Zahnärztin lässt Zahn seit Tagen offen
Hallo, ich weiß langsam nicht mehr weiter und bin nervlich mittlerweile am Ende.
Ich laufe nun seit mehr als einer Woche mit einem offenen Zahn rum und meine Zahnärztin hat nun 2 Wochen Urlaub. Für diese Zeit hat sie mir weder einen Notfallbehandlungsplan noch eine Anweisung mitgegeben, wie ich die 2 Wochen Ihres Urlaubs agieren soll. Ihre einzige Aussage war, dass der Zahn mit einer medikamentösen Einlage offen bleiben soll. Die Einlage hat sich letzter Woche Freitag bereits verabschiedet.
Finde die bisherige Behandlung sehr fragwürdig.
Alles fing am 25.06. an nachdem endlich der Übeltäter gefunden wurde. Oberkiefer links, vorletzter Backenzahn. Röntgenbild war unauffällig, Füllung intakt, Nerv war dennoch am Absterben und hat beim Entfernen gerochen. Zahn wurde nach Entfernung verschlossen und es sollte 7 Tage später eine Reinigung stattfinden.
26.06. war eine leichte Schwellung an der Wange zu erkennen. Bekam im Verlauf des Tages pochende Zahnschmerzen, Kälte hat den Schmerz direkt gelindert. Ohne Kälte fing das Pochen wieder an. Ibu 400 konnte es etwas unterdrücken.
27.06. Linke Gesichtshälfte zugeschwollen, starker Druckschmerz, Ausstrahlen in Schläfe, Ohr, Unterkiefer. Notdienst hat Provisorium geöffnet und angemerkt, dass die Wurzelkanäle kaum ausgearbeitet sind. Hat kleinen Punkt am Zahnfleisch über den Zahn bemerkt, der aber noch nicht reif zum Schneiden ist. Antibiotikum verschrieben bekommen für 10 Tage + Ibu, Watte in offenen Zahn.
28.06. Notdienst MKG im Krankenhaus hat morgens um 4Uhr Abszess aufgeschnitten, den der andere Notdienst 18h zuvor als kleinen Punkt bemerkt hat. Jod Drainage bekommen, die am nächsten Tag direkt vormittags gewechselt werden soll.
29.06. Zahnarztpraxis hat Wundversorgung erst für Nachmittag angesetzt und hat mich am Telefon abgewimmelt. Wundversorgung morgens in einer anderen Praxis durchführen lassen. Zahn weiterhin offen mit Watte.
30.06. Drainagewechsel bei Hauszahnarzt. Watte vom Zahn gewechselt auf Bitten meinerseits. Zahn immer noch offen.
01.07. Drainagewechsel sowie Begutachtung Wurzelkanäle. Schmerzen sobald die Feilen in einen bestimmten Kanal eingeführt werden. Kanäle danach gespült und wieder Watte rein.
02.07. Entfernung Drainage. Aufbereitung Wurzelkanäle. Schmerzen kommen laut Zahnärztin von Feile, die die Wurzelspitze/Kieferknochen berührt. Es sei noch entzündet. Kanäle geweitet, gespült, lose medikamentöse Einlage in den Zahn. Kein Verschluss damit eventuelle Gase weiterhin entweichen können.
Keine weiteren Anweisungen an mich als Patient außer das es am 28.07. weitergeht.
Weitere 26 Tage soll ich nun mit offenen Zahn rumlaufen?
03.07. Medikamentöse Einlage hat sich abends teilweise gelöst.
04.07. Notdienst hat morgens Kanäle kurz gespült. Habe um medikamentöse Einlage gebeten, Notdienst hat provisorische Füllung gemacht. Nach mehreren Stunden dumpfes Pochen bei körperlicher Belastung, sowie Aufbeißschmerz und Druckschmerz in Ruheposition. Angst vor erneuten Abszess, provisorische Füllung eigenhändig geöffnet und zum Großteil entfernt. Druck und dumpfes Pochen haben sofort nachgelassen.
05.07. Notdienst hat am Telefon Watte empfohlen, sowie Hauszahnarzt bzw. Vertretung am Montag kontaktieren.
06.07. Vertretung per Telefon kontaktiert. Donnerstag Termin. Vertretung über Ist-Zustand von Zahn und bisherige Handhabung verwundert. Leichter, dumpfer Druck beim Zubeißen.
Zahn ist insgesamt seit 9 Tagen offen, wenn ich die provisorische Füllung vom Samstag außer Acht lasse.
Antibiotikumeinnahme endet morgen.
Habe Angst das mit Ende des Antibiotikum die Entzündung komplett steilgeht und ich wieder unerträgliche Schmerzen leiden muss. Rechne mittlerweile damit eine Wurzelspitzeresektion oder sogar Zahnextraktion.
Fühle mich komplett allein gelassen mit meinem Zahn. Meiner Zahnärztin musste ich jede Information aus der Nase ziehen, da sie kaum kommuniziert. Bekannte kann fehlende Kommunikation der Zahnärztin/Praxis bestätigen. Bin über die Handhabung der Wurzelbehandlung sehr verwundert, auch darüber das man einen Zahn so lange offen lässt ohne weitere medikamentöse Behandlung. Hab mich die ganze Zeit nicht Ernst genommen gefühlt, trotz klarer Indizien das ich Schmerzen hatte und Angst habe.
Möchte gerne die Praxis wechseln, doch komme erst in 2 Wochen an meine Patientenakte. Wieso lässt ein Zahnarzt einen Zahn so lange offen? Habe Angst vor weiteren Komplikationen und möchte einfach nur einen sauberen Abschluss.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir weiterhelfen wie ich nun vorgehen soll?