Wer ist Deutscher?
Aus rechter Perspektive erscheint es mir immer schleierhaft, was für ein Volksverständnis innerhalb der politischen Linken vorherrscht. Es wird immer gesagt, jeder, der den deutschen Pass hat, ist Deutscher. Punkt.
Warum sollte man es wollen und darauf bestehen, dass man jemanden, der der deutschen Sprache kaum mächtig ist, sich selbst niemals im Leben als Deutscher bezeichnen würde, unsere westlich liberale Art zu leben ablehnt oder gar verabscheut, aber einen deutschen Pass besitzt, als Deutschen zu bezeichnen?
Im Jahr 1949 gab es kaum Deutsche mit Migrationshintergrund, das Demos war nahezu identisch mit dem Ethnos. Aus dieser Sicht war es also naheliegend, dass jeder mit deutschem Pass eben auch praktisch Volksdeutscher war, auch, weil die Wenigen, die es nicht waren, sehr kulturnah waren, weswegen es quasi vernachlässigbar war.
Man konnte jedoch nicht antizipieren, dass Jahrzehnte später bereits 30% Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland leben würden, weswegen es sinnvoll erscheinen lässt, über die Definition, wer Deutscher ist, neu nachzudenken.