u/Kroetenklaus

Infineon nimmt weltgrößte Chipfabrik in Dresden in Betrieb

Infineon nimmt weltgrößte Chipfabrik in Dresden in Betrieb

Fünf Milliarden Euro stecken in dem neuen Werk, 1000 direkte Jobs entstehen dort. In Dresden läuft nun eine Fabrik an, die Chips für KI-Rechenzentren, Windräder, Solaranlagen, Stromnetze und moderne Autos liefern soll. Es geht um Bauteile, die Strom präzise steuern und Energieverluste senken.

Infineon hat die sogenannte Smart Power Fab mehrere Monate früher als geplant eröffnet. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um die weltweit größte Fabrik für intelligente Leistungshalbleiter und Analog/Mixed-Signal-Technologien. Am Standort Dresden verdoppelt der Konzern damit seine Produktionskapazität. Zugleich ist das Projekt die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens.

Leistungshalbleiter werden für Zukunftstechnologien gebraucht

Leistungshalbleiter regeln, wie elektrische Energie umgewandelt, verteilt und genutzt wird. Sie sitzen etwa in Netzteilen, Industrieanlagen, E-Autos oder erneuerbaren Energiesystemen. In KI-Rechenzentren sollen sie helfen, die Stromversorgung effizienter zu machen. Dort steigt der Energiebedarf stark, weil immer größere Modelle trainiert und betrieben werden.

Infineon-Chef Jochen Hanebeck verbindet die neue Fabrik deshalb direkt mit Zukunftsmärkten. "Mit der Smart Power Fab schaffen wir dringend benötigte Kapazitäten für Schlüsseltechnologien der Zukunft - von der Energieversorgung von KI-Rechenzentren über software-definierte Fahrzeuge bis hin zu erneuerbaren Energien", sagte er. Die zusätzlichen Kapazitäten sollen außerdem Lieferketten in wichtigen Industrien stabiler machen.

KI hilft der Chipfabrik beim schnellen Hochfahren

Die neue Infineon-Chipfabrik in Dresden arbeitet stark digitalisiert. Schon vor dem Bau planten Ingenieure das Gebäude und die Maschinenbelegung mithilfe eines digitalen Zwillings. Künstliche Intelligenz unterstützt zudem die Freigabe von Anlagen und Prozessen. Dadurch kann Infineon die Produktion je nach Nachfrage schneller hochfahren als bei früheren Linien.

Das Unternehmen spricht von einem möglichen Hochlauf im doppelten Tempo. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch das Werk im österreichischen Villach. Beide Standorte sind über das Konzept "One Virtual Fab" verbunden. Neue Prozesse und Produkte lassen sich dadurch schneller an mehreren Standorten qualifizieren. Für die Chipproduktion zählt jede gesparte Woche, wenn neue Anwendungen rasch in den Markt drängen.

Dresden stärkt Europas Chipindustrie spürbar

Bundeskanzler Friedrich Merz wertete die Eröffnung als Signal für Deutschland und Europa. "Leistungshalbleiter sind eine Schlüsseltechnologie für die Energiewende, die Zukunft der Mobilität und unsere KI-Infrastruktur", sagte er. Die zusätzliche Fertigung in Dresden stärke technologische Souveränität und mache Lieferketten widerstandsfähiger.

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hob den Standort hervor. Dresden beherberge den größten Mikroelektronikcluster Europas. Die neue Fabrik stärke dieses Ökosystem und belege, dass große Industrieprojekte unter passenden Bedingungen zügig gelingen können. Rund um den Cluster "Silicon Saxony" arbeiten laut Infineon bereits mehr als 80.000 Menschen.

Die 1000 neuen Stellen in der Smart Power Fab bleiben nicht der einzige Beschäftigungseffekt. Infineon verweist auf Studien, nach denen ein Arbeitsplatz im Reinraum sechs weitere Jobs im Umfeld schaffen kann. Dazu zählen Zulieferer, Dienstleister, Wartung, Logistik und weitere Unternehmen aus der Halbleiterbranche.

Wie Infineon Wasser und Energie sparen will

Beim Bau der Fabrik spielte auch der Ressourcenverbrauch eine Rolle. Die neue Fertigung kommt ohne Erdgas aus. Geschlossene Systeme sollen den Wasserverbrauch senken.

Rund 90 Prozent des eingesetzten Wassers will Infineon wieder in den Kreislauf zurückführen. Außerdem sollen bis zu 45 Prozent der verwendeten Energie zurückgewonnen werden.

Kurz zusammengefasst:

* Infineon hat in Dresden die Smart Power Fab eröffnet, die nach Unternehmensangaben weltweit größte Chipfabrik für intelligente Leistungshalbleiter und Analog/Mixed-Signal-Technologien.
* Das Werk kostet 5 Milliarden Euro, schafft 1000 direkte Arbeitsplätze und verdoppelt die Produktionskapazität von Infineon am Standort Dresden.
* Die Chips sollen Strom effizienter steuern und kommen künftig unter anderem in KI-Rechenzentren, E-Autos, Stromnetzen, Wind- und Solaranlagen zum Einsatz.

de.nachrichten.yahoo.com
u/Kroetenklaus — 3 hours ago

Sky kauft britischen Sender ITV für bis zu 1,6 Milliarden Pfund

Sky, der in Großbritannien ansässige Anbieter von Fernsehen, Internet und Mobilfunk im Besitz von Comcast, hat sich darauf geeinigt, die Medien- und Unterhaltungssparte von ITV für bis zu 1,6 Mrd. Pfund (1,87 Mrd. Euro) zu übernehmen. Nach monatelangen Verhandlungen soll der Deal einen starken Rivalen für globale Streaming-Giganten schaffen.

Das Paket sieht laut Unternehmensangaben 1,2 Mrd. Pfund (1,4 Mrd. Euro) in bar vor, die Übernahme der Produktionsfirma Love Productions sowie bis zu 200 Mio. Pfund (233,8 Mio. Euro) an leistungsabhängigen Zahlungen.

Zum Geschäftsbereich gehören die terrestrischen TV-Sender von ITV sowie der Streamingdienst. Der Produktionsarm ITV Studios, bekannt für Formate wie die Reihe „I'm a Celebrity", bleibt ein eigenständiges Unternehmen.

Die Transaktion werde „einen britischen Champion mit der Größe und den Ressourcen schaffen, um besser mit globalen Streaming-Plattformen zu konkurrieren", erklärte ITV-Aufsichtsratsvorsitzender Andrew Cosslett.

Demnach bündelt das kombinierte Unternehmen Free-TV, werbefinanziertes Streaming und Pay-TV mit den Breitband-, Mobilfunk- und Geschäftskundendiensten von Sky. Damit erschließt sich der Konzern eine breitere Basis an Erlösquellen.

ITV erreicht nach eigenen Angaben pro Woche rund 40 Mio. Menschen und zählt mehr als 16,5 Mio. monatliche Digitalnutzer. „Gemeinsam mit Sky würde das Unternehmen für rund 20 % der gesamten Fernsehnutzung in britischen Haushalten stehen – hinter der BBC und vor YouTube – und einen kommerziellen Streaming-Champion für das Vereinigte Königreich schaffen", heißt es in der Mitteilung.

Das Unternehmen rechnet damit, dass die Verbindung bis zum Ende des dritten Jahres nach Abschluss rund 200 Mio. Pfund an jährlichen Kosteneinsparungen bringt. Haupttreiber sollen effizientere Marketingaktivitäten, gemeinsame Technologieplattformen und Einsparungen bei Inhalten außerhalb Großbritanniens sein.

Sky will zudem nach Vollzug der Übernahme einen Liefervertrag über Inhalte mit ITV Studios im Volumen von 2,1 Mrd. Pfund über einen Zeitraum von fünf Jahren schließen.

de.finance.yahoo.com
u/Kroetenklaus — 3 hours ago

Bahn plant Finanzpuffer in Milliardenhöhe für Brenner-Zulauf

Berlin/München (dpa) - Eines der größten Neubauprojekte der Deutschen Bahn soll knapp neun Milliarden Euro kosten - im ungünstigen Fall aber auch erheblich mehr. Die Bahn geht für Planung und Bau der deutschen Zuleitungsstrecke zum Brennerbasistunnel von München bis zur österreichischen Grenze mittlerweile von Planungs- und Baukosten in Höhe von 8,57 Milliarden Euro aus, wie die Projektleitung berichtete. Als mögliche Zuschläge hinzu kommen Risiko- und Inflationsvorsorge in Höhe von zusammengerechnet knapp 7,6 Milliarden Euro.

Bahn will Vorsorge nicht ausgeben

Bahn- und andere Großprojekte werden erfahrungsgemäß teurer als geplant. DIe Bahn geht aber davon aus, dass der immense Puffer für den Brenner-Nordzulauf nicht in voller Höhe gebraucht werden wird. So hat das Unternehmen die mögliche Inflationsrate demnach mit bis zu zehn Prozent sehr hoch angesetzt. Die Alpenquerung samt Brenner-Nordzulauf ist Teil des sogenannten Scan-Med-Korridors von Skandinavien nach Italien und würde voraussichtlich von der EU gefördert.

Bundestag demnächst am Zug

Zuletzt hatte die DB im Jahr 2021 die möglichen Kosten auf knapp acht Milliarden Euro geschätzt. Das lang verzögerte Projekt geht demnächst in die entscheidende Phase. Das Bundesverkehrsministerium will die DB-Planungsunterlagen der DB für die Trasse samt dazugehörigem ministeriellem Bericht und einer Einschätzung des Eisenbahn-Bundesamts alsbald an den Bundestag übermitteln, wie ein Sprecher von Ressortchef Patrick Schnieder (CDU) in Berlin sagte.

Der Brennerbasistunnel und die dazugehörigen Zuleitungsstrecken in Bayern, Tirol und Italien sollen die über 150 Jahre alte, kurvige Strecke über die Alpen ersetzen und die Fahrzeit von Deutschland nach Italien um etwa zwei Stunden verkürzen. Die Tunnelarbeiten begannen 2015, vom Jahr 2032 an sollen Züge durch den Tunnel fahren. Ohne neue Zubringerstrecke kann die Kapazität des Tunnels nicht genutzt werden.

de.finance.yahoo.com
u/Kroetenklaus — 3 hours ago

Opec+ will mehr Öl in den Markt pumpen

Wien (dpa) - Das Ölkartell Opec+ will mehr Öl in den Markt pumpen. Im August werde die Produktion um täglich 188.000 Barrel (je 159 Liter) ausgeweitet, teilte eine Kerngruppe aus sieben Staaten mit. Zugleich behielten sich die Länder vor, den Produktionszuwachs je nach Marktsituation zu beschleunigen, auszusetzen oder rückgängig zu machen, hieß es. Schon in den vergangenen Monaten hatte die Opec+ den Ölhahn moderat weiter aufgedreht. Auf aktuelle Entwicklungen wie die Lage in der Straße von Hormus gingen die Staaten nicht ein.

Der Kerngruppe der Opec+ gehören Saudi-Arabien, Russland, Irak, Kuwait, Kasachstan, Algerien und der Oman an. Der tägliche globale Bedarf an Öl liegt bei rund 100 Millionen Barrel. Die Gruppe will am 2. August über ihre weitere Förderpolitik beraten.

de.finance.yahoo.com
u/Kroetenklaus — 1 day ago

Kriege und Flaute: Bund plant 2027 höhere Ausgaben und Schulden als vorgesehen

Angesichts der anhaltend schwierigen globalen Wirtschaftslage durch Kriege und Handelskonflikte plant der Bund im kommenden Jahr höhere Schulden und Ausgaben ein als bisher vorgesehen. Die geplante Neuverschuldung steigt verglichen mit den Eckwerten vom Frühjahr um knapp acht Milliarden Euro auf nun 118,7 Milliarden Euro, wie am Samstag aus dem Bundesfinanzministerium bekannt wurde. Hinzu kommen die kreditfinanzierten Sondervermögen Bundeswehr sowie Infrastruktur und Klimaneutralität.

Auf der Ausgabenseite stehen nun 555,4 Milliarden Euro, das sind über zwölf Milliarden Euro mehr als noch bei den Eckwerten im April geplant. Grund für die Anpassungen seien die Auswirkungen insbesondere des Iran-Kriegs und der gestiegenen Energiepreise sowie auch des anhaltenden Ukraine-Kriegs auf die Konjunktur, hieß es aus dem Ministerium.

Für kommendes Jahr wird nur noch mit einem realen Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent statt zuvor 1,3 Prozent gerechnet. Das führe nicht nur zu Steuermindereinnahmen in Milliardenhöhe, sondern auch zu einer veränderten Zinsentwicklung - 41,9 Milliarden Euro werden kommendes Jahr für Zinszahlungen veranschlagt - sowie einem höheren Bedarf der Bundesagentur für Arbeit.

Bei den geplanten Ausgaben im Kernhaushalt ist allein der Einzeletat des Bundesverteidigungsministeriums mit 109,7 Milliarden Euro dabei. Insgesamt wird die geplante Nato-Quote, die dieses Jahr bei rund 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegt, im kommenden Jahr weiter steigen und 2029 dann bei 3,5 Prozent des BIP liegen.

Auf der Einnahmenseite sollen zwar eine höhere Alkohol- und Tabaksteuer sowie eine geplante Plastiksteuer mehr Gelder einbringen, zugleich soll anders als geplant die bestehende Rücklage angetastet werden. Damit bleiben davon noch rund vier Milliarden Euro übrig. Konsolidierungseffekte erhofft sich der Bund im kommenden Jahr etwa durch Einsparungen in den einzelnen Ressorts, durch die Sozialreformen sowie durch die Bekämpfung von Steuerkriminalität.

Der Haushaltsentwurf von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) soll am Montag vom Kabinett verabschiedet werden, anschließend will ihn der Minister vorstellen. Nach der Sommerpause beginnen im September die parlamentarischen Beratungen, bis Ende des Jahres soll der Etat stehen.

Heftige Kritik kam bereits von der Opposition. Die Grünen kritisierten unter anderem, dass "erhebliche Summen aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) abgezogen werden, um Haushaltslücken zu schließen". Das bedeute weniger Mittel für Klimaschutz und Klimaanpassung - "bei gleichzeitig extrem zunehmender Hitze, Dürre und absehbar steigenden hohen Folgekosten der Klimakrise", erklärte der haushaltspolitische Sprecher Sebastian Schäfer.

de.finance.yahoo.com
u/Kroetenklaus — 2 days ago

Zentralasiens Kraftwerksausbau wird zum großen Investmenttest

Usbekistan will seine Stromproduktion in den kommenden fünf Jahren von 82 Milliarden Kilowattstunden auf mehr als 120 Milliarden erhöhen. Der Energiesektor entwickelt sich damit zu einem der größten Investitionsfelder des Landes.

Das Ziel reagiert auf die wachsende Nachfrage der Industrie, das Bevölkerungswachstum und neue Branchen wie die digitale Infrastruktur. Usbekistan will seine Stromversorgung ausbauen und zugleich weniger abhängig von fossilen Energieträgern werden.

Auf dem Taschkenter Internationalen Investitionsforum (TIIF) erklärte Präsident Schawkat Mirziyoyev, dass erneuerbare Energien bis 2030 voraussichtlich 54 Prozent der Stromerzeugung ausmachen sollen. Nach seinen Angaben hat das Land bereits knapp 6 Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro) an ausländischen Investitionen in grüne Energieprojekte eingeworben und plant weitere 4 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) für Stromnetze.

Mirziyoyev rief zudem zu Investitionen in Solar- und Windparks, Speicherlösungen, die Modernisierung der Netze sowie mit grüner Energie betriebene Rechenzentren auf. Damit verknüpft er die Strompläne des Landes mit der breiteren Industrie- und Digitalstrategie.

Finanzierungsfahrplan nimmt Gestalt an

Internationale Finanzinstitutionen unterstützen diese Ausbaupläne bereits finanziell.

Im Jahr 2025 investierte die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) knapp 2 Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) in 120 Projekte in Zentralasien und der Mongolei. Mehr als 1 Milliarde Dollar (880 Millionen Euro) entfielen auf Vorhaben in Usbekistan.

Mehr als die Hälfte der Regionalinvestitionen der EBWE galt als grün, rund ein Drittel floss in nachhaltige Infrastruktur.

In Usbekistan finanziert die EBWE groß angelegte Projekte für erneuerbare Energien und Speicher. Dazu gehört ein Paket über 142 Millionen Dollar (125 Millionen Euro) für eine kombinierte Solar-Photovoltaikanlage mit 1 Gigawatt Leistung und einen Batteriespeicher mit 1.336 Megawattstunden, entwickelt mit ACWA Power.

Die Bank arrangierte außerdem eine Finanzierung von bis zu 195,5 Millionen Dollar (171 Millionen Euro) für ein Solarkraftwerk mit 300 Megawatt und einen Batteriespeicher mit 75 Megawattstunden, die Masdar in der Region Kaschkadarya entwickelt.

Im Gespräch mit Euronews am Rande des TIIF sagte Huseyin Ozhan, Geschäftsführer der EBWE für Zentralasien und die Mongolei, der Ausbau der Energiekapazitäten brauche sowohl Geld als auch Reformen der Rahmenbedingungen.

„Wir müssen das aus zwei Blickwinkeln betrachten. Nummer eins: Investitionen. Und Nummer zwei: politische Zusammenarbeit", sagte Ozhan.

de.finance.yahoo.com
u/Kroetenklaus — 3 days ago

Urteil: Google muss Geldbuße in Rekordhöhe von 4,1 Milliarden Euro zahlen

Google und der Mutterkonzern Alphabet müssen in der EU eine Geldbuße in Rekordhöhe zahlen: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg bestätigte die Strafe von 4,1 Milliarden Euro wegen unerlaubter, wettbewerbswidriger Praktiken am Donnerstag. Die EU-Kommission hatte 2018 festgestellt, dass Google mit dem Betriebssystem Android seine Marktmacht missbrauche. (Az. C-738/22 P)

Dabei ging es um drei Aspekte: Erstens mussten Smartphone-Hersteller bestimmte Apps auf allen Android-Geräten vorinstallieren, wenn Googles App-Store Play genutzt werden sollte. Dabei ging es vor allem um die Suchmaschine Google Search und den Browser Chrome.

Zweitens bekamen die Hersteller Lizenzen für den Play Store nur, wenn sie ausschließlich mit Android ausgestattete Smartphones verkauften. Und drittens gab Google nur dann einen Teil der Werbeeinnahmen weiter, wenn Handyhersteller und Netzbetreiber sich verpflichteten, auf einem bestimmten Sortiment keine Suchmaschine der Konkurrenz vorzuinstallieren.

Die Kommission erklärte, dass Google seine marktbeherrschende Stellung missbraucht habe. Ursprünglich verhängte sie eine Geldbuße von 4,34 Milliarden Euro. Google änderte die beanstandeten Praktiken, wehrte sich aber gerichtlich gegen die Geldstrafe. 

Zunächst klagten Google und Alphabet in erster Instanz vor dem Gericht der Europäischen Union. Dieses bestätigte die Strafe 2022 grundsätzlich, reduzierte sie aber leicht auf 4,1 Milliarden Euro. 

Google und Alphabet wandten sich an den EuGH, um das Urteil überprüfen zu lassen, hatten dort aber nun keinen Erfolg. Es bleibt bei der hohen Geldbuße. Der EuGH bestätigte das Urteil des Gerichts. Dieses habe keine Rechtsfehler gemacht, erklärten die Richterinnen und Richter. 

Bereits 2024 hatte der EuGH eine Geldbuße gegen Google in Höhe von 2,4 Milliarden Euro bestätigt. Diese war verhängt worden, weil Google seinen eigenen Preisvergleichsdienst Shopping in den Suchergebnissen ganz oben platzierte und Vergleichsdienste der Konkurrenz herabstufte. Google dagegen hatte wenig später mit der Klage gegen eine Kartellstrafe wegen Praktiken bei Online-Werbung Erfolg.

Auf das Urteil vom Donnerstag reagierte der Konzern enttäuscht. Dieses werde "unseren erheblichen Investitionen nicht gerecht, mit denen wir sicherstellen, dass Android offen, interoperabel und kostenlos bleibt", erklärte eine Unternehmenssprecherin.

de.finance.yahoo.com
u/Kroetenklaus — 4 days ago

Souveräne Weltraumfähigkeiten: Planet Labs Germany und Isar Aerospace schließen Partnerschaft für ersten deutschen Satellitenlaunch

Die Partnerschaft ist ein wichtiger Schritt für mehr Souveränität im Weltraum – Satellit und Trägerrakete werden in Deutschland gefertigt und sollen innerhalb von 12 Monaten nach Vertragsabschluss starten

BERLIN, July 02, 2026--(BUSINESS WIRE)--Die Planet Labs GmbH, einer der führenden Anbieter tagesaktueller Erdbeobachtungsdaten, und das europäische Raumfahrtunternehmen Isar Aerospace haben eine strategische Launch-Partnerschaft geschlossen. Im Rahmen des Startvertrags wird Isar Aerospace einen der hochauflösenden Pelican-Satelliten von Planet in den Orbit transportieren. Weitere gemeinsame Missionen sind bereits in Planung.

Der Satellit soll frühstens Ende 2026 mit der Spectrum-Trägerrakete von Isar Aerospaces Startplatz am Weltraumbahnhof Andøya Space erfolgen. Der Pelican-Satellit wird in der neuen Produktionsstätte von Planet in Berlin gefertigt, die sich derzeit im Ausbau befindet. Der geplante Launch ist eine Premiere für Deutschland: Sowohl der Satellit als auch die Trägerrakete werden hierzulande gefertigt. Damit setzt die Mission ein klares Zeichen für den raschen Fortschritt beim Aufbau Deutschlands souveräner Weltraumfähigkeiten.

„Deutschland hat sich eine ehrgeizige Weltraumagenda gesetzt. Mit dieser Mission schreiben Planet und Isar Aerospace ein Stück deutsche Raumfahrtgeschichte: Sowohl der Satellit als auch die Rakete für diese Mission werden in Deutschland gefertigt", sagt Martin Polak, Geschäftsführer von Planet Labs Deutschland. „Dass wir uns das Ziel gesetzt haben, innerhalb von 12 Monaten nach Vertragsabschluss zu starten, unterstreicht unseren agilen Ansatz, mit dem wir den wandelnden nationalen Prioritäten in den Bereichen Sicherheit, Resilienz und zivile Anwendungen begegnen."

„Diese Kooperation unterstreicht die Leistungsfähigkeit und wachsende strategische Bedeutung der deutschen und europäischen Raumfahrtindustrie", sagt Stella Guillen, Chief Commercial Officer von Isar Aerospace. „Die weltweite Nachfrage nach zuverlässigem Zugang zum Weltraum für kommerzielle und staatliche Missionen wächst rasant. Mit unserem Ansatz, skalierbare und integrierte Startkapazitäten bereitzustellen, sind wir bestens aufgestellt, diesen Bedarf zu bedienen. Die Partnerschaft mit Planet zeigt, dass Europa heute die Chance hat, eigenständige Weltraumkapazitäten aufzubauen und damit sowohl seine technologische Souveränität als auch Sicherheit und wirtschaftliches Wachstum nachhaltig zu stärken."

de.finance.yahoo.com
u/Kroetenklaus — 4 days ago

Spritpreise ziehen mit dem Ende des Tankrabatts kräftig an

München (dpa) - Die Spritpreise sind mit dem Ende des Tankrabatts stark gestiegen. Am Mittwochmorgen war Superbenzin der Sorte E10 um 13,4 Cent teurer als zur gleichen Zeit am Dienstag, wie der ADAC mitteilt. Bei Diesel fiel der Anstieg mit 15,6 Cent sogar noch stärker aus. Bis zum späten Vormittag weitete sich die Differenz bei beiden Kraftstoffen sogar noch minimal aus.

Nach dem typischen Mittagssprung stiegen die Preise für E10 im bundesweiten Durchschnitt auf 2,15 Euro pro Liter an, bei Diesel auf 2,11 Euro. Der seit der Einführung der 12-Uhr-Regel typische Mittagssprung fiel allerdings etwas niedriger aus als in den Tagen zuvor. Das könnte ein Indiz für einen sich verlangsamenden Anstieg sein - angesichts der ungewöhnlichen Preisentwicklung am Dienstag ist die Aussagekraft des Vergleiches aber beschränkt. Bis 14.00 Uhr sanken die Preise bereits wieder, hielten sich aber zunächst über 2 Euro.

Preiserhöhung durch ausbleibendes Absinken

Der Steuerrabatt in Höhe von 16,7 Cent pro Liter auf Kraftstoff bei der Lieferung an die Tankstelle war um Mitternacht ausgelaufen. Zu dieser Zeit konnten die Tankstellen ihre Preise wegen der 12-Uhr-Regel nicht erhöhen. Offensichtlich lösten viele dieses Dilemma, indem sie die Preise nach einem kräftigen Mittagssprung am Dienstag nicht wie üblich zügig und stark senkten, sondern nur in geringem Umfang. Die Preiserhöhung wurde letztlich durch das Ausbleiben von Preissenkungen umgesetzt.

Die 12-Uhr-Regel besagt, dass Tankstellen nur noch einmal am Tag - um 12.00 Uhr - die Preise erhöhen dürfen. Senkungen sind immer erlaubt. Sie wird teilweise auch als Österreich-Modell bezeichnet, da sie dort schon früher praktiziert wurde.

Kritik von ADAC und Monopolkommission

Die Rücknahme des Tankrabatts sei damit ungerechtfertigt vorweggenommen worden, heißt es vom ADAC. Dieses Vorgehen sei fragwürdig, «denn noch befindet sich vielerorts günstiger versteuerter Kraftstoff in den Tanks der Tankstellen». Daher hätten die Preise nicht schon am letzten Junitag so deutlich steigen dürfen.

Nun dürften die Preise nicht noch weiter angehoben werden, heißt es vom Verkehrsclub. «Das Preisniveau bei beiden Sorten ist insbesondere seit dem Start des Österreich-Modells zumeist klar überhöht und der Tankrabatt wurde bereits vorzeitig von den Konzernen beendet. Eine erneute Verteuerung wäre damit nicht mehr gerechtfertigt.»

Auch der Vorsitzende der Monopolkommission, Tomaso Duso, kritisiert, dass die Preise zu früh gestiegen seien. «Der Tankrabatt ist seit heute Nacht Geschichte - doch an den Zapfsäulen war das Ende längst eingepreist. In den vergangenen Tagen haben Mineralölunternehmen das absehbare Auslaufen des Rabatts offenbar genutzt, um ihre Margen gezielt auszuweiten.»

de.finance.yahoo.com
u/Kroetenklaus — 5 days ago

Google soll wegen Wettbewerbsverstoß 1,7 Milliarden Euro an Klarna zahlen

Google soll in Schweden eine Entschädigung in Milliardenhöhe wegen jahrelanger Wettbewerbsverstöße zahlen. Das schwedische Gericht für Patente und Wettbewerb verurteilte den US-Konzern am Mittwoch zu einer Zahlung von umgerechnet 1,7 Milliarden Euro an das Preisvergleichsportal Pricerunner. Die Richter sahen es als erwiesen an, "dass Google über viele Jahre hinweg seinen eigenen Preisvergleichsdienst unrechtmäßig begünstigt hat". Pricerunner gehört zu dem schwedischen Unternehmen hinter dem Zahlungsdienstleister Klarna.

Die von Google zu zahlende Summe setzt sich laut Gericht aus 14,3 Milliarden Kronen an Schadenersatz und 400 Millionen Kronen Zinsen zusammen - umgerechnet etwa 1,7 Milliarden Euro.

Pricerunner hatte das Verfahren 2022 beantragt und zunächst eine Entschädigung von 22 Milliarden Kronen gefordert. Klarna erklärte später, dass es von einer noch deutlich höheren Summe ausgehe, weil Google das beanstandete Handhabung nicht eingestellt haben. "Auch wenn Pricerunner nicht mit allen seinen Forderungen Erfolg hatte", sei dieser Schadenersatzbetrag "zweifellos der höchste, der jemals in einem Wettbewerbsverfahren in Schweden verhängt wurde", erklärte Richterin Linda Kullberg.

Konkret wird Google vorgeworfen, in den Ergebnissen seiner Suchmaschine den eigenen Preisvergleichsdienst Google Shopping bevorzugt zu haben. Die EU-Kommission hatte Google wegen derselben Vorwürfe bereits im Jahr 2017 zu einer Rekordstrafe von 2,4 Milliarden Euro verurteilt.

"Wir sind mit der Entscheidung des Gerichts nicht einverstanden", erklärte Google zu dem Urteil aus Schweden. Es würden nun rechtliche Möglichkeiten geprüft. "Die Änderungen, die wir bereits 2017 an den Shopping-Anzeigen vorgenommen haben, funktionieren gut."

Pontus Scherp, Anwalt von Pricerunner, sagte der Nachrichtenagentur AFP im Vorfeld des Urteils, sein Team halte die von Google im Jahr 2017 vorgenommenen Änderungen für "größtenteils kosmetisch". Das Gericht stellte tatsächlich fest, dass "der Missbrauch durch Google über einen längeren Zeitraum andauerte, als von Google behauptet, und dass dieser Missbrauch Pricerunner Schaden zugefügt hat". Es ergänzte jedoch, dass ein Teil der Klage zu spät eingereicht worden sei, und sprach Pricerunner zudem keine Entschädigung für Folgeschäden zu.

Klarna begrüßte die Entscheidung. Sie werde "einen gesünderen und wettbewerbsfähigeren Markt im Bereich des Produkt- und Dienstleistungsvergleichs fördern und das ist gut für alle Verbraucher", erklärte das Unternehmen. Scherp teilte mit, das Urteil zeige, "dass das Wettbewerbsrecht einen echten Schutz für Unternehmen bietet, die durch Wettbewerbsrechtsverstöße marktbeherrschender Unternehmen wie Google geschädigt werden".

de.finance.yahoo.com
u/Kroetenklaus — 5 days ago

Japanischer Yen fällt auf 40-Jahres-Tief zum US-Dollar, Intervention rückt näher

Der japanische Yen ist im asiatischen Handel am Dienstagmorgen auf rund 162,4 je US-Dollar gefallen – der niedrigste Stand seit 1986.

Der Rückgang verlängert eine schon lange belastende Schwächephase. Trotz der Stützungsversuche der Bank of Japan verliert der Yen weiter an Wert. Nun rückt die Möglichkeit in den Vordergrund, dass die Behörden erneut direkt am Markt eingreifen.

Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte, die Regierung sei bereit, bei übermäßigen Kursschwankungen "angemessene" und sogar "entschlossene" Maßnahmen zu ergreifen. Sie habe mit Washington abgestimmt, dass ein solcher Schritt weiterhin möglich sei.

Händler achten nun genau auf Hinweise, dass Tokio US-Dollar verkauft, um den Yen zu stützen – wie schon im Frühling.

Kern der Schwäche ist die große Zinslücke zwischen Japan und den USA.

Die Bank of Japan erhöhte ihren Leitzins Mitte Juni auf 1 Prozent, den höchsten Wert seit 1995. Trotzdem liegen die Renditen japanischer Anleihen deutlich unter denen in den USA. Dort werfen zehnjährige Staatsanleihen zuletzt rund 4,5 Prozent ab, in Japan etwa 2,6 Prozent.

Diese Differenz befeuert den sogenannten Carry Trade. Anleger leihen sich günstig Yen und investieren in höher verzinste Anlagen im Ausland. Das drückt die japanische Währung immer weiter nach unten.

de.finance.yahoo.com
u/Kroetenklaus — 6 days ago

Microsoft zahlt 6,3 Milliarden Dollar Steuern in der EU

Redmond/Brüssel (dpa) - Der Technologiekonzern Microsoft hat im vergangenen Jahr 6,3 Milliarden US-Dollar in der Europäischen Union an Körperschaftsteuern gezahlt. Das geht aus dem erstmals veröffentlichten «Public Country-by-Country Report» für das Geschäftsjahr 2025 (bis 30. Juni) hervor, der der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt. Auffällig ist, dass Deutschland vergleichsweise wenig von den umgerechnet etwa 5,53 Milliarden Euro abbekommt.

Obwohl die Bundesrepublik zu den größten Standorten von Microsoft in Europa gehört, zahlte der Tech-Konzern hierzulande nur Ertragsteuern in Höhe von 174,2 Millionen US-Dollar (153 Mio. Euro). Der Löwenanteil von 5,6 Milliarden US-Dollar kam dem Fiskus in Irland zugute. In Dublin befindet sich auch die Europazentrale von Microsoft.

Weltweit summierten sich dem Report zufolge die vom Unternehmen entrichteten Körperschaftsteuern im selben Zeitraum auf 28,7 Milliarden US-Dollar, womit Microsoft unter den großen US-Tech-Konzernen den zweiten Platz belegt - hinter Apple mit 29,7 Milliarden US-Dollar. Dazu kämen weitere Abgaben wie Lohn-, Mehrwert- oder Grundsteuern.

Mit der Offenlegung der Zahlen kommt der Tech-Gigant den neuen EU-Transparenzrichtlinien nach. Der Bericht schlüsselt detailliert auf, in welchen Ländern das Unternehmen Umsätze generiert, Gewinne verbucht und wie viel Ertragsteuern tatsächlich an die jeweiligen Finanzämter fließen.

Knotenpunkt Irland

Microsoft betont als Leitprinzip seiner Steuerstruktur, dass Abgaben dort entrichtet werden, wo Mitarbeiter tätig sind, Investitionen getätigt werden sowie Funktionen, Vermögenswerte und Risiken verortet sind. Irland sei der wichtigste operative und finanzielle Knotenpunkt für das Unternehmen in Europa.

Im Geschäftsjahr 2025 verzeichneten die irischen Tochtergesellschaften bei 6.654 Mitarbeitern einen Umsatz von 196 Milliarden US-Dollar und einen Vorsteuergewinn von 47,1 Milliarden US-Dollar. Die tatsächlich im Berichtszeitraum gezahlten Steuern («Income Tax Paid») betrugen 5,6 Milliarden US-Dollar. Microsoft nennt in dem Report auch den Grund für die Gewinnkonzentration: In Irland seien zentrale Strukturmerkmale wie das interne Finanzwesen der Gruppe sowie das Halten und Verwalten von geistigem Eigentum registriert.

Kleines Stück vom Kuchen für Deutschland

Deutschland ist dem Report zufolge mit 3.471 Mitarbeitern einer der größten europäischen Standorte. Der hier erwirtschaftete Umsatz betrug im vergangenen Geschäftsjahr 11,68 Milliarden US-Dollar. Vergleichsweise gering fällt jedoch der Vorsteuergewinn aus, der in der Bilanz auf vergleichsweise geringe 661,2 Millionen US-Dollar beziffert wird. In der Konsequenz flossen in Deutschland tatsächlich gezahlte Ertragsteuern in Höhe von lediglich 174,2 Millionen US-Dollar.

de.nachrichten.yahoo.com
u/Kroetenklaus — 6 days ago

Depot schließt 66 Filialen, 330 Mitarbeiter verlieren ihren Job

Die Deko-Kette Depot streicht fast die Hälfte ihres verbliebenen Filialnetzes. Das Unternehmen schließt 66 Standorte im Rahmen des laufenden Insolvenzverfahrens, wie Geschäftsführer Christian Gries gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Die meisten Schließungen erfolgen nach einem Ausverkauf bis Ende Juli. Einige Geschäfte haben bereits dichtgemacht. Gries begründete die Maßnahme mit wirtschaftlicher Notwendigkeit: Das Unternehmen könne nur profitable Standorte halten.

Hunderte Jobs fallen weg

Rund 330 Beschäftigte verlieren durch die Filialschließungen ihre Stellen. Weitere Arbeitsplätze streicht Depot in der Zentrale. Die Gesamtzahl der verbleibenden Mitarbeiter nannte Gries nicht.

Etwa 80 Filialen bleiben vorerst geöffnet. Allerdings könnten weitere Schließungen folgen, da Verhandlungen mit Vermietern noch laufen. Die endgültige Netzgröße steht damit nicht fest.

Der unterfränkische Händler mit Sitz in Großostheim kämpft seit Monaten mit finanziellen Schwierigkeiten. Im Mai stellte die GDC Deutschland GmbH beim Amtsgericht Aschaffenburg einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung.

Vom Wachstum zum Schrumpfkurs

Depot betrieb vor wenigen Jahren noch rund 400 Filialen. Doch seit der Corona-Pandemie geriet die Kette unter Druck. Bereits im Mai 2024 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden, was zu einem massiven Kahlschlag führte: Das Netz schrumpfte auf knapp 150 Standorte, Hunderte Jobs gingen verloren.

Als Gründe für die aktuelle Schieflage nennt Gries Zölle, zunehmende Online-Konkurrenz durch Plattformen wie Temu sowie die Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Viele Kunden achteten im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld verstärkt auf Preise.

de.finance.yahoo.com
u/Kroetenklaus — 7 days ago

Ministerium genehmigt Übernahme von MediaMarktSaturn

Berlin/Düsseldorf (dpa) - Das Bundeswirtschaftsministerium hat grünes Licht gegeben für die Übernahme von Europas größtem Elektronik-Fachhändler MediaMarktSaturn durch den chinesischen Konzern JD.com – allerdings nur unter Auflagen. Das teilte die Behörde der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Auflagen sollen demnach gewährleisten, dass die personenbezogenen Daten der Kunden in Deutschland geschützt bleiben. Zudem räumten sie der Bundesregierung starke Überwachungs- und Kontrollrechte ein und ermöglichten ihr, die Genehmigung im Fall von Verstößen zu widerrufen, hieß es in einer Mitteilung. Im Investitionsprüfverfahren wurde untersucht, ob die Übernahme die öffentliche Ordnung oder Sicherheit der Bundesrepublik beeinträchtigt.

JD.com teilte mit: «Wir begrüßen die außenwirtschaftsrechtliche Freigabe durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.» Das Unternehmen rechnet mit einer Gesamt-Freigabe in der zweiten Jahreshälfte.

EU-Kommission prüft Marktverzerrung

Besiegelt ist die Übernahme noch nicht. Die Europäische Kommission äußerte nach einer ersten Untersuchung «vorläufige Bedenken» und prüft den Fall nun genauer. «Die vorläufige Untersuchung deutet darauf hin, dass JD.com möglicherweise ausländische Subventionen erhalten hat, die den EU-Binnenmarkt verzerren», teilte die Brüsseler Behörde Ende Mai mit.

Chinesische Subventionen könnten es JD.com ermöglicht haben, ein höheres Übernahmeangebot für Ceconomy, die MediaMarkt- und Saturn-Mutter, abzugeben. Dies könnte den Prozess verzerrt haben. Die Kommission will außerdem prüfen, ob die Übernahme den Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt verzerren würde. Nach EU-Recht hat sie bis zum 2. Oktober Zeit für eine endgültige Entscheidung. Die Zustimmung der Kommission ist eine der Voraussetzungen für einen Eigentümerwechsel.

de.finance.yahoo.com
u/Kroetenklaus — 7 days ago

Verband: Zementverbrauch auf Niveau vor Zweitem Weltkrieg

Berlin (dpa) - Die Baustoffindustrie in Deutschland steckt nach Ansicht des Branchenverbands in einer historischen Krise. Diese betreffe nahezu alle Sektoren, die in den Hoch- und Tiefbau liefern, sagte der Präsident des Bundesverbandes Baustoffe - Steine und Erden (BBS), Dominik von Achten, der Deutschen Presse-Agentur. Der Verbrauch von Zement liege in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern wie Frankreich auf dem Niveau vor dem Zweiten Weltkrieg.

In den vergangenen Jahren sei es für die Baustoffindustrie «im dramatischen Schritt zurückgegangen», sagte von Achten, zugleich Chef des Dax-Konzerns Heidelberg Materials. «Der Zementverbrauch in Deutschland liegt derzeit rund 30 Prozent unter dem Niveau von 2020. Das ist keine Stagnation mehr, das ist Rezession.» Die Gründe seien vielfältig: Das hohe Zinsniveau und die gestiegenen Bau- und Baunebenkosten hemmen den privaten Wohnungsbau, zudem sind die Investitionen im öffentlichen Infrastrukturbau sowie bei Industrie- und Bürogebäuden rückläufig.

Die Nachfrage im Inland bleibe noch schwach, sagte von Achten. «Der Wohnungsbau liegt nach wie vor danieder.» Die Genehmigungen seien jüngst zwar um etwa 10 Prozent gestiegen, jedoch dauere es Monate, bis wirklich gebaut werde. Bei Infrastrukturprojekten sind staatliche Mittel aus dem Sondervermögen der Bundesregierung angekündigt, diese wirkten bislang jedoch kaum. «Die gute Nachricht: Die Milliarden sind jetzt eingeplant und sollten sich ab dem zweiten Halbjahr in einer verstärkten Bautätigkeit niederschlagen.»

de.finance.yahoo.com
u/Kroetenklaus — 9 days ago

Verzehnfachung der Strompreise wegen der Hitze

Am europäischen Day-Ahead-Markt, der wichtigsten Strombörse Europas, ziehen die Preise derzeit deutlich an. An diesem Markt wird der Strom für den Folgetag gehandelt. Kraftwerksbetreiber melden stundenweise, welche Strommengen sie zu welchem Preis anbieten können.

Gleichzeitig geben Energieversorger und große Verbraucher ihren erwarteten Bedarf an. Aus Angebot und Nachfrage ergibt sich für jede einzelne Stunde des nächsten Tages ein Börsenpreis.

Kühlbedarf an heißen Tagen enorm

Dass die Preise derzeit steigen, führt Patrick Schöwe, Pressesprecher des Energieanbieters Scholt Energy, vor allem auf die anhaltende Hitze zurück: "Bei so einer Hitzewelle darf man den Kühlbedarf nicht unterschätzen", erläutert er.

"Wir sprechen hier nicht nur über Klimaanlagen und Kühlhäuser, sondern auch über temperaturkritische Produktionsprozesse: Lebensmittelerzeugung, Rechenzentren oder auch öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser". Diese müssen gekühlt werden, um Menschen und Technik vor der Hitze zu schützen.

tagesschau.de
u/Kroetenklaus — 10 days ago

Zalando-Aktie fällt um 7%, BaFin startet Bilanzprüfung

Die Aktien des bekannten Modeunternehmens Zalando fielen am 26. Juni um etwa 7 %, nachdem die deutsche Finanzaufsicht BaFin eine formelle Prüfung des Geschäftsberichts für 2025 eingeleitet hatte.

Die Untersuchung steht im Zusammenhang mit der Übernahme von ABOUT YOU, der deutschen Online-Modehändlerin, die Zalando im Jahr 2025 für rund 1,2 Milliarden EUR gekauft hat. Nach Angaben der BaFin gibt es Hinweise darauf, dass Zalando möglicherweise erforderliche Informationen zu einem Geschäft mit nahestehenden Unternehmen nicht in den Erläuterungen des Abschlusses offengelegt hat.

de.finance.yahoo.com
u/Kroetenklaus — 10 days ago

Wegen Digitalsteuer-Plänen: Trump droht Europäern mit Zöllen

Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump droht europäischen Ländern mit neuen Zöllen in Höhe von 100 Prozent, sollten sie Digitalsteuern beschließen. Die Zölle würden an die Stelle vereinbarter Zollabkommen treten, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Das gelte unabhängig davon, ob die Abkommen bereits umgesetzt oder unterschrieben seien.

Die neuen Zölle würden auf sämtliche Waren erhoben, die in die USA exportiert werden, schrieb Trump weiter. Sein Vorgehen begründete er damit, dass einige Länder kurz davor seien, Digitalabgaben zu beschließen, die amerikanische Konzerne treffen würden. Konkrete Länder nannte der Präsident nicht. Sollten solche Zölle kommen, will die EU das laut einem Sprecher der Kommission nicht einfach hinnehmen.

Pläne auch in Deutschland

Auch in Deutschland gab es in der Vergangenheit immer wieder Pläne für eine Digitalabgabe großer Internetkonzerne. So warb der parteilose Medienstaatsminister Wolfram Weimer schon seit längerem für eine Abgabe, damit Google und andere Konzerne einen Anteil ihrer Erlöse abgeben, um das deutsche Mediensystem zu stützen. Er setzte auf eine zweckgebundene Plattformabgabe für Medien.

Es gab dazu aber innerhalb der schwarz-roten Koalition unterschiedliche Positionen. So setzten Sozialdemokraten vor einiger Zeit auf eine klassische Digitalsteuer.

Die Digitalabgabe würde große Internetkonzerne wie Google und Meta treffen. Vorbild ist Österreich. Dort sind große Online-Plattformen seit 2020 verpflichtet, fünf Prozent der Einkünfte aus der Werbevermarktung abzuführen.

Weimer verteidigte nach Trumps Post seine Überlegungen. Die Nachrichtenseite ntv.de zitierte ihn mit den Worten: «Uns geht es nicht um einseitige Diskriminierungen von US-Firmen, sondern um faire Wettbewerbsbedingungen und einen vielfältigen Medienmarkt für alle.» Er sagte auch: «Die Medienregulierung großer Plattformen sollte kein handelspolitisches Thema werden.»

de.finance.yahoo.com
u/Kroetenklaus — 10 days ago