Wohl meckern auf hohem Niveau: Das Leben nach dem Ref
Seit nun etwa 1,5 Monaten bin ich aus dem Ref (zwei Hauptfächer) raus. Fürs Erste habe ich jetzt eine volle Stelle mit sechs Kursen – trotzdem habe ich noch einige Stellenreserven.
Nun ist langes Wochenende und ich hatte tatsächlich mal keine Korrekturen, nichts zum Wegfahren geplant etc. Ehrlich gesagt bin ich auch gar nicht davon ausgegangen, überhaupt mal wieder so viel freie Zeit zu haben.
Und ich merke: Seit dem Ref weiß ich irgendwie nichts mehr mit mir anzustellen.
Auch jetzt habe ich ständig das Gefühl, arbeiten zu MÜSSEN. Gleich werde ich vermutlich schon mal die Klassenarbeiten für Juni vorbereiten. Aktuell sitze ich tatsächlich fast jeden Tag am Schreibtisch – auch, weil ich sonst sofort das Gefühl habe, faul zu sein.
Lesen kann ich nicht mehr richtig. Bei Serien habe ich Angst, dass sie „zu spannend“ werden und ich danach nicht mehr aus meinem Tunnel rauskomme, wenn ich eigentlich wieder funktionieren müsste. Allgemein habe ich das Gefühl, dass ich mich bloß nicht zu sehr an Freizeit gewöhnen darf.
Und so „vergeude“ ich dann einen Samstag – mit einer Frage, bei der vermutlich alle, die gerade an Abiklausuren sitzen, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würden:
Gibt es noch andere, denen es nach dem Ref so geht?