u/Interesting-Nose3843

GaOp Österreich?

Hi,

nachdem bei mir bald die Gutachten verjähren, wollte ich Mal so in die Runde fragen wer alles eine GaOp in Österreich gemacht hat (MtF).

Wie sehr seid ihr damit zufrieden? Würdet ihr sie nochmals machen?

Alternative: Wie komplex ist es die GaOp in Deutschland (Lubos) zu machen?

Danke schon Mal im Voraus und liebe Grüße in die Runde

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u/Interesting-Nose3843 — 8 days ago

Negative Erfahrungen, wenn ich eigene Gefühle ansprechen will

Hi,

leider hab ich jetzt sehr oft die Erfahrung machen müssen, dass wenn ich mich öffne und offen über meine Gefühle spreche, die Antwort der anderen Person eher negativ oder ernüchternd ist. Das ganze bringt mich immer mehr dazu nicht mehr offen über meine Gefühle zu sprechen. Ich tue mir ohnehin sehr schwer meine Gefühle irgendwie auszudrücken und dann noch mehr schwer, das ganze in Worte zu gießen.

Konkret zwei Beispiele:

Ich versuche meiner Freundin irgendwie meine Gedanken zur Beziehung mitzuteilen und versuche ihr zu sagen, dass ich gerne eine softere Rolle einnehmen würde und es auch brauchen würde, wenn jemand mir positive Dinge sagt. Bzw halt klassisch so Dinge macht, die sich für mich anfühlen, als würde ich beschützt werden. Z.B. Umarmungen, oder halt positive Kommentare und oft auch einfach so Dinge wie "das musst du jetzt nicht wissen" oder "lass mich das Mal machen, und mach dir keine Sorgen".

Zurück kommt nur das Kommentar, dass ich undankbar bin.

Anderes Beispiel: ich hatte ein Therapie Erstgespräch und es war wirklich schwer über alle Themen und meine ganze Vergangenheit zu reden inklusive Traumata. Dann wurde es noch schlimmer und es kamen sehr viel Fragen zum Thema Trans sein. Ich hab alles gegeben, um die Fragen zu beantworten, auch wenn es mir unangenehm war (dachte halt, das ist notwendig damit die Therapie was wird). Was war die Reaktion? Sehr viel Kommentare zum Thema Detransition. Das man ja alles wieder rückgängig machen kann, wenn man unzufrieden ist. Usw.

Insgesamt bin ich jetzt wieder Mal mehr verunsichert und finde einfach keinen guten Grund mehr, meine Gefühle irgendwie anzusprechen. Ich finde das für mich sehr enttäuschend, weil ich gerade mit der Transition das ganze ändern wollte. Und ich mich ursprünglich auch gut gefühlt habe, wenn ich wie in den Beispielen meine Gefühle ausgedrückt habe.

Habt ihr hier Tipps oder Ideen was ich noch machen kann? Irgendwie fühle ich mich halt ohne Raum, wo ich mich ausdrücken kann. Am ehesten ist es noch hier auf Reddit oder in Discord.

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u/Interesting-Nose3843 — 14 days ago

Hi,

ich bin seit einigen Wochen krankgeschrieben weil ich nach 3 Monaten HRT zunehmend mehr Panikattacken bekommen habe. Dazu ist eine chronische Augenverletzung gekommen. Und langsam wird beides besser. Allerdings ist eine Mittelschwere Depression diagnostiziert worden und eine Anpassungsstörung.

Leider sind alle Termine, die mir helfen können in Wochen bis Monaten. Mein erster Facharzt Termin ist in 3 Monaten, Psychotherapie ist etwas früher - aber auch noch ein gutes halbes Monat in der Zukunft. Erstmals aufgetreten sind meine Probleme vor gut zwei Monaten und seitdem war es schwer Hilfe zu finden, bis auf die Hausärztin war nicht viel verfügbar.

Jetzt hab ich das Problem, dass ich relativ lange schon im Krankenstand bin. Ich merke aber immer mehr, zuletzt auch in einer Kunsttherapie, dass da deutlich mehr hochkommt. Also Trauma, und auch dass ich immer wieder Mal Phasen gehabt hab, wo ich schwer depressiv war (auch vor der HRT - nur dort halt durch Alkohol unterdrückt). Alle meine Ärzte sind eigentlich der Meinung, dass ein längerer Krankenstand Sinn macht. Auch die Kunsttherapie meinte, es wäre Mal gut diese Themen anzugehen. Gleichzeitig leben die halt nicht in der gleichen Welt wie ich, wo ich mich wirklich wundere, dass man mich nicht schon nach der 4ten Woche Krankenstand gekündigt hat. Allerdings weiß ich auch, dass wenn ich zurück gehe, all die Themen offen bleiben und ich vermutlich bald wieder eine schwere Augenverletzung haben werde. Letzteres ist etwas offen, weil sich hier soweit kein Arzt wirklich auskennt. Und ich 3 unterschiedliche Meinungen habe, ob durch Bildschirmarbeit wieder Hornhautrisse auftreten werden.

Gern würde ich mir eine Auszeit nehmen, allerdings fühlt es sich falsch an. Derzeit ist es psychisch gesehen alles stabil, allerdings auch nur weil ich Medikamente nehme. In Stresssituationen hab ich bald Anzeichen einer Panikattacke, die sich dann schnell in eine solche entwickeln. (z.B. bei Teams-Calls in der Arbeit oder konkret im Supermarkt oder beim Augenarzt im Wartezimmer).

Ich finde es schade, dass all die Termine die helfen sollen erst so spät sind. Psychiater wird wohl mich erst 5 Monate nach dem ursprünglichen Anfang des Problems sehen.

Ich würde gern wieder in die Arbeit zurück, gleichzeitig kann ich dann wahrscheinlich die Termine nicht wahrnehmen oder mein Leben entsprechend ändern.

Bisher hab ich das Mal für eine Woche lang versucht, und musste wieder in den Krankenstand zurück. Nachdem ich leider sehr oft Panikattacken in der Arbeit hatte und deshalb meine Medikamente aufstocken musste, um arbeiten gehen zu können. Konkret hab ich Benzos genommen, um keine Angst haben zu müssen (wieder geht's um die Augenverletzung und den Zwang bei uns ohne Pause durchzuarbeiten). Nach einer 10 Stunden Schicht mit wenig Pausen (30 min Mittag) am Bildschirm ist mir dann am Abend wieder die Hornhaut im Auge gerissen. Dann bin ich wieder auf Krankenstand gegangen.

Gerade auch bei diesem Arbeitsmarkt ist es faktisch so, dass ich vermutlich nicht mehr einen gleichwertigen Job finden werde (nicht dass ich das unbedingt will).

Es ist insgesamt sehr frustrierend, dass Hilfe bei psy. Problemen erst so spät kommt (auch wenn man sie privat zahlt). Wäre da gleich was passiert, könnte ich vermutlich morgen wieder zurück in mein altes Leben und in den Job.

Bitte um Empfehlungen bzw Ideen was hier Sinn macht. Eigentlich wäre die Auszeit super, aber ich kann es mir irgendwie nicht verantworten

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u/Interesting-Nose3843 — 23 days ago

Hi,

wie der Titel schon sagt, fühlt es sich fast unmöglich an, auch wenn ich weiß dass es so viele andere erst viel später gemacht haben.

Irgendwie fühle ich mich sehr fest verfahren in bestehenden Systemen. Ich hab einen festen Job, habe eine Ausbildung und ein abgebrochenen Studium hinter mir, und insgesamt fühle ich mich einfach wie in einem Puppenhaus, das schon fertig gebaut wurde, bevor ich eben mit meiner Transition begonnen habe.

Mein Trans-sein stellt es jetzt alles in Frage. Job, Familie, Vorlieben, Hobbies, etc.

Gleichzeitig fühle ich mich so eingeengt in den bestehenden Strukturen und denke mir oft, dass es sehr schade ist, dass ich nicht mehr 21 bin und in einer WG wohne und nochmals was komplett neues studieren kann.

Ich habe jetzt seit 6 Jahren eine feste Partnerin. Sie hat mich als Mann kennen gelernt und es fällt mir immer noch schwer zu akzeptieren, dass sie mich auch als Frau liebt. Weil wir halt 5 von 6 Jahren als Paar so verbracht haben, und ich auch hier alle Entscheidungen noch als Mann getroffen hab. Ich habe damit kein Feedback wie sehr ich als Frau bzw als trans Frau tatsächlich Erfolg bzw Misserfolg bei Dating gehabt hätte. Abgesehen davon dass ich viele erste Male in der Beziehung nicht als Frau erlebte, weiß ich nie wirklich ob man mich liebt, weil ich eben so bin wie ich bin, oder ob es nur noch die Erinnerung an eine andere Person ist.

Meine Wohnsituation ist auch völlig in Ordnung und eigentlich ist alles andere auch geregelt. Es ärgert mich aber immer mehr, dass alles so sehr geregelt und geplant ist. Das mag jetzt sehr blöd klingen, vor allem für alle die eher nicht so glücklich sind und sich z.B keine eigene Wohnung leisten können, obwohl sie möchten.

Abschließend weiß ich genau, dass das alles, also Job, Wohnung, Hobbies nicht wirklich möglich gewesen wäre wenn ich als Trans Frau aufgetreten wäre. Ich profitiere sehr von meinem bisherigen männlichen Auftreten und gleichzeitig macht es alles was eigentlich ein Leben so ausmacht dann für mich unautentisch. Es ist auch sehr schwierig zu entscheiden, ob ich nicht glücklicher wäre wenn ich einige dieser Pläne wieder aufgebe. Also z.B. in eine WG ziehe. Gleichzeitig fühlt sich das mit 28 falsch an, und dieses ganze geplante Puppenhaus ist auch angenehm, wenn es auch immer mehr unautentisch wird.

Es gibt auch wenige andere Menschen die ich bisher getroffen habe, die ebenfalls in einer Transition sind und auch ein so geplantes Leben hatten. Also ich finde da immer mehr Freiheit aber auch deutlich mehr Unsicherheiten. Z.b. kenne ich viele Menschen die halt keine stabile Partnerschaft haben, was ich gleichzeitig gut und schlecht finde. Also wünsche ich mir es teilweise auch so zu sein, einfach um mehr Freiheit zu haben. Das gleiche bei Wohnsituation und Jobs.

TLDR:

Ich würde mir mehr Freiheit wünschen. Das Leben erscheint halt mit 28 sehr geplant und ich bin mir nicht sicher, wie sehr ich diese Pläne noch leben möchte - sie wurden ja nicht von meinem authentischen Ich gemacht. Gleichzeitig fühle ich mich nicht sicher, ob ich eben neue Wege gehen soll. Vieles wie Partnerschaft fühlt sich von einem anderen Menschen geplant an - gleichzeitig möchte ich es nicht verlieren. Irgendwie wünsche ich mir mehr Freiheit, scheitere dann aber an mir selbst, weil ich Angst vor Neuem habe und mir oft denke, dass es mit 28 schon zu spät ist.

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u/Interesting-Nose3843 — 26 days ago