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Schaut den Film

Die Odyssey von Christopher Nolan ist ein Kunstwerk, welches kaum ein anderer Film nachzuahmen im Stande ist. Sieht man es an und nimmt es wirklich in sich auf, so durchläuft man mehrere Phasen der inneren Neugestaltung. Zunächst erhält man das Gefühl, das jeder andere Film im Vergleich sinnlos und eng gedacht ist. Es wird stets nur ein winziger unbedeutender Teil der menschlichen Natur, des menschlichen Lebens abgebildet, während die Odyssey als umfassendes Werk der höchsten Kunst erscheint, ähnlich in seiner ganzheitlich tragenden Natur dem Faust. Im gleichen Atemzug überträgt man diese Einstellung auf das eigene, vergängliche Leben, auf einer so unendlich andauernden Welt, sodass man sich selbst als klein und unbedeutend, als Staubkorn im Meer wahrnimmt. Dieses Gefühl verstärkt der Gedanke, Odysseus wandelte einst auf dieser Erde und ist nun seit vielen Jahrhunderten gar Jahrtausenden bereits verstorben. Seine Asche brachte Pflanzen hervor und seine innersten Einzelteile tragen zu neuem Leben auch heute bei, in einem endlosen Kreislauf, von dem wir ein unbedeutender Teil sind. Während man diese Gedanken fasst und die eigene Geringfügigkeit wahrnimmt, durchdringt einen ein neuer Wille kein Staubkorn zu sein, sondern ein Fels in der Brandung der Geschichte, gleich Odysseus und auf der Suche nach einem neuen Sinn, begibt man sich auf eine eigene Odyssee.

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u/FFG07 — 11 days ago