u/HopefulCandidate5214

Angststörung

Hallo zusammen,
ich brauche dringend einen Rat von Kameraden oder Leuten, die sich mit dem Sozialdienst/San-Bereich auskennen.
Zu meiner Situation:
Ich stehe kurz vor meinem DZE. Vor etwa einem Jahr wurde bei mir eine mittelschwere depressive Episode sowie eine Panik- und Angststörung diagnostiziert. Auslöser war die Versetzung an meinen jetzigen Dienstort, mit dem ich schwere private Traumata (vor allem durch meine Eltern, die dort leben) verbinde.
Mein Kopf projiziert dieses Leid mittlerweile eins zu eins auf die Bundeswehr und die Kaserne. Sobald ich das Kasernentor passiere, bekomme ich schwere Panikattacken und es treten Suizidgedanken auf. Ich halte es dort keine zwei Stunden aus. Mein Truppenarzt hat mich deshalb bereits als nicht dienstfähig eingestuft und ich bin aktuell KzH geschrieben.
Das Problem:
Jetzt steht die Auskleidung und der Laufzettel an. Meine Einheit hat mich für diese Tage wieder in Dienst gesetzt, damit ich die Vollzähligkeit, und den Laufzettel persönlich erledige.
Ich weiß absolut nicht, wie ich das physisch und psychisch schaffen soll. Die bloße Vorstellung löst bei mir massive Panik aus. Ich habe Angst, dass ich mich in der Kaserne völlig verliere.
Meine Fragen an euch:

  1. Kann die Einheit mich trotz der Diagnose zur persönlichen Abgabe zwingen?
  2. Gibt es Möglichkeiten, die Auskleidung "extern" oder durch eine Vertrauensperson/bevollmächtigte Person abwickeln zu lassen?
  3. Hat jemand Erfahrungen mit dem Sozialdienst in solchen Härtefällen? Können die jemanden abstellen, der mich begleitet oder das Verfahren beschleunigt?
  4. An wen wende ich mich am besten, wenn der Truppenarzt mich trotz der Schilderung der Suizidgedanken für die Auskleidung "gesundschreibt"?
    Ich will das alles sauber abschließen, aber meine Gesundheit lässt diesen Ort einfach nicht mehr zu.
    Vielen Dank für eure Hilfe.
reddit.com
u/HopefulCandidate5214 — 7 days ago