Ich bin hier im Sub seit einiger Zeit stiller Mitleser und habe in folge dessen natürlich auch die beschlossene Kürzung des Honorars um 4,5% mitbekommen. Ich finde das absolut unangemessen und habe deshalb auch für die Petition unterzeichnet. Allerdings finde ich auffällig welche Weltuntergangsstimmung und schwarz-weiß-Denken hier von vielen kund getan wird. Sollte nicht ausgerechnet dieser Berufszweig in der Hinsicht etwas reflektierter sein? Hier wird mit Worten geworfen wie: "der Beruf wird für den Nachwuchs richtig unattraktiv", "es lohnt sich nicht mehr", "Kassenpatienten werden weniger oder nicht mehr angenommen"... Da müssen sich doch Arbeiter die einen Stundenlohn von Mindestlohn - 20€ Brutto haben richtig verarscht vorkommen, DIE haben wirklich Probleme ihr Leben zu finanzieren.
Kommt mir so vor, als ob die Leute die eine solche Denke an den Tag legen, mächtig den Boden unter den Füßen verloren haben. Woran liegt das? Ich könnte mir Vorstellen, das hat einen Zusammenhang mit der Gesellschaftsschicht aus der PsychotherapeutInnen überwiegend kommen? Vielleicht kennen die es nicht anders? Wer sonst hat die Ressourcen und Support einen so steinigen Ausbildungsweg zu gehen? Was denkt Ihr darüber? Findet ihr das Jammern angemessen?
Edit:typo