u/Impossible_Brain2759

Wie soll das weiter gehen?

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IIch arbeite nun seit einigen Monaten als IT-Admin bei einer Behörde(für die die es interessiert E10 TVöD).

Für mich war der öffentliche Dienst absolutes Neuland. Meine erste Frage wäre dazu vor allem eine:

Ich habe Gleitzeit, eine Kernarbeitszeit von 9-15 Uhr und zwei mal die Woche Anspruch auf Homeoffice. Wöchentlich muss ich 38,5 Stunden arbeiten. Das ist absolut in Ordnung da gibt es nichts zu meckern ABER:

Schon in der ersten Woche wurde ich komisch angeschaut als ich nach meiner Soll-Arbeitszeit um 15:45 Uhr nachhause gehen wollte da es für mich keine Arbeit gab und der Rest in der Abteilung in den Büros/Smartphones versunken war. Bei meinem ersten Feedback-Gespräch wurde das angesprochen und man meinte zu mir, dass alle in der Abteilung gerne länger arbeiten und man sieht es ungern wenn die Leute vor 16:30 gehen. Es kam aber ein "Natürlich kannst du jederzeit so lange du keine Minusstunden machst Feierabend machen". Hä?

Wieso soll ich länger im Büro herum sitzen wenn ich nichts zu tun habe beziehungsweise meine Arbeitsaufgaben/Tickets erledigt habe? Ist das normal? Ich kenne das halt nur so, dass Überstunden begründet sein müssen.

Der zweite Punkt wäre die Einarbeitung. Ich muss mich selber einarbeiten. Wenn ich mit Kolleginnen und Kollegen mit möchte um die Arbeitsstrukturen und Abläufe zu lernen, werde ich immer abgewiesen weil sie "viel zu tun haben". Also sitze ich im Büro und versuche mich irgendwie einzuarbeiten. In den ersten 3 Wochen konnte ich fast gar nichts Arbeiten weil meine Zugänge nicht vorhanden waren und ich die erst mal selbst ein Antrag in Papierform stellen musste wtf?. Auch das habe ich bei den Feedback Gesprächen mehrfach erwähnt. Aber da meinte die Abteilungsleiterin das jeder hier halt anders arbeitet. Toll.

Ich habe bis heute kein Arbeitsplatz. Fast jeder in der Abteilung hat ein Einzelbüro. Meine Chefin hat ein Büro das größer ist als mein Wohnzimmer und arbeitet 80% Homeoffice. Da für mich kein Platz frei ist darf ich im Flur arbeiten auf einem Schreibtisch. Und auf den werden regelmäßig Dinge abgestellt. Die Krönung waren Energy-Dosen die leer waren. Auch das habe ich mehrfach schriftlich beklagt und man hat mir eine Lösung versprochen. Bis heute sitze ich dort. Seit so vielen Monaten.

Bei IT Support Problemen wurde ich dann von anderen Kollegen in der Behörde richtig unmenschlich angeschnauzt und angemacht. Die Krönung da war, dass man mich der Lüge bezichtigt hat und meinte ich wäre gar nicht zum Termin erschienen obwohl ich da war die Person aber Kaffee trinken war in einer anderen Abteilung und mir sogar per Mail geschrieben hat das sie später kommt weil sie eben das gerade macht und ich warten soll. Nach 20 Minuten warten bin ich gegangen und habe das auch schriftlich ins ticket rein geschrieben. Aber anstatt das meine Chefin oder mein Teamleiter sich für mich einsetzen, heißt es nur das sowas halt in der IT dazu gehört.

Ich komme aus der Privatwirtschaft und bin sowas absolut nicht gewöhnt. Ich bin da mit voller Motivation und Elan in die neue Stelle gestartet und irgendwie macht mich das kaputt wie innerhalb kurzer Zeit meine ganze Motivation in Grund und Boden gestampft wurde. Ich finde das wirklich schade. Ist das oft so im öffentlichen Dienst? Oder ist das eine Ausnahme?

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u/Impossible_Brain2759 — 12 days ago