Wärmepumpen Dimensionierung
Ich bin in dem Thema relativ neu. Wir haben derzeit eine über 30 Jahre alte Gasheizung verbaut. Ich habe versucht die Heizlast für eine Wärmepumpe zu berechnen. Bekomme aber völlig andere Ergebnisse im Vergleich zur Ki.
Ich komme bei 60kw raus (was wahrscheinlich völlig falsch ist)
Die Ki spuckt 30-35 kw Heizlast aus.
Daten, die ich habe.
Bisheriger Primärenergiebedarf sind 69.000 kwh/a (Gas)
Wohnfläche 300qm
Der Energieberater hatte mal einen flächenbezogener Primärenergiebedarf von 329 kwh/m2/a berechnet.
Personen leben derzeit 4 im Haus (zwei Parteien)
Ich glaube mein Ergebnis ist falsch, da ich die höhere Energieeffizienz der WP nicht mitberechne.
Ich beschäftige mich damit da eine Neuanschaffung eines Kamins ansteht. Bzw soll ein Kachelofen gebaut werden. Da dies sowieso mit größeren Umbauarbeiten einhergeht möchte ich diesen wasserführend bauen lassen (ich bekomme Holz kostenlos und unser Heizverhalten ist so, dass der Kamin fast durchgehen läuft.) Dazu muss ich einen Pufferspeicher anschaffen, daher kam die Idee die Heizungsanlagen insgesamt umzustellen damit dieser förderfähig ist.
Kann man anhand der Zahlen eine grobe Heizlast abschätzen (zunächst ohne den wasserführenden Kachelofen zu berücksichtigen)? Bzw sind die 30-35 kw der Ki korrekt?
Ich möchte von den fossilen weg und höre immer, dass bei so einem hohen Verbrauch eine Wp keinen Sinn macht.
Lieben Gruß
Die Bude ist definitiv eine energetische Katastrophe. Allerdings hat der Energieberater in seinem Fahrplan die Reduzierung der Verluste durch Aufsparrensämmung eingebracht, aber die Einsparungen dabei sind relativ gering im Vergleich zu den Kosten von fast 100k. Eine Dämmung der Fassade wäre viel zielführender allerdings möchte ich auf der Fassade Solarpanele anbringen. Eine Dämmung würde das wahrscheinlich deutlich schwieriger gestalten. Plus wenn ich die Fassade dämme, muss ich auch ans Dach (Überstand vergrößern). Dann kann ich direkt beides machen, bin dann allerdings schon bei 200k Investitionskosten.
Daher war die Hoffnung, dass ich die Wp vor allem in der kalten Jahreszeit mit dem wasserführenden Kachelofen entlasten kann.
Evtl baue ich den wasserführenden Kachelofen erstmal ein (verzichte auf die Förderung des Puffers) und evaluiere dann im nächsten Jahr meinen Verbrauch neu wenn der Ofen ein Jahr gelaufen ist und ich das Dach von innen neu gedämmt habe.