Wechsel/Abbruch wegen Alter, Kind und KI?
Liebe Community,
ich studiere inzwischen im 4. Fachsemester Jura. Vorher habe ich eine Ausbildung gemacht, rund zehn Jahre Berufs- und ein bisschen Führungserfahrung gesammelt, Abi habe ich nebenbei auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt. Es sollte es unbedingt Jura sein.
Inzwischen beschäftigt mich aber immer stärker die Frage, ob ich an meinem ursprünglichen Plan festhalten soll oder ob ein Wechsel zu Wirtschaftswissenschaften sinnvoller wäre. Direkt abbrechen möchte ich eigentlich nicht. Es gäbe zwar trotzdem katastrophalem Arbeitsmarkt Stellen, aber da wäre ich wieder genau da wo ich mal gestartet bin.
Mir wird jedenfalls mein Alter zunehmend bewusst. Ich bin 33 Jahre alt und würde – wenn alles okay läuft – das erste StEX mit 36/37 ablegen. Bis zum Zweiten wäre ich dann fast 40.
Dazu kommt, dass ich mittlerweile ein kleines Kind habe. Über die Umstände möchte ich gar nicht diskutieren – die Situation ist, wie sie ist. Das spiegelt sich inzwischen nur leider auch in meinen Klausurergebnissen wider, die eher ernüchternd ausfallen.
Ich habe schon mehrere Beratungsgespräche an der Uni wahrgenommen und versuche, die Situation möglichst nüchtern zu betrachten. Trotzdem komme ich bei meiner Entscheidung nicht wirklich weiter.
Zusätzlich verunsichert mich die Entwicklung im Bereich KI sehr. Mir ist bewusst, dass Juristen nicht von heute auf morgen ersetzt werden. Dennoch frage ich mich, ob sich der Arbeitsmarkt langfristig verändern wird und ob gerade durchschnittliche Absolventen künftig wieder Taxi fahren.
Daher meine Frage an euch:
Würdet ihr unter diesen Umständen das Jurastudium fortsetzen oder ernsthaft über einen Wechsel zu den Wirtschaftswissenschaften nachdenken? Oder doch abbrechen?
Gibt's vielleicht doch auch Studis und Referendare die Eltern und/ oder älter sind? Von denen wird nämlich immer nur berichtet. Begegnet bin ich noch niemandem weder online noch irl.
Vielen Dank für eure Meinungen.