Hund kratzt sich / psychologische Ursache?
Hallo Zusammen,
Mittlerweile bin ich mit meinem Latein am Ende und wende mich deshalb an die Hundeprofis unter Euch :) Wir lieben unsere Hündin sehr und sie bringt unglaublich viel Gutes in unser Leben – gleichzeitig stehen wir im Alltag teilweise vor großen Herausforderungen.
Kurz zu ihr:
Golden Retriever-Hündin, 5 Jahre, nicht kastriert
mit 12 Wochen zu uns gekommen, die ersten zwei Jahre Hundeschule
von Anfang an eher ängstlich: fremde Menschen, besonders Männer/ältere Personen, werden zunächst verbellt; nach vorsichtiger Kontaktaufnahme ist alles gut
Autofahren und Alleinbleiben mag sie ebenfalls nicht besonders
Unser größeres Problem ist allerdings ihr Kratzen. Sie kratzt sich vor allem in Situationen, die mit (positiver) Aufregung oder Stress verbunden sind – z. B. wenn wir unterwegs jemanden treffen und uns länger unterhalten. Zu Hause mit uns macht sie es überhaupt nicht.
Wir waren deshalb schon mehrfach beim Tierarzt; dort wurde vor allem Futter bzw. eine Allergie als Ursache vermutet. Das kann sicher mit hineinspielen, ich habe aber den Eindruck, dass auch Stress/Übersprung eine große Rolle spielt. Sie kratzt sich teilweise so lange, dass sie sich blutig kratzt.
Besonders schwierig ist es beim Alleinbleiben und in der Betreuung. Über die Kamera sehen wir, dass sie meistens entspannt schläft, aber zwischendurch plötzlich aufwacht und sich minutenlang kratzt. Deshalb trägt sie mittlerweile eine weiche Halskrause, die sie gut toleriert. Die Halskrause war ursprünglich nicht als Dauerlösung gedacht sondern nur so lange, bis ein hotspot, der auch durchs kratzen entstanden war, abgegeilt ist.
Bei meinen Eltern/Schwiegereltern fühlt sie sich eigentlich sehr wohl und liebt alle dort. Trotzdem kratzt sie sich dort fast immer irgendwo blutig. Leider wird das Kratzen von den Betreuungspersonen nicht zuverlässig bemerkt bzw. unterschätzt und die Halskrause möchten sie nicht anziehen, weil sie den Hund ihrer Meinung nach stört.
Eine andere Betreuungsmöglichkeit gibt es bei uns leider kaum – wir wohnen sehr ländlich und die einzige Huta in der Nähe bietet Zwingerhaltung an, was für uns nicht infrage kommt.
Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht oder eine Idee, wie wir herausfinden können, was hinter diesem Kratzen steckt und wie wir ihr helfen können?
Achja: Futter hatten wir nach Empfehlung des Tierärztes trotzdem umgestellt und spezielle Zusätze mit rein gegeben. Das Fell wurde dadurch auch schöner, am Problem mit dem kratzen hat sich nichts verändert.
Liebe Grüße