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Kritik zu Henkes Corner

Ich verfolge Henke schon lange und habe deshalb auch früh diesen Podcast gehört. Mir haben die Folgen deutlich besser gefallen, in denen man biografisch auch mehr über die Gäste erfahren hat. Das hat irgendwie sehr abgenommen und gerade wenn Gäste doppelt eingeladen werden, hat das Laberformat leider echt wenig Energie.
Die Einschübe von Kramer sind schon mal ganz gut, aber sie sind schlecht koordiniert. Es passiert einfach zu oft, dass er völlig in die Beiträge reinfährt oder einfach zu weit weg vom Mikro ist, dadurch fällt er als Assistenz zu oft als Störfaktor auf. Da wäre es vielleicht etwas smoother einen Ankerfrage oder ein Handzeichen zu geben, dass Henke das seichter einleiten kann.

Mir fällt auch auf, wenn man mehrere Folgen hintereinander hört/bzw. wöchentlich hört, dass sich Henkes Beiträge echt anfangen zu doppeln, Stichwort: New Orleans. Ich verstehe, dass man solche Anekdoten öfter hochholt, wenn man neue Leute kennenlernt, aber es drückt leider sehr auf die Lust, weiterzuhören, bzw. ich würde mir an dieser Stelle wünschen, dass Henke seine Redeanteile herunterfahren würde. Es ist einfach ein Gästepodcast und man muss mittlerweile echt sagen, es gibt Themen, die Henke zur Genüge abgefrühstückt hat.

Erfrischend fand ich den Talk mit Joyy als über Musik gesprochen wurde. Da merkt man immer wieder, dass Musik auf jeden Fall Henkes Steckenpferd ist und seine Anteile großen Mehrwert für die Folge bieten.

Andersherum geht Henke leider echt baden, wenn es um Politik geht, sorry. Die Folge mit Alicia Joe war ein auditiver Totalschaden. Es ist voll fair, wenn man nicht in den Themen drin ist, aber als Entertainment Host sollte man dann ohne das nötige Fundament einfach die Finger davon lassen.

Ein weiterer Punkt, der mir immer wieder störend auffällt, man muss nicht in jeder Folge es zum Thema machen, dass man ein öffentlich-rechtlicher Podcast ist. Wenn Leute Markennamen nennen, einfach piepen, das Fass nicht größer machen, als es sein muss. Genauso ist zensiertes Namedropping einfach doof für Zuhörende. Das hat nur etwas für die Personen im Raum und dann kann man auch einfach spannendere Themen anschneiden. Das Gespräch ist schließlich für die Öffentlichkeit und nicht nur ein Gespräch unter Freunden.

Ich höre daher leider nur noch sporadisch rein. Henkes Perspektive ist wertvoll. Er hat viel Erfahrung mit Menschen, ist ein Bindeglied in der Szene und kennt sich mit vielen Themen aus in der Popkultur aus. Ich würde mir wünschen, dass man daran arbeiten würde, das Hörerlebnis wieder zu steigern, denn Henke hat viel Potenzial und ist ein besonderer Charakter, der heraussticht.

Wie seht ihr das, hört ihr den Podcast?

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u/L3nsch — 4 days ago