BIDA weil meine Eltern ihren Enkel nicht sehen?
Meine Freundin (25) und ich (29) haben im Juni 2025 ein Kind bekommen. Die Schwangerschaft war ungeplant, da ihr Frauenarzt ihr zuvor gesagt hatte, dass sie keine Kinder bekommen könne. Gleichzeitig haben wir Anfang 2025 ein Haus gekauft und in Eigenleistung renoviert. Währenddessen haben meine Eltern immer wieder negativ über meine Partnerin gesprochen, obwohl ich ihnen mehrfach gesagt habe, dass sie das lassen sollen.
Kurz vor dem Einzug habe ich mir das Kreuzband gerissen und konnte nur eingeschränkt helfen. Die Schwangerschaft verlief gegen Ende ebenfalls schwierig: hoher Blutdruck, Medikamente und schließlich starke Wassereinlagerungen, weshalb meine Freundin zwei Wochen vor ET zur Einleitung ins Krankenhaus musste.
Da sie psychisch vorbelastet ist, wollte sie unbedingt, dass ich bei ihr bleibe, also haben wir ein Familienzimmer genommen. Die Einleitung dauerte 13 Tage und war für sie extrem belastend. Zusätzlich bekam ich währenddessen einen Nierenstein und musste selbst in die Notaufnahme. Nach fast zwei Wochen entschied sie sich schließlich für einen Kaiserschnitt, weil sie körperlich und psychisch am Ende war.
Sie bat mich danach darum, dass in den ersten zwei Wochen niemand zu Besuch kommt, damit wir erstmal als Familie ankommen können. Also formulierte ich einen gemeinsamen Text an unsere Familien, den sie abgesegnet und selbst verschickt hat. Darin baten wir unter anderem darum, keine Bilder weiterzuschicken, Besuche erst später zu machen, nicht direkt vor Kontakt zu rauchen, den Kleinen nicht zu küssen und ihn nur nach Rücksprache hochzunehmen.
Die Antwort meines Vaters war sinngemäß, der Text müsse wohl unter Narkose entstanden sein und bedeute für ihn: „Ihr seid unerwünscht und lasst den Kleinen in Ruhe.“
Ich rief meine Eltern sofort an, erklärte die Situation und versuchte zu deeskalieren. Trotzdem bezeichneten sie meine Freundin als egoistisch, weil sie ihnen angeblich den Enkel verwehren würde. Um die Lage zu beruhigen, stimmte meine Freundin sogar zu, dass sie uns am nächsten Tag im Krankenhaus besuchen.
Kurz nach der Entlassung musste unser Sohn wegen Gelbsucht erneut ins Krankenhaus. Danach fuhr ich zu meinen Eltern, weil ich die Sache klären wollte. Ich fragte sie, warum sie uns nicht einmal zwei Wochen Ruhe gönnen könnten, nachdem die letzten Monate so extrem gewesen waren.
Das Gespräch eskalierte völlig. Beide wurden laut, meine Freundin wurde unter anderem als „arrogante Fotze“ bezeichnet und als „selbstsüchtig“, weil sie den Kontakt einschränken wollte. Daraufhin sagte ich meinen Eltern, dass sie weder mich noch ihren Enkel wiedersehen werden, solange sie ihr Verhalten nicht reflektieren und sich ernsthaft entschuldigen.
Ein paar Tage später rief meine Mutter meine Freundin an und sagte lediglich: „Naja, scheiße gelaufen.“ Das war für mich keine echte Entschuldigung.
Unser Sohn wird nächsten Monat ein Jahr alt. Seitdem haben meine Eltern weder ihn gesehen noch sich bei uns gemeldet.