Leute doch einfach ihr Hobby ausüben anstatt sinnlosen Hass zu verbreiten ohne jeden Zweck.

Ein paar Ergänzungen: Kein /s, kein Poe‘s Law, kein Trolling oder Ragebait. Ich meine das 100% ernst. Ja, ich finde auch dass es lustig aussieht und man darf drüber schmunzeln. Aber die Menschen zu beleidigen, sie als „psychisch krank“ oder „degeneriert“ zu bezeichnen oder gar den Tod zu wünschen, weil sie mit einem fucking Steckenpferd rumlaufen?! Da haben doch welche den Schuss nicht gehört!

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u/Direct-Ad-1774 — 18 days ago

Wenn Tempolimits, Überholabstände, Parkverbote und Rotlichter konsequent geahndet würden, würde sich der Rest von selbst regeln.

Radwege werden nicht mehr zugeparkt, niemand parkt mehr auf dem Gehweg oder in zweiter Reihe, der Überholabstand von 1,5 m wird eingehalten und das sinnlose Hupen hört auf. Radfahren wird dadurch so sicher und angenehm, dass noch viel mehr Menschen umsteigen.

Gleichzeitig werden Parkplätze knapp, weil Gebäude schlicht nicht genug Grundfläche haben, um alle Autos der Bewohner aufzunehmen. Die Parkplatzsuche dauert irgendwann so lange, dass sich der Autobestand ganz von selbst einpendelt, klassische Jäger-Beute-Dynamik.

Weniger Autos bedeuten bessere Luft, weniger Unfälle und massiv weniger Kosten für Polizei und Rettungsdienste. Das Geld, das man nicht mehr für neue Fahrspuren ausgibt, kann in die Schiene fließen. Und Autofahrer können ihre Kosten nicht mehr auf Fußgänger und Radfahrer auslagern.

Kein einziges neues Gesetz. Keine Milliarden für Umbauten. Nur konsequente Ahndung aller Verstöße, für alle Verkehrsteilnehmer, Rad, Fuß und Auto gleichermaßen.

Die StVO ist gut genug. Wir wenden sie nur nicht an.

Und ja, ich weiß, warum diese Meinung unbeliebt ist. In den Kommentaren werden jetzt Hunderte von Autofahrern erklären, warum Tempo 30 vor Schulen natürlich total sinnvoll ist, aber auf der Landstraße Tempo 70 ja komplett übertrieben (am Ende noch 50 wegen Lärmschutz, wen interessieren denn schlafende Anwohner?!), und die Blitzer seien sowieso nur Abzocke und die Polizei wolle nur Kasse machen. Kurz gesagt: Regeln sind grundsätzlich eine gute Idee, aber bei mir persönlich liegt gerade ein Sonderfall vor, weil ich die Situation besser einschätzen kann als alle Behörden zusammen. Genau das ist das Problem.

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u/Direct-Ad-1774 — 24 days ago