Windschatten-Kultur
Ich muss hier mal einen Rent abladen oder Feedback einholen, ob ich der einzige bin der von der Windschatten-Kultur in DE genervt ist bzw. sie nicht versteht.
Wieso gilt es als unschicklich bei Fremden im Windschatten zu fahren?
Ich selber fahre ab und zu alleine und überhole regelmäßig Leute und werde natürlich auch überholt. Und mir fällt auf, dass für viele dieser Akt schon quasi eine Art Erniedrigung darstellt. Hämisches grinsen, kein Blick zur Seite, kein Gruß. Wieso? Gehen viele ihr Hobby wirklich so verbissen an?
Ich bin ein kommunikativer Typ und habe vor dem Rennrad Sport einiges anderes gemacht und versuche meine sportlichen Werte hier anzuwenden:
Szenario 1: ich werde überholt. Ich trete ein bisschen in de Pedale und lass mich ein paar km ziehen. Falls ich Power hab erwidere ich den Gefallen gerne. Ist gut für die Statistik, und motiviert ja auch. Aber andere Radler gucken oft komisch oder machen einen riesigen Wettkampf daraus. Wieso??? Jemanden mit zu ziehen schadet doch wirklich absolut niemanden?
Szenario 2: ich überhole (das passiert sogar häufiger als Szenario 1). Wenn der Unterschied nicht zu groß ist sag ich nett “Hallo, häng dich ruhig rein in den Windschatten“. Aber Leute sehen das als Beleidigung und grüßen regelmäßig nicht zurück. Erst recht wird nicht im Schatten gefahren, aber viele testen sich dann mit 20 m Abstand. Wieso?? Fahrt mit, ist zu zweit doch Lustiger und schneller?
Und dann sehe ich auf Social Media reels über „Windschatten-Lutscher“. Meine fresse, habt ihr mal TdF geguckt? Jemals Teamsport gemacht?
Stimmt was mit mir nicht, oder sollten wir alle die Windschatten-Kultur weniger toxisch gestalten?