Einfamilienhäuser sind viel besser als jede Form der Nachverdichtung
Ständig lese ich auf Reddit Beiträge, dass Zersiedelung schlecht wäre und dass wir am besten neuen Wohnraum nur in Städten durch weitere Verdichtung schaffen sollten. Die Vorteile lägen auf der Hand: wenn viele Leute zusammen auf engem Raum leben, gibt es mehr kulturelles Angebot für alle in erreichbarer Nähe, vielfältige Gastronomie kann sich viel besser etablieren, der Nahverkehr erreicht viel mehr Leute und kann dadurch engmaschiger ausgebaut werden und alles ist Klima schonender.
Ganz ehrlich: das Einfamilienhaus in der Vorstadt oder auf dem Land ist tausend Mal geiler. Hier hat man mit der Familie genug Platz, einen eigenen Garten mit viel Grün, die Kriminalität ist nahe bei Null und die Kinder können sorgenfrei aufwachsen. Eine beengte Wohnung mit scheiss Nachbarn, die einen wahlweise bedrohen, alles zusauen oder sich nachts um drei streiten (ja, Reddit ist voll von Beschwerden!) kommt da nicht ansatzweise dran. Ja, vielfälltige Restaurants und ein weiterführendes kulturelles Angebot ist schön, aber wie oft nutzt man das wirklich? Ein paar Mal in Jahr kann man dafür auch in die Stadt fahren. Statt dessen kann man mit den Nachbarn grillen, da alle einen Garten genau dafür haben und man sich untereinander sogar kennt. Und der Nahverkehr ist auch nur so lange geil, bis du auf ein paar Nazis triffst, die ganze Fahrt gröhlende Fußballfans aushalten musst oder dir ein Alkoholiker vor die Füße kotzt. Und dank der großen Dächer gibt es sogar genug Solarstrom, um die Häuser nicht immer aber doch schon sehr oft mit Wärmepumpen zu heizen.
In Summe ist das Kleinstädtische oder dörflich gelegene EFH einfach viel besser, lebenswerter und familienfreundlicher als es eine nachverdichtete Stadt oder Großstadt sein kann. Ganz viele verschließen davor aber einfach die Augen und erzählen weiter, dass wenn wir nur mehr verdichten würden, alles besser werden würde.