u/Due_Grand3275

Schlechtes Gewissen wegen Arbeitslosigkeit

Hallo liebe Reddit Nutzer,

Ich (24) war bis Dezember 2025 ca 3 Jahre unglücklich in der Pflege tätig.

Dann hab ich entschlossen es geht nicht mehr, hab gekündigt, wollte eigentlich immer schon studieren. Seitdem bin ich beim AMS, die meinten natürlich sie nehmen auf Weiterbildung keine Rücksicht.

Oktober 2025 habe ich mit der Studienberechtigungsprüfung angefangen (also Vollgas lernen), 4 Teilbereiche (Deutsch, Englisch B2, AHS Stoff- Geographie und Biologie) hab ich in den letzten Monaten schon geschafft.

Hab mich dann so halb um Jobs bemüht, die Prüfungen standen klar im Vordergrund. Die letzte Teilprüfung (Ganze AHS Mathematik) steht Mitte Juni an und es ist trotz Vorbereitungskurs enorm viel (keinerlei Vorerfahrung mit höherer Mathematik). Zusätzlich lerne ich noch für die Aufnahmeprüfung fürs Psychologiestudium im Juli. (17% Chance aufgenommen zu werden).

Vorm AMS musste ich mich klarerweise schon oftmals rechtfertigen, muss ja prinzipiell mindestens 20 Stunden vermittelbar sein. Die letzten 5 Woche durfte ich dann auch vormittags in einem Empowerment-AMS Kurs verbringen (laut AMs Beratung, um wieder einen geregelten Tagesablauf zu etablieren). Die AMS Beraterin meinte, sie möchte mich nach dem Kurs nicht mehr sehen und dass ich sicher dann schon einen Job hätte.

Das Ding ist ich fühle mich furchtbar schlecht wegen der Arbeitslosigkeit. Und habe immer das Gefühl zu wenig zu machen.

20,25 h zu arbeiten (außerhalb der Pflege) würde mich aber nicht nur beim Lernen behindern, sondern ehrlich auch finanzielle Einbußen bringen. Und jetzt , genau vor dem Endspurt, lähmt mich dieses schlechte Gewissen irgendwie auch.

Was sagt ihr dazu?

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u/Due_Grand3275 — 9 days ago