Das Leben ist mir völlig egal
Mir ist das Leben völlig egal.
Objektiv gesehen hab ich ein gutes Leben. Gab ein paar Sachen die mich Anfang 20 sehr mitgenommen haben und aus denen ich mich aus eigener Kraft ausgearbeitet habe. Ich habe dann eine Ausbildung in der Bank angefangen, konnte verkürzen, wurde direkt übernommen und auf einen (für Berufsanfänger) verantwortungsvollen Posten gesetzt. Frühzeitig kommuniziert, dass ich nochmals studieren will (das davor musste ich abbrechen weil das Leben einfach zu sehr dazwischen gefunkt hat).
Jetzt bin ich in meinem zweiten Studium, mit guten Noten, nächstes Jahr kommt der Bachelor. Nebenbei arbeite ich als Werkstudent in einem internationalen Konzern, die Arbeit macht mega Spaß und ist genau mein Ding, die Kollegen sind nett und hilfsbereit. Ffs, ich verdiene als WS sogar mehr als nach meiner Ausbildung.
Ich habe guten Kontakt zu meiner Familie und besuche sie so oft wie möglich (anderes Ende von Deutschland), habe Freunde mit denen ich mich regelmäßig treffe, habe aber auch kein Problem allein unterwegs zu sein. Ich habe Hobbies die mir Spaß machen. Ich habe Pläne für die Zukunft.
Und gleichzeitig wäre es mir völlig egal, wenn morgen ein Bus kommt und mich überfährt. Und zwar nicht im Sinne von "Ich bereue nichts, denn ich habe mein Leben so gelebt wie es wollte." Einfach im Sinne von "Gottseidank."
Und den Gedanken hab ich nicht erst seit ein paar Wochen, sondern seit ich 7 oder 8 bin. Seitdem ich ein Kind war weiß ich, dass das Leben eigentlich komplett sinnlos ist. Man wird nicht gefragt ob man die ganze Scheiße überhaupt will, muss 80 Jahre irgendwie rumbringen und dann stirbt man und es war eh alles für die Katz', weil du dann eh keinen mehr juckst.
Tldr; Ich habe mir objektiv ein gutes Leben aufgebaut, aber am Ende ist es auch nichts anderes als Zeit totschlagen. Einfach weil man ja irgendwas machen muss.