als Teilzeitkraft eine Vollzeitkraft vertreten
Ich arbeite seit 5 Monaten Teilzeit (25 Std.) in einem neuen Unternehmen. Gemeinsam mit einem anderen Kollegen bilden wir eine Abteilung und vertreten uns gegenseitig. Er arbeitet allerdings in Vollzeit (40 Std.).
Jetzt hat er natürlich auch mal Urlaub oder fällt wie bzw. jetzt die zweite Woche aus gesundheitlichen Gründen aus.
Ich darf ihn ja vertreten. Wie ihr euch es vorstellen könnt, haut das natürlich nicht hin, dass ich auch seine Arbeitslast abdecke. Wenn ich meinen Vorgesetzten angesprochen habe, wie ich die Vertretung hinbekommen soll, ist er immer wieder ausgewichen. Heute habe ich das nicht einfach unter den Tisch fallen und habe gefragt, ob ich dann mehr Stunden arbeiten darf, damit ich zumindest das grobe schaffe. Trotz Kindern würde ich das problemlos organisiert bekommen.
Das wurde kommentiert mit „Mehrarbeit ist nicht gewünscht.“ Ja, es ist mir klar, das sich bei mir dann Überstunden ansammeln, die ich irgendwann abbauen muss, hilft aber nicht, wenn Kunden anrufen und mit jedem Mal ungehaltener werden.
Jedenfalls: Ich ertrinke in Kundenrückfragen, Aufträgen und allerlei Aufgaben. Heute bekam ich den Spruch „ich solle doch besser priorisieren“ gedrückt. Ich bin eher ein ruhiger Mensch, aber ich merke, dass ich bald vermutlich weniger schön platze, was insbesondere während der Probezeit und einem befristeten Arbeitsvertrag milde gesagt suboptimal wäre.
Habt ihr mir ein paar Tipps, wie ich in so einem Fall kontern/ argumentieren kann? Ich habe nämlich immer mehr den Eindruck, dass mir das negativ ausgelegt wird, nach den Motto „ich arbeite zu langsam/ priorisiere nicht richtig“.
Neue Arbeitsstelle suchen kommt nicht in Frage. Es war sehr schwierig etwas nach der Elternzeit zu finden. Trotz 8 Jahre Arbeitserfahrung in der Fertigungsplanung hatte ich keine Chance in den Bereich zurückzukehren und bin quasi jetzt in einer Position, die sowieso „unter meiner Qualifikation“ ist.
Wäre für jeden Tipp dankbar.