Liebe Schwarmintelligenz ich brauche eure Neuronen.
Ich befinde mich in einer Situation, die ich persönlich als "grauzone" oder zumindest "problematisch" beschreiben würde und würde gerne neutralen Rat hören.
Was ist los?
Ich, männlich, Mitte 30, arbeite seit etwa 2 Jahren für ein internationalen Großkonzern als externer Mitarbeiter. Soweit so simple und alltäglich ABER
- Ich bin festangestellt bei Firma A (seit 2023) und wurde über eine ANÜ an Firma B ausgeliehen.
- Firma B hat einen Vertrag mit Firma C (Werkvertrag meines wissens) und setzt mich 100% bei Firma C als "Berater" ein.
Firma A und Firma B haben vereinbart, dass nach Ablauf von 18 Monaten ein Übernahmeangebot (natürlich abhängig von Leistung) von Firma B passieren soll damit die Firma A ihren Mitarbeiter (mich) in Vollzeit zur Firma B abgeben kann.
Diese Vereinbarung wurde auch eingehalten und ich habe von Firma B ein Übernahmeangebot erhalten nach 18 Monaten.
Ich bin also nun bei Firma A raus und bei Firma B rein (auf dem Papier). Firma B ist aber nicht bereit gewesen mir einen unbefristeten Vertrag auszustellen sondern einen befristeten über 6 Monate.
Diese 6 Monate sind nun rum.
ABER Firma C (bei welcher ich seit 2 jahren 100% meiner Zeit verbringe) hat sich schwer dafür eingesetzt mich weiter behalten zu können. Aber halt nicht in Firma C sondern am liebsten jetzt in Firma D.
Firma C hat also die letzten Monate in Kommunikation mit mir die Firma D so lange bearbeitet, dass Firma D nun sagt "Ok wir stellen den ein und ihr kauft den dann bei uns ein".
Firma D sagt aber auch: Wir können uns diesen Mitarbeiter gar nicht leisten und brauchen Garantien, dass wir ihn überhaupt bezahlen können.
Firma C sagt also: Ok, hier ist Budget. Wir zahlen für X Stunden. Und versprechen euch zu verlängern.
Jetzt will Firma D natürlich nicht das Risiko tragen mir einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu geben, da sie 1. nicht die Aufgaben haben für mich 2. Nicht das Geld haben für mich.
Lange Rede kurzer Sinn:
Ich arbeite seit mehr als 2 Jahren 10000% meiner Zeit bei Firma C während A, B und D mich in Befristungen und Kurzzeitverträgen halten. Es ändert sich lediglich wer mein Gehalt zahlt, aber für mich hat sich in der Zwischenzeit alles zum schlechteren gewandt. Ich habe keinen unbefristeten Vertrag (neuer Vertrag jetzt 3 Monate), ich habe keine Jobsicherheit, ich habe keine Benefits mehr von den AG A und B (je 1000+ Mitarbeiter, Firma D = 5 Mitarbeiter) und ich habe keine Lust mehr auf das ständige hin und her, dass ich auch noch selber steuern darf (Gespräche zw C und D koordinieren damit ich weiter meinen Job bei C habe).
Ich habe einem Anwalt meine Situation geschildert und Sinngemäß war die Aussage:
Musst du mit der HR Abteilung von Firma C sprechen.
Ich finde das ehrlich gesagt schwierig, weil warum sollte mir plötzlich Firma C HR helfen wollen? Sollen die das Fehlverhalten von Firma C feststellen und gegen Firma C für mich handeln? Ich glaube das ist eine Wunschvorstellung der Justiz aber das wird doch niemals Früchte tragen.
Das Gefühl beschleicht sich, dass ich absolut machtlos in dieser Situation bin, weil die Gesamtsituation fühlt sich illegal an, aber die Feststellung der illegalität liegt scheinbar in den Händen von HR bei Firma C.
Natürlich kann ich ganz stumpf eine Feststellungsklage vorbereiten und sozusagen mit geladenen Waffen die Tür eintreten und mir den Weg durch die Justiz bahnen um meinen Job zu halten. Aber ehrlich gesagt habe ich bisschen Angst, dass mich das noch mehr belastet.
Was zur Hölle kann ich tun? Was zum F ist hier überhaupt legal? Und wie zum F schaff ich es meine psychische Belastung in diesem Thema endlich in den Griff zu kriegen?
Vielleicht sehe ich das ganze auch aus einem komplett falschen Winkel?!?!?