Doch lieber KfW 261 bei EFH mit Einliegerwohnung – übersehe ich was?
Ausgangslage:
- Kauf EFH Bj. 1937 mit Einliegerwohnung (2 WE), Berlin
- Kaufpreis 550k, Modernisierungskosten 430k
- Finanzierungszusage ING-DiBa: 833k Gesamtdarlehen, 15J fest, 3,9% Sollzins, ohne KfW
- Sowohl unser Finanzvermittler als auch der Energieberater haben von KfW 261 abgeraten und zu iSFP über 2 Jahre hinweg geraten. Die Begründungen (außer, dass man flexibler ist und nicht den Zwang zu EH hat) erschließen sich mir bisher nicht wirklich
Zur Modernisierung: Alle Maßnahmen wertsteigernd, mindestens 300k davon energetisch. EH 70 EE mit WPB-Bonus realistisch (Haus gehört zu den energetisch schlechtesten 25%).
Meine Überlegungen:
- Vermutlich kosten mich die Maßnahmen um EH 70 EE zu erreichen mehr als die Planungen mit nur iSFP und Einzelmaßnahmen und BaFa
- ING-Darlehen reduziert auf 533k.
- KfW 261 über die ING durchgeleitet: 300k (2 WE × 150k Höchstbetrag)
- Tilgungszuschuss bei EH 70 EE + WPB = 25% = 75k
- Besserer Mischzins
- Insgesamt höhere Baukosten, aber auch mehr Zuschüsse, bzw. besserer Misch-Zinssatz
- selbst wenn ich unterm Strich doch insgesamt mehr bezahle, habe ich ja trotzdem ein energetisch besseres Haus hinterher, oder?
Frage: Habe ich einen Denkfehler? Welche plausiblen Gründe könnte es geben, hier abzuraten – Auszahlungsfristen, Bauablauf, Bürokratie, versteckte Wirkungen auf den ING-Zinssatz, Anschlussfinanzierungsrisiko nach 10 Jahren KfW-Zinsbindung? Oder ist das schlicht ein No-Brainer für die KfW-Kombi und die Vermittler scheuen einfach den Mehraufwand?
Mein größtes Bedenken wäre, dass ich im "Hauptdarlehen" der ING dann eine schlechtere Kondition bekomme, da die Darlehenssumme im Hauptdarlehen nur noch 533k beträgt.
Danke für eure Einschätzungen.
PS Ich hatte schon einen anderen Eintrag zum Thema, aber mit anderer Kernfrage. Hoffe es passt, dass ich jetzt hier nochmal differenzierter frage.