Ich plane eine Selbständigkeit, die Software ist zu 90% fertig gestellt, wobei sich die letzen 10% wie 90% der Arbeit anfühlen und richtig nerven kosten.
Es geht jetzt hauptsächlich darum technische Schulden zu begleichen und die rechtlichen Aspekte zu berücksichtigen/klären.
Und letzteres ist der Punkt an dem ich mir die Frage stelle, wie machen das all die Leute hier? Ich lese ständig Beiträge wie: ich habe in 3 Monaten ein SaaS für B2B gebaut und es läuft usw. Leute die sich damit selbstständig gemacht haben und damit durchstarten.
Ich lese das und stelle mir die Frage, ob an alles gedacht wurde. Sind das Impressum, die AGB, die Datenschutzerklärung, kurzum die Legal’s durch einen Anwalt geprüft und abgesegnet worden? Ist das TOM Dokument sauber und juristisch gecheckt, was ist mit dem AVV? Ebenfalls abgenickt? Wurde an die „Must have“ Versicherungen gedacht, um keinen finanziellen Selbstmord zu begehen?
Ist die Software DSGVO Konform? Wenn Kundendaten verarbeitet werden, wo und wie werden diese gespeichert, wird maskiert? Gibt es Cron Jobs. Was ist mit Monitoring, wo liegen die Server, was passiert mit den Log Datein?
Und vieles mehr…..
Das sind die Punkte die ich hinter mir habe, die mich unfassbar viel Zeit und Nerven gekostet haben.
Und wenn ich dann sowas lese nach dem Motto „hey Leute, ich hab vor 3 Wochen mit Vibecoding angefangen und ein SaaS Ding gebaut, habe schon die ersten zahlenden Kunden“
Dann frage ich mich ob ich es zu gründlich mache um kein Risiko einzugehen oder ob meine deutsche Tugend der Gründlichkeit einfach nur übertrieben ist?
Wie geht ihr damit um?
SaaS einfach aus dem Ärmel schütteln, nach dem Motto, das wird schon nicht schiefgehen oder nehmt ihr das Ding bis ins kleinste Detail auseinander und setzt alles um, koste es was es wolle?