
M35 / 40h / Anwalt / Stkl. 1
Ich bin zu Beginn des Jahres gewechselt von einer Full-Service-Kanzlei in eine spezialisierte Boutique in meinem Stekkenpferd-Bereich (IT-Recht, Datenschutzrecht). Beide Kanzleien in einer westdeutschen Großstadt.
Ich arbeite gerade am Fachanwalt für IT-Recht. Sobald ich die Fälle dafür zusammenhabe und den Titel noch einsacke, gibt es nochmal 1.000 brutto on top auf runde 10.000 brutto pro Monat.
Ich bin Anwalt im 7. Jahr. Berufsbegleitend habe ich noch einen englischsprachigen LL.M. im Ausland erworben. Das hilft bei Gehaltsverhandlungen sicherlich. Promoviert habe ich noch nicht.
Im Vertrag stehen zwar 40 Stunden, aber ich arbeite eher 30 pro Woche. Den Rest stecke ich in den Fachanwaltslehrgang und in Weiterbildungen. Mein Chef ist da ziemlich entspannt. Im ersten Jahr habe ich keine Umsatzziele.
Es ist eine kleine Boutique mit 2 sehr seniorigen Kanzleiinhabern. Der Plan ist, dass ich 2027 dort mit Equity einsteige. Mehr Gehalt brauche ich aber tatsächlich nicht. Ich kann davon in unserer nicht so gefragten Stadt gut leben. Die Gewinne würde ich dann also in der Kanzlei belassen und alles so weiterlaufen lassen.
Nebenher mache ich noch alles querbeet in meiner kleinen Wohnzimmerkanzlei für Familie und Freunde und in einem Ehrenamt. Das sind eher Gefälligkeiten, aber die sorgen doch allein mit den gesetzlichen Gebühren für ein kleines Taschengeld zusätzlich monatlich. Die Umsätze variieren stark, liegen aber wohl meist bei 2.000-3.000 pro Monat. Das meiste davon spende ich aber idR, weil ich aus einem Ehrenamt nicht noch Kapital schlagen möchte.
Stellt gern Fragen, falls das hier auf Interesse stößt.