Nachbarschaftskrieg durch schwerverletzte Katze
Eigentlich war ich nie irgendwie auf einen Nachbarschaftsstreit aus (wer ist das schon?) aber jetzt entwickelt hier recht schnell einer und es droht zu eskalieren.
TL:DR
Nachbarin baut gefährlichen Zaun, Katze spießt sich dran auf. Hohe Kosten durch Tierarzt. Keine Kommunikation dafür wird nun Müll bei uns abgeladen und unser Grundstück mit Geräten beschallt.
Vorwort kann gerne übersprungen werden:
Zur Vorgeschichte. Wertungsfrei. Nur zur Einordnung. Vor ca. drei Jahren hat unsere neue Nachbarin ihre Mieterin(knapp 90 verwitwet) nach 40 Jahren aus dem Haus geworfen weil sie Eigenbedarf angemeldet hat. Ok ihr gutes Recht oder zumindest ist da niemand gegen vorgegangen. Haben wir uns nicht eingemischt aber natürlich unseren Teil bei gedacht. Die nächsten Wochen hat sie immer wieder über ihre ehemalige Mieterin hergezogen und auch öffentlich laut darüber nachgedacht was sie denn nun mit dem Haus macht und ob sie es neu vermietet nachdem sie es ein wenig renoviert hat. Sympatielevel over 9000! Ok aber auch da: Ich mische mich nicht ein aber denke mir meinen Teil natürlich.
Man hat die Monate so nebeneinander hergelebt und viel mehr als ein Hallo gab es da eigentlich nicht. Bis es zum ersten negativen Aufeinandertreffen kam. Ich war gerade dabei an unserer Garage eine kleine Lichtkette zur Adventszeit anzubringen. Nach vorne zur Straße, warmweiß, kein blinken, für sie von der Seite überhaupt nicht sichtbar oder in irgendeiner Weise störend. Pampt sie mich von der Seite an als ich auf der Garage stand. „Ich soll da nix aufhängen, das würde bei ihr alles ausleuchten. Sofort abnehmen“. Wie gesagt. Die Kette hing nach vorne zur Straße, sie hat die nichtmal gesehen. Aber es ging noch weiter. „Wann ich denn endlich mal einen Zaun aufstellen würde, es würde so bei ihr im Garten ziehen“. Wir sind an dieser Stelle gemeinsam für die Einfriedung zuständig. Meine rechte Grenze und ihre Hintere Grenze. Dennoch die Forderung das wir das ja komplett alleine machen sollen. Winddicht und hoch. Auf eine gemeinsame Einfriedung mit kostentteilung hätte ich mich noch eingelassen aber so habe ich mit den Schultern gezuckt, hab sie da unten keifen lassen und hab meine Lichterkette, immer noch auf der Garage stehend, weiter angebracht. Natürlich habe ich nicht einfach nun auf meine Kosten einen Zaun errichten lassen. Wenn sie das stört erwarte ich wenigstens dass wir an einer gemeinsamen Grenze eine gemeinsame Lösung finden.
Meine schon vorhandene Meinung über sie hat sich dadurch natürlich noch mehr gefestigt. Wichtig: Das war einfach nur meine Meinung im Kopf. Ich habe das weder zu ihr oder noch wem außerhalb der Familie je durchblicken lassen.
Wichtiger Teil der Vorgeschichte:
Über ein Jahr später hat sie dann selbst einen Zaun errichten lassen. Es gab weiterhin keine Frage bzgl. gemeinsamer Einfriedung. Bei dem Zaun handelt es sich um einen Doppelstabmattenzaun in ca 1,20-1,40 Höhe. Falschrum montiert mit den Spitzen nach oben. War eine bewusste Entscheidung von ihr, laut ihrer eigenen Aussage. Der Zaun wurde nur im Grenzbereich zu uns montiert wo die Garage nicht steht. Heißt neben der Garage steht kein Zaun. Die Garage steht aber nicht auf der Grenze sondern einen halben Meter zu uns versetzt. Sie nutzt also ein paar Quardratmeter von uns mit. Da diese Fläche von uns nicht sinnvoll genutzt werden kann, habe ich das zur Kenntnis genommen aber erstmal ignoriert. Sie hat keine Erlaubnis von uns dafür bekommen.
Zum eigentlichen Vorfall nun:
Unser Kater hat sich vor einiger Zeit auf ihrem Zaun aufgespießt und wäre dabei fast verstorben. (Wiederbelebung beim Tierarzt mit Adrenalin). Hierbei sind bisher ca. 2000 Euro Kosten entstanden. Der Kater hat es überlebt aber trägt nun Spuren mitsich.
Ich habe mit ihr das Gespräch gesucht aber sie hat jegliche Kommunikation abgeblockt. Seit dem Vorfall wurde kein einziges Wort mehr ausgetauscht. Und ja ich habe mehrmals bei ihr geklingelt.
Ich wollte daraufhin einen Anwalt einschalten, wurde aber erstmal an ein Schiedsverfahren verwiesen. Dieses Verfahren wird derzeit von der Nachbarin sabotiert. Der Schiedsmann hat das Verfahren inzwischen mehrmals verschoben weil die Nachbarin behauptet der Fall liegt bei ihrer Versicherung. Ich glaube das ist ne Verzögerungstaktik weil wir bisher nichts von der Versicherung gehört haben. Ebenso hat sie auch keinen Betrag oder weitere Infos die sie der Versicherung geben kann, da es ja keine Kommunikation mehr gibt.
Ebenso hat die Nachbarin Unrat auf diesen 50cm Streifen unseres Grundstückes neben der Garage gelagert. Grünschnitt, Holzreste und Plastik. Und mit diesem Müll eine Barriere gebaut damit uns ein Betreten dieses 50cm Streifens nicht einfach möglich ist.
Zu guter Letzt wurden nun auch mindestens eine Schallquelle (Marderschreck oder Ähnliches) auf unser Grundstück gerichtet. Das Gerät steht gut sichtbar bei ihr im Garten auf uns gerichtet. Ich höre das zum Glück nicht aber meine Frau und Kinder können derzeit den Garten nicht mehr betreten. Geschweige denn Fenster öffnen.
Ich habe das nun heute entsprechend dokumentiert und auch ihren Unrat und die Barrieren aus Müll von unserem Grundstück entfernt und auf ihre Seite geworfen.
Tja und sonnst hänge ich nun erstmal in dem Schiedsverfahren fest was sich noch ein wenig hinzieht und mein Anwalt nicht weitermacht bis dieses Verfahren nicht abgeschlossen ist. Für Tips und Meinungen bin ich immer offen. Wie würdet ihr weiter vorgehen?