Fitnessstudio will mich nicht kündigen lassen
Hallo Leute,
ich habe ein Problem mit der Kündigung meines Fitnessstudio-Vertrags bei fit+. Das Studio ist ein 24 Stunden geöffnetes Studio, welches man per App betritt, es gibt keine anwesenden Trainer.
Der Vertrag wurde am 05.03.2024 geschlossen und ging erstmal bis zum 06.03.2026, also zwei Jahre. Da es ja das „Gesetz über faire Verbraucherverträge“ gibt, hab ich mir über die rechtzeitige Kündigung (3 Monate vor Ablauf der Laufzeit) keine weiteren Gedanken gemacht. Nun wird mir in der App als Datum für eine ordentliche Kündigung jedoch der 06.03.2027 angezeigt.
Ich habe eine E-Mail an das Studio geschrieben und darum gebeten, aufgrund des entsprechenden Gesetzes zum 18.06.2026 zu kündigen. Die Antwort kam recht zügig und war vermutlich eine Standard-Antwort. Einmal argumentieren sie, dass in den von mir akzeptierten AGB geschrieben steht, dass der Vertrag sich erneut um 12 Monate verlängert. Das ist soweit korrekt, aber aus meiner Sicht unerheblich, weil das Gesetz doch genau festlegt, dass eine solche Klausel unwirksam ist. Oder interpretiere ich da falsch?
Weiterhin argumentieren sie, dass es sich nur um einen „Mietvertrag“ handelt, weil keine Dienstleistungen erbracht und von mir in Anspruch genommen werden. Dabei verweisen Sie in der Antwort auf das BGH Urteil vom 08.02.2012, Az. XII ZR 42/10: https://openjur.de/u/339121.html
Über eine Google Suche habe ich folgenden Artikel gefunden: https://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/Pressemeldungen/vertraege-reklamation/kundenrechte/dickes-minus-fuer-fit-114318. Es ist das gleiche Studio, es scheint also die Standard-Argumentation zu sein.
Wie schätzt ihr das rechtlich ein? Ich als Laie würde denken, dass die Sache eigentlich recht klar ist. Oder kann es wirklich sein, dass die Lage so anders aussieht, nur weil es ein 24-Stunden-Studio ohne Trainer ist?