

Weibchen kastrieren?
Meine Kaninchendame habe ich unkastriert im Alter von 4 Jahren bekommen. Mittlerweile ist sie ca. 6,5 Jahre alt. Durch mehrere Ereignisse mit einem anderen kranken Kaninchen hatte ich bisher noch keine Gelegenheit, sie kastrieren zu lassen. Jetzt soll der Zeitpunkt aber endlich kommen.
Meine Tierärztin meinte allerdings, dass in ihrer Praxis nicht sehr häufig Kaninchen kastriert werden, da sie meist keine Probleme hätten. Sie sagte, ich könne mir das Geld sparen, weil die Wahrscheinlichkeit für Gebärmuttertumoren und anderen Gebärmuttererkrankungen ihrer Meinung nach eher gering sei. Gleichzeitig hat sie mir aber auch etwas Angst gemacht. Sie meinte, dass die Operation nicht umsonst so teuer sei und dass sie aufwendig und mit gewissen Risiken verbunden ist.
Ich habe einerseits Angst, dass sie die OP nicht übersteht, andererseits denke ich, dass sie notwendig ist. Ich habe da leider auch ein kleines Trauma, weil mein Hund nach einer Operation aufgrund einer Gebärmutterentzündung verstorben ist.
Durch mehrere andere Quellen habe ich allerdings etwas anderes gehört. Auch bei meinem letzten Gespräch mit einer auf Kleintiere spezialisierten Tierärztin wurde mir empfohlen, die Kastration durchführen zu lassen.
Was würdet ihr empfehlen? Kastration? und wenn ja, lieber bei der Kleintierspezialistin?
Und wie aufwendig ist die Nachsorge?
Kann nach der OP noch schnell etwas passieren oder sind Komplikationen eher selten?
Es ist ja doch etwas anderes als eine Kastration bei männlichen Tieren. :D
Vielen Dank
Kaninchen plötzlich verstorben
Hey,
Ich habe Mitte/Ende März ein Kaninchen (laut Info 4 Jahre) von Kleinanzeigen gekauft. Es war in einem sehr kleinen, dreieckigen Stall in der oberen Etage eingesperrt und hatte wahrscheinlich kein Auslauf (Käfig war in so einem "Keller"). Er bekam nur Trockenfutter und "mal" 2 Möhren oder Eisbergsalat. Laut der Verkäuferin sind alle Artgenossen an RHD(?) oder sowas erkrankt, also einer Krankheit, die man mit einer Impfung umgehen hatte können, er war wohl nicht in der Gruppe damals dabei gewesen, sein Partner ist wohl auch einfach so gestorben. Ich habe ihn gekauft, da er mir leid tat und ich ihn aufpäppeln wollte, dabei sind mit kahle Stellen aufgefallen an den Hinterbeinen, diese haben sich beim Tierarzt als Haarlinge herausgestellt. Beim Tierarzt war ich ca. 1 Monat später. Ich wollte einen Termin zum kastrieren, Impfen und untersuchen machen, dabei sollte ich vorher eine Kotprobe machen. Da leider viel dazwischen gekommen ist, konnte ich die Kotprobe und die Untersuchungen noch nicht machen. Ich habe ihn und meine Häsin in einem Zimmer mit so einem Trenngitter getrennt. Er war sehr neugierig, war sehr offen, stubenrein und hat sich sehr gut eingelebt. Er hat sich streicheln lassen und aß wirklich viel und gerne das Frischfutter.
So jetzt kennt ihr den Zustand. Jetzt zu meiner Situation.
Am 09.06 ist er plötzlich verstorben und ich kann es mir nicht erklären.
Gegen 23 Uhr habe ich nochmal alles abgecheckt und da viel mir sein Verhalten auf. Er war sehr sehr ruhig, teilnahmslos. Ich habe ihn etwas angestupst, leicht hochgehoben und er ist dann auch weggesprungen, hat sich aber sofort wieder in so einer Schonhaltung gesetzt bzw. gelegt. Als er dann getrunken hat und ich ihn gestreichelt habe, hat er sich sozusagen auf diesen Trinknapf abgestützt und das war wirklich merkwürdig und da sind meine Alarmglocken losgegangen.
Innerhalb diesen Minuten ging es Schlag auf Schlag. Er war dann total regungslos, sein Kopf hat einfach runtergegangen, ist einfach umgekippt, hatte keine Kraft mehr aufzustehen, auch als ich ihn hochgehoben habe, hatte er nicht gezappelt, was er sonst immer gemacht hat. Ich wusste, dass er sterben würde und ich konnte nichts machen. Die Tierärztin die im Notdienst arbeitet, ist ca. 1 h weg gewesen und als ich hörte, dass sie in der nähe war, hatte sie nicht die notwendigen Materialien dabei, ihn zu helfen. Sie hat mir zum eisnchläfern geraten. Nachdem ich sie angerufen hatte, ist er dann auch schon eingeschlafen.
Ich Frage mich was es war, war es dieses E. Cuniculi?
Wann kann er sich angesteckt haben? Habe gelesen, dass die meisten Kaninchen das in sich haben.. ist das nicht ein Parasit? Und das die nachfolgen davon eher zbs. Nierenversagen gewesen sein könnte.
Ich weiß es nicht, aber es beschäftigt mich. Dws Verhalten spricht jedenfalls dafür. Er hat sein Kopf total hängen lassen, hat so gezappelt und hat sich einmal gedreht, dass war wirklich schrecklich.
Sowas passiert leider auch immer an Feiertagen oder abends, ich wohne auch im kaff und konnte daher nicht viel machen, außer 1h zu fahren, dass hätte er auch nicht mehr geschafft, dass ging alles relativ schnell.
Wie gesagt, vorher habe ich keine Auffälligkeiten feststellen können. Er hat immer sehr viel gegessen, mehr als meine Farbenzwergdame (er ist ein Zwergkaninchen) und war stets neugierig und auch aktiv, daher hatte mich sein Verhalten noch mehr gewundert. :(
Was sind eure Vermutungen? Geht sowas relativ schnell oder ist es eher unwahrscheinlich, dass er dieses E. Cuniculi gehabt hätte.
Vielen Dank für die Antworten.
Anbei ist noch ein Video kurz vor seinem Tod, ist zwar nicht so aussagekräftig, spiegeln aber sein Verhalten zu den Tag etwas wieder. Hatte ihn da Pellets gegeben, weil er die mochte bei der Umstellung auf Grünfutter.