Von Vodafone telefonisch angelogen - Sonderkündigung & Anwaltshilfe?
Hallo zusammen,
es ist ein etwas längerer Text geworden aber ich hoffe es ist einigermaßen gut lesbar.
Ich bin zu Beginn des Monats in eine Altbauwohnung eingezogen, die teils modernisiert worden ist. Ich bin auf ein stabiles Homeoffice angewiesen und der Vermieter ist gar nicht wirklich affin mit Internet-Technologie. Kurz vor dem Einzug wussten wir noch nicht, wo bzw. ob es überhaupt eine DSL-Box gibt. Im Keller fanden wir einen Anschluss für Koaxial, was er im Untergeschoss "zum Fernsehen verwendet". Er ist bei Vodafone.
Vor der Wahl eines Anbieters suchte ich primär Unterstützung um herauszufinden, was im Haus überhaupt möglich sei, oder ob mit Absprache mit dem Vermieter ggf. eine Modernisierung des Internets erforderlich sei. Alle Verfügbarkeitschecks zeigten eine DSL-Leitung von 175MBit/s an, Kabelinternet sei grundsätzlich nicht möglich. Laut Vermieter sei die Box für Koaxial im Keller nicht an der Hauptstraße, sondern an ein Nachbarshaus angeschlossen.
Nach dem meine Unterstützungsanfragen bzw. die Bitten einfach jmd. zB von der Telekom zu beauftragen der das Haus prüfen solle von allen Anbietern abgelehnt wurde und angesichts dessen, dass der Vermieter ja bei Vodafone ist, probierte ich mein Glück hier.
Hier landete ich beim ersten Anruf bei einem Mitarbeiter, der mir telefonisch folgendes Vorschlug: zunächst einen 100MBit/s DSL Vertrag aufsetzen, sodass Sie jmd. von der Telekom zur Freischaltung beauftragen könnten. Sollte keine DSL-Box gefunden werden können, so könne ich vom Vertrag zurücktreten. Anderenfalls hätte ich ja erstmal 100MBit/s - "besser Initial das als gar nichts", so die Aussage. Danach hätte ich die Möglichkeit mich erneut telefonisch zu melden, um wie Erwünscht jmd. zu beauftragen, der sich die Geschichte mit dem Kabelinternet anschauen könne.
Der Freischaltungstermin mit dem Telekom-beauftragten erfolgte wie erwartet: nach viel Mühe wurde die uralte DSL-Box gefunden, aufgebrochen, angeschlossen, und das Kabelinternet-Thema interessierte ihm nicht. Wenige Tage mit dem DSL-Internet unterwegs und es war nun mal genauso wie ich das von vor 15 Jahren mit Vodafone kannte: die Verbindung bricht ständig ab, der Vertrag ist überteuert, es gibt "bekannte Störungen, die aber kein permanenter Zustand sind", yada yada.
Erneut am Telefon 5-6 verschiedene Gespräche mit verschiedene Mitarbeitern aus verschiedene Abteilungen und kurz gefasst, niemand will oder kann jmd. vorbeischicken, um das Kabelinternet zu prüfen. Wie der Vermieter im Untergeschoss Kabelinternet von Vodafone bezieht ist ihnen ein Rätsel, interessiert ihnen aber auch nicht. Da die Verfügbarkeitschecks kein Kabelinternet anzeigen, können sie auch keinen entsprechenden Vertrag anbieten. Entgegen dessen wurde mir nach viel Diskussion von eine Mitarbeiterin dennoch einen Angebot zu einen Kabelinternet-Vertrag zugesandt.
Die Widerruffrist von 14 Tagen war bereits abgelaufen, bevor ich überhaupt in die Wohnung eingezogen und bevor der Techniker zum Freischaltungstermin hier war.
Letzte Woche habe ich eine Sonderkündigung zugesandt: heute habe ich einen Rückruf erhalten, dass sie die Sonderkündigung nicht akzeptieren, denn ich müsste ja nachweisen, dass die Konditionen des DSL-Vertrags (dem ich ja zugestimmt habe) nicht einhalten - was sie ja tun. Die falsche telefonische Versprechungen des Mitarbeiters im Erstgespräch sowie das blinde Kabelinternet-Angebot hätte ja nichts mit dem eigentlichen Vertrag zu tun; das diese erfolgt sind tun Vodafone "einfach nur leid".
Habe ich eine irgendeine Chance, aus diesen Vertrag raus zu kommen, oder bin ich nun für die nächsten 2 Jahren gezwungen Vodafone dafür zu bezahlen, dass sie mich auf den Arm genommen haben?
Danke euch