u/Generalvollmacht

Image 1 — Master of Döner, Berlin-Neukölln, 8 Euro
Image 2 — Master of Döner, Berlin-Neukölln, 8 Euro
▲ 177 r/doener

Master of Döner, Berlin-Neukölln, 8 Euro

Es war Samstag. Auf dem Weg zum Schwimmbad brüllte mein Magen mir plötzlich irgendwas Richtung "BRAAAA BROOO BLUBBBLUBB" entgegen. Keine Ahnung, was genau das heißen sollte, aber ich deutete es so, als würde er eine Beschäftigung brauchen. Die erste Überlegung war natürlich eine Portion Schwimmbad-Pommes, aber irgendwie hat der Gedanke nicht so sehr gefetzt.

Daher ging es dann zu Master of Döner in Berlin-Buckow. Wer die Gegend kennt weiß, dass MURO hier DIE Instanz für Döner ist seit über 3 Jahrzehnten, daher gibt es hier in der Gegend nicht viele andere Dönerläden. Der Laden lag dieses mal jedoch nicht auf dem Weg, weshalb es nun MoD wurde.

Man muss sagen, dass MoD zur Eröffnung ein Alleinstellungsmerkmal hatte in der Umgebung. Es war der erste und einzige Laden, der "Steakdöner" verkauft hat. Der hat auch wirklich gut geschmeckt. Mittlerweile nach einem (oder auch mehreren) Besitzerwechseln gibt es hier nur noch Standard-Hackspieß und Chicken Döner.

Mein mich unverständlich anbrüllender Magen und ich spazierten also in den Laden, bei dem nun zu meiner Überraschung zwei Frauen hinter dem Tresen standen. Es war ein (ohne es wertend zu meinen) merkwürdiger Anblick in dieser männerdominierten Branche.

Ich wurde ziemlich schnell gefragt, was ich haben wollte. Die Entscheidung fiel nicht schwer, es sollte ein Döner sein vom Hackspieß.

Die Kundin vor mir wurde noch bedient, anschließend wurde ich schon gefragt, welche Soße ich haben wolle. Da es draußen schon heiß genug war, verzichtete ich auf Scharf und nahm nur Kräutersoße.

"Salat?"

"Ohne Zwiebeln" sagte ich meiner Freundin zu liebe (das ist gelogen, ich mag keine Zwiebeln).

Kurz danach war er auch schon fertig.

Was gibt es zum Döner zu sagen?

Das Brot war kein normales, dreieckiges Pide, wie ich es am liebsten mag, sondern ein Fladenbrötchen. Das war allerdings perfekt getoastet, so dass es crunchy war, aber nicht wie ein Keks zerbröselt ist. Definitiv sehr gut.

Das Fleisch war ein Standard-Hackspieß. Gut geröstet, teilweise eine Spur zu gut und daher etwas fest, aber alles in allem noch gut. Geschmacklich 08/15, wie fast jeder Hackspieß. Da gab es also weder positive noch negative Überraschungen.

Der Salat war frisch, der Rotkohl säuerlich eingelegt, aber weniger Sauer, als man es von anderen Läden kennt. Zu meiner Überraschung gab es keine Gurken. Die Tomaten waren nicht gewürfelt, sondern in Scheiben geschnitten. Das ist nicht so mein Fall. Lecker waren sie aber dennoch.

Die Kräutersoße war im Fingerlecktest mayolastig. Mögen viele nicht, ich finds geil. Die Soße hatte auch überraschenderweise wirklich Kräutergeschmack. Die Soße hat geschmacklich an italienische Kräuter oder Kräuter der Provence aus dem Eigenmarkgewürzregal von LIDL erinnert. War ein Geschmack, der erstmal gewöhnungsbedürftig war, aber dann doch ganz lecker war, vielleicht auch wegen dem Gedanken, dass diese vielleicht selbstgemacht sein könnte.

Ich würde 6 von 10 Dönertaschen vergeben. Es ist ein guter Standard-Döner, der allerdings Verbesserungspotential hat. Gurken anbieten wäre ein Punkt, dazu das Fleisch nicht trockenrösten (wobei das wahrscheinlich auch keine Standardprozedur ist, sondern halt mal passiert). Für 8 Euro auch 1-2 Euro zu teuer dafür, dass er "nur" Standard ist. Kann man sich aber geben, wenn man in der Umgebung ist.

🥙🥙🥙🥙🥙🥙⚪⚪⚪⚪

u/Generalvollmacht — 3 days ago