u/Mid_1996

M29 zu „wenig“ investiert

M29 zu „wenig“ investiert

Hallo! Ich investiere seit ca. zwei Jahren regelmäßig in meine ETFs, ein paar Einzelaktien und ein bisschen Krypto (Bitcoin, Eherum, aber auch 2-3 andere Altcoins). Ingesamt bislang ein Plus von etwa 22% (wäre mehr drin gewesen hätte ich nicht in die Altcoins investiert).

Ansonsten habe ich noch eine hohe Cashquote (vielleicht Autokauf in naher Zukunft).

Habe monatlich etwa 1,5k€ zum Sparen. Davon investiere ich knapp 1000€ und der Rest geht aufs Tagesgeldkonto.

Bin ich zu „vorsichtig“?

u/Mid_1996 — 2 days ago

Finanzen M29 (aus Hartz IV Familie)

Das ist mein erster Post und das erste Mal, dass ich überhaupt jemandem meine Finanzen, meine „finanzielle Geschichte“ sowie mein Verhältnis zu Geld offenlege.

Kurz zu mir:
Ich bin 29 Jahre alt und bin in sehr ärmlichen Verhältnissen, aber wohlbehütet aufgewachsen.
Geld hatte ich im Kindesalter und in meiner Jugend wenig. In der Oberstufe habe ich ab und zu durch Gelegenheitsjobs Geld verdient (Minijobs kann man kaum machen, wenn die Eltern von Sozialhilfe leben und das dazu verdiente Geld quasi als Gehalt der Wohngemeinschaft angerechnet wird). Mir fehlte es aber an wenig, außer eben an bisschen Luxus und generell war ich ein sehr bescheidenes Kind.

Dann habe ich mit 19 studiert und BAföG erhalten, wofür ich sehr dankbar bin. Andernfalls hätte ich sicher kein Studium aufnehmen können. Während der Studienzeit habe ich eigentlich immer durchgehend nebenher gearbeitet, meine Eltern finanziell unterstützt.
Nach dem Masterstudium wollte ich dann eigentlich endlich Geld verdienen, bin aber dann noch an der Uni geblieben und habe promoviert, was eigentlich nie mein Ziel war. Ich wollte etwas schaffen, worauf ich am Ende sehr stolz sein kann (ob ich jetzt im Nachhinein stolz darauf bin, ist eine andere Frage).
Parallel habe ich auch noch einige Sidequests gehabt, quasi auf sehr gut bezahlter Minijob-Basis und mein Promotionsgehalt aufgebessert und mich ein bisschen mit Finanzen beschäftigt. Anfangs nur Tagesgeld und seit etwa zwei Jahren auch ETFs und Aktien (etwa 22% Kursgewinne, einschließlich der Krypto-Verluste, aber ich halte trotzdem!). Dennoch ist meine Cash-Quote immer noch sehr hoch. Ich habe kein Auto, weil ich in einer Großstadt lebe und eigentlich keins brauche. Ich liebäugle jedoch ein wenig mit einem Auto, weil es eigentlich das einzige ist, was mir materiell gesehen noch fehlt.
 
Ich hatte also immer ein etwas schwieriges Verhältnis zu Geld, versuche aber jetzt nicht mehr zu sehr auf Preise zu achten und mir das zu gönnen, was ich möchte (gelingt nicht immer). Ich habe mir auch einige längere und zum Teil teure Urlaube erlaubt. Ansonsten würde ich aber sagen, dass ich schon darauf achte, was ich kaufe und gerne das ein oder andere Schnäppchen mache. Gewohnt habe ich längere Zeit im Studentenwohnheim, weshalb ich sehr wenig für Miete gezahlt habe; seit knapp zwei Jahren nun aber in einer eigenen Wohnung.
 
Eigentlich wollte ich nur teilen, dass ich stolz bin, „so ein Vermögen“ allein aufbauen zu können. Es fühlt sich gut an, nicht mehr zu sehr auf jeden einzelnen Euro schauen zu müssen, den man ausgibt. Vielleicht motiviert es den einen oder anderen aus ärmeren Verhältnissen ja ☺️ Ich weiß, dass ich auf dem Weg wahrscheinlich auch viel Glück hatte, aber gewiss musste ich auch viel dafür tun.
 
Und vielleicht hat jemand den einen oder anderen Tipp in finanzieller Hinsicht ☺️

u/Mid_1996 — 2 days ago