Partner arbeitslos geworden, in einen Minijob gerutscht, keinerlei Bemühungen das zu ändern und nun fordert er auch noch Geld von mir
Guten Morgen,
ich muss das mal los werden, denn das Verhalten meines Partners stört mich so dermaßen, dass ich im Strahl kotzen könnte! Vielleicht kennt ihr ähnliche Situationen oder habt Ideen, was und wie man das wieder hinbekommt!
Also,
mein Partner (m33) arbeitete 7 Jahre als Lehrer an einem Gymnasium, eigentlich länger wenn man das Referendariat mitzählt. Wurde in dieser Zeit aber nicht verbeamtet, weil er keinen Festvertrag hatte, sondern einen der jährlich verlängert wurde - laut ihm eine Sparmaßnahme der Gemeinde, wenn ich ehrlich bin, dann klingt das im Nachhinein alles sehr seltsam. Der Vertrag wurde nicht für das Schuljahr 2025/26 verlängert, sodass mein Partner seinen Job los war.
Er fand dann einen Minijob außerhalb der Stadt, weil es ihm so unangenehm sei, dass ehemalige Schüler*innen ihn sehen und erkennen könnten. Stattdessen pendelt er lieber täglich eine Stunde hin und zurück. Nicht seine klügste Entscheidung ...
Ich (w30) quäle mich gerade durch meine Promotion, habe weiß Gott andere Sorgen und bin durch meinen Partner auch noch gezwungen mich um ihn und seine beschissenen Entscheidungen zu sorgen. Gut bezahlt ist mein Promotionsplatz leider auch nicht; man kommt über die Runden, aber große Sprünge lassen sich damit nicht machen.
Mein Partner hat uns in eine Situation reinmanövriert, die nun öfters zu Streitigkeiten führt, denn wir sind seit 10 Jahren zusammen, wohnen seit 8 Jahren zusammen und teilen uns die Kosten für alles. Seine 520 Euro decken aber nichts, also zahle ich aktuell fast alles und am Ende bleibt dann auch für mich nicht mehr viel übrig. Das muss man sich mal vorstellen, zwei studierte Leute in einer winzigen 2 Zimmer Wohnung schaffen es nicht ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Echt traurig! Die Miete inkl. NK frisst alleine etwa die Hälfte meiner Bezahlung, ¼ geht für den alltäglichen Bedarf (Lebensmittel, Hygieneartikel, etc.) drauf und das letzte Viertel deckt Fahrtkosten, Kleidung, Geburtstagsgeschenke für Familie und Freunde und sonstiges. Sein mickriges Gehalt geht nahezu komplett für sein Auto drauf ...
Diesen Monat hat er mich jetzt schon zum zweiten mal um Geld gebeten und als ich ihm gesagt habe, dass ich nichts habe, da giftete er mich an und unterstellte mir, dass ich ihm nur keinen Spaß mit seinen Freunden gönnen würde. Er hat drei Freunde alle zwischen 30 und 35, mit denen er gerne zum Pool spielen in eine Sportsbar geht, dabei wird dann auch gegessen und getrunken. Auf meinem Konto sind aktuell ungelogen noch 100 Euro, davon geht Ende des Monats noch Telefon und Internet ab und in den kommenden Tagen müssen wir auch noch mal einkaufen. Und wieder habe ich ihm gesagt, dass er sich einen "vernünftigen" Job suchen soll, muss gar nicht als Lehrer sein, von mir aus soll er eine Umschulung machen oder irgendwo als Quereinsteiger beginnen. Wir können aktuell aber nicht umziehen und es wäre sinnvoll einen Job hier zu suchen und nicht in einem Umkreis von 500km. Will er nicht verstehen, stattdessen jammert er rum, dass ich unflexibel sei.
Ich liebe ihn, er ist ansonsten auch ein ganz süßer Typ, aber er geht mir momentan so auf den Piss, dass ich meine Wut gar nicht mehr in Worte gefasst bekomme ...
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