u/H3t0N

Erste Kapitalanlage: Klein und schnell abbezahlen (100k) oder gleich größer (200-250k)? Ziel Eigenheim + Familienplanung

Hallo zusammen,

meine Frau und ich (35 Jahre) möchten anfangen, in Immobilien als Kapitalanlage zu investieren. Unser langfristiges Ziel ist es allerdings, uns in ca 7-10 Jahren ein Eigenheim zur Selbstnutzung zu kaufen (aktuell geschätzt um die 400-500k).

Jetzt stehen wir vor der Frage, welche Strategie für die erste Wohnung am sinnvollsten ist, um uns den späteren Kredit für das Eigenheim nicht zu verbauen.

Hier unsere Rahmendaten:

- Haushaltsnetto ca 6,5K (Sie 3k ich 3,5k)

- Eigenkapital 30-40k (das wir komplett für den ersten Kauf einsetzen können

- Südwesten Deutschlands

- Aktuell stecken wir in der Familienplanung. Das bedeutet das in den nächsten 1-2 Jahren Nachwuchs anstehen könnte.

Wir haben uns den Markt hier vor Ort angeschaut und schwanken aktuell zwischen zwei unterschiedlichen Ansätzen.

Ansatz 1 - Klein und schnell Schuldenfrei:

Für ca 100-120k bekommt man hier in der Gegend solide 1-2 Zimmer Wohnungen. Ich habe mir das durchgerechnet: Mit unserem EK und monatlicher rate die gut zu bewerkstelligen ist konnte man so eine Immobilie in ca 10 Jahren abbezahlen. Mit Sondertilgungen kann man das sogar auf ca. 8 Jahre drücken.

Gedanke dahinter ist folgender: Wenn wir in 10 Jahren für das Eigenheim zur Bank gehen, ist die Wohnung schuldenfrei, generiert reinen Cashflow und kann als Sicherheit (Ersatz-Eigenkapital) für den Hauskauf dienen. Zudem ist das Risiko bei temporärem Einkommensknick (Elternzeit) überschaubar.

Ansatz 2 - Die größere Wohnung (langfristiger Hebel):

Anstatt klein anzufangen, direkt in eine größere, familientaugliche Wohnung investieren (ca. 200-250k). Hier müssten wir natürlich deutlich mehr finanzieren und der Kredit würde klassisch 20-30 Jahre laufen.

Gedanke dahinter: Langfristig vielleicht mehr Wertsteigerungspotenzial. Evtl sogar zeitweise selber bewohnen (Nur falls es wirklich sinnvoll ist da wir aktuell eine verhältnismäßig günstige Wohnung mieten).

Meine Fragen an euch:

  1. Was ist mit Blick auf das spätere Eigenheim und die anstehende Familienplanung eurer Meinung nach die bessere Strategie? Blockiert uns die größere Wohnung jetzt in 10 Jahren komplett die Haushaltsrechnung bei der Bank, weil die Restschuld noch so hoch ist?

  2. Ist der Plan eine kleine Wohnung in unter 10 Jahren aggressiv wegzutilgen, sinnvoll, oder verschenke ich dadurch massiv den steuerlichen Hebel der Zinsabschreibung?

  3. Hat jemand von euch eine ähnliche Konstellation (erst kleine Anlage mit hoher Tilgung, dann großes Eigenheim + Familie) durchgezogen und kann aus der Praxis berichten?

Danke für euren Input.

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u/H3t0N — 8 days ago