Hitzepfosten mit historischen Bildern aus der UdSSR.

Ich kann die drei anderen nicht zweifelsfrei identifizieren, die hier Leonid Breschnew anrauchen. Er hatte angeblich den Trick des Passivrauchens für sich entdeckt, nachdem ihm seine Ärzte das aktive Rauchen untersagt hatten.

u/JNA_Vodnik — 7 days ago

Hier ist dabei sein wirklich alles!

Kontext: Da Monaco ein sehr kleines Land ist, entsendet es auch nur sehr wenige Athleten zu Olympia. Seit 1920 war es mit Unterbrechungen bei den Sommerspielen vertreten und seit 1984 auch an den Winterspielen. Bisher gab es noch nie eine Medaille für Monaco in den Sportkategorien. Da es bis 1948 noch die Kunstwettbewerbe bei Olympia gab mit den Kategorien Architektur, Malerei und Musik, hatte Monaco 1924 mal eine Bronzemedaille für Architektur gewonnen. Die beste Platzierung Monacos bei Olympia war 2022 der 6. Platz im Zweierbob bei den Winterspielen.

u/JNA_Vodnik — 10 days ago

Einarmig Bäume wegorgeln in den Niederlanden. Bestes Leben.

Für jene, die es nicht wissen: Kaiser Wilhelm II. hatte in seinem niederländischen Exil eine neue Beschäftigung gefunden in Form von Holz hacken, sägen, bearbeiten usw.

u/JNA_Vodnik — 12 days ago

Und dann noch gewinnen.

Kontext: Jugoslawien hat sich mit seiner noch existierenden Nationalmannschaft für die Fußball-Europameisterschaft 1992 in Schweden erfolgreich qualifiziert. Doch die sich verschärfenden Kriege auf dem Balkan beendeten das Turnier vorzeitig für das auseinanderfallende Land durch die UEFA. Dänemark rückte als Zweiter in die Qualifikationsgruppe für die EM für Jugoslawien nach. Die jugoslawische Nationalmannschaft befand sich bereits in Schweden, als 9 Tage vor dem Beginn des Turniers bekannt gegeben wurde, dass Jugoslawien ausschied. Die Mannschaft hatte darauf Probleme, die Rechnung für das Hotel zu bezahlen, welche durch die EM-Einnahmen bezahlt werden sollte. Hinzu kam, dass es keine Rückflüge mehr zurück nach Jugoslawien aufgrund des Krieges gab. Ausgerechnet Dänemark wurde im Turnierverlauf Europameister. Im Finale schlug es den Weltmeister Deutschland 2:0.

u/JNA_Vodnik — 12 days ago

Ist da noch eine andere aufgepuschte Spekulationsanlage auf der Fensterbank?

Kontext: Im Goldenen Zeitalter der Niederlande kam es 1637 zur sogenannten Tulpenmanie. Tulpen verbreiteten sich vom Mittelmeer aus an verschiedenen Adelshöfen und galten aufgrund ihrer exotischen, dekorativen und anspruchsvollen Züchtung als Liebhaberpflanzen in den höheren Schichten, dem Adel und dem Klerus und wurden in verschiedenen Farben kultiviert. Was erst als Tauschhandel begann, wurde dann zu einem kommerziellen Handel, der ab 1634 von spekulativen Preisen hochgepeitscht wurde, bis die Preise 1637 abrupt einbrachen. Es ist die erste verhältnismäßig gut dokumentierte Spekulationsblase in der Geschichte. Je nach Tulpensorten wurden für einzelne Tulpenzwiebeln mal 100–300 Gulden auf den Tisch gelegt und für sehr spezielle Züchtungen auch mal über 1000–5000 Gulden. Genaue Durchschnittspreise lassen sich nicht festlegen.

Für den tollen Ohrwurm, hier noch das Video, was mich für das Maimai inspiriert hat.

https://www.youtube.com/watch?v=q8yBBWuf9Lk

u/JNA_Vodnik — 15 days ago

Wir ziehen jetzt einmal alles heran, was eine Uniform anhat und bei Drei nicht auf den Bäumen ist!

Kontext: Nach den Terrorangriffen in New York auf das World Trade Center schrillten auch in anderen westlichen Ländern die Alarmglocken. So wurde in Deutschland das Regierungsviertel in Berlin dichtgemacht. Hierfür war zum großen Teil der Bundesgrenzschutz zuständig, den wir heute als Bundespolizei kennen. Damals wurden wegen der brisanten Lage insbesondere rund um Berlin auch junge Polizeianwärter hinzugezogen, die gerade mal eingekleidet worden waren. Diese Anekdote stammt aus einem Podcast der Bundespolizei.

u/JNA_Vodnik — 21 days ago

Nicht während meiner Schicht.

Kontext: Bei der Schlacht von Guadalcanal denken die meisten sofort an John Basilone und seine verbrannte Hand. Doch in der Schlacht gab es noch 19 weitere Soldaten, die Außergewöhnliches geleistet haben. So auch der Coast-Guard-Signalman First Class Douglas Albert Munro. Der als US-Staatsbürger in Kanada geborene Munro meldete sich freiwillig zur Küstenwache, nachdem die USA in den Zweiten Weltkrieg reingezogen wurden. Die Küstenwache unterstützte die Navy bei vielen Anlandungen im Pazifik. So war Munro im September 1942 bei der Schlacht um Guadalcanal dabei.

Bei einem Rückzugsunternehmen bei Point Cruz bemerkte er, wie 500 Marines beim Verladen auf die Schiffe unter starkes MG-Feuer der Japaner gerieten, und handelte geistesgegenwärtig, indem er sein Higgins-Landungsboot vor den Marines manövrierte und den Beschuss der MGs auf sich lenkte. Gleichzeitig hielt er mit seinem MG auf dem Boot die gegnerischen MGs nieder, sodass die Marines sicher evakuiert werden konnten. Dabei wurde er kurz vor dem Abschluss der Evakuierung tödlich verwundet. Seine letzten Worte sollen gewesen sein: "Did they get off?" Als einer seiner Kameraden dies bejahte, soll er mit einem Lächeln verstorben sein. Die geretteten Marines setzten sich dafür ein, dass Munro posthum mit der Medal of Honor ausgezeichnet werden sollte, was bis heute die einzige Tapferkeitsauszeichnung für ein Mitglied der Coast Guard ist.

u/JNA_Vodnik — 27 days ago

Dann doch lieber schneller schießen.

Kurze Erklärung: Die "Mad minute" war bei der britischen Armee im Ersten Weltkrieg eine Schnelligkeitsübung, mit dem Lee-Enfield-Gewehr innerhalb von 1 Minute 15 Schüsse auf ein 300 Yards (274 m) entferntes Ziel abzugeben. MAD ist in Deutschland die Abkürzung für den Militärischen Abschirmdienst der Bundeswehr, dessen Kernaufgabe es ist, als Nachrichtendienst und Verfassungsschutzorgan Spionage und Extremismus-Terrorabwehr innerhalb der Truppe durchzuführen. Irgendwie fand mein Kopf das lustig.

u/JNA_Vodnik — 1 month ago

Das stand so nicht im Arbeitsvertrag.

Kontext: Der schwere Kreuzer Prinz Eugen, der 1936 für die Kriegsmarine gebaut wurde, überstand den Krieg als eine der wenigen größeren Überwassereinheiten der Kriegsmarine. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ging der Kreuzer als Kriegsbeute an die USA. Da die Amis selber genug Schiffe hatten, wurde die Prinz Eugen als Testobjekt zum Bikini-Atoll geschleppt, welches seit 1946 Testgelände für die neuen Nuklearwaffen werden sollte. Man war besonders daran interessiert, wie im Ausland gebaute Schiffe auf die neuen Waffen reagieren.

Zusammen mit ausgedienten Schiffen der US-Navy und japanischen Beuteschiffen wie dem Schlachtschiff Nagato wurden diese dort verankert. Operation Crossroads war eine Serie von Waffentests mit Atombomben, die aus Bombern abgeworfen wurden, und Atomwaffen, die unter Wasser gezündet wurden. Man band Schafe und Schweine auf den Decks der Schiffe fest, die natürlich sofort atomisiert wurden bei den Tests. Zunächst gab es keine sichtbaren Schäden am Schiff, doch die Strahlenbelastung war enorm. Nach den Tests schleppte man das Schiff zu den Kwajalein, wo es am 22. Dezember 1946 kenterte.

Durch die Erschütterung der Tests waren die Stopfbuchsen des Propellerantriebs undicht geworden, wodurch Wasser eindrang. Lange Zeit war das Wrack eine Umweltgefahr für das Atoll, da noch sehr viel Schiffsöl drinnen lagerte, welches 2018 zum größten Teil durch die US-Navy abgepumpt wurde. Ein Rest ist immer noch im Wrack, was aber nicht mehr erreichbar ist. In den 70ern gelang es dem Deutschen Marinebund, einen der Schiffspropeller des Kreuzers nach Deutschland zu holen, wo er seither am Marineehrenmal in Laboe ausgestellt ist.

u/JNA_Vodnik — 1 month ago

Schnupftabak für das Leben und wenn man das Hafermoped genug reizt, galoppiert es in die richtige Richtung.

Kontext: Die Schlacht bei Kunersdorf am 12. August 1759 war eine der schwersten Niederlagen der preußischen Armee im Siebenjährigen Krieg. Eine Allianz aus Österreichern und Russen mit einer Übermacht von 79.000 Soldaten trat dem preußischen Heer mit 49.900 Soldaten entgegen. Das Dorf, das heute Kunowice heißt und nahe an der Grenze Brandenburgs und Frankfurt an der Oder liegt, stellte ein Einfallstor für die Kernherrschaftsgebiete der Preußen dar. Da Friedrich schon gute Erfahrungen mit der schiefen Schlachtordnung in der Schlacht bei Leuthen 1757 gesammelt hatte, versuchte er hier, seine zahlenmäßige Unterlegenheit damit auszugleichen.

Doch die Topografie verschleierte Truppenaufmärsche des Gegners für Friedrich. Im sogenannten Kuhgrund stoppte das Umgehungsmanöver der Preußen und deren Infanterie wurde von russischer Artillerie und österreichisch-russischen Kavallerieangriffen stark dezimiert. Um die preußischen Linien zu stabilisieren, entschloss sich der König zur Führung von vorne, wobei er selbst und seine Adjutanten in das unmittelbare Schlachtgeschehen gerieten. Zwei Pferde sollen dem preußischen König wortwörtlich unter dem Hintern weggeschossen worden sein, womit er mehrfach das Pferd wechseln musste. Eine feindliche Kugel, entweder aus einer Muskete oder einer Kartätsche, traf ihn auch im Brustbereich, was aber von seiner Tabakdose abgefangen wurde. Damit zog er sich höchstens eine heftige Prellung zu.

Friedrichs Gefolge hielt die gegnerische Kavallerie auf Distanz, doch es wurde Zeit, langsam die Kurve zu kratzen. Einer seiner Adjutanten, der Rittmeister Joachim von Prittwitz, soll Friedrichs Pferd so stark in die Zügel gezogen haben, dass dieses mit dem König davonritt und ihn somit in Sicherheit brachte. Mit einhergehender Dunkelheit verschwand Friedrich und entging so einer Gefangennahme durch den Gegner. Nach der Schlacht war der Preußenkönig von Depressionen übermannt und dachte nun, dass Preußen dem Untergang geweiht sei. Doch die Unentschlossenheit Russlands und Österreichs nach dem Sieg brachte den Preußen wieder Zeit für eine Neuaufstellung und Reorganisation.

u/JNA_Vodnik — 1 month ago

Das war eine Kriegserklärung.

Kontext: Die Hollandsturmflut von 1953 war eine der schwersten Sturmfluten, die die Niederlande im 20. Jahrhundert getroffen haben. Es passierte auch zu einer Unzeit, in der sich die Niederlande immer noch von der deutschen Besatzung im Weltkrieg und einem militärischen Kolonialabenteuer in ihrer ehemaligen Kolonie Indonesien erholten und somit nicht viel Geld für den Hochwasserschutz über hatten. In der Nacht vom 31. Januar bis zum 1. Februar stieg das Wasser heftig an, da der starke Sturm gleichzeitig mit einer Springflut eintraf. Es war Wochenende in den Niederlanden, so dass einige Behörden und Ämter, die wichtig für die Alarmierungskette für Sturmflutwarnungen sind, nicht besetzt waren. Das Hochwasser traf die Provinz Zeeland besonders heftig, da hier auch gleichzeitig die großen Flussdeltas zusammenliefen.

Bis zu 1835 Personen starben bei der Sturmflut. Auch in Großbritannien und Belgien gab es Opfer. Da den Niederländern bewusst war, dass ein Großteil ihres Landes unter dem Meeresspiegel liegt, begann nach der Katastrophe ein beispieloses Küstenschutzprogramm, der sogenannte Delta-Plan, bei dem der Schwerpunkt auf der Provinz Zeeland lag. Unzählige neue Deiche und Sperrwerke wurden errichtet, auch im Hinterland, um gegen Flusshochwasser gewappnet zu sein. Das Projekt wurde 1997 mit dem großen Sperrwerk Maeslant-Sperrwerk vor Rotterdam abgeschlossen. Die Delta-Werke werden als modernes Weltwunder bezeichnet.

u/JNA_Vodnik — 1 month ago

Wat?! Das Ganze unter einem CDU-Ministerpräsidenten? Wenn ik dat wedder tohuus vertell..

Kontext: Insbesondere im Osten bei den Hügelhedwigholzbeinern ist das prägende Landschaftsbild mittlere Felder mit Wallhecke (Knicks) drumherum. Dieses Bild setzt sich auch nach Westen über die Geest bis an die Marschgebiete fort und bildet im Kern bis heute das so schöne abwechselnde Landschaftsbild zwischen Hügeln, Feldern, Wiesen und immer dazwischen Knicks oder auch kleineren Inseln inmitten von größeren Feldern. Obwohl dieses Landschaftsbild sich schon über 200 Jahre hielt, war es in den 70ern gefährdet. Es war noch der dänische König Christian VII., der zusammen mit seinem Leibarzt Johann Friedrich Struensee 1766/1767 in den beiden Herzogtümern Schleswig und Holstein das Verkoppelungsgesetz verabschiedet hat. Dieses Gesetz zerschlug die Reste von Leibeigenschaft und brachte dem einfachen Bauern Grundbesitz, der so gut es ging in gerechte Teile aufgeteilt wurde.

Um diese abzugrenzen, erfolgten Errichtungen von Wallhecken rund um Felder und Wiesen und andere wirtschaftlich genutzte Bereiche. Ein weiterer Vorteil davon war, dass die Knicks einen Erosionsschutz gegenüber starkem Wind boten und dass das Vieh eine natürliche Eingrenzung hatte. Knicks bestehen aus einem Erd- oder Steinwall und vor allem aus kleinen und großen Sträuchern, Hecken, kleineren Bäumen und für den Schutz vor Wildverbiss aus dornigen Hecken und Sträuchern. Knicks können in Breite und Masse variieren, wichtig ist, dass sie regelmäßig geschnitten werden (Knickpflege).

Mit dem Einzug der Industrialisierung der Landwirtschaft zogen nun auch Maschinen über die Felder. Die Knicks waren für viele Landwirte ein Hindernis geworden, da sie so manche Engstellen auf den Feldern hatten, die schwer zugänglich waren für größere Maschinen. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren es noch rund 80.000 Kilometer Knick, der in Schleswig-Holstein stand. Durch Abholzung und Flurbereinigungen im Zuge der Motorisierung der Landwirtschaft gingen sehr viele Knick-km verloren.

Da Knicks auch ein Lebensraum für sehr viele Tiere und Pflanzen waren und sie seit Jahrhunderten das Bild in SH bilden, fing hier schon sehr früh ein Umdenken an. Es gab mit der Vergrößerung der Felder in der DDR durch die Zwangskollektivierung, aber auch durch große Flurbereinigungen in Niedersachsen gute Beispiele für die Politiker in SH, wie es hier besser nicht aussehen sollte. 1973 wurden die Knicks ins Landesnaturschutzgesetz als schützenswert aufgenommen. Seitdem gelten strenge Regularien für das Entfernen und es gibt bestimmte Zeiträume, in denen Knicks gepflegt werden sollen/dürfen. Heute gibt es noch 46.000 km Knick in Schleswig-Holstein.

Um meine Liebe zu Knicks zu unterstreichen, nochmal ein Zitat von einem sehr verärgerten Schafwolleproduzenten aus MV über zu große Felder ohne Knicks: „Wenn du hier rausguckst, kannst du bis zum Horizont, geht ein Feld, und wenn du an dem anderen Horizont stehst, da kannst du immer noch zum Horizont sehen, ist immer noch das gleiche Feld!“

u/JNA_Vodnik — 1 month ago