PKV Antrag: alte, fortgeführte "Dauerdiagnosen" in Leistungsauskunft der GKV entdeckt
Ich möchte in den nächsten Monaten als Beamtin (w, mitte 30) in die PKV wechseln und habe bereits über einen Makler eine anonyme Voranfrage gestellt. Im relevanten Zeitraum war nur eine leichte Hypertonie Thema, die inzwischen normalisiert ist. Die dazugehörigen Kontrollen beim Hausarzt waren final unauffällig. Sonst konnte ich gemeinsam mit meinem Hausarzt in meiner Patientenakte nichts kritisches entdecken im Abfragezeitraum und war erstmal glücklich.
Vor dem "echten" Antrag, den ich unterschreiben muss, habe ich sicherheitshalber meine ePA-Leistungsauskunft der bestehenden GKV geprüft. Dort tauchen zwei weitere Diagnosen auf die bei Hausarztterminen im Zusammenhang mit der Hypertonie und auch CheckUp Termin mitgeführt wurden. Diese entsprechen m.E. nicht mehr meinem aktuellen Gesundheitszustand.
Einmal FNH in der Leber (ist bei Frauen wohl häufig der Fall, Zufallsbefund mehr als 6 Jahre her und nicht im Abfragezeitraum) und Zoster Oticus (mehr als 5 Jahre her und nicht im Abfragezeitraum). Diese Diagnosen waren grundsätzlich einmal zutreffend, ich bin aber inzwischen seit längerer Zeit und auch weit über den relevanten Abfrage Zeitraum hinaus beschwerdefrei.
Der FNH Befund wurde Abschließend mit „keine Konsequenzen zu erwarten“ beurteilt taucht aber fortlaufend als gesicherte Diagnose in der Leistungsauskunft ("G") der letzten relevanten Jahre auf. Der längst ausgeheilte Zoster ist als "Zustand nach" ("Z") Diagnose drin. Beides wurde meines Wissens nicht als chronisch eingestuft bzw. diagnostiziert. Hatte in den letzten vier Jahren keine einzige AU. Nach Rücksprache mit dem Hausarzt wurde mir erklärt, dass das wohl abrechnungstechnische Gründe bei der GKV hat. Außerdem habe ich die entsprechenden Arztbriefe ausgedruckt bekommen, mit denen sich die erfolgreiche Behandlung belegen lässt.
Die GKV möchte die Daten nicht auf zuruf ändern (nachvollziehbar).
Meine Frage ist nun: Wie geht man mit solchen „Dauerdiagnosen“ bzw. "Dateileichen" beim PKV-Antrag am besten um?
Sollte man das (über den Makler?) vorsorglich noch einmal anonym bei der "Wunsch" PKV melden, obwohl die ursprünglichen Erkrankungen nicht im Befragungszeitraum liegen, abgeschlossen sind und keine Beschwerden oder Folgen bestehen? Aber eben als "Dauerdiagnosen" mitgeschliffen werden? Oder gleich eine neue anonyme Voranfrage?
Oder reicht es, dies nicht erstmal gesondert zu erwähnen und erst dann zu belegen, falls die PKV später ggf. eine Leistungsauskunft anfordert?
Wie oft kommen solche fortgeführten "Dauerdiagnosen" vor? Gibt es Erfahrungen dazu?
Was mache ich mit der falschen Diagnose in der Leistungsauskunft (Attest vom Hausarzt liegt vor)?
Weil wir einmal dabei sind: Ist die Betriebsärztliche Einstellungsuntersuchung für Beamte im Antrag anzugeben?
Danke für Tipps und Feedback.