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US-Schulden steigen auf 40 Billionen Dollar: Finanzministerium verdoppelt Anleiherückkäufe

US-Schulden steigen auf 40 Billionen Dollar: Finanzministerium verdoppelt Anleiherückkäufe

Die US-Staatsverschuldung hat mit 40 Billionen US-Dollar (34,4 Billionen Euro) einen Rekord erreicht. Das Finanzministerium reagiert auf den Druck am Anleihemarkt und kündigt an, deutlich mehr eigene Altpapiere zurückzukaufen.

Beide Ankündigungen aus Washington kamen am selben Tag. Sie sind zwei Symptome desselben Problems: Der Staat verschuldet sich in Rekordtempo, gleichzeitig verlangen Käufer der am längsten laufenden Anleihen höhere Renditen, um weiter Geld zu leihen.

Rückkäufe funktionieren wie gezielte Rückerwerbe. Das US-Finanzministerium nutzt vorhandene Kassenmittel, um ältere, schwer handelbare Anleihen von Investoren zurückzunehmen. So steigt die Liquidität, der gesamte Schuldenstand bleibt aber unverändert.

Ab dem neunten September verdoppelt das Ministerium die Obergrenze für einzelne Rückkaufaktionen im Segment der zehn- bis 20-jährigen und der 20- bis 30-jährigen Laufzeiten mindestens von 2 auf 4 Milliarden US-Dollar (von 1,7 auf 3,4 Milliarden Euro). Die Maßnahme gilt bis zur nächsten vierteljährlichen Refinanzierungsauktion am vierten November.

Das US-Finanzministerium begründet den Schritt mit „starker Unterstützung durch Marktteilnehmer" in diesem Laufzeitenbereich. Der Zeitpunkt der Entscheidung ist jedoch kein Zufall.

Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe war am Dienstag auf den höchsten Stand seit 2007 gestiegen. Analysten sprechen von einem „Käuferstreik", der seit Ende Juni anhält und durch ein wachsendes Angebot an Unternehmensanleihen für Investitionen in KI-Rechenzentren verstärkt wird.

Nach der Ankündigung am Mittwoch gaben die Renditen nach: Die 30-jährige fiel um rund neun Basispunkte, die zehnjährige um etwa sechs. Die Wall Street legte zu.

Auf die Frage, ob sich Amerikaner wegen der Schwankungen Sorgen machen sollten, antwortete US-Präsident Donald Trump nur: „Nein, ich glaube nicht."

Doch nicht alle sind überzeugt, dass diese Maßnahme ausreicht.

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u/Kroetenklaus — 17 hours ago

Zinsen in Europa steigen: Was bedeutet das für Sie?

Turbulenzen an Europas Anleihemärkten wirken auf den ersten Blick weit weg vom Familienbudget. Sie können aber die Kosten für Hypotheken und andere Kredite erhöhen – und bestimmen, wie viel Spielraum Staaten für Ausgaben etwa im Gesundheitswesen oder bei anderen öffentlichen Diensten haben.

In Deutschland und Italien, zwei der vier größten Volkswirtschaften Europas, ziehen die Hypothekenzinsen bereits an.

In Italien folgen Hypothekenzinsen nicht eins zu eins den Renditen von Staatsanleihen. Sie orientieren sich stärker an Euro-Zinsswaps. Beide Größen bewegen sich jedoch oft in die gleiche Richtung, weil sie die allgemeinen Zinserwartungen widerspiegeln.

Generell gilt: Steigen die Finanzierungskosten der Staaten, verteuert sich meist auch die Kreditaufnahme für Unternehmen und private Haushalte. Staatsanleihen dienen oft als Referenz für andere Zinsen.

Nach Einschätzung von Robert Timper, Chefstratege für Anleihen beim Analysehaus BCA, bleibt der geldpolitische Kurs der wichtigste Treiber für die Finanzierungskosten von Staaten und Privatsektor.

Warum die Renditen jetzt steigen

Zu Wochenbeginn gerieten europäische Staatsanleihen stark unter Druck. Die Rendite französischer zehnjähriger Papiere kletterte auf den höchsten Stand seit 17 Jahren, und die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe erreichte am Dienstag den höchsten Wert seit 2011.

Am Donnerstagmorgen lag die Rendite der französischen zehnjährigen OAT weiter über 4,10 Prozent und damit an der Spitze der Eurozone. Italiens Rendite sank leicht auf 4,06 Prozent, Spaniens auf 3,69 Prozent. Die richtungsweisende deutsche zehnjährige Bund-Rendite lag knapp über 3,25 Prozent.

Der Ausverkauf setzte ein, als die Hoffnungen auf eine schnelle Lösung des Iran-Konflikts schwanden. Das trieb die Ölpreise und die Inflationserwartungen nach oben.

„Seit der Schifffahrtsverkehr in der Straße von Hormus gestört ist, reagieren europäische Anleiherenditen sehr empfindlich auf Energiepreise", so Timper.

Zu Beginn des Konflikts seien vor allem die Ölpreise ausschlaggebend gewesen, fügte er hinzu. In den vergangenen Wochen trügen jedoch zunehmend auch die Gaspreise zu höherem Inflationsdruck bei – und damit zu steigenden Renditen.

Die europäischen Erdgaspreise haben sich in diesem Jahr mehr als verdoppelt. Die niederländischen TTF‑Terminkontrakte, der wichtigste Gas-Benchmark Europas, stiegen seit Jahresbeginn bis zum 20. August von 29 auf 63,80 Euro je Megawattstunde.

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u/Kroetenklaus — 17 hours ago

90 Cent billiger pro Liter: Deutsche fahren zum Tanken nach Polen

Seit dem 17. August hat die polnische Regierung im Rahmen des Programms CPN "Ceny Paliw Niżej" die Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel von 23 auf 8 Prozent gesenkt. Das Energieministerium legt täglich eine maximale Laden­preisgrenze für Kraftstoffe fest.

Seit der Preissenkung beobachten Tankstellen in Grenzorten deutlich mehr Autos mit deutschen Kennzeichen.

Grenzregion: Deutsche tanken in Polen

Die Boulevardzeitung Fakt beschreibt die Lage in Świnoujście, zu deutsch Swinemünde. In der Karsiborska-Straße, wo drei Tankstellen direkt nebeneinander liegen, sind Autos mit polnischen Nummernschildern selten.

"Ich tanke hier, weil es einfach günstiger ist", sagt Simon, der aus dem Urlaub auf dem Weg nach Hannover ist. Mathias aus der Grenzregion rechnet vor: In Deutschland kostet der Liter 2,55 Euro, in Polen rund 7,20 Złoty – die Ersparnis liegt bei fast vier Złoty pro Liter. Ein anderer Fahrer hat in seinen Camper fast 60 Liter Diesel für etwas mehr als 400 Złoty gefüllt – in Deutschland hätte er dafür über 600 Złoty bezahlt. Beschäftigte der Tankstellen sagen im Gespräch mit Fakt, dass Deutsche schon immer gekommen seien, jetzt aber deutlich mehr. Viele füllen zusätzlich Kanister, um Vorräte mitzunehmen.

Ähnlich berichtet Radio Wrocław. In Zgorzelec – auf der gegenüberliegenden Seite von Görlitz – sind die Tankstellen in der Armii-Krajowej-, Słowiańska-, Łużycka- und Daszyńskiego-Straße voll mit deutschen Autofahrern.

Benzin 95 kostet höchstens 6,41 Złoty, Benzin 98 7,20 Złoty, Diesel 7,37 Złoty. Die Preise gehen auf die Neuauflage des Programms "Ceny Paliw Niżej" zurück.

"Wir kommen her, weil bei uns die Preise verrückt spielen", sagen Fahrer aus Görlitz gegenüber Radio Wrocław. Der Unterschied beträgt 40 bis 60 Cent pro Liter. Die Leiterin einer der Tankstellen, Magda Szczepańska, bestätigt: "Die Deutschen sind losgefahren. Für sie ist das eine sehr große Senkung … der deutsche Kunde tankt immer auch in Kanister und nimmt das mit."

Grenzregion: Tanktourismus nimmt zu

Auch deutsche Medien berichten über den "grenznahen Tanktourismus". Die Märkische Oderzeitung beschreibt die Lage an der Grenze bei Coschen und Żytowania. Die Autoren stellen fest, dass es in Słubice an diesem Tag trotz des klaren Preisgefälles nicht ganz so voll gewesen sei.

Der NDR meldet aus der Gegend von Lubieszyn, dass vor den Tankstellen immer längere Schlangen von Autos mit Kennzeichen aus Pasewalk, Ueckermünde, Neubrandenburg oder Greifswald entstehen. Die Lausitzer Rundschau berichtet über morgendliche Warteschlangen an der Circle-K-Station in Zasieki bei Forst in der Lausitz.

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u/Kroetenklaus — 1 day ago

Geringe Gasspeicherstände: Ministerium appelliert an Händler

Berlin (dpa) - Mit Blick auf niedrige Gasspeicherstände sehen Bundeswirtschaftsministerium und Bundesnetzagentur die Wirtschaft in der Pflicht. Die Füllung der deutschen Speicher, die aktuell rund zur Hälfte ausgelastet sind, sei «sehr gering», räumte eine Sprecherin des Ministeriums in Berlin ein. «Wir beobachten die Lage genau, auch im geopolitischen Kontext, und fordern die Händler auf einzuspeichern.» Derzeit seien ungefähr 74 Prozent der Speicherkapazitäten gebucht.

Warum das Gas so teuer ist

Die wegen des Iran-Kriegs blockierte Meerenge, die Straße von Hormus, erschwert den internationalen Transport von Gas und Öl, was die Preise in die Höhe treibt. Für Händler, die normalerweise im Sommer Gas kaufen, um es in der Heizperiode im Winter zu verkaufen, ist der Einkauf deshalb derzeit wenig attraktiv.

Der Preis für europäisches Erdgas stieg am Mittwoch auf das höchste Niveau seit der Anfangsphase des Iran-Kriegs. Der richtungweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat wurde an der Börse in Amsterdam zu 64,60 Euro je Megawattstunde (MWh) gehandelt. Das ist der höchste Stand seit Mitte März.

Auch Netzagentur sieht Händler in der Pflicht

Zum 1. November müssten die deutschen Gasspeicher nach gesetzlichen Vorgaben eigentlich zu jeweils 80 Prozent gefüllt sein, mit einigen festgelegten Ausnahmen.

Netzagentur-Chef Klaus Müller nimmt ebenfalls die Händler in die Pflicht. «Es ist ausreichend Gas verfügbar. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Gashändler seinen Kunden erklären möchte, dass es im Winter nicht genug Gas gibt, weil er nicht ausreichend vorgesorgt hat», sagte er zu «t-online». «Ich erwarte, dass die Gashändler ihrer Verantwortung nachkommen.»

Russland war lange wichtigster Gaslieferant

Deutschlands wichtigster Gaslieferant war lange Russland, der mit Ausbruch des Ukraine-Kriegs aber wegbrach. Im Frühjahr 2022 wurden deshalb auf Betreiben des damaligen Wirtschaftsministers Robert Habeck (Grüne) Füllstandsvorgaben eingeführt, die seither gelockert wurden.

Auf die Frage, ob die Gasversorgung für den Winter gesichert sei, äußerte sich eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums nicht klar, sondern appellierte an die Verantwortung der Händler. Das Haus von Ministerin Katherina Reiche (CDU) argumentiert, dass Deutschland inzwischen Gas aus mehreren Quellen beziehe. «Fast die Hälfte unseres Gasbedarfs kommt aus Norwegen. Dazu bekommen wir Pipeline-Gas aus Frankreich und aus Belgien.» Dazu werde über die deutschen Terminals Flüssiggas (LNG) importiert, das zu einem Großteil aus den USA stammt.

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u/Kroetenklaus — 1 day ago

Stärkster Anstieg seit 2016: 15 Prozent mehr Baugenehmigungen im ersten Halbjahr

Im Wohnungsbau geht es aufwärts: Im ersten Halbjahr wurden Baugenehmigungen für 126.300 Wohnungen erteilt, das waren 15,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Dies sei der stärkste Anstieg seit 2016 - allerdings sei er auch von einem niedrigen Niveau aus erfolgt. Die Bau- und Wohnungswirtschaft sieht dennoch weiterhin keine Trendwende.

Die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser stieg im ersten Halbjahr um 12,7 Prozent auf 24.000, bei Zweifamilienhäusern lag der Anstieg sogar bei 27,3 Prozent auf 7700. In Mehrfamilienhäusern genehmigten die Behörden 67.000 Neubauwohnungen, ein Anstieg um 16,9 Prozent. Die restlichen Wohnungen wurden in Wohnheimen und in bereits bestehenden Gebäuden genehmigt.

Allein im Juni wurden laut Statistikamt 21.600 Wohnungen genehmigt, das waren 13,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Wohnungen im Neubau stieg dabei um 14,1 Prozent auf 17.800, die der durch einen Umbau entstehenden Wohnungen um 12,1 Prozent auf 3900.

"Der Wohnungsbau zeigt erste Anzeichen einer leichten Erholung", erklärte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe. "Von einer Trendwende sind wir aber noch weit entfernt." Problematisch sei, dass mit den steigenden Genehmigungen auch wieder mehr Projekte storniert würden. "Eine Baugenehmigung ist noch keine gebaute Wohnung."

"Auch die Auftragseingänge bleiben fragil, was zeigt, dass immer noch wenig gebaut wird", erklärte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. "Hohe Zinsen und Baukosten halten den Wohnungsbau weiter im Würgegriff."

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) führte die seit 13 Monaten steigende Zahl der Genehmigungen auf die Politik der Regierung zurück. Die Entwicklung sei "das Ergebnis zielgerichteter Politik", erklärte sie. "Der Bau-Turbo nimmt Fahrt auf, unsere Förderprogramme werden breit angenommen und das Upgrade des Baugesetzbuchs steht in den Startlöchern."

Hubertz räumte ein: "Wir kommen von einem niedrigen Niveau, und wir sind noch längst nicht dort, wo dieses Land beim Wohnungsbau stehen muss." Die Ministerin kündigte an, die Regierung werde nachlegen - "mit einem massiven Mitteleinsatz für den sozialen Wohnungsbau, dem weiteren Abbau von Bürokratie und der Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft des Bundes für mehr bezahlbaren Wohnraum".

Dirk Wohltorf, Präsident des Immobilienverbands Deutschland (IVD), widerspricht der Ministerin. "Der Bauturbo ist bislang kaum zu spüren, der Gebäudetyp E lässt weiter auf sich warten und die angekündigte Reform der Neubauförderung soll erst 2027 kommen", kritisierte er. "Das dauert alles zu lange und kommt bei den Menschen nicht als kraftvolles Signal für mehr Wohnungsbau an."

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u/Kroetenklaus — 3 days ago

Volksbanken verdoppeln Prognose für deutsche Wirtschaft

Berlin (dpa) - Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) wird deutlich optimistischer für die deutsche Wirtschaft und verdoppelt seine Wachstumsprognose. Er erwartet nun im laufenden Jahr ein preisbereinigtes Plus des Bruttoinlandsprodukts von 1,0 Prozent statt wie bisher 0,5 Prozent. Für 2027 rechnet er unverändert mit einem Wachstum von 1,3 Prozent.

«Das Niedrigwasser im Rhein und die Hitzewelle bremsen die Erholung der Wirtschaft nur vorübergehend», sagt BVR-Chefvolkswirt Andreas Bley. «In den vergangenen Monaten haben sich die Anzeichen für eine Erholung der Konjunktur nach mehreren Jahren der Schwäche verdichtet.» Die deutsche Wirtschaft wachse seit drei Quartalen in Folge. Zudem hellten sich Frühindikatoren auf.

Niedrigwasser sorgt für Wachstumspause

Bley verweist auf eine allmähliche Belebung der Industrie, mehr Dynamik im Baugewerbe und starke Exporte, die im Juni einen Rekordwert erreichten. Auch die Staatsausgaben für Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz dürften der Wirtschaft zusätzliche Wachstumsimpulse verleihen.

Im dritten Quartal dürfte es wegen des Niedrigwassers zwar zu einer kurzen Wachstumspause kommen, meint Bley. Die wirtschaftlichen Schäden sollten aber zeitlich begrenzt bleiben. Normalisierten sich die Pegelstände in den kommenden Wochen, dürfte die Wirtschaft im vierten Quartal wieder leicht zulegen.

Zugleich erwartet der BVR erhöhte Preise für Verbraucher: Die Inflationsrate prognostiziert er weiter bei 2,8 Prozent in diesem Jahr und bei 2,5 Prozent 2027. Vorübergehend könne die Teuerung wieder über die Marke von drei Prozent steigen, besonders wegen höherer Energie- und Transportkosten.

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u/Kroetenklaus — 3 days ago

Hamburger Finanzbeamtin soll wegen Cum-Ex-Affäre vor Gericht

Erstmals soll eine Vertreterin des Staates im Zuge des Cum-Ex-Skandals vor Gericht. Das Oberlandesgericht (OLG) Köln ließ die Anklage gegen die Hamburger Finanzbeamtin Daniela P. wegen Beihilfe zur versuchten Steuerhinterziehung zu, wie eine Gerichtssprecherin am Freitag bestätigte. Zunächst hatte der WDR darüber berichtet. P. steht demnach im Verdacht, der Hamburger Warburg-Bank geholfen zu haben, zu Unrecht vereinnahmtes Steuergeld zunächst zu behalten.

Die Warburg-Bank war jahrelang an Cum-Ex-Geschäften beteiligt gewesen. Mit dem Verschieben von Aktien wurden dabei die Behörden ausgetrickst, so dass nicht gezahlte Kapitalertragsteuern zurückerstattet wurden. Ab 2016 stand im Raum, dass die Bank zu Unrecht eingestrichene Gelder zurückzahlen muss. Die Kölner Staatsanwaltschaft wirft der Finanzbeamtin P. vor, als Sachgebietsleiterin im hamburgischen Finanzamt für Großunternehmen versucht zu haben, dies zu verhindern.

Laut der Anklageschrift, welche im Juni vergangenen Jahres eingereicht wurde, soll P. unter anderem ihren Vorgesetzten unvollständige und teils falsche Informationen geliefert haben. Das Landgericht Bonn ließ die Anklage jedoch nicht zu. Es liege "keine ausreichende Wahrscheinlichkeit" vor, dass P. sich strafbar gemacht habe, zitierte der WDR aus der Entscheidung vom März.

Das Oberlandesgericht widersprach dem mit einem Beschluss vom Montag. "Anders als das Landgericht hat der Senat nach Aktenlage und deren vorläufiger Bewertung einen hinreichenden Tatverdacht, der für die Eröffnung des Hauptverfahrens erforderlich ist, als gegeben angesehen", erklärte die Gerichtssprecherin. Es handele sich um eine "komplexe Beweislage", die gerichtlich zu bewerten sei.

Hinter dem Cum-Ex-Skandal steht das womöglich umfassendste System der Steuerhinterziehung in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Die Praxis war seit Anfang der 2000er Jahre bei vielen Banken im In- und Ausland üblich. 2021 bestätigte der BGH, dass sie strafbar ist. Es gab in dem Zusammenhang schon mehrere Verurteilungen anderer Angeklagter. Bislang wurden aber ausschließlich Banken und ihre Mitarbeiter belangt.

Der Hamburger Cum-Ex-Skandal rund um die Warburg-Bank reicht ohnehin bereits in die Politik hinein, denn sie betrifft auch den damaligen Ersten Bürgermeister der Hansestadt und späteren Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Er hatte den Chef der Bank, Christian Olearius, mehrmals getroffen. An den Inhalt der Gespräche habe er aber keine Erinnerung, sagte Scholz in einem entsprechenden Untersuchungsausschuss.

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u/Kroetenklaus — 7 days ago

Sixt erzielt im ersten Halbjahr Rekordumsatz

Pullach (dpa) - Der Autovermieter Sixt ist trotz der aktuellen Krisen und hohen Spritpreise auf Wachstumkurs. Im ersten Halbjahr machte das Unternehmen aus Pullach bei München 2,1 Milliarden Euro Umsatz - gut 9 Prozent mehr und so viel wie noch nie in einem ersten Halbjahr. Das Ergebnis stieg um 28 Prozent: Nach Steuern machte Sixt 84,5 Millionen Euro Gewinn.

Die zwei Milliarden-Euro-Marke wurde damit erstmals in einem ersten Halbjahr übertroffen. Die erste Jahreshälfte ist bei Vermietern typischerweise die schwächere, weil weite Teile der Reisesaison in die zweite fallen. Im Gesamtjahr 2026 will Sixt 4,45 bis 4,6 Milliarden Umsatz machen. Rund ein Zehntel davon soll als Vorsteuergewinn übrigbleiben.

Hohe Spritpreise wirken sich kaum aus

Die außergewöhnlich hohen Spritpreise der vergangenen Monate hat Sixt dabei nur wenig zu spüren bekommen, wie Finanzchef Franz Weinberger sagt. Man habe leicht erhöhte Kosten für interne Transporte, aber den Kraftstoff für die Fahrten bezahlten die Kunden. Eine Änderung im Reiseverhalten wegen höherer Tankrechnungen sehe man nicht. Kunden griffen deswegen auch nicht zu kleineren Fahrzeugkategorien. Und auch Elektroautos spielten in der Kurzzeitmiete weiter keine größere Rolle. Dafür fehle es an Ladeinfrastruktur.

Auch der Rückgang des Tourismus im Nahen Osten durch den Iran-Krieg trifft Sixt kaum. Das Geschäft in Saudi-Arabien oder Dubai sei zwar stark eingebrochen, es laufe aber über Franchisenehmer, deren Gebühren für den Konzern keine große Rolle spielen, wie Weinberger erklärt. Zudem sehe man dafür stärkeres Reiseaufkommen in Teilen Europas.

Der durchschnittliche Fahrzeugbestand von Sixt stieg auf knapp 200.000. Vor einem Jahr waren es noch 183.000.

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u/Kroetenklaus — 8 days ago

Norwegischer Staatsfonds macht 160 Milliarden Euro Gewinn im ersten Halbjahr

Der norwegische Staatsfonds hat sich im zweiten Quartal von den Verlusten im ersten Quartal erholt und über das Halbjahr ordentlich Gewinn gemacht. Die Fondsverwalter von der norwegischen Zentralbank meldeten am Mittwoch eine Rendite von 9,4 Prozent. Nach einem Verlust von 58 Milliarden Euro im ersten Quartal ergab sich demnach über die ersten sechs Monate ein Plus von 160 Milliarden Euro.

Ende Juni betrug das Fondsvolumen den Angaben nach knapp 22,7 Billionen Kronen - 2,07 Billionen Euro. "Das Ergebnis ist auf die guten Renditen am Aktienmarkt zurückzuführen, insbesondere bei asiatischen Technologiewerten", erklärte Nicolai Tangen, Geschäftsführer von Norges Bank Investment Management. Der Verlust im ersten Quartal ging vor allem auf Kursverluste von US-Tech-Unternehmen zurück.

Der Fonds hält Anteile an rund 8500 Unternehmen weltweit. Mit einem Anteil von rund 1,5 Prozent an allen börsennotierten Unternehmen gilt er als größter Aktionär der Welt. 72,1 Prozent des Fondsvermögens sind in Aktien investiert, 25,8 Prozent in Anleihen, 1,6 Prozent in Immobilien und 0,5 Prozent in Projekte erneuerbarer Energien.

Die Aktien und andere Wertpapiere kauft der Fonds mit Einnahmen der staatlichen Öl- und Gasunternehmen; das Vermögen soll Ausgaben für künftige Generationen im norwegischen Sozialstaat finanzieren. Dabei unterliegt der Fonds strengen Richtlinien etwa in Bezug auf Ethikfragen, Menschenrechte und den Umweltschutz.

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u/Kroetenklaus — 9 days ago

Iran-Krieg belastet Reisekonzern Tui - doch die Buchungen ziehen wieder an

Der Reisekonzern Tui hat angesichts eines schwierigen Marktumfelds und geopolitischer Unsicherheiten Einbußen bei Umsatz und Gewinn verbucht, zuletzt aber Anzeichen einer Erholung ausgemacht. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang der Kunden um drei Prozent auf 9,9 Millionen, wie Tui am Mittwoch mitteilte. In den vergangenen vier Wochen gab es demnach aber wieder einen Aufwärtstrend.

Die Tourismusbranche ist in diesem Jahr mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert - von steigenden Kerosinpreisen infolge des Iran-Kriegs bis hin zu Hitzewellen und Waldbränden in mehreren europäischen Ländern. "2026 ist kein normales Jahr", hob Tui-Chef Sebastian Ebel hervor und verwies auf "Kriege und Geopolitik" sowie auf Konsumzurückhaltung, wirtschaftliche Schwäche und gestiegene Inflation in europäischen Kernmärkten. 

Urlaub wollen die Menschen aber trotzdem machen: "Insbesondere die letzten vier Wochen zeigen, dass das Buchungsverhalten wieder anzieht", erklärte Ebel. Nach Unternehmensangaben stieg die Nachfrage in diesem Zeitraum um sieben Prozent. "Die Menschen reisen, treffen ihre Entscheidung aktuell aber kurzfristiger", fasste Ebel zusammen. 

Ein wiederaufflammendes Interesse verzeichnete der in Hannover ansässige Konzern zuletzt an Reisezielen im östlichen Mittelmeerraum. Ab September will Tui zudem wieder Reisen nach Dubai in der Golfregion anbieten, auch wenn Ebel damit rechnet, dass die Nachfrage vorerst gering bleiben werde.

Kreuzfahrten hingegen befinden sich laut Herrn Ebel trotz der geopolitischen Turbulenzen weiterhin im Aufwärtstrend, mit nahezu vollbesetzten Schiffen. "Ohne die Belastungen aus dem Iran-Krieg in Höhe von 40 Millionen Euro wäre das Ergebnis im Segment Kreuzfahrten noch besser ausgefallen", erklärte Tui. 

Der Umsatz des Konzerns ging im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 5,6 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro zurück. Das bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank auf 235 Millionen Euro, gegenüber 321 Millionen im Vorjahr. Analysten hatten im Vorfeld mit einem leicht höheren Gewinn gerechnet, weswegen der Aktienkurs des Konzerns am Mittwoch unter Druck geriet. An der Ebit-Prognose für das Gesamtjahr hält Tui indes weiter fest: Erwartet werden zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro, nach 1,4 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025.

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u/Kroetenklaus — 9 days ago

Hitze und Dürre: Neuer Höchststand bei Ausfällen in französischen Akw

Hitze und Trockenheit setzen der Atomstromproduktion in Frankreich zu: Für den Kraftwerkspark des Betreibers EDF wurde am Sonntagnachmittag ein neuer Höchststand bei den Ausfällen verzeichnet, wie aus Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP zu den seit 2015 veröffentlichten Daten hervorgeht. Die Ausfallquote erreichte 15,6 Prozent - noch nie zuvor fehlte in Frankreich so viel Kernkraftleistung aufgrund steigender Temperaturen der Flüsse und sinkender Durchflussmengen.

Die insgesamt 57 Atomreaktoren des Landes, die üblicherweise rund 70 Prozent der Stromerzeugung decken, liegen allesamt an Gewässern, um die Kühlung der Anlagen zu ermöglichen. Im Falle von Dürren oder Hitzewelle muss die Produktion jedoch gedrosselt werden, um Auswirkungen auf die Umwelt zu begrenzen und zu verhindern, dass sich etwa das Wasser von Flüssen noch weiter aufheizt. Am Sonntag mussten so fünf Reaktoren (Tricastin 1 und 4, Saint-Alban 1 und 2 sowie Bugey 3) ihre Leistung anpassen. Zudem waren vier Reaktoren (Golfech 2, Chooz 1 und 2, Cattenom 1) außer Betrieb.

Mit Blick auf die Sicherheit hob EDF hervor, dass die Reaktoren trotz hoher Wassertemperaturen ohne erhöhtes Risiko betrieben werden könnten; die von der französischen Atomaufsichtsbehörde für jeden Standort festgelegten Grenzwerte dienten dem "Schutz von Flora und Fauna", erklärte der Konzern. EDF verwies außerdem darauf, dass die Auswirkungen von Dürreperioden und Hitzewellen auf die Atomstromerzeugung "sehr gering" seien - Frankreich sei weiterhin ein bedeutender Stromexporteur innerhalb Europas.

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u/Kroetenklaus — 10 days ago

Fast 224 Millionen Übernachtungen: Neuer Rekord für Deutschlands Tourismusbranche

Deutschland bleibt als Urlaubsland beliebt: Im ersten Halbjahr 2026 verbuchten Hotels, Pensionen und Campingplätze 223,8 Millionen Übernachtungen, ein neuer Rekordwert für diesen Zeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Die Zahl lag noch einmal 0,3 Prozent über dem Rekord vom ersten Halbjahr 2025.

Die meisten Gäste kamen aus dem Inland, sie buchten 187,4 Millionen Übernachtungen, wie das Statistikamt mitteilte. Gäste aus dem Ausland buchten 36,4 Millionen Übernachtungen. 

Der Juni allerdings fiel für die Beherbergungsbetriebe etwas schlechter aus als im vergangenen Jahr: Registriert wurden 48,9 Millionen Übernachtungen, das waren 2,9 Prozent weniger als im Juni 2025.

Die Zahl der Gästeübernachtungen in Deutschland hatte im Gesamtjahr 2025 mit einem Wert von 497,5 Millionen einen Rekord verzeichnet. Berücksichtigt in der Statistik werden Hotels, Gasthöfe und Pensionen, Ferienunterkünfte und ähnliche Beherbergungsstätten, Campingplätze und sonstige tourismusrelevante Unterkünfte mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten beziehungsweise zehn Stellplätzen auf Campingplätzen.

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u/Kroetenklaus — 10 days ago

Polen überholt Schweiz und Belgien - jetzt auf Platz 6 der EU-Volkswirtschaften

Nach Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat belief sich der Wert von Polens Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2025 auf 922,9 Milliarden Euro. Damit stand Polen für 4,9 Prozent der Wirtschaftsleistung der gesamten Europäischen Union. Gemessen am Umfang der Volkswirtschaft liegen nur noch Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande vor Polen. Zudem hat Polen das BIP des Nicht-EU-Landes Schweiz übertroffen.

An der Spitze in der EU stehen nach wie vor Deutschland mit einem BIP von 4,47 Billionen Euro. Frankreich kommt auf 2,99 Billionen Euro, Italien auf 2,26 Billionen Euro, Spanien auf 1,69 Billionen Euro und die Niederlande auf 1,17 Billionen Euro.

Polen liegt damit vor Belgien, Schweden, Irland und Österreich.

Polen größte Volkswirtschaft in Mittel- und Osteuropa

Polen ist klar die größte Volkswirtschaft in Mittel- und Osteuropa. Zum Vergleich: Das BIP Rumäniens lag 2025 bei 380,1 Milliarden Euro, das Tschechiens bei 347,3 Milliarden Euro und das Ungarns bei 218,8 Milliarden Euro.

Das gesamte BIP der 27 EU-Staaten belief sich 2025 auf rund 18,8 Billionen Euro. Den größten Anteil hatten Deutschland mit 23,8 Prozent, Frankreich mit 15,9 Prozent und Italien mit 12 Prozent.

Polens Aufstieg ist vor allem Ergebnis eines langjährigen Wirtschaftswachstums, des Ausbaus der Industrie, des Exportbooms sowie einer steigenden Konsum- und Investitionstätigkeit. 2025 wuchs das reale BIP Polens um 3,6 Prozent; die Wirtschaft der gesamten Europäischen Union legte im selben Zeitraum nur um 1,5 Prozent zu.

Große Volkswirtschaft heißt nicht automatisch hoher Wohlstand

Die Zahlen von Eurostat zeigen jedoch auch die andere Seite der Medaille. Die reine Größe einer Volkswirtschaft sagt noch nichts darüber aus, wie wohlhabend die Menschen dort sind.

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u/Kroetenklaus — 11 days ago

US-Unternehmen bauen im Juli Arbeitsplätze ab

In den USA haben Unternehmen im Juli mehr Arbeitsplätze abgebaut als neue geschaffen. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sank im vergangenen Monat um 23.000, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Gleichzeitig korrigierte es seine Zahlen für Mai und Juni kräftig nach unten. Insgesamt waren im Juli 6,9 Millionen Menschen in den USA arbeitslos. 

Die Arbeitslosenquote fiel im vergangenen Monat dennoch leicht auf 4,1 Prozent. Grund ist ein anhaltender Rückgang der Erwerbsquote der Menschen im arbeitsfähigen Alter. Sie ging seit Jahresbeginn um 0,7 Prozentpunkte zurück, der Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung schrumpfte um 0,5 Prozentpunkte. Absolut sind das hunderttausende Menschen weniger auf dem Arbeitsmarkt. 

Im Mai und Juni wurden den neuen Angaben des Ministeriums zufolge nur 83.000 Stellen geschaffen - das sind 103.000 Jobs weniger als zunächst gemeldet. Der Abbau von Stellen im Juli betraf vor allem Sektoren wie die öffentliche Bildung auf lokaler Ebene und den Einzelhandel. Experten hatten allein im Juli mit 83.000 neuen Jobs gerechnet. 

Zusätzliche Arbeitsplätze entstanden laut Ministerium vor allem bei Gesundheits- und Sozialdienstleistungen - allerdings in geringerem Umfang als in den Vormonaten. Im Freizeit- und Gastgewerbe blieb die Zahl der Beschäftigten trotz der Fußballweltmeisterschaft der Männer etwa gleich - ebenso in der Industrie. 

Seit dem erneuten Amtsantritt Trumps im Januar 2025 hatte sich die Beschäftigungslage zunächst verschlechtert, die Arbeitslosenquote stieg zwischenzeitlich auf das höchste Niveau seit der Corona-Pandemie. Experten machten dafür unter anderem die Verunsicherung durch Trumps erratische Zollpolitik verantwortlich, aber auch den Abbau von Arbeitsplätzen durch Künstliche Intelligenz. In den vergangenen Monaten hatte sich die Lage wieder verbessert - allerdings nicht in wichtigen Branchen wie dem verarbeitenden Gewerbe, dem Einzelhandel, Transport- und Finanzdienstleistungen. 

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u/Kroetenklaus — 14 days ago

Für Windkraft-Stopp: Trump-Regierung zahlt RWE 1,2 Milliarden Dollar

Für Aus von WindkraftprojektenTrump-Regierung zahlt RWE 1,2 Milliarden Dollar

Stand: 07.08.2026 • 10:02 Uhr

Für den Kampf gegen die unter US-Präsident Trump unliebsame Windkraft nimmt Washington viel Geld in die Hand. Nun gibt auch der deutsche Energiekonzern RWE seine Planungen auf - gegen Zahlung von 1,2 Milliarden Dollar.

Der deutsche Energiekonzern RWE zieht sich aus allen Windkraftprojekten vor den Küsten der Vereinigten Staaten zurück. Dies ist das Ergebnis eines Vergleichs zwischen der US-Offshore-Tochter des deutschen Unternehmens und dem US-Innenministerium. Zuvor hatte es heftigen Widerstand der US-Regierung unter Präsident Donald Trump gegen die Windparks gegeben.

RWE erhält 1,22 Milliarden Dollar von der US-Regierung und gibt im Gegenzug alle Ansprüche gegenüber den Vereinigten Staaten auf. Zudem werden die Offshore-Wind-Pachten vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückgegeben.

Die aktuelle Vereinbarung mit RWE ist nun die fünfte und bislang größte, die die US-Regierung in diesem Jahr geschlossen hat, um die Entwicklung von US-Offshore-Windprojekten zu stoppen. Trump erachtet sie als teuer und unansehnlich. Seine Regierung hat sich von der Förderung sauberer Energien abgewendet und will die heimische Produktion fossiler Brennstoffe steigern.

"Nach sorgfältiger Abwägung wurde festgestellt, dass für diese Projekte in den USA auf absehbare Zeit keine Genehmigungsfähigkeit gegeben ist", hieß es in der RWE-Mitteilung. "Das Unternehmen sieht in dieser Lösung den besten Weg, die Interessen seiner Stakeholder zu wahren und Ressourcen auf Energieprojekte zu konzentrieren, für die eine verlässliche Umsetzungsperspektive besteht." Die Projekte befanden sich in einem sehr frühen Entwicklungsstadium und wären erst in den 2030er-Jahren in Betrieb gegangen.

"Darüber hinaus plant RWE Americas in den nächsten sechs Jahren rund 17 Milliarden Euro in den USA zu investieren, um ihre Erzeugungskapazität von derzeit rund 13 Gigawatt in 27 Bundesstaaten auf 22 Gigawatt bis zum Jahr 2031 auszubauen", hieß es in der Mitteilung des Konzerns. Allein im Jahr 2025 habe RWE in den Vereinigten Staaten zwei Gigawatt an neuer Stromerzeugungskapazität in Betrieb genommen.

tagesschau.de
u/Kroetenklaus — 14 days ago

Siemens macht mehr Gewinn und erhöht die Prognose

München (dpa) - Bei Siemens brummen die Geschäfte. Der Konzern hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres nicht nur deutlich mehr verdient, sondern hebt auch die Prognose für das laufende Jahr, wie er mitteilt. Nach Steuern machten die Münchner von April bis Juni 2,58 Milliarden Euro Gewinn - das waren rund 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

«Wir haben ein weiteres sehr erfolgreiches Quartal abgeschlossen», sagt Konzernchef Roland Busch und fügt hinzu: «Wir sind auf Kurs für ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr und heben unseren Ausblick an.» Pro Aktie erwartet Siemens jetzt nicht mehr zwischen 10,70 und 11,10 Euro Gewinn, sondern 11,20 bis 11,50. Grob auf den Konzern hochgerechnet sind das im Mittel einige hundert Millionen Euro mehr.

Und auch die Basis für künftige Geschäfte ist gut: Der Auftragseingang stieg um 13 Prozent auf fast 28 Milliarden. Laut Siemens ein Rekord und deutlich mehr als der Umsatz, der auf knapp 21 Milliarden Euro stieg. Dadurch erreichte auch der Auftragsbestand einen Rekordwert von 132 Milliarden Euro.

Healtineers Abspaltung kommt voran

Siemens profitiert dabei auch von Zollrückerstattungen aus den USA. Insgesamt sind es laut Finanzvorständin Veronika Bienert rund 200 Millionen. Das meiste fällt bei der Mehrheitsbeteiligung Siemens Healthineers an. Die Zwei-Drittel-Beteiligung will der Konzern allerdings in etwa halbieren, indem er die Aktien an seiner Aktionäre gibt. Das ist steuerlich nicht banal. Siemens kommt damit aber offenbar voran, wie Bienert sagt: «Wie erwartet konnten wir zwischenzeitlich die relevanten steuerlichen Themen mit den Finanzbehörden verbindlich klären, um mit der Abspaltung von Siemens Healthineers planmäßig fortzufahren.»

Im Februar 2027 sollen die Hauptversammlungen der beiden Unternehmen die Pläne bestätigen. Zudem wollen sich dann auch Busch und Bienert aus dem Healthineers Aufsichtsrat zurückziehen.

Unter den drei Kernsparten konnte vor allem das zuletzt etwas schwächere Geschäft mit der Digitalisierung der Industrie (Digital Industries) zulegen. Dort stieg das Ergebnis um 44 Prozent auf 923 Millionen Euro.

Smart Infrastructure hat mit 1,27 Milliarden allerdings weiter die Nase vorn. Hier ging es um 19 Prozent nach oben. Die Sparte erreichte zudem einen Rekordumsatz - unter anderem getrieben vom KI-Boom. «Besonders das Geschäft mit Rechenzentren hat eine enorme Dynamik», sagt Konzernchef Busch. Und das Momentum aus diesem Bereich halte wohl an - auch im kommenden Jahr und darüber hinaus.

Die Bahn-Sparte Mobility verdiente 280 Millionen und damit minimal weniger als vor einem Jahr.

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u/Kroetenklaus — 15 days ago

Niedrigwasser im Rhein: Unternehmen weichen auf Schiene und Lkw aus

Angesichts des Niedrigwassers im Rhein weichen betroffene Unternehmen zunehmend auf Transporte über die Schiene oder per Lkw aus. "Die Lieferungen per Schiff sind stark eingeschränkt und die Schiffe mit deutlich weniger Ladung als üblich unterwegs", erklärte der in Köln ansässige Spezialchemiekonzern Lanxess. "Da einzelne Lade- und Entladestellen nicht mehr erreichbar sind, stellen wir möglichst auf Bahn- und Straßentransporte um."

Ein Expertenteam beobachte die Situation kontinuierlich, erklärte Lanxess weiter. Erfolgreich gegengesteuert werde zudem mit einem "flexiblen Logistikmanagement", sodass die Produktion "bislang ohne größere Einschränkungen laufen kann".

Der Chemieriese BASF mit Sitz in Ludwigshafen teilte auf Anfrage mit, der Binnenschifftransport habe "durch den Einsatz einer größeren Anzahl an Niedrigwasser-Schiffen" weitestgehend aufrechterhalten werden können. "Durch eine Verlagerung von Mengen auf alternative Transportmittel wie Lkw und Schiene wird die Versorgung mit wichtigen Rohstoffen gestützt", fügte der Konzern hinzu. In "Einzelfällen" komme es angesichts sinkender Pegel zu Lieferengpässen.

Der Stahlproduzent ThyssenKrupp Steel Europe erklärte, dass sich "die anhaltende und sich verschärfende Niedrigwassersituation" mittlerweile auch auf die Rohstoffversorgung des Duisburger Werks des Konzerns auswirke. "Unsere eigene Schubschifffahrt wurde aufgrund der niedrigen Pegelstände eingestellt", teilte das Unternehmen mit. "Derzeit nutzen wir vorsorglich angemietete, externe Schiffe, die wegen ihres niedrigeren Tiefgangs auch bei den aktuellen Wasserständen eingesetzt werden können."

Die Kundenversorgung sei "aktuell noch nicht gefährdet", hob der Stahlhersteller hervor. Die weitere Entwicklung und deren Auswirkungen auf Versorgung und Produktion würden fortlaufend bewertet.

Der Chemiekonzern Evonik mit Sitz in Essen teilte mit, dass die niedrigen Wasserstände im Rhein die Logistik- und Versorgungsketten vor "große Herausforderungen" stellten. "Die Transportmengen der Schiffe müssen reduziert werden", erläuterte das Unternehmen. "Das hat in einzelnen Fällen auch Auswirkungen auf die Produktion von Evonik im Chemiepark Marl sowie auf andere Unternehmen, die Vorprodukte an Evonik liefern."

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u/Kroetenklaus — 16 days ago

Industrie erwartet niedrige Kartoffelernte wegen extremer Trockenheit

Nach dem Rekordjahr 2025 wird die Kartoffelernte in diesem Jahr nach Einschätzung der Industrie deutlich schlechter ausfallen. Der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie erklärte am Mittwoch, Gründe seien die anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen und die Verringerung der Anbauflächen in Deutschland und in Europa. Die Industrie verarbeitet Kartoffeln etwa zu Pommes frites oder Chips.   

Kartoffeln als flachwurzelnde Pflanze seien auf regelmäßige und ausreichende Niederschläge angewiesen, erklärte der Verband. Unter der aktuellen Trockenheit litten die Bestände daher deutlich und seien teilweise auch schon "irreparabel geschädigt". Die mittelfristigen Wetterprognosen wiesen aktuell keine Besserung der Niederschlagssituation aus. Dies führe auch zu einer deutlichen Verknappung von größeren Kartoffelknollen, die gerade für die Pommes-frites-Produktion erforderlich wären. 

Die Kartoffelanbaufläche in Deutschland ging laut Verband um sieben Prozent im Vorjahresvergleich zurück, in Teilen Europas war der Rückgang sogar zweistellig. Das rückläufige Angebot zeige sich bereits an den Preisnotierungen am Kartoffelmarkt. 

2025 hatten die Landwirte in Deutschland laut Bundeslandwirtschaftsministerium 13,9 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet, demnach war es die beste Ernte seit 25 Jahren. Entsprechend waren die Preise für die Erzeuger und in der Folge auch für Verbraucher gesunken. 

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u/Kroetenklaus — 16 days ago

Infineon erreicht Umsatzrekord: KI-Rechenzentren treiben Wachstum

Gute Nachrichten aus der deutschen Industrie: Der Chip- und Halbleiterhersteller Infineon verzeichnet einen Umsatzrekord.

Der Technologiekonzern aus Neubiberg bei München steigerte seine Erlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro im dritten Geschäftsquartal, wie die dpa mitteilt. Auch der Gewinn entwickelte sich deutlich positiv: Er legte um 39 Prozent auf 423 Millionen Euro zu.

Das Marktumfeld habe sich aufgehellt, der Aufschwung sei in vollem Gange, sagte Konzernchef Jochen Hanebeck. „Immer mehr unserer Zielmärkte zeigen einen positiven Trend", betonte er.

Besonders gefragt seien weiterhin die Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren, die der Manager als wichtigsten Wachstumstreiber bezeichnete. Rückenwind komme zudem von weltweit steigenden Investitionen in die Netzinfrastruktur. Auch im Automobilgeschäft zögen die Aufträge spürbar an.

Erfolgreichste Treiber: Autos und KI

Das Autogeschäft ist Infineons größte Sparte und steht für knapp die Hälfte des Umsatzes. In der Vergangenheit hatte auch dieser Bereich unter der Schwäche der Automobilindustrie gelitten.

Nun zeigt die Entwicklung wieder nach oben: Die Aufträge ziehen an, wenn auch weniger dynamisch als im zweitgrößten Geschäftsbereich Power & Sensor Systems. Dieser legte im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund ein Drittel zu.

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u/Kroetenklaus — 16 days ago

Schwacher Yen hilft: Toyota hebt Gewinnprognose an

Auch dank des schwachen Yen hat der japanische Autobauer Toyota seinen Gewinn im Quartal von April bis Juni kräftig gesteigert und die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Der größte Autobauer der Welt machte einen Quartalsgewinn von 1,48 Billionen Yen (8,16 Milliarden Euro) - ein Sprung um 76 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg um 10,4 Prozent auf umgerechnet 74,5 Milliarden Euro.

Toyota teilte am Dienstag mit, die Ergebnisse seien trotz der Auswirkungen der Lage im Nahen Osten dank positiver Wechselkurseffekte, Kosteneinsparungen und des Anstiegs der Verkäufe von Hybridautos "relativ stabil". Besonders gut lief das Geschäft mit Hybridautos demnach in den USA. Auch hier half der schwache Yen, der Exporte günstiger macht. Toyota verkauft 80 Prozent seiner Autos im Ausland.

Der Absatz weltweit allerdings sank im ersten Halbjahr von Januar bis Juni um 2,8 Prozent. Vor allem in China wurden weniger Autos von Toyota gekauft - hier gingen die Verkäufe um 17,1 Prozent zurück. Die Konkurrenz durch chinesische Marken ist groß. 

Dank des hohen Gewinns im zurückliegenden Quartal hob Toyota seine Prognose für das Geschäftsjahr bis Ende März 2027 dennoch an: Der Konzern rechnet nun mit einem Gewinn von 3,25 Billionen Yen (17,9 Milliarden Euro) - bislang hatte die Prognose bei 3,0 Billionen Yen gelegen. Beim Umsatz erwartet Toyota 54 Billionen Yen, das ist etwas weniger als in der bisherigen Prognose - wäre aber eine Steigerung um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Japans Währung war Ende Juni auf den tiefsten Stand zum Dollar seit 40 Jahren gefallen, unter anderem eine Folge von höheren US-Zinsen und steigenden Erdölpreisen im Zuge des Iran-Kriegs. Ende Juli sprangen die USA Japan bei und halfen, den Yen zu stützen. Die Zweigstelle der US-Notenbank Fed in New York verkaufte für das US-Finanzministerium Euro und kaufte dafür Yen. 

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u/Kroetenklaus — 17 days ago