Der Dank dafür, wenn man helfen will? – Polizei droht mit Verwarnungsgeld nach Wildunfall-Meldung
Hallo zusammen,
ich muss mir hier gerade mal gepflegt den Frust von der Seele schreiben. Ich bin immer noch fassungslos, wie man als pflichtbewusster Autofahrer von der Polizei behandelt wird.
Was ist passiert?
Ich war vorhin mit dem Auto unterwegs, als plötzlich ein totes Tier (sah aus wie ein Biber) mitten auf der Fahrbahn lag. Ich habe mich tierisch erschrocken, konnte zum Glück noch rechtzeitig abbremsen und habe die Gefahrenstelle passiert. Weil ich sofort an die Sicherheit der anderen gedacht habe – vor allem für Motorradfahrer kann so ein Hindernis ja lebensgefährlich sein –, habe ich die Polizei angerufen, um das Tier wegräumen zu lassen.
Am Telefon sagte man mir dann, ich solle mich mit Warnblinker vor das Hindernis stellen und warten, bis die Streife eintrifft.
Die Dreistigkeit hoch zehn:
Ich stand also brav da und habe den Verkehr abgesichert. Die Herren in Blau haben mich ungelogene 40 Minuten warten lassen! Als sie dann endlich aufkreuzten, kam nicht etwa ein „Danke für die Absicherung“, sondern der absolute Abschuss.
Der Beamte meinte zu mir: „Ja, normalerweise würde es jetzt ein Verwarnungsgeld geben. Sie müssen schließlich so langsam fahren, dass Sie jederzeit vor einem Hindernis anhalten können. Aber seien Sie froh, wir geben Ihnen jetzt keins.“
Ich dachte, ich höre nicht richtig! Erst werde ich von der Zentrale angewiesen, die Stelle abzusichern, und dann drohen mir die Beamten vor Ort mit einem Bußgeld und tun so, als würden sie mir einen riesigen Gefallen tun? Das ist doch pure Wichtigtuerei, weil sie offenbar genervt waren, dass sie wegen eines toten Tiers ausrücken mussten.
Das ist also der Dank dafür, wenn man versucht, andere Verkehrsteilnehmer zu schützen. Beim nächsten Mal überlegt man sich dreimal, ob man noch mal den Hörer in die Hand nimmt und hilft.
Habt ihr so was auch schon mal erlebt? Ich bin echt bedient für heute...