Hey zusammen,
mich beschäftigt schon länger eine Frage: Kann man in einem Beruf wirklich gut werden und sich weiterentwickeln, wenn man ihn eigentlich gar nicht mag? Für mich fühlt es sich logisch an, dass man vor allem in den Dingen wächst, die einen wirklich interessieren. Aber funktioniert das auch, wenn dieses Interesse komplett fehlt?
Zu meiner Situation: Ich (w/27) arbeite seit ca. 4 Jahren im Personal. Leider macht mir der Job überhaupt keinen Spaß, ich interessiere mich nicht wirklich dafür und fühle mich auch oft unwohl. Ich bin ein Mensch, der es gerne allen recht machen möchte, weiß aber natürlich, dass das nicht möglich ist. Gerade in dem Bereich habe ich aber oft das Gefühl, am Ende in vielen Situationen als „Buhmann“ dazustehen.
Ich überlege schon seit längerem ob ich einen neuen Beruf anfangen soll und habe es auch schon in Erwägung gezogen nochmal eine Ausbildung zu machen, habe jetzt aber ein ziemlich gutes Angebot von einer anderen Firma bekommen, allerdings wieder im Personalbereich. Dort hätte ich auch die Möglichkeit, eine Weiterbildung zu machen und mich fachlich deutlich weiterzuentwickeln, was meinen Arbeitsalltag vermutlich erleichtern würde.
Deshalb stehe ich gerade vor der Frage: Kann man in einen Job hineinwachsen, den man eigentlich nicht mag?
Ich lese oft, dass für viele der Job vor allem ein Mittel zum Zweck ist, um sich die Freizeit schön gestalten zu können. Das kann ich zu 100% nachvollziehen. Aber gleichzeitig finde ich die Vorstellung nicht besonders erfüllend, fünf Tage die Woche nur aufs Wochenende hinzuarbeiten und sich jeden Morgen mühsam aus dem Bett zu quälen, um einen Job zu machen, den man nicht leiden kann.
Wie seht ihr das? Macht euch euer Beruf Spaß oder ist es für euch eher „Mittel zum Zweck“? Wie seid ihr neutraler gegenüber eurem Beruf geworden?
Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!