Hallo zusammen,
ich (30,m) bin gerade echt am hadern, ob ich dieses Jahr noch mit einer Promotion beginnen soll. Momentan arbeite ich in Vollzeit in der IT-Beratung als Entwickler und schreibe nebenher meine Masterarbeit. Ich habe ca. 4 Jahre (Vollzeit) Berufserfahrung als Cloud und DevOps Engineer und davor viele Jahre schon programmiert. Also insgesamt ca. 12 Jahre Programmiererfahrung (1 Jahr abgebrochenes Studium, 2,5 Jahre Ausbildung, 3,5 Jahre Studium, ca. 4 Jahre Vollzeit)
Aktuell bin ich mit meinem Job eher unzufrieden und überlege ob nach dem Master noch eine Promotion oben drauf zu setzen der richtige Schritt ist. In meiner aktuellen Stelle habe ich mehrfach den Sprung zum Senior leider nicht geschafft, obwohl in in Projekten deutlich mehr Verantwortung übernehmen muss als viele Senior Kollegen und Architekturverwantwortung in Kundenprojekten (DAX Konzern) habe. Bei Gesprächen wird dann schnell alles auf die wirtschaftliche Situation geschoben.
Ich hatte bisher nur ab und zu mal eine Bewerbung verschickt, aber meine Forderung was das Gehalt angeht (75-80k) ist vielen Unternehmen zu hoch (mir wurden so 55-65k geboten). Leider führt das bei mir unterbewusst einfach dazu, dass ich mir mega den Druck mache immer besser zu werden und noch mehr Verwantwortung zu übernehmen, was sich bei mir echt negativ auf die Psyche auswirkt. Ich überlege, ob es nicht besser wäre einfach ein paar Jahre in die Forschung zu gehen, dabei etwas Gehalt liegen zu lassen und eine Promotion zu beginnen.
Habt ihr Erfahrungen damit? Ich habe ehrlich gesagt auch etwas Angst meine Festanstellung aufzugeben, da ich Freunde habe die in der Industrie als Ingenieure promoviert haben und dann aufgrund der schlechten Perspektiven teilweise ins Ausland gegangen sind, weil sie hier keinen Job gefunden haben. Trotzdem denke ich, dass das gerade für meine mentale Gesundheit der richtige Step sein könnte.
Wäre euch um einen Rat sehr dankbar!