u/Fireliebhaber

Lean FIRE aus der Praxis: Ausgaben, Herausforderungen und Fehlannahmen

Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Thema FIRE und frage mich, wie eure Erfahrungen zu Lean Fire aussehen.

Warum habt ihr euch für Lean FIRE und nicht für klassisches FIRE entschieden? (Klar einfacher zu erreichen) Wie hoch ist eure Zielsumme beziehungsweise wie hoch war sie und warum habt ihr genau diesen Betrag gewählt?

Mich würde auch interessieren, was für euch die größte Herausforderung auf dem Weg dorthin war. War es eher das Sparen, das Investieren oder die mentale Seite des Ganzen?

Wer Lean FIRE bereits erreicht hat, würde den Weg heute wieder genauso gehen oder würdet ihr etwas anders machen? Gibt es vielleicht sogar jemanden, der Lean FIRE erreicht hat und es im Nachhinein bereut?

Außerdem habe ich oft den Eindruck, dass viele Menschen Lean FIRE missverstehen. Was ist eurer Meinung nach das größte Missverständnis dabei?

Falls ihr bereits von euren Erträgen lebt, wie hoch sind ungefähr eure jährlichen Ausgaben? Und auf welche Ausgaben verzichtet ihr bewusst, um diesen Lebensstil zu ermöglichen?

Bin gespannt auf eure Erfahrungen und unterschiedlichen Sichtweisen.

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u/Fireliebhaber — 5 days ago

Gibt es auch Schattenseiten bei Fire auf die man vorher nicht denkt?

Hallo,

die Frage steht eigentlich eh schon im Titel.

Wäre auf eure Erfahrungen gespannt von allen die schon das Ziel erreicht haben.

Habt ihr was vollkommen unterschätzt? Etwas nicht bedacht? Kam es ganz anders als geplant?

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u/Fireliebhaber — 11 days ago

Eigenheim beim Thema Fire: Fluch oder Segen?

Hallo,

wie bewertet ihr Eigenheime im Kontext des Fire?

Klar, bei Fat-Fire wird es ziemlich egal sein. Das ist zu schultern mit ordentlich Kapital.

Bei Lean- und Baristafire weiß ich nicht genau wie man das bewerten kann. Da mach ich mir schon meine Gedanken.

Ich denke da an Instandhaltung, neue Fenster, Dach, Heizung.

Aber auch Modernisierung wie Photovoltaik.

Eine neue Küche haut auch gewaltig ins Konto. Möbel allgemein sehe ich weniger das Problem.

Sprich: Für alle Fire-Arten wo man nicht mindestens sieben Stellen am Konto liegen hat stelle ich mir das schwer vor wenn die Immo mal alt wird. Das braucht schon ordentlich finanziellen Kraftstoff um danach noch was entnehmen zu können.

Die gesparte Miete "zurücklegen" geht ja nicht unbedingt auf mit niedrigen Fire-Stand da man das zum Leben brauchen könnte bzw. wird.

Wie seht ihr das?

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u/Fireliebhaber — 12 days ago

Habe ich eine realistische Chance auf Fire?

Hallo aus Österreich.

Ich weiß hier ist ein deutscher Sub aber ich hoffe ich bin trotzdem willkommen. Es gibt nämlich im kleingeistigen Österreich kein mir bekanntes Forum wo ich meine Frage stellen kann.
Und meine Landsleute kapieren eh nie was in der Richtung wenn ich das mal so sagen darf.

Ich habe jetzt meine Einnahmen und Ausgaben genau im Excel über ein Jahr nachgerechnet.
Kam raus was ich eh schon fühlte.
2025 habe ich 49984 Euro netto verdient.
Ich lebe sparsam und habe 12961 Euro ausgegeben. Das ergibt 1082 Euro pro Monat an Ausgaben.
Der Rest wurde gespart.

Ich habe ein beinahe abbezahltes Eigenheim.
Mein ETF-Depot hat derzeit ca. 275k Wert wobei leider nur 60k aus Kursgewinnen stammen. Ich bin also noch nicht so lange dabei (seit 2022 und habe viel Ersparnisse umgeschichtet aber auch Sparpläne laufen).
Ich habe 15k Notgroschen auf Tagesgeld.
Und 80k in Festgeld angelegt. Meine wenn man so will risikolose Anlage.
Aktiv bespart werden aber nur mehr die ETF.
Ein paar Kröten in Bitcoin zum Spielen habe ich auch (aber nichts nennenswertes)

Ich habe also ungefähr 370k zur Verfügung.

Ich habe auch Anspruch auf die staatliche Pension mit 65 Jahren da ich Seit dem 19. LJ durchgehend arbeite und heute 45 bin. Sofern da nichts geändert wird.
Wenn da nichts mehr eingezahlt wird, wird die natürlich gering ausfallen. Laut Pensionskonto habe ich 14xpro Jahr einen Anspruch auf 1800 brutto Pension erworben (wenn sich da politisch nichts ändert für meinen Jahrgang) Keine Ahnung wieviel Kaufkraft das dann hat.

Wann wäre der günstigste Zeitpunkt um aufhören zu arbeiten? Denn ich habe keine Erben denen ich was hinterlassen muss. Finde es also nicht erstrebenswert bis 65 oder gar noch länger im Joch zu verbleiben.

Bin auch offen, das Eigenheim im Alter zu verkaufen. Ist im Alter oft eine Last aber natürlich schon auch ein Quell der Freude was Eigenes zu haben.

Krankenversicherung: Selbstversicherung ist möglich. Kostet wohl um die 500 Euro pro Monat. Laut Recherchen kann man das aber u.U. nach unten anpassen lassen aufgrund der Einkommenssituation aus den ETF. Ich konnte aber keine genauen Berechnungsgrundlagen finden.

Wäre wohl ein Teilzeitjob gut. Deckt die Lebenskosten locker ab, versichert ist man auch und man zahlt auch noch weiter in die Pension ein.
Die Frage ist wie kommt man zu solchen Stellen? Als mittelalter Mann geben sie dir keinen Studentenjob und mein derzeitiger AG ist zum Davonlaufen.
Ich würde eigentlich mit Teilzeit fast besser leben können wie jetzt da dann ja nichts mehr investiert werden muss.

Was meint ihr? Realistisch? Komplett Banane?

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u/Fireliebhaber — 18 days ago