Anker 165W, 25.000mAh Powerbank (A1695) mit Problemen!

Anker 165W, 25.000mAh Powerbank (A1695) mit Problemen!

Angeregt durch ein gerade erschienenes Video von Techtest.org, Link, welches sich auf folgenden Heise-Beitrag bezieht, Link, möchte ich auch noch ein paar Worte dazu verlieren:
 

Was ist überhaupt passiert? Seit Monaten häufen sich Berichte, dass die Anker Powerbank - zu Amazon Probleme macht, genauer gesagt das seitlich angebrachte Lanyard-Kabel. Reihenweise Berichte auf Reddit, in Foren und in verschiedenen Discords machten die Runde. Oftmals ist es einfach nur das Kabel selbst, welches versagte - und das obwohl die meisten berichtet haben, es nie als Trageschlaufe zu verwenden - wovon ich auch eher abraten würde. Normale Nutzung einfach. Bei einigen ging es sogar weiter: auch die angeschlossenen Geräte gingen kaputt!
 

Evan Edingers Video ist vermutlich das bekannteste Beispiel: Link zu Youtube Bei ihm hat die Powerbank sogar das MacBook gegrillt! Dabei ist er aber keine Ausnahme, ähnliche Berichte habe ich auch auf dem Anker Discord wahrgenommen.
 

Betroffen ist immer das Lanyard-Kabel. Nicht die Ports und auch nicht das einziehbare Kabel. Meiner Meinung nach sind die nach wie vor problemlos zu nutzen. Wie jedoch auch schon Michael im Techtest.org Video sagte: Natürlich ruft das alle Kritiker hervor, die solchen Kabeln immer kritisch gegenüber standen Und unrecht haben sie in dem Fall hier ja auch nicht, dennoch sind die Aussagen zu pauschalisierend meiner Meinung nach. Denn Anker hat hier scheinbar einfach gepatzt.
 

Nach etwas Recherche ist mir aufgefallen, dass die Promo-Bilder bei Amazon vor 1-2 Wochen bei der Powerbank ausgetauscht wurden. Und wenn man sich diese genauer anschaut, wird man feststellen, dass das Lanyard-Kabel nun anders an die Powerbank angebracht wird. Guckte sie vorher noch aus der Powerbank heraus, ist nun ein Kunststoff-Zwischenstück gesetzt.
 

Vorher: https://ibb.co/Mxb9pWJ3
Nachher: https://ibb.co/RTPhbsWD
 

Offenbar gibt es bereits ein neuaufgelegtes Modell.
 

Aus meinem eigenen Alltag kann ich zumindest berichten, dass mir noch kein Kabel wirklich kaputt gegangen ist an einer Powerbank und ich nutze diese Modelle - auch die Anker - jeden Tag. In meinem Fall gab es exakt eine Ausnahme: Die EcoFlow 170W, 25.000mAh. Auch hier war es das Lanyard-Kabel. Allerdings war das bereits mehr oder weniger ab Werk bereits defekt - was natürlich passieren kann, wie auch bei Ports. Wirklich nutzen konnte ich es folglich nie.

u/N8falke — 3 days ago

SBS Extra Slim 65W 2-Port Ladegerät (TETRGAN 2C70SLIM) - Finger weg! (Review)

Flache Charger sind gerade ein Nische, die ich mir auch aus Eigeninteresse besonders anschaue. Sie passen deutlich besser in mein Sling Bag für unterwegs als die üblichen, würfelartigen. Leider ist die Auswahl hier in Europa dank unserem Stecker eher begrenzt, die wirklich tollen Modelle im US-Markt bekommen wir alle nicht. Daher heißt es gerade bei den wenigen, die es gibt, genauer hinzuschauen. Vor allem da es an Markengeräten mangelt.
 

Angesehen haben wir uns zuletzt den klappbaren Verbatim Fold 'n' Go 65W 2-Port GaN Charger - zum Review - welcher zumindest brauchbar war, aber dennoch mit einigen Nachteilen kam (PPS-Range suboptimal, Leistungsaufteilung suboptimal, erhöhte Temperaturen). Für den richtigen Einsatzzweck aber gar nicht so verkehrt. (und bleibt auch erstmal in meinem Sling Bag...)
 

Aktuell hat Ugreen sogar ein echtes Markenprodukt veröffentlicht, von dem ich mir viel verspreche: zu Amazon. Ein Review wird sehr bald folgen, ein Review-Sample ist bereits in Zulauf.
 

Angesehen haben wir uns von SBS schon das 30W-Modell - zum Review - welches zwar die Leistung konstant halten konnte und wirklich herrlich flach und kompakt ist, sich aber dafür mit extrem hohen Temperaturen bemerkbar machte. Ein Vorzeichen für die 65W-Variante?
 

Die schauen wir uns jetzt im Test mal genauer an!

 

Link zu dem Modell:
Klick
Preis: 29,99€ - damit selbst im Angebot fast 10€ teurer als das Modell von Verbatim
 

Größe & Gewicht:

9,26 (mit Pins) x 4,63 x 1,75 cm, 73g

 

Verbatim: 8,61 x 4,62 x 2,56 cm (dickste Stelle dank klappbaren Stecker), 95g
 

Der erste starke Kritikpunkt: Die Bilder bei Amazon sind alle geschönt und passen gar nicht zu dem Modell. Weder von den Ausmaßen, noch vom Design. Es ist ähnlich, aber mehr auch nicht. Die Ausmaßen sind dennoch angenehm flach. Die Verarbeitung ist aber auch hier eher zweckdienlich. Der Kunststoff eher billig.
 

Bilder:
https://ibb.co/nNyvBLK0
https://ibb.co/rCz4vSm
https://ibb.co/XftQXPsN
https://ibb.co/f5tg5dd
https://ibb.co/8DfpnTkH
https://ibb.co/hJYWv4mb

 

Specs:

  • 5V 3A / 9V 3A/ 12V 3A / 15V 3A / 20V 3,25A (C1 / C2)
  • Leistungsverteilung:
  • 45W + 15W (5V 3A) (Der Hersteller gibt 12W an, es sind aber gemessene 15W)
  • PPS:
  • 5V - 11V bei 5A (C1 / C2)
  • 5V - 11V bei 2,25A (C1, wenn C2 belastet wird)
  • Ladeprotokolle:
  • PD3.0, QC3, AFC, FCP, SCP, Apple2,4A, DCP
     

Stichpunkte:

  • PPS-Range mit 11V 5A ist gut, es fehlt aber die 20/21V 3A Range - das Gegenteil zum Verbatim
  • dadurch laden viele Androiden sehr flott, andere hingegen langsamer, siehe weiter unten
  • die Leistungsaufteilung ist etwas schwach (C2) - wie beim Verbatim
  • die PPS-Range Aufteilung ist unterirdisch, wenn beide Ports belegt sind
  • alle fixen Leistungsstufen inkl. 12V sind vorhanden
  • ein Kabel liegt nicht bei
     

Auch beim SBS-Charger ist die Leistungsaufteilung nicht gut. Dass C2 auf 5V gedrosselt wird - bei maximal 3A - ist schwach für einen 65W Charger. Noch schwächer ist die PPS-Range, die statt auf 3A sogar auf nur 2,25A runter geht. Damit laden Phones nur noch mit knapp 20W herum. Am aller schwächsten ist aber die Abstufung der PD-Ranges. Unnötigerweise drosseln sich alle PDOs stark herunter: 5V 2,4A (12W max), 9V 2,77A (25W max), 12V 2A (24W max), 15V 2A (30W max) und 20V 2,25A (45W max). Nur die 20V-Stufe kann die volle Leistung ausschöpfen, warum die anderen so stark eingeschränkt werden, vor allem 12V und 15V? Unklar. Beide Ports zu nutzen kommt folglich mit erheblichen Einschränkungen.

 
Ladekompatibilität:
(Auch wenn ich viele verschiedene Smartphones allermöglicher Hersteller besitze, kann ich unmöglich alles testen. Daher sind das auch Theorie-Angaben, basieren auf den Specs und Testergebnissen und somit mitunter ohne Gewähr)
 

  • Apple: volle Leistung für iPhones und iPads dank 65W PD, MacBooks laden ebenfalls mit bis zu 65W
  • Samsung: bis zu 45W Leistung für alle Modelle. Da 20/21V 3A PPS fehlt, gibt es kein Super Fast Charging 3.0
  • Xiaomi, Poco, Redmi: bis zu 45W PPS
  • Honor: bis zu 45W PPS. An meinem Honor Win RT wurde PPS getriggert, obwohl SCP vorhanden ist
  • Nothing: 45W PPS für das Nothing Phone (3), 27W PPS für das Nothing Phone (2)
  • Motorola: bis zu 45W PPS
  • Oppo, OnePlus, Realme: bis zu 45W PPS (11V 5A)
     

 

Hitzentwicklung und Drosselung:

Getestet bei 23°C Raumtemperatur, Ladegerät war abgekühlt und zuvor nicht in Betrieb
 

Ich habe den Charger an meine Anker Solix C300 DC Powerstation mit 40% Restkapazität angeschlossen und diese mit vollen 65W aufgeladen.
 

Eine Drosselung fand nicht statt!
 

Aber: Das ist hier ausnahmsweise keine gute Nachricht!
 

Wie schon beim kleinen 30W-Modell "glänzt" die 65W Variante mit extrem hohen Temperaturen. Und das nochmal weiter über die 90°C des kleinen Modells hinaus. Schauen wir mal in 30 Minuten Schritte drauf:
 

Nach 30 Minuten:
https://ibb.co/HTSRhjh4
https://ibb.co/993DnhMn
Bereits nach so kurzer Zeit haben wir 77°C am Gehäuse und 96°C an den Ports. Über 80°C ist bei einem Charger nach vielen Stunden vertretbar, über 90°C sehr, sehr grenzwertig. Aber diesen Wert nach 30 Minuten schon zu erhalten, wäre an dieser Stelle bereits der KO-Schlag.
 

Nach 60 Minuten:
https://ibb.co/DfwcRJN4
https://ibb.co/TBzC0dcn
Nach gut einer Stunde sind wir bereits bei 85°C am Gehäuse und 106°C an den Ports. Indiskutabel!
 

Nach 90 Minuten:
https://ibb.co/rfbNC498
https://ibb.co/DDqxbCJf
Die Temperaturen steigen auf 88°C am Gehäuse und 111°C an den Ports. Wow - hier habe ich dann abgebrochen. Natürlich hätte es mich interessiert, ob da nochmal irgendwann eine Drosselung gekommen wäre - vermutlich nicht - aber das sind einfach Temperaturen, die gefährlich werden können. Ich denke die Werte sprechen für sich selbst. Selbstredend ließ sich der Charger natürlich nicht mehr anfassen.
 

Spannungsabfall?:
Erfreulicherweise konnte in meinem Dauertest kein nennenswerter Spannungsabfall beobachtet werden. 19,8V lag von Anfang bis Ende an.
 

Ripple:
Ein Kritikpunkt vieler ultra kompakter Ladegeräte ist der Ripple-Wert. Auch das SBS-Ladegerät bekleckert sich hier nicht mit Ruhm. Bei 65W konnte ich 100-110mV messen.
 

Fazit:

Schaut euch die Hitzentwicklung an! Selbst nach kürzester Zeit glüht der Charger. Auch bei niedriger Leistung. Selbst als ich nur mein iPhone für gut 10 Minuten laden wollte, wurde das Ladegerät schon unangenehm warm. Und das waren nur um die 30W herum - für einen kurzen Zeitraum. Ganz klar Finger weg! Insbesondere bei dem Preis.

 

In eigener Sache:
Zum Ende nochmal der Hinweis auf die Gesamtübersicht aller geschriebenen Tests im Sub, dem Transparenz-Report, wo ich Fails und Langzeiterfahrungen festhalte, einer Übersicht über Powerbanks mit CCC-Zertifizierung, sowie dem ChargingSheet als Sammelstelle der zusammengetragenen Daten und einer Übersicht von Ladegeräten, Powerbanks, Ladeergebnissen und Co.

reddit.com
u/N8falke — 3 days ago

In eigener Sache: Reddit-Spamfilter

Spamfilter sind grundsätzlich eine schöne Sache, vor allem hier auf Reddit. Jeden Tag landen da unzählige Posts, die genau das sind: Spam.
Leider landen da in den letzten Wochen immer mehr User-Posts, die kein Spam sind. Aber z.B. Links enthalten. Während Links zu AliExpress standardmäßig immer blockiert werden, da offenbar die Website Reddit weit geblacklisted ist, betrifft es zunehmend auch Links zu anderen, völlig regulären Websites.
Ich habe mir daher angewöhnt mindestens 1x täglich in den Spamfilter reinzuschauen um diese Posts wieder manuell freizuschalten. Doch auch hier arbeitet Reddit offenbar nicht mehr zuverlässig. Ich stoße immer wieder auf Posts, die deaktiviert wurden, obwohl sie im Filter gar nicht auftauchten. Ich werde mir das demnächst mal intensiver anschauen, welche Optionen ich da habe, ohne die grundlegenden Spamfilter zu deaktivieren - denn die sind leider nötig bei der Vielzahl an Bots, die Reddit weit spammen.

Sollte euer Post mal nicht auftauchen, dann ist er womöglich im Filter gelandet. Sollte ich das mal nicht sehen, kann man mir auch immer eine PM schreiben mit einem Hinweis. Kein Post hier wird willentlich ignoriert. Das gleiche gilt natürlich auch für normale Posts mit Nachfragen - auch hier verlasse ich mich auf meine Abobox, dass mir alles angezeigt wird und auf diese Posts gehe ich auch immer ein. Solltet ihr also mal keine Antwort irgendwo bekommen haben, immer gerne nachhaken.

reddit.com
u/N8falke — 13 days ago

Verbatim Fold 'n' Go 65W 2-Port GaN Charger - Flach & einklappbar (Review)

Wirkliche flache Ladegeräte sind in unserem europäischen Raum auf Grund unserer Stromstecker eher selten bis gar nicht zu finden. Während die US-Modelle gerne mit einklappbaren Pins aufwarten, findet man einen einklappbaren EU-Stecker bei solchen Ladegeräten eher selten. In der Regel nimmt man sich das US-Modell und setzt auf Adapter-Stecker, wie z.B. bei diesem Modell von Ugreen -> Link. Der Nachteil ist natürlich klar: Im Transport sind die Adapter alles andere als flach. Ein kompaktes Ladegerät in der Hosentasche mitführen? Nicht mit diesen Modellen.
Bei meinen Streifzügen durch Amazon bin ich auf das Fold 'n' Go von Verbatim gestoßen, welches nicht nur besonders flache Ausmaßen verspricht, sondern auch einen einklappbaren EU-Stecker. Zwar erreicht man hier nicht die super kompakten Ausmaße von den US-Modellen, aber dennoch ist das Ladegerät dadurch besonders für unterwegs geeignet. Im folgenden Test schauen wir uns mal an, ob es auch technisch zu überzeugen weiß.

 

Link zu dem Modell:
Klick
Das Modell gibt es in schwarz und weiß mit Angebotspreisen von derzeit 19,99€ bzw. 20,99€. Sofern auch die Technik passt, ein durchaus fairer Preis.
 

Größe & Gewicht:

8,61 x 4,62 x 2,56 cm, 95g
 

Mit einer Höhe von gerade mal 2,56cm in eingeklappten Zustand, liegt man selbst deutlich unter den Werten ultra kompakter 30W-Charger in Würfelform - z.B. das Modell von Baseus -> Link
 

Die generelle Verarbeitungsqualität ist einfach, aber solide gehalten. Nicht wirklich Premium, aber auch nicht wirklich billig. Zweckdienlich und völlig in Ordnung. Wie sich der Klappmechanismus auf Dauer schlagen wird, bleibt natürlich abzuwarten. Auf den ersten Blick und innerhalb der letzten Tage während des Tests, hatte ich dort erstmal nichts zu kritisieren.
 

Bilder:
https://ibb.co/spm8f4Wm
https://ibb.co/Z6DD746B
https://ibb.co/WmCngJt
https://ibb.co/DgpxLHCk
https://ibb.co/zhZ11P8z
https://ibb.co/HT1Qjfzw

 

Specs:

  • 5V 3A / 9V 3A/ 12V 3A / 15V 3A / 20V 3,25A (C1 / C2)
  • Leistungsverteilung:
  • 45W + 12W (5V 2,4A)
  • PPS:
  • 5V - 20V bei 3A (C1 / C2)
  • 5V - 11V bei 3A (C1 / C2, wenn der andere Port belastet wird)
  • Ladeprotokolle:
  • PD3.0, QC3, AFC, FCP, SCP, VOOC, Apple2,4A, DCP
     

Stichpunkte:

  • PPS-Range mit bis zu 60W ist sehr gut, es fehlt jedoch die 11V 5A Range
  • dadurch laden viele Androiden sehr flott, andere hingegen langsamer, siehe weiter unten
  • die Leistungsaufteilung ist etwas schwach (C2)
  • alle fixen Leistungsstufen inkl. 12V sind vorhanden
  • VOOC ist dabei, aber nicht SuperVOOC
  • VOOC wird von aktuellen Smartphones nicht mehr unterstützt, daher eher irrelevant
  • ein Kabel liegt nicht bei
     

In meinen Augen ist die Leistungsverteilung der größte Kritikpunkt. Üblicherweise wird ein 65W Port mit 45W zu 20W aufgeteilt. Hier gibt es nur 12W für den zweiten Port über 5V 2,4A, was etwas schade ist. Auch die PPS-Range leidet bei der Aufteilung. Zwar stehen für C1 45W zur Verfügung, aber die PPS-Range wird von 20V 3A auf 11V 3A reduziert, was 25-28W für die kompatiblen Smartphones zur Folge hat. Nutzt man jedoch immer nur einen Port, dann passt die Leistung wie auch PPS-Range.

 
Ladekompatibilität:
(Auch wenn ich viele verschiedene Smartphones allermöglicher Hersteller besitze, kann ich unmöglich alles testen. Daher sind das auch Theorie-Angaben, basieren auf den Specs und Testergebnissen und somit mitunter ohne Gewähr)
 

  • Apple: volle Leistung für iPhones und iPads dank 65W PD, MacBooks laden ebenfalls mit bis zu 65W
  • Samsung: volle 45W/60W Leistung für alle Modelle ab dem S25 Ultra dank 20V 3A PPS, alle Modelle davor erfordern 11V 5A, was nicht vorhanden ist. Dadurch laden diese mit um die 25-28W.
  • Xiaomi, Poco, Redmi: bis zu 60W PPS
  • Honor: bis zu 60W PPS. An meinem Honor Win RT wurde PPS getriggert, obwohl SCP vorhanden ist
  • Nothing: 60W PPS für das Nothing Phone (3), 45W PPS für das Nothing Phone (2)
  • Motorola: bis zu 60W PPS dank der 20V 3A PPS-Range
  • Oppo, OnePlus, Realme: bis zu 28W PPS (11V 3A). Auch hier hätte man 11V 5A PPS benötigt, was nicht vorhanden ist.
     

 

Hitzentwicklung und Drosselung:

Getestet bei 21°C Raumtemperatur, Ladegerät war abgekühlt und zuvor nicht in Betrieb
 

Ich habe den Charger an meine Anker Solix C300 DC Powerstation mit 10% Restkapazität angeschlossen und diese mit vollen 65W aufgeladen.
 

Eine Drosselung fand nicht statt!
 

Zunächst einmal ist sehr erfreulich, dass das Verbatim Ladegerät die hohe Leistung konstant halten konnte. Das war für das kompakte Design erstmal nicht unbedingt garantiert. Allerdings hatten viele Verbatim-Ladegeräte in der Vergangenheit dafür eine sehr hohe Betriebstemperatur. Wer sich noch an den Test vom 200W-Ladegerät erinnert -> Link, der könnte jetzt Temperaturen jenseits der 100°C erwarten. Doch zum Glück ist das nicht der Fall. Zwar hat sich in der Tat das Ladegerät sehr erwärmt, aber glücklicherweise verteilt sich die Abwärme großflächig über das Ladegerät, sodass unterm Strich auch nach über zwei Stunden keine Temperaturen von 80°C gemessen werden konnte. 80°C ist für viele Ladegeräte meist der Punkt, wo sie anfangen sich zu drosseln.
 

Temperaturen nach 3h Dauerlast:
https://ibb.co/DHf19Q60
https://ibb.co/TBX8d62m
 

Temperaturen von 70°C wurden bereits nach einer Stunde erreicht, der Peak war bei 90 Minuten erreicht (79°C). Heißer wurde es nicht mehr. Nach drei Stunden und keinen steigernden Temperaturen habe ich den Test dann beendet.
Angesichts dieses Extrem-Szenarios kann man unterm Strich durchaus zufrieden sein: Die Leistung wird gehalten und die Temperaturen haben 80°C nicht überstiegen. Zu keinem Zeitpunkt wurden sie extrem heiß oder gar gefährlich heiß, wie noch beim Verbatim 200W.
 

Spannungsabfall?:
Erfreulicherweise konnte in meinem Dauertest kein nennenswerter Spannungsabfall beobachtet werden. Zum Start des Tests kam bei der Anker Solix 20,02V an laut Power-Z und auch nach drei Stunden war dies der Fall.
 

Ripple:
Ein Kritikpunkt vieler ultra kompakter Ladegeräte ist der Ripple-Wert. Beim Verbatim werden zwar auch keine Rekordwerte erzielt, mit durchschnittlichen 80-90mV bei 20V 3A kann man aber sehr gut leben. In der Realität spielt das keine wirkliche Rolle. Der Charger arbeitet soweit sehr sauber.
 

Fazit:

Das Verbatim Fold 'n' Go 65W Ladegerät weiß durchaus zu überzeugen. Für einen aktuell fairen Straßenpreis von knapp 20€ bekommt man ein flaches, einklappbares und technisch durchaus kompetentes Ladegerät. Ein Mix, der in dieser Form zumindest in unseren europäischen Gefilden gar nicht so häufig vorkommt. Schon gar nicht zu dem Preis.

 
Auf der Habenseite haben wir 65W konstante Leistung, eine hohe PPS-Range und zwei USB-C-Ports. Kritik gibt es jedoch auch: Das Ladegerät wird bei hoher konstanter Last sehr warm, jedoch nie besorgniserregend heiß. Die PPS-Range ist je nach Smartphone unterschiedlich gut, gerade Besitzer älterer Samsung Galaxy Ultra Phones oder OnePlus, Realme & Oppo Besitzer müssen leider mit etwas langsamerem Tempo vorliebnehmen. Und die Leistungsverteilung auf die zwei Ports ist nicht ideal und könnte etwas besser sein.
 

Keiner der Kritikpunkte ist in meinen Augen ein Ausschlusskritierium, hier hängt es natürlich ein gutes Stück davon ab, wie der eigene Usecase ausschaut. Für 20€ kann man aber auf jeden Fall einen Blick riskieren.
 

In eigener Sache:
Zum Ende nochmal der Hinweis auf die Gesamtübersicht aller geschriebenen Tests im Sub, dem Transparenz-Report, wo ich Fails und Langzeiterfahrungen festhalte, einer Übersicht über Powerbanks mit CCC-Zertifizierung, sowie dem ChargingSheet als Sammelstelle der zusammengetragenen Daten und einer Übersicht von Ladegeräten, Powerbanks, Ladeergebnissen und Co.

reddit.com
u/N8falke — 24 days ago

INIU P50-E1, 45W, 10.000mAh Powerbank - Ein Jahr später (Langzeitreview)

Stammleser dieses Subs wissen vermutlich, dass ich großer Fan von INIUs kleinem Kraftpaket bin. Die P50-E1 bietet etwas, was auch über ein Jahr nach Release immer noch einzigartig auf dem Markt ist: Rekordverdächtig kleine Ausmaßen, ein sehr geringes Gewicht gepaart mit dennoch hoher Leistung. Zwar mag es die eine oder andere spezialisierte Outdoor-Powerbank von Nitecore und Co. geben, die nochmals etwas leichter sind, aber dafür sehr zu lasten der Performance und vor allem des Geldbeutels: P/L ungenügend!
 

Seit meinem Test damals, den ihr auch hier nochmal nachlesen könnt, haben sich in meinem Haushalt mittlerweile vier Modelle angesammelt, die ich alle unterschiedlich viel und oft genutzt habe. Aber vor allem zwei davon waren das ganze Jahr über im (Dauer-)Einsatz.
 

Ich möchte hier zum einen meinen Test von damals nochmal etwas aufgehübscht aufbereiten und um Details ergänzen, die Unterschiede zwischen den Versionen aufzeigen - denn INIU typisch wurde das Modell in der Zeit natürlich wieder etwas angepasst - aber auch meine ausführlichen Eindrucke im Alltag schildern.
 

Links zu den Modellen:
schwarz
violett
weiß
blau
rosa
grün -> mit 6€ Coupon gerade für 33,99€
 

Die Preise schwanken meist zwischen 35€ und 45€. In der Regel ist die schwarze Version oft am günstigsten. Die Farbversionen haben jedoch ihren eigenen Vorteil und setzen auf leicht andere Materialien, dazu später mehr.
 

Als das Modell im Februar 2025 das erste Mal aufschlug, gab es in den folgenden 1-2 Monaten oft Angebote mit 49%-Coupons, wodurch man sich die Modelle für unter 20€ sichern konnte. Diese Angebote kamen danach leider nie wieder, weshalb man darauf auch nicht mehr warten sollte. Ich beobachte die Modelle nun schon über ein Jahr und knapp über 30€ war das höchste der Gefühle. Persönlich würde ich sagen: auch die 40€ sind sie locker wert. Für unter 40€ würde ich bei Interesse zuschlagen. Die Modelle verkaufen sich auch so wie geschnitten Brot, die Farbvarianten sind oft ausverkauft.
 

Größe & Gewicht:
8,37 x 5,32 x 2,56 cm, 166g (mit dem Mini-Kabel), 158g (ohne)
 

Zum Vergleich weitere kompakte 10k Powerbanks mit 45W - 55W:

Anker Nano 45W A1638: 8,19 x 5,09 x 3,65 cm, 227g
Baseus PicoGo 45W: 8,82 x 5,97 x 2,63 cm, 202g
Cuktech 10 Mini 55W: 9,03 x 5,04 x 3,30 cm, 217g
INIU P55L 45W: 11,09 x 7,05 x 1,82 cm, 192g
Ugreen PB727 55W: 9,12 x 5,08 x 3,37 cm, 243g
 

Bildvergleich:
https://ibb.co/7thPdtpg
https://ibb.co/jP9WK86M
https://ibb.co/dsF0bR3V

(von links: Baseus PicoGo, INIU P50, Cuktech Mini, Ugreen 55W, Anker Nano, INIU P55L)
 

Aufs Volumen betrachtet ist die P50 klar die kleinste. Es gibt Modelle wie die Anker Nano, die ähnlich klein, aber dafür merklich dicker sind (+ schlechtere Performance). Möchte man eine möglichst schmale 10k, dann bleibt die INIU P55L die beste Wahl. Dafür ist diese deutlich höher und breiter. Beim Gewicht ist der Unterschied noch Größer zu den Mitbewerbern.
 

Bilder + Farbvergleich:
https://ibb.co/wTfQ1yx
https://ibb.co/PvBBB7nD
https://ibb.co/84RWrTzZ
https://ibb.co/Hpp98d31
https://ibb.co/XfyvmXFS
https://ibb.co/pvJrWJ5f
https://ibb.co/sdcV3Brb
 

Zu meinen drei schwarzen Versionen hat sich vor kurzem eine weiße hinzugesellt. Die Farbvarianten setzen im Gegensatz zur schwarzen Version nicht auf matten Soft-Touch, sondern einen glänzenderen "Klarlack"-Kunststoff, der sich viel hochwertiger anfühlt und deutlich weniger Gebrauchsspuren anzeigt. Man hat nicht die Soft-Touch bekannten Probleme, dass der Stoff schnell schmierig werden kann, oder sich vermehrt Fusseln drauf absetzen. Zwar hat sich das auch bei meinen schwarzen Modellen nicht bewahrheitet, allerdings habe ich die Powerbanks auch immer in einem kleinen Schutzbeutel gehabt und nie solo im Rucksack verstaut. Dadurch haben sie sich gut gehalten. Ich würde hier aber klar zu den Farbvarianten greifen.
 

Specs:

  • 10.000 mAh bzw. 36Wh Kapazität laut Hersteller
  • 5V 3A / 9V 3A / 12V 3A / 15V 3A (C1 / C2)
  • C1: 45W Output, 20W Input
  • C2: 45W Output, 20W Input
  • A1: 22,5W Output
  • Leistungsverteilung:
  • 15W insgesamt bei Nutzung von zwei Ports (7,5W + 7,5W)
  • 15W insgesamt bei Nutzung von drei Ports (5W + 5W + 5W)
  • PPS:
  • 5V - 11V bei 4,8A (alte Modelle)
  • 5V - 11V bei 5A (neue Modelle)
  • UFCS:
  • 5,5V - 11V bei 4,5A
  • 11V - 21V bei 2,25A
  • Ladeprotokolle:
  • C1/C2: PD3.0, UFCS (49,5W), QC3, AFC, FCP, Apple2.4A, DCP
  • A1: QC3, AFC, FCP, SCP, Apple2,4A, DCP
  • Passthrough wird unterstützt
     

Stichpunkte:

  • 20V-Stufe ist nicht vorhanden
  • beide USB-C Ports sind identisch
  • bei der PPS-Range gab es im Vergleich zu den Release-Modellen ein minimales Upgrade
  • Der Akkustand wird in Prozent angeben und ist INIU typisch leider eher ungenau
  • Schnellladung gibt es immer nur auf einem Port
  • kein SCP auf den USB-C Ports bedeutet keine Probleme mit dem Triggern von PPS für Honor
  • Wie immer bei INIU: KEINE CCC-Zertifizierung
  • Mini-Kabel nun mit 5A (Release-Modell lag bei 3A)
     

Obwohl die Powerbank so kompakt ist, bietet sie in Summe ganze drei Ports. In der Realität wird man jedoch selten mehr als einen nutzen, denn bei Nutzung von mehr als einem Port drosselt sich das Modell erwartungsgemäß immens herunter. In der Theorie kann man die Ports dafür nutzen Smartphone + Earbuds oder Watches zu laden, in der Praxis macht sich das Fehlen eines dedizierten Niedrigstrom-Modus bemerkbar. Je nach Gerät kann es dazu kommen, dass die Leistung ab einem bestimmten Wert zu gering ist und die Powerbank sich daher abschaltet. Zu Ohren gekommen ist mir das bei Garmin-Uhren. In meinem Usecase habe ich die Powerbank nur sehr selten für meine Apple Watch Series 9 genutzt, aber bei der von mir vorgenommenen Ladung bis 80%, wo die Uhr auch ihre 2-5W konsequent zieht, hatte ich nie Probleme.
 

Mein neueres Farbmodell besetzt eine leichte höhere PPS-Range. Nun volle 5A bei bis zu 11V (zu 4,8A vorher). In der Realität macht das absolut keinen Unterschied. Mein OnePlus 15 hat so zB. statt mit 40-42W PPS nun 41-43W gezogen. Aber besser haben als brauchen. Ein weiterer Unterschied zum Release-Modell: das mitgelieferte Mini-Kabel (17cm Länge), bietet nun auch Support für volle 5A statt 3A zuvor. Sodass man die volle Leistung der Powerbank nun auch mit den eigenen Kabel bekommt. Durch das Fehlen von SCP auf dem USB-C-Port ließ sich auch PPS auf meinem Honor Win RT erfolgreich triggern. Möchte man dennoch SCP nutzen, so findet man es auf dem USB-A-Port. Gut gelöst.
 

Folgende Kapazitätswerte konnte ich ermitteln:
 

  • 31,5Wh bei 15V 3A (88%)
  • 31,78Wh bei 15V 2A (88%)
  • 32,80Wh bei 9V 2,22A (91%)
     

Die TinyCells liefern wie bei INIU üblich die sehr hohe Netto-Kapazität. Bei keinem der vier Modelle, die ich besitze, gab es Ausschläge.
 

Konstante Leistung:
Das ist der Punkt, wo man in der Realität Unterschiede sieht zu Test-Szenarien!
 

Zieht man volle 45W aus der Powerbank, z.B. über eine synthetische Last mit 15V 3A oder bei Ladung eines MacBook Air M4, dann drosselt sich die Powerbank konsequent nach durchschnittlichen 10 Minuten auf 30W herunter. Diese 30W können aber konstant bis Ende ausgeben werden. 30W liegen immer mindestens an - bei normaler Raumtemperatur von 22°C.
 

Nutzt man die Powerbank aber dafür, wofür sie eigentlich gedacht ist, Smartphones, sieht das Bild anders und besser aus!
In der Realität laden die wenigsten Smartphones direkt mit 45W PPS. Schaut man sich den Ladeverlauf mal genauer an, wird man merken, dass die meisten Smartphones mit einer niedrigeren Spannung beginnen und im Lauf der Ladung hochschalten -> PPS (Programmable Power Supply) - die Spannung ist variabel. Bei einem OnePlus 15 oder Realme GT 7 Pro schaut das so aus: Begonnen wird mit 7-8V bei bis zu 5A, sodas die ersten Minuten 35-40W betragen. Erst nach einigen Minuten schalten sich die Smartphones in der Spannung Stück für Stück höher, laden aber die meiste Zeit mit Werten zwischen 8 und 9V (bei 5A), wodurch wir im Durchschnitt 40W erreichen. Dadurch, dass die Powerbank nicht sofort mit 45W ausgelastet wird und sich die Ladung von 35W auf bis zu 40-42W hochschaltet, drosselt sich auch die Powerbank nicht nach 10 Minuten. Bei den beiden genannten Modelle war das nach durchschnittlichen 20 Minuten der Fall. In der Zeit konnten beide Modelle von 5% ausgehend bereits auf über 70% gebracht werden. Das Realme GT 7 Pro fängt ab 70% eh an sich zu drosseln und auch das OnePlus 15 tut dies ab 80%. Zumal, wenn die Drosselung dann erstmal einsetzt, beide Phones immer noch mit 28-30W geladen werden können.
Geht man jetzt auch nicht unbedingt von 5% aus, die meisten laden im Alltag ihr Phone vermutlich deutlich früher, so wird man beim Laden des Smartphones keinerlei Drosselungen wahrnehmen, zumal beide Phones auch Extrembeispiele mit riesigen Akkus sind. Bei iPhones, Samsung Ultra Phones, Pixels, etc, wird man nie in eine Drosselung stoßen, da diese Phones diese Powerbank garnicht ausreizen können.
 

Für Smartphones aller Art ist die P50 eine ausgezeichnete Wahl. 40-45W PPS stehen sehr lange zur Verfügung und selbst wenn die Powerbank mal drosselt, hat man immer mindestens noch 30W. Angesichts der Größe und des Gewichts ein fantastisches Abschneiden. Zumal sie damit die meisten anderen 45W, 10k Powerbanks hinter sich lässt.
 

Abschließend kann ich sagen, dass ich mit der Performance der P50 im Alltag sehr zufrieden war. Und ich hab sie für viele Geräte genutzt: MacBooks, Android Phones mit riesigem Akku aber auch iPhones. Selbst für mein MacBook Air stellte sie eine gute Wahl da, um dem MacBook einen guten Akkuschub zu verpassen. Denn auch 30W reichen hier vollkommen aus.
 

Aufladung:
Der Input mit 20W ist zwar auf den ersten Blick konservativer gehalten, allerdings lädt die Powerbank durchgehend mit 20W und drosselt sich erst die letzten 10-15 Minuten herunter, was dazu führt, dass die Ladung trotzdem "nur" 01:50h - 02:00h im Schnitt dauert. Das sind Werte, die man eher von Powerbanks mit 30W Input gewöhnt sind.
 

Fazit:
Auch nach über einem Jahr intensiver Nutzung hat die P50 für mich nicht an Faszination verloren. Das geringe Gewicht und die kleinen Ausmaßen im Alltag haben sich immer wieder bewährt, es ist aber vor allem das Zusammenspiel daraus mit den sehr guten Leistungswerten, die begeistern. Schaut man sich das Modell unwissend an, könnte man meinen, dass die Powerbank entweder bei Kapazität oder aber bei der Leistung einbüßt. Jedoch ist beides nicht der Fall. Die Netto-Kapazität ist INIU typisch sehr gut und die Performance im Alltag für vielerlei Usecases, aber vor allem für Smartphones, ausgezeichnet.
Und auch wenn man das von einem Produkt durchaus erwarten darf, muss ich dennoch positiv hervorheben, dass meine vier Modelle, wovon ich mindestens zwei sehr intensiv genutzt habe, alle keinerlei Abnutzungserscheinungen zeigen und mich auch nie im Stich gelassen haben.
 

Und auch wenn INIU viele tolle Produkte auf den Markt wirft, gab es in der Vergangenheit immer wieder unschöne Beobachtungen, wie z.B. Downgrades bei neuen Revisionen. Das konnte ich bei der P50 - Stand 06/26 - nicht vernehmen, zumindest bei meinen Versionen. Das neue weiße Modelle performt genauso gut wie die älteren schwarzen. Hier gab es tatsächlich mal nur Upgrades: Mini-Kabel mit 5A statt 3A vorher, PPS-Range leicht gesteigert, bessere Materialien bei den Farbvarianten.
 

Frei von Kritik ist jedoch auch die P50 nicht. Die Prozent-Anzeige des Akkus ist INIU typisch leider nicht super genau, die Zahlen rasseln gerade beim hohen Output schneller runter, als das in der Realität der Fall ist. Zudem fehlt ein Niedrigstrom-Modus für Gadgets mit geringer Leistungsaufnahme.
 

In Summe bekommen wir hier eine fantastische Mini-Powerbank mit hoher Leistung, die in ihrer Summe weiterhin unerreicht bleibt und meiner Meinung nach auch ihre 40€ wert ist.
 

In eigener Sache:
Zum Ende nochmal der Hinweis auf die Gesamtübersicht aller geschriebenen Tests im Sub, dem Transparenz-Report, wo ich Fails und Langzeiterfahrungen festhalte, einer Übersicht über Powerbanks mit CCC-Zertifizierung, sowie dem ChargingSheet als Sammelstelle der zusammengetragenen Daten und einer Übersicht von Ladegeräten, Powerbanks, Ladeergebnissen und Co.

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u/N8falke — 27 days ago

LISEN P601 Pro Ultra Slim Qi2 15W, 20W wired, 5.000mAh Powerbank - Der Budget-King (Review)

Ultra kompakte 5.000mAh MagSafe Powerbanks sind ein zweischneidiges Schwert, vor allem mit Qi2 15W. Die meisten Modelle sind super dünn, aber schwächeln gerade bei der drahtlosen Leistung enorm. Ein Paradebeispiel ist leider ausgerechnet das Premium-Modell von Anker, die MagGo Nano A1665 Hier zum Review. Zwar kann das Modell 15W ausgeben, aber nur für wenige Minuten, ehe sich die Powerbank auf Grund von Übertemperatur drosselt und auch im Alltag konnte ich zu häufig beobachten, dass sich an der Ladung einfach nichts tut. Und dann gibt es auch noch das Gegenstück dazu, die Ugreen Nexode Air Hier zum Review. Das einzige Modell mit wirklich starker Wireless Charging Leistung unter den Qi2 5k Modellen, was auch mit den größeren 10k Modellen mithalten kann, ohne den dünnen Formfaktor zu verlieren. Ich hab sie als beste Qi2 5k Powerbank bezeichnet und das ist sie auch, der Nachteil jedoch ist: hohe Leistung, kompakte Ausmaßen -> das Modell wird schon merklich warm und für die Sommertage ist da wenig Spielraum. Hat es in meinen Tests sehr gut abgeschnitten, ist der Alltagseinsatz immer noch etwas anderes und da merkte ich doch: Phone mitsamt Powerbank in der Hand zu halten kann durchaus unangenehm werden.
Die P601 Pro Ultra Slim von LISEN bietet Qi2 mit 15W bei ebenfalls kompakten Ausmaßen und setzt sich mit seiner Leistung direkt zwischen die Stühle beider vorher genannten Modelle. Warum das situativ sogar dazu führen kann, dass sie besser als sowohl die Anker als auch die Ugreen sein könnte, zeigt der folgende Test.

 

Link zu dem Modell:
Amazon
 

Die UVP liegt bei 29,99€ - zum Zeitpunkt des Tests liegt der Preis bei 21,99€ - womit sie potentiell eine sehr gute Budget-Alternative zu den teuren Anker und Ugreen Modellen sein könnte.
Scheinbar kann von den gelisteten Modellen jedoch nur das verlinkte graue Qi2, die anderen Farben sind Qi-Modelle.
 

Größe & Gewicht:
9,93 x 6,74 x 1,00 cm, 110g

 

Zum Vergleich:
Anker MagGo Nano Slim 5k: 10,20 x 7,06 x 0,87 cm, 121g
Ugreen Nexode Air 5k: 10,49 x 6,98 x 0,86 cm, 125g
INIU P71-E1 5k: 9,91 x 6,71 x 0,93 cm, 116g
 

Apple Battery Pack for iPhone Air 3k: 12,21 x 7,07 x 0,76 cm, 126g
 

Weitere "Non-Slim" Qi2, 5k Powerbanks, z.B. von EcoFlow oder ESR habe ich ignoriert. Sie sind in meinen Augen sinnlos, da sie oft schon ausmaßen von schmalen 10k Powerbanks annehmen, bei halber Kapazität. Die genannten Modelle überzeugen auf Grund ihres dünnen Formfaktors und dass sie wenig auftragen.
 

Bei der Verarbeitung hat man meiner Meinung nach eine gute Balance gefunden. Ja, die Anker und Ugreen sind merklich hochwertiger, ohne dass sich die Lisen billig anfühlt. Einfacher halt. Dennoch ist das Design gelungen, denn meiner Meinung nach kommt es hier auf Details an. Zum einen ist die Lisen wunderbar an den Seiten abgerundet, sodass sich Phone + Powerbank in den Händen sehr angenehm anfühlt, etwas was die Ugreen auf Grund des kantigeren Designs nicht bietet. Zum anderen ist sie zwar minimal dicker als die Ugreen und die Anker, dafür aber etwas kürzer, wodurch sie auf einem 17 Pro ohne Case nicht übersteht. Das ist bei der Anker minimal (!) und bei der Ugreen leider merklicher der Fall. Im Alltag für mich tatsächlich ein spürbarer Unterschied. Wer jedoch ein größeres Smartphone als das 17 Pro besitzt, kann den Punkt ignorieren. Dort steht kein Modell über.
Subjektiv würde ich die Modelle vom "Feeling" folgend ranken:

  1. Anker, 2. Lisen, 3. INIU, 4. Ugreen.
     

Bilder:

https://ibb.co/dJc4zXQB
https://ibb.co/sJkbYnC2
https://ibb.co/Kx0Ljtt4
https://ibb.co/ksg690Jw
https://ibb.co/5x2jC0t4

Qi2 5k Lisen vs Qi 5k Lisen:
https://ibb.co/BvWVVJD
https://ibb.co/jPWqY7Qf
 

Specs:

  • 5.000 mAh bzw. 18Wh Kapazität
  • 5V 3A / 9V 2,22A / 12V 1,67A
  • C1: 20W Output / 18W Input
  • Qi2 15W
  • Leistungsverteilung:
  • 5V 3A bei Nutzung von zwei Ports, 7,5W + 7,5W
  • PPS:
  • 5V - 11V bei 2A
  • Ladeprotokolle:
  • C1: PD3.0, QC3, FCP, SCP, AFC, Apple2,4A, DCP
  • Passthrough wird unterstützt
     

Stichpunkte:

  • Der USB-C-Port liegt unten
  • LEDs auf der Rückseite, vertikal
  • 4 davon zeigen den Akkustand an
  • eine LED zeigt Wireless Charging an
  • Powerbutton an der rechten Seite
     

Folgende Kapazitätswerte konnte ich ermitteln:
 

14,88Wh bei 9V 2,22A -> 20W (83% zur Herstellerangabe von 18Wh)
 

Anker: 13,81Wh (75%)
Ugreen: 15,97Wh (81%)
INIU: 15,64Wh (80%)  

Bei voller Leistung bot die Ugreen knapp vor der INIU die beste netto Kapazität. Über 80% sind bei einer extrem kompakten MagSafe-Powerbank ein sehr guter Wert. Die meisten liegen unter 80% und so auch die Anker.
Die Lisen bietet zwar leicht weniger Nettokapazität, wirbt aber auch mit etwas weniger (18Wh). Unterm Strich ist die Kapazität auch hier sehr gut.
 

Alle Modelle eint: 20W per Kabel können nicht konstant ausgegeben werden!
 

Die Lisen schaffte 20W lediglich 5 Minuten, dann folgte eine Drosselung auf 15W. Nach 30 Minuten drosselte sich die Powerbank erneut auf 10W bis Ende.
 

Zum Vergleich:
Die Ugreen schaffte 20W ganze 45 Minuten, ehe es sich auf 5V 2A -> 10W drosselte.
Die Anker schaffte 20W lediglich 30 Minuten und drosselte sich dann auf 5V 2,4A -> 12W.
Die INIU packte die 20W sogar nur rund 10 Minuten und ging dann auf ebenfalls 5V 2,4A -> 12W.
 

Die Kabellleistung bei der Ugreen ist klar die beste! Jedoch auf Kosten der Temperaturen. Die Ugreen erwärmt sich merklich. Auch die Anker wird sehr warm, während die INIU auf Grund der früheren Drosselung kühler blieb.
Die Lisen jedoch blieb mit Abstand am kühlsten und hat sich per Kabel zu keinem Zeitpunkt merklich erwärmt, was sich dann auch positiv auf das iPhone auswirkt, wodurch man beides in Kombi angenehm in einer Hand nutzen kann.
 

Qi2 15W Wireless Performance:

Vorab: Wireless Charging ist unheimlich anfällig für alle möglichen Faktoren, die das Ladeergebnis bereits negativ beeinträchtigen können. Um hier möglichst eine Vergleichbarkeit herzustellen, habe ich mich auf folgende Testbedingungen festgelegt:
 

Als Testkandidat habe ich ein iPhone 17 Pro ab 5% genommen und bis 80% geladen. Die Aufladungen wurden mehrfach wiederholt und ein Durchschnittswert gebildet. Die Raumtemperatur betrug immer 22°C, geladen wurde ohne Case. Das iPhone war stets auf Raumtemperatur heruntergekühlt und vor dem Test nicht un Benutzung.
 

Warum bis 80%? Ab 80% drosselt sich jedes iPhone immer natürlich herunter und befindet sich im Trickle Charging. Eine Vergleichbarkeit liegt da nicht mehr vor.
 

Es sollte natürlich klar sein, dass diese Ergebnisse nicht ganz vergleichbar sind mit echten Alltagserfahrungen. Denn hier spielen zu viele Faktoren mit rein: 5G, Umgebungs-Temperaturen, Case, Nutzung des Phones - generell alles was zu einer Erhitzung des Phones führen könnte beeinflusst das Wireless Charging. Daher alle Ergebnisse bitte nur als Richtwert sehen!
 

Lisen:
 

Qi2 / 15W peak / ab 5%
After 10 minutes: 21%
After 20 minutes: 28%
After 30 minutes: 34%
After 40 minutes: 41%
After 50 minutes: 48%
After 60 minutes: 54%
After 70 minutes: 61%
After 80 minutes: 67%
After 90 minutes: 74%
After 96 minutes: 80%

 

Zum Vergleich die bisher beste Qi2 5k Powerbank: Ugreen MagFlow Air
 

Qi2 / 15W peak / ab 5%
After 10 minutes: 20%
After 20 minutes: 34%
After 30 minutes: 43%
After 40 minutes: 52%
After 50 minutes: 60%
After 60 minutes: 67%
After 70 minutes: 74%
After 79 minutes: 80%
 

Und die Anker Nano MagGo Slim:
 

Qi2 / 15W peak / ab 5%
After 10 minutes: 19%
After 20 minutes: 26%
After 30 minutes: 33%
After 40 minutes: 40%
After 50 minutes: 46%
After 60 minutes: 53%
After 70 minutes: 58%
After 80 minutes: 62%
After 90 minutes: 65%
After 100 minutes: 68%
After 120 minutes: 72%
After 130 minutes: 75%
 

Notizen und Einordnung:

Drei völlig unterschiedliche Ergebnisse allein schon bei den reinen nackten Zahlen!
 

  • die Ugreen ist klar die schnellste, aber auch wärmste
  • die Lisen ist klar die kühlste
  • die Anker ist klar die schwächste
     

Wie man die Ergebnisse bewertet, hängt vom Blickwinkel ab. Ja, die Lisen lädt merklich langsamer als die Ugreen, aber dennoch flotter als die Anker, die hintenraus auf. Grund von Übertemperaturen völlig in der Leistung zusammenbricht. Ein Blick auf die Ladeleistung über Coconut Battery gibt Aufschluss darauf, wie die Lisen arbeitet.
 

Die ersten 10 Minuten liegen tatsächlich 15W wireless an, danach drosselt sich die Powerbank aber konsequent auf 7,5W herunter. Hält diese 7,5W aber auch konstant. Was sich erst nach Enttäuschung liest, ist in der Realität die clevere Wahl gewesen. Dadurch dass diese 7,5W nämlich konstant anliegen, lädt auch das iPhone konstant auf. Zumal die Lisen auch hier zu keinem Zeitpunkt sonderlich warm wird. Der Spitzenwert an der Powerbank selbst, den ich messen konnte, liegt bei lediglich 35°C -> https://ibb.co/Hf7wv9MH
Die Anker kommt hier auf über 40°C, die Ugreen schafft sogar 42°C.
 

Sowohl die Ugreen als auch die Anker werden also spürbar wärmer, aber mit ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Während die Ugreen ihre Leistung konstant weiter ausgibt und für eine kompakte 5k einfach richtig Power hat, kracht die Anker je länger die Ladung dauert, weiter ein. Was für sporadisches Nachladen noch völlig in Ordnung geht, entpuppt sich bei einer drahtlosen Nahezu-Volladung als Drosselungsmarathon heraus.
 

Möchte man die Performance, dann würde ich zur Ugreen tendieren. Steht die aber nicht im Vordergrund und wünscht man sich einfach nur kontinuierliches Aufladen mit niedrigeren Temperaturen, dann empfiehlt sich die Lisen.
 

Ich habe die Lisen auch im Alltag unterwegs genutzt. Zwar nicht bei Hochsommer-Temperaturen, aber die 20°C wurden dennoch geknackt. Hier konnte ich keine Nachlässigkeit wahrnehmen. Aber dennoch sei darauf verwiesen, dass die Ergebnisse wie oben beschreiben natürlich situativ abweichen können. Insbesondere bei Nutzung des Phones und mit Case.

 

Aufladung:
Mit 20W Input ist die Powerbank in durchschnittlich 01:35h aufgeladen. Zwar drosselt die Powerbank auch hier relativ flott auf 15W, dafür lädt sie damit dann sehr konstant und die Ladekurve flacht weniger langsam ab im Vergleich zur Ugreen, die z.B. 5 Minuten länger durchschnittlich benötigt.
 

Fazit:
Die Lisen P601 Pro Ultra Slim macht die richtigen Kompromisse. Weder 20W per Kabel noch 15W wireless stehen sonderlich lange zur Verfügung. Aber hier ergeben die frühen Drosselungen im Alltags-Einsatz durchaus mal Sinn, da die Temperaturen durch die Bank weg niedrig bleiben und die Smartphones dadurch auch konstant geladen werden.
 

Ein starker Pluspunkt ist hier auch der Preis. Das Modell ist oft, wie zum Zeitpunkt des Erscheinen dieses Tests, für 20-22€ im Angebot und kostet damit lediglich die Hälfte der Anker oder Ugreen-Modelle. Der günstige Preis schlägt sich zwar etwas auf die Verarbeitungsqualität nieder, macht das durch cleveres Design aber wieder weg: abgerundete Seiten, optimale Länge für iPhone 17 Pro Besitzer, etc.
 

Somit stellt das Modell nicht nur eine gute Budget-Empfehlung dar, es ist generell eine sehr gute und empfehlenswerte Qi2 5k Powerbank zum fairen Preis. Und je nach dem wo der Fokus liegt, einer ansonsten stärkeren Ugreen MagFlow Air sogar durchaus vorzuziehen.
 

In eigener Sache:
Zum Ende nochmal der Hinweis auf die Gesamtübersicht aller geschriebenen Tests im Sub, dem Transparenz-Report, wo ich Fails und Langzeiterfahrungen festhalte, einer Übersicht über Powerbanks mit CCC-Zertifizierung, sowie dem ChargingSheet als Sammelstelle der zusammengetragenen Daten und einer Übersicht von Ladegeräten, Powerbanks, Ladeergebnissen und Co.

u/N8falke — 29 days ago

In eigener Sache: Gesamtübersicht mit leichtem Facelift

Ein Feedback, welches ich kontinuierlich bekomme, ist die Frage nach einer Bestenliste oder allgemeinen Empfehlungen. Und grundsätzlich ist das auch eine schöne Idee, aber bisher scheiterte es an der Umsetzung und ein wenig auch an der Muße. Wenn ich sowas mache, dann doch richtig. Schön detailliert, vllt. sogar noch mit filterbaren Elementen, sodass jeder die Listen für sich anpassen kann, wie die Bedürfnisse halt auch immer ausschauen. Umgesetzt auf einer neuen schönen Seite, an der auch letztes Jahr gewerkelt wurde. Dazu ist es leider nicht gekommen und die Seite liegt auch auf Eis für den Moment.
 

Was ich stattdessen gemacht habe, war deutlich simpler, aber nicht weniger notwendig. Ich habe die beiden Landing-Pages, die Gesamtübersichten Deutsch und Englisch, ein wenig überarbeitet. Anstatt vorher alle Tests schnöde aneinander zu reihen, habe ich wie im GoogleSheet zunächst die Powerbanks von den Ladegeräten separiert. Das allein schafft schon deutlich mehr Übersicht. Aber auch die Powerbanks wurden nochmal aufgeteilt in wireless und wired. Ein Feedback, was ich öfters bekommen habe. Ich hoffe, dass so jeder die Tests und Artikel schneller finden kann.
 

Ausgehend von einer Idee eines User vor ein paar Tagen, habe ich die Gelegenheit aber mal genutzt und für jede der neuen Kategorien 3-4 Empfehlungen gelistet. Und zumindest soweit rudimentär aufgeteilt, dass die meisten direkt fündig werden sollten. Für alles weitere, also spezifische Usecases, empfiehlt es sich nach wie vor immer einfach nachzufragen. Entweder in den Threads oder als neue Posts.
 

Eine Idee, die ich letztes Jahr aber schon hatte, dann aber leider doch im Sand verlaufen ist, sind größere Vergleichstests innerhalb einer Produkt-Kategorie. z.B. werde ich oft gefragt, was ist denn nun die aktuell beste Qi2.2 Powerbank? Natürlich kann man durch die einzelnen Tests der Modelle klicken, und gerade in den letzten Tests nehme ich viel Bezug auf die anderen Modelle, um eine bessere Vergleichbarkeit herzustellen, aber schöner wäre doch, wenn das direkt irgendwo gesammelt in einem großen Test steht. Etwas ähnliches gibt es schon mit Powerbanks mit integrierten Kabeln -> Link
 

Feedback ist natürlich immer willkommen. Und ich schaue, was ich umsetzen kann. Da dies aber weiterhin ein reines Hobby-Projekt ist, sind die (zeitlichen) Möglichkeiten natürlich leider begrenzt.

reddit.com
u/N8falke — 1 month ago

INIU (P791) Qi2.2 25W, 65W wired, 10.500mAh Powerbank - der neue Primus (Review)

Von INIU gibt es Stand 06/26 nun ganze drei Qi2.2 Powerbanks:
 

  • P781 Review: Das erste Modell, welches INIU veröffentlicht hat: 45W per Kabel, 10.000mAh, Batterieanzeige in Prozent, 2x USB-C, slimmes Design.
     

  • P771 Amazon (Weiß), Amazon (Schwarz): Das Modell wurde gerade frisch veröffentlicht und liegt mir auch schon vor, ein Review folgt. 45W per Kabel, 10.000mAh, Batterieanzeige mit TatzenLEDs, 1x USB-C, etwas dicker, aber dafür kürzer.
     

  • P791 - dieses Modell. Die P791 gleicht der ersten P781 sehr, tatsächlich ist das Design sogar nahezu 1:1: 65W per Kabel, 10.000mAh, Batterieanzeige in Prozent, 2x USB-C, slimmes Design.
     

Man nahm das Design der P781 und erhöhte die Leistung per Kabel auf ganze 65W. Wie zuletzt auch bei der LISEN P604 - wo das eine sehr zweifelhafte Angelegenheit war. Ist es hier besser und wie ist das möglich? Kann das überhaupt gut gehen, da ja schon die P781 mit Performance-Problemen zu kämpfen hat? Die Antworten darauf sind mehr als nur interessant. Viel Spaß beim Lesen des Reviews!

 

Link zu dem Modell:
schwarz
Auf alle Angebote klicken! Der Preis wird mir sonst nicht direkt angezeigt.
 

Die UVP liegt bei 69,99€
 

Zu dem Listing sind mehrere Anmerkungen zu machen:
Zunächst muss ich sagen, dass ich nur sehr zufällig überhaupt darüber gestolpert bin, denn was sofort auffällt: Das Listing stammt nicht von den üblichen INIU-Händlern (SimpleLife LLC oder TopStar), sondern von dem komplett neuen " YihengLD LLC". Ist das INIU selbst? Ist das ein autorisierter Reseller oder jemand gänzlich neues? Unbekannt. Neben diesem Modell werden aktuell nur zwei weitere Farbvarianten der älteren P781 gelistet.
Außerdem auffällig: Das Listing ist mehr als nur unvollständig. Abgebildet ist eine gänzlich andere Powerbank, das alte Qi2 Modell P73-E1. Erst beim Scannen des Listings selbst entdeckte ich die Angabe "P791" - also doch ein neues Modell? Ja, denn das Modell existiert tatsächlich, denn das verlinkte Benutzerhandbuch gehört zu diesem Modell und der dort enthaltene QR-Code führte zum eigentlichen Specsheet - gespeichert auf INIUs eigener Website: Hier der Link dafür. Das Modell existiert also, ist das vllt. ein Listing, was zu früh freigeschaltet wurde? Keine Ahnung, aber da mir Amazon sogar "in Stock" listete, habe ich es einfach mal bestellt um zu schauen, was mich da erwarten würde. Und tatsächlich: es kam die P791 an.
 

Größe & Gewicht:
10,67 x 7,20 x 1,38 cm, 206g (mit dem Mini-Kabel), 196g (ohne)

 

Zum Vergleich die anderen beide INIU-Modelle:

INIU P781: 10,67 x 7,20 x 1,38 cm, 210g (mit dem Mini-Kabel), 200g (ohne)
INIU P771: 10,20 x 6,80 x 1,70 cm, 185g
 

Weitere Qi2.2 Modelle:

Baseus PicoGo AM52: 10,34 x 6,62 x 1,62 cm, 201g
Baseus PicoGo AM61: 10,36 x 6,80 x 1,92cm, 211g
LISEN P604: 10,28 x 6,40 x 2,31 cm, 231g
EcoFlow Rapid Mag: 11,06 x 7,21 x 1,61 cm, 227g
Sharge ICEMAG 3: 11,01 x 7,05 x 2,25 cm, 245g
Ugreen MagFlow: 11,08 x 7,00 x 2,12 cm, 254g
 

Die neue P791 ist exakt gleich von den Ausmaßen zu der alten P781 und dabei 4g leichter. Heißt: Es ist nach wie vor das dünnste Qi2.2 Modell auf dem Markt - mit Abstand.
 

Bilder:
https://ibb.co/rKQd0tt1
https://ibb.co/LDSRzs4Q
https://ibb.co/MyFYL4LV
https://ibb.co/27JqyDyh
https://ibb.co/PZ9styrj
https://ibb.co/B52Pm9GK
https://ibb.co/Y7hy8gHc
https://ibb.co/8DbCfBDq
https://ibb.co/h12GSGRR
 

Wie bei der INIU P781 gibt es ein Mini-Kabel, welches an einer Schlaufe befestigt ist und somit auch entfernt werden kann. - das Kabel aus der Schlaufe und auch die Schlafe von der Powerbank. Das Kabel kann bis zu 5A.
 

Specs:

  • 10.500 mAh bzw. 38,99Wh Kapazität laut Hersteller
  • 5V 3A / 9V 3A / 12V 3A / 15V 3A / 20V 3,25A (C1/C2)
  • C1: 65W Output, 30W Input
  • C2: 65W Output, 30W Input
  • Qi2.2 25W
  • Leistungsverteilung:
  • 22,5W insgesamt bei Nutzung von zwei Ports (15W + 7,5W)
  • PPS:
  • 5V - 15V bei 4,5A
  • Ladeprotokolle:
  • C1/C2: PD3.0, QC3, AFC, FCP, SCP, SFCP, Apple2.4A, DCP
  • Passthrough wird unterstützt
     

Stichpunkte:

  • 20V-Stufe ist vorhanden
  • beide USB-C Ports sind identisch
  • sehr kuriose PPS-Range, mehr dazu weiter unten
  • Der Akkustand wird in Prozent angeben, die Anzeige befindet sich unten neben den Ports
  • Beide USB-C-Ports sind auf der unteren Seite
  • Wie immer bei INIU: KEINE CCC-Zertifizierung
     

Wieder 65W, wie die LISEN P604. Dazu eine 15V 4,5A PPS-Range. Mir ist kein einziges Gerät bekannt, welches von 15V PPS profitieren könnte. Das Samsung S25 und S26 Ultra kann mit 13-14V PPS laden, brauch dafür aber die 16V-Range. Unterm Strich sind die 15V 4,5A also eher als 11V 4,5A zu sehen. Und das bedeutet somit: 40-45W PPS. Was ja auch völlig in Ordnung ist und mehr als nur ausreichend ist. Bei 65W wären 20/21V 3A PPS aber schön gewesen, auf der anderen Seite: mit Ausnahme der Baseus AM52 hat bisher jede Powerbank dieser Klasse damit gestruggled überhaupt 45W PPS mehr als 10 Minuten auszugeben. Aber mehr zu der Leistung später....
 

Folgende Kapazitätswerte konnte ich ermitteln:
 

  • 33,51Wh bei 15V 3A (86%)
  • 33,74Wh bei 9V 3A (88%)
     

Bei der Effizienz und der Netto-Kapazität konnte man INIU noch nie etwas vormachen und auch die P791 liefert mehr als hervorragende Werte, on par mit den anderen beiden Modellen und somit die besten in ihrer Kategorie. Absolut kein Anlass zur Kritik.

 

Konstante Performance:
 

Die bisher beste Kabel-Performance an einer MagSafe-Powerbank konnte ich bei der Baseus AM52 messen. Diese war in der Lage ihre 45W für ganze 14-15 Minuten auszugeben, ehe eine 30W Drosselung einsetzte. Alle anderen Modelle konnten 45W bisher nichtmal 10 Minuten ausgeben oder boten 45W nicht mal an.
 

Die alte P781 drosselte wie folgt:

  • 45W PD für 7 Minuten, dann Drop auf 24W PD - bis Ende
  • 40-45W PPS (4,5A - zum Beispiel bei der Ladung eines OnePlus 15) für 7-8 Minuten, dann Drop auf 24W PPS (2,75A) bis Ende
     

Die neue P791 übertrifft alle bisher erzielten Ergebnisse bei Weitem!
 

Dennoch müssen wir differenziert drauf schauen. Zunächst einmal: 65W kann die Powerbank tatsächlich auch ausgeben und das auch mehr als eine Minute, im Gegensatz zur LISEN P604. Aber: Mehr als 7 Minuten sind hier dennoch nicht drin, dann drosselt sich die Powerbank auf 45W bereits herunter. Nach weiteren 5-6 Minuten und somit knapp 13 Minuten insgesamt, landen wir bei 24W - wie auch die P781. Dabei hat sich die Powerbank merklich erhitzt. 65W sind einfach zu viel. Und dafür kann ich diese Powerbank auch absolut nicht empfehlen.
 

Aber: gehen wir von 45W aus, z.B. ein sehr kleiner Laptop, das Steamdeck, ein aktuelles iPad Pro oder aber wir nutzen einfach 40-45W PPS, z.B: für das OnePlus 15, diversen Samsungs, Xiaomi usw, sieht die Sache ganz anders aus!
 

Ich habe mein OnePlus 15 ab 5% genommen und es hat direkt 38W PPS getriggert. Über den Lauf der Ladung hat sich die Spannung variabel erhöht und ging auf bis zu 42W hoch. Diese Leistung konnte die P791 ganze 21 Minuten lang halten!
Dann hat sich das Modell auf 35W (4A PPS) gedrosselt. Und nach insgesamt 30 Minuten setzte eine Drosselung auf die bekannten 24W (2,75A) ein. Nur war nach diesen 30 Minuten das OnePlus 15 auch bereits bei 80% angekommen und fing eh an sich zu drosseln.
 

Mit 21 Minuten lang 40-45W deklassiert es die gesamte Konkurrenz, der bisherige Spitzenreiter war die Baseus AM52 mit 14 Minuten. Vor allem der Vorgänger wird deutlich zurückgelassen. Und das, obwohl Größe und Gewicht im Prinzip gleich sind. Wie ist das möglich?
 

Meine Vermutung - ohne einen Teardown gemacht zu haben - neue Akkuzellen. Was mir im Specsheet schon auffiel war die Angabe von 3x 3.350mAh Akkuzellen, statt der üblichen 2x 5.000mAh Pouchzellen. Das fiel mir schon bei der LISEN auf, die auch erstmals auf diese Zellen setzt, die offenkundig deutlich mehr Leistung zulassen. Nur, dass die LISEN nicht im Stande war sie effektiv zu nutzen, zumindest per Kabel. Die INIU hingegen schon.
 

Unterm Strich:
65W sind zu viel, aber für 45W ist die Powerbank erstmals sehr gut geeignet. Ein riesengroßer Unterschied zu fast allen anderen Modellen, die 45W nur um die 5-8 Minuten ausgeben konnten und ein großer Sprung zur bisherigen besten, der Baseus AM52.
 

Qi2.2 25W Wireless Performance:

Vorab: Wireless Charging ist unheimlich anfällig für alle möglichen Faktoren, die das Ladeergebnis bereits negativ beeinträchtigen können. Um hier möglichst eine Vergleichbarkeit herzustellen, habe ich mich auf folgende Testbedingungen festgelegt:
 

Als Testkandidat habe ich ein iPhone 17 Pro ab 5% genommen und bis 80% geladen. Die Aufladungen wurden mehrfach wiederholt und ein Durchschnittswert gebildet. Die Raumtemperatur betrug immer 22°C, geladen wurde ohne Case. Das iPhone war stets auf Raumtemperatur heruntergekühlt und vor dem Test nicht un Benutzung.
 

Warum bis 80%? Ab 80% drosselt sich jedes iPhone immer natürlich herunter und befindet sich im Trickle Charging. Eine Vergleichbarkeit liegt da nicht mehr vor.
 

Es sollte natürlich klar sein, dass diese Ergebnisse nicht ganz vergleichbar sind mit echten Alltagserfahrungen. Denn hier spielen zu viele Faktoren mit rein: 5G, Umgebungs-Temperaturen, Case, Nutzung des Phones - generell alles was zu einer Erhitzung des Phones führen könnte beeinflusst das Wireless Charging. Daher alle Ergebnisse bitte nur als Richtwert sehen!
 

Die Werte der anderen Qi2.2 Powerbanks aus meinen Tests:  

Die ältere INIU P781:
 

  • Nach 10 Minuten: 26%
  • Nach 20 Minuten: 39%
  • Nach 30 Minuten: 51%
  • Nach 40 Minuten: 57%
  • Nach 50 Minuten: 64%
  • Nach 60 Minuten: 70%
  • Nach 72 Minuten: 80%
     

Baseus PicoGo AM52 - meine bisherige Empfehlung:
 

  • Nach 10 Minuten: 29%
  • Nach 20 Minuten: 47%
  • Nach 30 Minuten: 59%
  • Nach 40 Minuten: 71%
  • Nach 49 Minuten: 80%
     

LISEN P604 - die beste Qi2.2 Performance bisher:
 

  • Nach 10 Minuten: 28%
  • Nach 20 Minuten: 46%
  • Nach 30 Minuten: 59%
  • Nach 40 Minuten: 72%
  • Nach 48 Minuten: 80%
     

Die neue INIU P791:
 

  • Nach 10 Minuten: 30%
  • Nach 20 Minuten: 49%
  • Nach 30 Minuten: 61%
  • Nach 40 Minuten: 73%
  • Nach 48 Minuten: 80%
     

Beobachtungen:
Die P791 merzt den größten Kritikpunkt der P781 aus: Die Qi2.2 Wireless Charging Leistung ist nun endlich da, wo sie sein soll: An der Spitze. Was sich bei der Kabellleistung schon zeigte, setzt sich beim Wireless Charging fort. Die Performance ist fantastisch!
 

Aber: Sicherlich auch bedingt durch die extrem kompakte Größe wird die P791 etwas wärmer als z.B. die Baseus AM52 oder die LISEN P604, welche von allen Modellen am kühlsten blieb. Während die INIU P791 die dünnste Qi2.2 auf dem Markt ist, ist die LISEN jedoch die dickste. Also das andere Ende der Skala. Man tauscht das dünnste Modell mit etwas höheren Temperaturen gegen das dickste Modell mit etwas niedrigeren Temperaturen. Dennoch ist die Performance bei beiden gleich. Die Baseus AM52 ist genau dazwischen. Dünner als die LISEN, dicker als die INIU. Von den Temperaturen her aber minimal wärmer als die LISEN und minimal kühler als die INIU.

 

Weitere Vergleiche im Charging-Sheet unter "Charging time (wireless)".
 

Aufladung:
Mit 30W Input ist die Powerbank in durchschnittlich 01:48h aufgeladen. 30W liegen dabei konstant an. Unter 2h ist ein guter Wert. Die P791 ist hier on par mit den Spitzenmodellen von Baseus und LISEN, die mehr oder weniger die gleiche Aufladezeit haben.
 

Fazit:

Die INIU P791 ist faszinierend! Obwohl sie das gleiche Design mit den gleichen Ausmaßen und dem nahezu gleichen Gewicht wie die P781 aufweist, deklassiert sie das alte Modell nicht nur erheblich, sondern setzt sich auch grundsätzlich an die Spitze und stellt meine neue Empfehlung da.
 

Obwohl 65W zu viel sind, hat das Modell mit Abstand die größten Leistungsreserven für sehr konstante 45W. Über 20 Minuten sind mit Abstand Bestwert und auch die Drosselungen danach sind vergleichsweise human. Das Modell ist deutlich leistungsstärker als alle anderen Qi2.2-Modelle - selbst die Baseus AM52 hat das Nachsehen.
 

Auch die Qi2.2 Performance ist absolut erstklassig und setzt sich direkt an die Spitze.
 

All das gepaart mit den Vorteilen, die die P781 schon bot: das mit Abstand dünnste Design im Teilnehmerfeld.
 

Neben den erwähnten nicht haltbaren 65W gibt es natürlich Kritik im Detail. Durch das dünne Design wird sie etwas wärmer als die Baseus AM52 oder LISEN P604, in Real-World-Szenarien im Sommer könnte das nachteilig wirken. Da würde ich solche Powerbanks aber grundsätzlich nicht empfehlen - zumindest für wireless. Lieber das Mini-Kabel dann nutzen! Die PPS-Range mit 15V 4,5A ist etwas ungelenk, denn mit den 15V kann kein Smartphone etwas anfangen. Und für Besitzer eines iPhone 17 Pro: Die P791 steht nach wie vor minimal (!) ab - aber das tun leider die meisten Modelle.
 

In Summe kann man sagen: Die beste Qi2.2 Powerbank Stand 06/26.
 

4,5/5
 

In eigener Sache:
Zum Ende nochmal der Hinweis auf die Gesamtübersicht aller geschriebenen Tests im Sub, dem Transparenz-Report, wo ich Fails und Langzeiterfahrungen festhalte, einer Übersicht über Powerbanks mit CCC-Zertifizierung, sowie dem ChargingSheet als Sammelstelle der zusammengetragenen Daten und einer Übersicht von Ladegeräten, Powerbanks, Ladeergebnissen und Co.

reddit.com
u/N8falke — 1 month ago

LISEN P604 MagSafe Qi2.2, 65W, 10.000mAh Powerbank (Review)

Hello, I frequently post Reviews and other related Charging Stuff on the ChargingSheet Sub. I'm trying to do something new here, posting my German written original review translated into English for this sub, so maybe more users get something out of it.

There are more reviews linked in this post, but again, these are in German. But it can be auto-translated by Reddit in your own language anyway. I do think there is a severe lack of proper Qi2 / Qi2.2 reviews in general. Granted, it's a bit difficult to test these, but as I wrote later in the review, I do my best to make this reviews as fair and comparable as possible.

Without further redo, here is my most recent review of the new LISEN P604.

(And just to be clear: I am not affiliated with any brand, as readers on my sub already know. I buy all these things with my own money and I am not biased toward any brand. If the product is good, I'll praise it. If it's not, I'll critice it.

The manufacturer LISEN is trying something new with the P604: here we have a Qi2.2 MagSafe power bank that claims to offer not only 25W wireless charging but a whopping 65W wired output — an upgrade compared to the usual 30-45W wired speeds of its competitors. Sounds great? Too great. Let's take a detailed look at where the LISEN truly excels and where it unfortunately falls short.

Link to the model: 

black

The MSRP is €79.99. And as of June 1, 2026, that is also the current retail price. Without coupons or sales, this model is definitely expensive and priced significantly higher than the competition.

Size & Weight:

10.28 x 6.40 x 2.31 cm, 231g

For comparison:

Baseus PicoGo AM52 Qi2.2: 10.34 x 6.62 x 1.62 cm, 201g

Baseus PicoGo AM61 Qi2.2: 10.36 x 6.80 x 1.92cm, 211g

INIU P781 Qi2.2: 10.67 x 7.20 x 1.38 cm, 198g

EcoFlow Rapid Mag Qi2.2: 11.06 x 7.21 x 1.61 cm, 227g

Sharge ICEMAG 3 Qi2.2: 11.01 x 7.05 x 2.25 cm, 245g

Ugreen MagFlow Qi2.2: 11.08 x 7.00 x 2.12 cm, 254g

The P604 takes a different path. It isn't as slim as most other models, but it is narrower on the sides and slightly shorter. As a result, it fits beautifully on an iPhone 17 Pro without overlapping. And even though the model isn't slim on paper, they cleverly solved this in the design with rounded edges, so that the power bank still sits very comfortably in the hand together with the phone.

Images:

https://ibb.co/219RDVGy

https://ibb.co/Dg9ZHYk7

https://ibb.co/9H3TcTMW

https://ibb.co/1JXbr8GX

https://ibb.co/0315qGZ

https://ibb.co/RTCpXxJQ

Just like with the INIU P781, there is a mini-cable attached to a loop, which can therefore also be removed. While you can completely detach the mini-cable from the loop on the INIU, on the LISEN it is secured on one side, meaning you won't lose the mini-cable as long as it is attached to the power bank.

Specs:

  • 10,000 mAh or 36.72Wh capacity according to the manufacturer
  • 5V 3A / 9V 3A / 12V 3A / 15V 3A / 20V 3.25A (C1)
  • C1: 65W Output, 30W Input
  • A1: 22.5W SCP or 18W QC3 Output
  • Qi2.2 25W
  • Power Distribution:
  • 5V 3A when using two ports, 7.5W + 7.5W
  • PPS:
  • C1:
  • 3.3V - 21V at 3A
  • AVS SPR * 9-20V 3A, 3.25A
  • Charging Protocols:
  • C1: PD3.2, QC3, AFC, FCP, SCP, SFCP, Apple2.4A, DCP
  • Passthrough is supported

Bullet points:

  • 20V stage is present
  • USB-A port is present
  • PD3.2 support with AVS SPR
  • High PPS range, but with strong limitations, see below
  • Battery level is displayed via four LEDs
  • The mini-cable is limited to 3A
  • The USB-C port is located on the bottom side
  • NO CCC certification

Impressive specs purely on paper, especially the 65W PD with a 21V 3A PPS range stands out significantly. Also, a USB-A port is rarely found on Qi2.2 power banks nowadays. Anyone who values that will find added value here.

I was able to determine the following capacity values:

  • 32.27Wh at 20V 3.25A (88%)
  • 32.47Wh at 20V 1.5A (88%)

For comparison, here is the EcoFlow, which has shown the best net capacity among Qi2.2 models in my tests so far:

  • 32.28Wh at 15V 2.4A (90%)
  • 33.09Wh at 9V 2.22A (92%)

The net capacity is clearly among the best among Qi2.2 power banks. There is absolutely no reason for criticism here. You can read about how the other Qi2.2 power banks performed in the respective tests linked above. None of them are truly bad here, except for the Ugreen MagFlow Qi2.2.

Sustained Performance:

The best wired performance on a MagSafe power bank so far was measured on the Baseus AM52. It was able to maintain its 45W for a full 14-15 minutes before a 30W throttling kicked in. All other models so far couldn't even maintain 45W for 10 minutes or didn't offer 45W at all.

The LISEN even offers 65W — but for how long? The answer is disappointing: one whole minute

Wired performance is the major flaw of this power bank. In and of itself, it's not even bad, it just has absolutely nothingto do with the advertised values. Moreover, the throttling behavior on this power bank is super strange because it isn't based on a thermal switch, but rather on internal software presets — meaning, after specific time durations.

The power bank throttles as follows, invariably and reproducibly at any time:

After 1 minute: from 65W down to 40W

After 10 minutes: from 40W down to 35W

After 25 minutes: from 35W down to 20W

Even if you start the discharge at 45W, it throttles to 40W after one minute. Even if you discharge the power bank at only 30W, it will throttle to 20W at the 25-minute mark. These throttlings simply cannot be bypassed and always kick in, regardless of the discharge load.

I contacted the manufacturer, also to rule out if I had caught a lemon. In fact, this is intentional behavior to protect the cells — according to the manufacturer. I'll just leave it at that. In reality, it's a regrettable decision because I am very sure that this power bank could offer by far the best wired performance, as it didn't even get lukewarm at any point during the discharge. The thermal management is very good, which also shows in the wireless charging performance — more on that in a moment.

40W for 10 minutes and at least 35W for 25 minutes are not bad results in themselves, and compared to other power banks of this type (excluding the Baseus AM52), the LISEN is even superior. However, this gets overshadowed because it is advertised with a hefty 65W that is only available for a single minute. In this form, it's flat-out deceptive labeling, giving the LISEN a completely unnecessary bitter aftertaste. If the model had been advertised with 45W, there would be little room for criticism. Although even then, the late throttling to 20W would be questionable.

With the throttling, the PPS range naturally drops as well. 21V 3A PPS would be great, but that is history after 1 minute too. At 40W PD, only 11V 3.6A PPS remains, which dropped the charging speed on a Xiaomi 14T Pro (equivalent to most current Android devices) to about 30W net.

To my knowledge, the LISEN P604 is the first power bank of its kind with three high-performance 3,400mAh cylindrical cells, meaning no pouch cells. The performance potential was there, that was my impression. Too bad.

Qi2.2 25W Wireless Performance:

First of all: Wireless charging is incredibly susceptible to all kinds of factors that can negatively impact the charging result. To achieve the highest possible level of comparability here, I established the following test conditions:

As the test candidate, I used an iPhone 17 Pro starting from 5% and charged it up to 80%. The charging processes were repeated multiple times and an average value was calculated. The room temperature was always 22°C, and it was charged without a case. The iPhone was always cooled down to room temperature and was not in use prior to the test.

Why up to 80%? From 80% onwards, every iPhone naturally throttles down and enters trickle charging. Comparability is no longer given past that point.

It should naturally be clear that these results are not entirely comparable to real-world everyday experiences. Too many factors come into play here: 5G, ambient temperatures, cases, using the phone — generally, anything that leads to the phone heating up influences wireless charging. Therefore, please see all results as a guideline only!

First, the values of the other Qi2.2 power banks from my tests:

INIU P781:

  • After 10 minutes: 26%
  • After 20 minutes: 39%
  • After 30 minutes: 51%
  • After 40 minutes: 57%
  • After 50 minutes: 64%
  • After 60 minutes: 70%
  • After 72 minutes: 80%

EcoFlow RAPID Mag:

  • After 10 minutes: 25%
  • After 20 minutes: 39%
  • After 30 minutes: 51%
  • After 40 minutes: 62%
  • After 50 minutes: 72%
  • After 60 minutes: 80%

Baseus PicoGo AM61:

  • After 10 minutes: 28%
  • After 20 minutes: 45%
  • After 30 minutes: 56%
  • After 40 minutes: 66%
  • After 50 minutes: 76%
  • After 54 minutes: 80%

Ugreen MagFlow:

  • After 10 minutes: 25%
  • After 20 minutes: 39%
  • After 30 minutes: 53%
  • After 40 minutes: 66%
  • After 50 minutes: 77%
  • After 53 minutes: 80%

Sharge ICEMAG 3:

  • After 10 minutes: 29%
  • After 20 minutes: 44%
  • After 30 minutes: 55%
  • After 40 minutes: 66%
  • After 50 minutes: 77%
  • After 53 minutes: 80%

Baseus PicoGo AM52 - the best in my tests so far:

  • After 10 minutes: 29%
  • After 20 minutes: 47%
  • After 30 minutes: 59%
  • After 40 minutes: 71%
  • After 49 minutes: 80%

And here is the LISEN P604:

  • After 10 minutes: 28%
  • After 20 minutes: 46%
  • After 30 minutes: 59%
  • After 40 minutes: 72%
  • After 48 minutes: 80%

Observations:

The LISEN P604 tops the Baseus AM52 once again. Only minimally in terms of charging speed, but in the overall assessment. This is the best Qi2.2 charging performance I have measured on a power bank. Whether it takes an average of 48 or 49 minutes, based on mean values, doesn't matter in the end and could easily fall within a slight margin of error. Bottom line, the performance is fantastic. And while the Baseus already showed very good thermal values and didn't get particularly warm, the LISEN manages to top that too. Despite slightly higher room temperatures due to summer weather, the LISEN managed to stay even cooler during charging. The heat generation of the power bank is low, which naturally has a positive effect on the heating of the iPhone and thus the charging performance.

In its core discipline — wireless charging — the P604 is excellent.

Further comparisons can be found in the Charging-Sheet under "Charging time (wireless)".

Recharging:

With 30W input, the power bank is recharged in an average of 01:52h. 30W remains relatively constant during this process. Under 2 hours is a good value. The AM52 only needs 01:48h at 30W, while other Qi2.2 models take over two hours.

Conclusion:

The LISEN P604 had the potential to become the best Qi2.2 power bank on the market. And if you look at the wireless charging performance in isolation, it actually is. Still, all things considered, I cannot recommend it over the Baseus AM52, my current top pick.

65W PD is simply a sham, and otherwise, the wired charging speed falls short of the Baseus AM52, even if it ranks above the other models. The Baseus offers the same excellent Qi2.2 performance while being significantly thinner and lighter. Crucially, it is also a whopping €30 cheaper (in the wireless version). The only advantage of the LISEN is the even better thermal performance. Aside from that, there is unfortunately no reason to pay €20-30 more for no added value. That added value would have been there if the 65W wired performance wasn't such a disappointment. But unfortunately, that is not the case.

The Baseus AM52 remains the best Qi2.2 power bank, especially as a total package but particularly because of its price-to-performance ratio.

3.5/5

On a personal note:

At the end, another reminder of the overall overview of all written reviews in the chargingsheet sub, the transparency report where I log failures and long-term experiences, an overview of power banks with CCC certification, as well as the ChargingSheet as a central hub for all collected data and an overview of chargers, power banks, charging results, and more.

reddit.com
u/N8falke — 1 month ago

Cuktech 10 Mini 55W, 10.000mAh Powerbank mit HyperCharge für 22,09€

Cuktech haben ihr kleines 10k-Kraftpaket mal wieder auf 22,09€ reduziert:
https://amzn.to/435OjOs
Wir bekommen:
55W HyperCharge, 45W PPS, ein 6A C zu C Mini-Kabel, ein Display mit Leistungswerten.
Unter den kompakten 10k-Powerbanks gehört die 10 Mini auf jeden Fall zu den leistungsstärksten - mehr dazu im Review:
https://www.reddit.com/r/ChargingSheet/comments/1q1voku/cuktech_10_mini_powerbank_mit_55w_HyperCharge_45w/
Danke an Beaves!

reddit.com
u/N8falke — 1 month ago

INIU Qi MagSafe Powerbank mit 20W, 5.000mAh (BI-B7) für 9,99€

INIU hat ihren alten Klassiker BI-B7 für augenscheinliche 9,99€ dauerhaft neu gelistet:
https://amzn.to/4fTpyfH
Wir bekommen Qi mit 7,5W an iPhones und bis zu 10W an Androiden. An meinem OnePlus 15 sind z.B. 10W möglich. Zudem 20W per Kabel im Output und 15W im Input. Alle weiteren Daten sind auch im GoogleSheet nachlesbar. Außerdem gibt es einen netten faltbaren Kickstand, der auch prima als Halterung/Grip dient. Für 5.000mAh ist die Powerbank nicht gerade slim, da merkt man ihr das Alter schon an, dafür lädt sie reibungslos und konstant ohne große Wärmeprobleme. Für 9,99€ kann man sie sich bei Interesse auf jeden Fall mal anschauen.

reddit.com
u/N8falke — 1 month ago

Baseus EnerFill FH22 100W 1-Port Charger - extrem klein und kompakt! (Review)

Nachdem wir uns den extrem kompakten 100W 1-Port Charger von Mukiya bereits angesehen haben, hier zum Review, und auf Kickstarter auch gerade der neue SuperTiny 100W 1-Port erfolgreich gelauncht ist, siehe hier, gibt es nun von Baseus auch einen extrem kompakten 100W 1-Port Charger: Baseus EnerFill FH22! Wie er sich im Vergleich zum Mukiya schlägt, erfahrt ihr hier.

 

Link zu dem Modell:
Klick
Aktuell für 39,99€ zu haben.
Damit ein gutes Stück teurer derzeit als das Modell von Mukiya, allerdings fehlen auch noch derzeit die Baseus typischen Coupons.
 

Größe & Gewicht:

7,29 x 3,63 x 3,63 cm, 88g
 

Zum Vergleich der Mukiya:
7,33 x 3,56 x 3,56 cm, 99g
 

Baseus unterbietet das Gewicht des Mukiya nochmal spürbar bei minimal (!) größeren Ausmaßen.
 

Weitere Vergleiche:
Baseus PicoGo 45W, 1-Port: 7,45 x 3,31 x 3,29 cm, 85g
SuperTiny 65W, 1-Port: 7,27 x 3,5 x 3,5 cm, 70g
Novoo 100W, 3-Port: 9,35 x 4,09 x 4,64 cm, 178g
 

Bilder: Baseus (schwarz) vs Mukiya (weiß)
https://ibb.co/R4ys2gQ8
https://ibb.co/3mHpcFcC
 

Baseus vs Ugreen Nexode Air 65W vs Anker Nano 45W mit Display:
https://ibb.co/HDX1DsVp
https://ibb.co/s93WXrZw
https://ibb.co/CpR0L6WT

 

Specs:

  • 5V 3A / 9V 3A/ 12V 3A / 15V 3A / 20V 5A
  • PPS:
  • 5V - 21V bei 5A
  • AVS SPR
  • 9-20V 3A, 5A
  • Ladeprotokolle:
  • PD3.2, TFCP (54W), QC3, AFC, Apple2,4A, DCP
     

Stichpunkte:

  • perfekte PPS-Range mit vollen 21V und 5A
  • damit können alle PPS kompatiblen Smartphones mit ihrer vollen Leistung laden, inkl. der Pixel Pro XL Modelle
  • alle fixen Leistungsstufen inkl. 12V sind vorhanden
  • PD3.2 Support mit AVS SPR
  • TFCP-Support für Infinit-Smartphones
  • kein SCP, daher auch volle PPS-Kompatibilität mit Honor-Smartphones
  • ein Kabel (5A) liegt dem Lieferumfang bei, im Gegensatz zum Mukiya
     

 
Ladekompatibilität:
(Auch wenn ich viele verschiedene Smartphones allermöglicher Hersteller besitze, kann ich unmöglich alles testen. Daher sind das auch Theorie-Angaben, basieren auf den Specs und Testergebnissen und somit mitunter ohne Gewähr)
 

  • Apple: volle Leistung für iPhones und iPads dank 100W PD, MacBooks laden ebenfalls mit bis zu 100W
  • Samsung: volle 45W/60W Leistung für alle Modelle dank 21V 5A PPS, aus denen sich 11V 5A bzw. 20V 3A genommen wird
  • Google: volle Leistung für alle Pixel dank 21V PPS
  • Xiaomi, Poco, Redmi: bis zu 100W PPS
  • Honor: voller PPS-Support, da kein SCP vorhanden ist. Getestet am Honor Win RT
  • Nothing: 60W PPS für das Nothing Phone (3), 45W PPS für das Nothing Phone (2)
  • Motorola: bis zu 100W PPS dank der 20V 5A PPS-Range
  • Oppo, OnePlus, Realme: bis zu 45W PPS (11V 5A) für alle neueren Modelle ab Mitte 2024 (seit dem OnePlus Nord 4)
     

 

Hitzentwicklung und Drosselung:

Getestet bei 21°C Raumtemperatur, Ladegerät war abgekühlt und zuvor nicht in Betrieb
 

Ich habe den Charger an meine Anker Solix C300 DC Powerstation mit 5% Restkapazität angeschlossen und diese mit vollen 100W aufgeladen.
 

Nach exakt 35 Minuten und einer erreichten Temperatur von bis zu 68°C am Gehäuse und 82°C am Port, hat es sich auf 70W gedrosselt
 

Damit drosselt sich das Baseus-Modell ganze 25 Minuten früher auf 70W herunter. Der Mukiya-Charger schaffte in meinen Tests, allerdings auch bei 2°C weniger Raumtemperatur, ganze 60 Minuten. Wurde dabei aber nochmal ein gutes Stück heißer. 35 Minuten lang 100W bei der Größe sind immer noch solide und je nach Usecase, nimmt man die Drosselung wahr oder nicht. Für größere Geräte, wie 16 Zoll Laptops, ist das Ladegerät daher bedingt geeignet, auch wenn 70W an sich auch keine schlechte Leistung sind. Weiter gedrosselt wird nicht. Für Mittelgroße Laptops, Gaming-Konsolen, Smartphones oder Tablets, wird man vermutlich nie in die Drosselung kommen, da die ohnehin nicht länger mit 100W laden als das Ladegerät zur Verfügung stellen kann.
 

Temperaturen:
https://ibb.co/yc0V9psR
https://ibb.co/R4MzDnk3

 

Der Mukiya kann die 100W länger ausgeben, erreichte dabei aber Temperaturen von über 80°C am Gehäuse selbst. Da sind wir im Bereich, wo sich das Ladegerät nicht mehr problemlos anfassen lässt. Diese Temperaturen erreichte der Baseus in meinem Test zu keinem Zeitpunkt. Wer also auf niedrigere Temperaturen wert liegt, findet mit der früheren Drosselung hier sogar einen Pluspunkt.
 

Spannungsabfall?:
Der Mukiya-Charger hatte ein paar technische Defizite, darunter einen höheren Spannungsabfall. Auch beim Baseus ließ sich das beobachten. Bei 100W direkt aus dem Ladegerät lag die Spannung schon "nur" noch bei 19,6V. Ein Drama ist das nicht, aber auch nicht optimal. Der eine oder andere Windows-Laptop kann schon zickiger reagieren, wenn er nicht die Spannung bekommt, die er haben möchte. Im Alltag ist das mir zumindest aber noch nie passiert.
 

Ripple:
Auch ein Kritikpunkt am Mikuya war der hohe Ripple-Wert und der liegt auch beim Baseus vor. Bei 100W waren es um die 100-110mV. Auch hier: in der Realität meist kein Drama. Dennoch nicht ideal.
 

Fazit:

Das neue Baseus EnerFill FH22 100W Ladegerät ist ein zweischneidiges Schwert. Wie beim Mukiya 100W bekommen wir hier sehr viel Leistung auf allerkleinstem Raum. Tatsächlich mit nochmal weniger Gewicht als beim ohnehin schon kleinen Mukiya 100W - bei jedoch fast identischer Größe. Für Smartphones und Tablets ist das Ladegerät perfekt, dank a) perfekter PPS-Range und b) da UFCS und SCP fehlt, gibt es keine Interferenzen bei Honor oder Realme-Smartphones was den PPS-Support angeht. Für alles darüber hinaus wird es schwieriger, da 100W hier nicht konstant bereitstehen. 35 Minuten 100W reichen für die meisten mittleren Laptops völlig aus, um diese mit der vollen Leistung zu laden. Ein MacBook Pro 14" kann mit 100W eh nur um die 20-25 Minuten laden. Bei größeren Geräten wird man in die Drosselung stoßen. Bei nun erhöhten Sommer-Temperaturen ohnehin.
Für die Zukunftstauglichkeit sorgt zudem der Support für PD3.2 samt perfekter AVS SPR Range - in der Realität lädt damit aktuell jedoch noch nichts. Aber wem das wichtig ist, der findet es hier.

 

Preislich liegt es mittlerweile klar über dem deutlich günstigeren und sehr ähnlichen Mukiya 100W. Mit dem es sich auch die Kritikpunkte bei der Spannungsstabilität und dem Ripple teilt. Werte die nicht gut sind, aber für den Normalo in der Realität kaum eine Rolle spielen werden.
 

Der Vorteil der früheren Drosselung gegenüber dem Mukiya sind die niedrigeren Temperaturen. Hier muss jeder abwägen, was ihm wichtiger ist.
 

Sollte das Ladegerät auf unter 30€ fallen, ist es auf jeden Fall für Smartphones und Tablets ein perfekter, kompakter 100W Charger, mit dem man auch mal etwas größeres problemlos laden kann.
 

Wer mehr als einen Port benötigt, findet mit dem Novoo 100W weiterhin den aktuell besten 3-Port 100W:
Link zu Amazon
Mit perfekter PPS-Range von 21V 5A, ohne PD3.2 SPR AVS, mit SCP (für Honor daher nicht ideal)
 

In eigener Sache:
Zum Ende nochmal der Hinweis auf die Gesamtübersicht aller geschriebenen Tests im Sub, dem Transparenz-Report, wo ich Fails und Langzeiterfahrungen festhalte, einer Übersicht über Powerbanks mit CCC-Zertifizierung, sowie dem ChargingSheet als Sammelstelle der zusammengetragenen Daten und einer Übersicht von Ladegeräten, Powerbanks, Ladeergebnissen und Co.

reddit.com
u/N8falke — 1 month ago

Wieder da: NIU 140W, 27.000mAh Powerbank (BI-B64) für 47,42€

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Die Daten zur Powerbank sind im Googlesheet hinterlegt, Modell: BI-B64.

140W Output, 100W Input. 140W liegen konstant an! Mit 100W lädt sie in unter 90 Minuten wieder auf. PPS-Range: 3,3V - 21V bei 5A
Danke an Macreative für den Hinweis!

reddit.com
u/N8falke — 1 month ago

INIU 140W, 27.000mAh Powerbank (BI-B64) für 47,82€

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u/N8falke — 2 months ago

Baseus PicoGo AM52 Qi2.2, 45W, 10.00mAh Powerbank (Review + Vergleich)

Zu keiner Powerbank habe ich interessanterweise so viele Anfragen bekommen sie zu testen, wie zu diesem Modell. Vor allem da es den Vorgänger, die Baseus AM61 Qi2.2 Powerbank -> Link zum Review, lange Zeit nicht zu kaufen gab. Die AM61 stach in meinem Review besonders positiv hervor, entpuppte sie sich zum damaligen Zeitpunkt als bester Allrounder unter den Qi2.2-Modellen. Vor allem glänzte es aber in der Kerndisziplin: Wireless Charging. Auch später erschienene Qi2.2 Powerbanks konnten sie in meinen Tests nicht schlagen. Weder die INIU, noch die Sharge und auch nicht die EcoFlow. Baseus selbst hat in der Zwischenzeit ein neues Modell veröffentlicht, jene AM52, die wir uns heute ausführlicher anschauen möchten. Zunächst in einer kabellosen Basis-Version und vor kurzem auch mit einem integrierten Kabel - wie bei der AM61. Hier habe ich nun zugeschlagen und die Ergebnisse haben selbst mich überrascht.
 

Link zu dem Modell:
mit integriertes Kabel
ohne integriertes Kabel
 

Die UVP liegt bei 79,99€ bzw. 69,99€. Die UVPs kann man bei Baseus aber immer ignorieren. Es gibt immer einen Coupon oder der Preis selbst ist reduziert, weshalb wir auf Straßenpreise von 60€ bzw. 50€ kommen werden. Mehr sollte niemand zahlen.
 

Wichtig: Ich habe die Version MIT Kabel getestet, die Wochen später erschien. Ob es hier Unterschiede zur kabellosen Version gibt, kann ich nicht sagen. Die Specs sind aber exakt gleich.
 

Größe & Gewicht:
10,34 x 6,62 x 1,62 cm, 201g

 

Zum Vergleich:

Baseus PicoGo AM61 Qi2.2: 10,36 x 6,80 x 1,92cm, 211g
 

Sowie:
 

INIU P781 Qi2.2: 10,67 x 7,20 x 1,38 cm, 198g
EcoFlow Rapid Mag Qi2.2: 11,06 x 7,21 x 1,61 cm, 227g
Sharge ICEMAG 3 Qi2.2: 11,01 x 7,05 x 2,25 cm, 245g
Ugreen MagFlow Qi2.2: 11,08 x 7,00 x 2,12 cm, 254g
 

Die Baseus PicoGo AM52 ist nochmal deutlich schlanker geworden als die AM61. Sie ist vor allem die kompakteste und das einzige Modell, welches von den Abmaßen perfekt auf ein iPhone 17 Pro passt. Alle anderen stehen mal mehr, mal weniger ab. Nur die INIU ist nochmal dünner - wer den Test der INIU jedoch gelesen hat, weiß, dass dies erhebliche Nachteile mit sich brachte.
 

Was auf den PR-Bildern für mich zunächst gar nicht so ersichtlich war: Die Verarbeitung ist fantastisch und sehr hochwertig. Die Rückseite besteht aus einer Aluminierunglegierung, bei der AM61 war es noch Kunststoff. Matten Kunststoff beinhalte auch die Vorderseite samt Ladepad, bei der AM52 setzt man auf ein sehr angenehmes, samtiges Silikon. Normalerweise bin ich kein Fan von diesen Silikon-Überzügen, z.B. gerade bei den Produkten von Belkin empfinde ich diese als sehr billig. Nicht so bei Baseus. Da wurde ich tatsächlich positiv überrascht. Dennoch: Silikon kann Fusseln schneller anziehen.
 

Bilder:
https://ibb.co/qMX9cG5q
https://ibb.co/23dkT9fd
https://ibb.co/rKjsPbFy
https://ibb.co/pvn60xdj
https://ibb.co/W45SrGbN
https://ibb.co/qMVJDBxG
https://ibb.co/CsShCpfd
https://ibb.co/FqC7Nzkn

 

Das integrierte Kabel ist ummantelt und steht seitlich ab. Dafür hat es seinen eigenen Verschluss. Bei der AM62 konnte man das Kabel noch komplett seitlich komplett verschwinden lassen. Dafür war dieses weniger wertig, kürzer und auch nicht ummantelt. Die LEDs für den Akkustand sind nun auf der Rückseite und nicht mehr so schön dezent an der Seite - aber das ist Geschmacksache. Die Baseus PicoGo AM52 ist schlicht, aber in Natura tatsächlich ansprechender als auf den Produkt-Fotos.
 

Specs:

  • 10.000 mAh bzw. 36Wh Kapazität laut Hersteller
  • 5V 3A / 9V 3A / 12V 2,5A / 15V 3A / 20V 2,25A (C1 / C-Kabel)
  • C1 / C-Kabel: 45W Output, 30W Input
  • Qi2.2 25W
  • Leistungsverteilung:
  • 5V 3A bei Nutzung von zwei Ports, 7,5W + 7,5W
  • PPS:
  • C1 / C-Kabel:
  • 3,3V - 21V bei 5A (!) - Ja, der Wert ist korrekt, mehr dazu unten
  • Ladeprotokolle:
  • C1 / C-Kabel: PD3.0, QC3, AFC, FCP, SCP, Apple2.4A, DCP
  • Passthrough wird unterstützt
     

Stichpunkte:

  • 20V-Stufe ist vorhanden
  • beide Ports weisen die gleiche Leistung auf
  • mit beiden kann auch aufgeladen werden
  • 21V 5A PPS ist maximal ungewöhnlich, aber funktioniert hier anders als sonst
  • Der Akkustand wird über vier LEDs angezeigt
  • das integrierte Kabel ist ummantelt
  • Der USB-C-Port ist auf der unteren Seite
  • KEINE CCC-Zertifizierung
     

Rein auf dem Papier die gleichen Specs wie auch bei der AM61 und anderen 45W, 10k Powerbanks. Theorie und Specs sind das eine, die Leistung in der Praxis das andere und hier trumpft die Baseus mächtig auf - dazu später mehr.
 

Doch zunächst einmal: 21V 5A PPS?
 

Ja, alle meine Tester haben diese PPS-Range ausgespuckt. Aber wie passt das zusammen, wenn das eine 45W Powerbank sein soll? Tatsächlich sieht es so aus, als ob die 21V 5A PPS Range hier nur als Container dient, denn die eigentliche Leistung ist reduzierter. Was heißt das in der Umsetzung? Je nach Smartphone kann sowohl 11V 5A (55W) als auch 21V 2,6A (54,6W) getriggert werden. Die PPS-Range ist dynamisch! Das habe ich so noch nie zuvor gesehen. Ich habe das an etlichen Smartphones getestet: Xiaomi 14T Pro (17V 2,5A -> 43W), Honor Win RT (17V 2,5A -> 43W). Beides Phones, die die höhere bis 21V PPS-Range triggern können. Am OnePlus 15 sowie Realme GT 7 Pro wurde die 11V 5A Range getriggert und beide Phones haben somit mit knapp 9V 5A geladen -> 45W. Was Baseus hier macht, ist ziemlich clever, denn es sorgt dafür, dass jedes Phone seine perfekte PPS-Range bekommt - innerhalb eines Leistungsrahmens bis 55W. Triggere ich über einen USB-Tester über diese 55W hinaus, schaltet sich die Powerbank ab. So wie es sein sollte.
Unterm Strich kann man sagen: Für 45W die perfekte PPS-Abdeckung. Sehr stark!
 

Folgende Kapazitätswerte konnte ich ermitteln:
 

  • 29,74Wh bei 20V 2,25A (83% zur Herstellerangabe!)
  • 30,76Wh bei 9V 2,22A (85%)
     

Zum Vergleich einmal die EcoFlow, die Qi2.2 mit der besten Netto-Kapazität bisher in meinen Tests:
 

  • 32,28Wh bei 15V 2,4A (90%)
  • 33,09Wh bei 9V 2,22A (92%)
     

Ja, die Netto-Kapazität der Baseus ist etwas geringer. Nicht zu dem Punkt, wo es negativ auffällt, aber Spitzenwerte erzielt man hier keine. 83-85% sind dennoch "gut". Bedenkt man, dass das Modell aber auch kompakter als die Konkurrenz ist, vor allem im Vergleich zur EcoFlow, gleicht sich das wiederum etwas aus.

 

Konstante Performance:
 

Wo sich die Baseus AM52 spürbar vom Vorgänger aber auch den anderen oben genannten Modellen abhebt, ist die konstante Leistung per Kabel. Die 45W stehen hier erstmals für einen sinnvollen Zeitraum zur Verfügung. Während sich die Baseus AM61 und INIU P781 nach bereits 6-7 Minuten auf 30W bzw. 24W gedrosselt haben, und andere Modelle wie die EcoFlow und Sharge 45W nicht mal erreichen, liegen hier bei der AM52 45W für 14-15 Minuten vor!
 

Die Drosselung im Detail:
AM52: 45W Entladung -> Drop auf 30W nach 14-15 Minuten -> Drop auf 27W nach 45 Minuten
AM61: 45W Entladung -> Drop auf 30W nach 6-7 Minuten -> Drop auf 20W nach 39 Minuten

 

Die AM52 kann mindestens 27W zu jeder Zeit ausgeben. Damit ist sie allen anderen Qi2.2 Powerbanks haushoch überlegen. Besonders fällt hier auf, dass die AM52 dabei auch noch kühler bleibt als alle anderen Modelle und das trotz kompakterer Maßen.

 

Qi2.2 25W Wireless Performance:

Vorab: Wireless Charging ist unheimlich anfällig für alle möglichen Faktoren, die das Ladeergebnis bereits negativ beeinträchtigen können. Um hier möglichst eine Vergleichbarkeit herzustellen, habe ich mich auf folgende Testbedingungen festgelegt:
 

Als Testkandidat habe ich ein iPhone 17 Pro ab 5% genommen und bis 80% geladen. Die Aufladungen wurden mehrfach wiederholt und ein Durchschnittswert gebildet. Die Raumtemperatur betrug immer 21°C, geladen wurde ohne Case. Das iPhone war stets auf Raumtemperatur heruntergekühlt und vor dem Test nicht un Benutzung.
 

Warum bis 80%? Ab 80% drosselt sich jedes iPhone immer natürlich herunter und befindet sich im Trickle Charging. Eine Vergleichbarkeit liegt da nicht mehr vor.
 

Es sollte natürlich klar sein, dass diese Ergebnisse nicht ganz vergleichbar sind mit echten Alltagserfahrungen. Denn hier spielen zu viele Faktoren mit rein: 5G, Umgebungs-Temperaturen, Case, Nutzung des Phones - generell alles was zu einer Erhitzung des Phones führen könnte beeinflusst das Wireless Charging. Daher alle Ergebnisse bitte nur als Richtwert sehen!
 

Vorab: Die Werte der anderen Qi2.2 Powerbanks aus meinen Tests:  

INIU P781:
 

  • Nach 10 Minuten: 26%
  • Nach 20 Minuten: 39%
  • Nach 30 Minuten: 51%
  • Nach 40 Minuten: 57%
  • Nach 50 Minuten: 64%
  • Nach 60 Minuten: 70%
  • Nach 72 Minuten: 80%
     

EcoFlow RAPID Mag:
 

  • Nach 10 Minuten: 25%
  • Nach 20 Minuten: 39%
  • Nach 30 Minuten: 51%
  • Nach 40 Minuten: 62%
  • Nach 50 Minuten: 72%
  • Nach 60 Minuten: 80%
     

Baseus PicoGo AM61:
 

  • Nach 10 Minuten: 28%
  • Nach 20 Minuten: 45%
  • Nach 30 Minuten: 56%
  • Nach 40 Minuten: 66%
  • Nach 50 Minuten: 76%
  • Nach 54 Minuten: 80%
     

Ugreen MagFlow:
 

  • Nach 10 Minuten: 25%
  • Nach 20 Minuten: 39%
  • Nach 30 Minuten: 53%
  • Nach 40 Minuten: 66%
  • Nach 50 Minuten: 77%
  • Nach 53 Minuten: 80%
     

Sharge ICEMAG 3:
 

 

  • Nach 10 Minuten: 29%
  • Nach 20 Minuten: 44%
  • Nach 30 Minuten: 55%
  • Nach 40 Minuten: 66%
  • Nach 50 Minuten: 77%
  • Nach 53 Minuten: 80%
     

Und hier nun die Baseus PicoGo AM52:
 

  • Nach 10 Minuten: 29%
  • Nach 20 Minuten: 47%
  • Nach 30 Minuten: 59%
  • Nach 40 Minuten: 71%
  • Nach 49 Minuten: 80%
     

Beobachtungen:
Die konstante Best-Leistung per Kabel hat es schon angedeutet und auch wireless sieht es nicht minderschlecht aus - im Gegenteil:
Die Baseus PicoGo AM52 hat die beste Qi2.2 Wireless Charging Performance
Auch hier: Obwohl sie bedeutend kompakter und schmaler ist als die alte AM62, vor allem deutlich kompakter gegenüber der Ugreen und zudem auf einen Lüfter verzichtet, konnte sie alle drei genannten Modelle problemlos einkassieren. In jedem einzelnen meiner Tests. Die zumindest ähnlich dünne aber in Summe deutlich größere EcoFlow hatte schon zu ihrem Erscheinen das Nachsehen gegenüber den älteren Modellen und die INIU ist in diesem Test sowieso weit abgeschlagen und hatte ernsthafte Hitzeprobleme. Auch hier blieb die Baseus - im Vergleich! - überraschend lauwarm. Klar, eine Erwärmung gibt es immer bei Wireless Charging, aber all die Ergebnisse zeigen, dass Baseus bei dem Design, der Wärmeableitung einiges richtig gemacht hat. Die Mischung aus kompaktem Design + bester Performance ist sehr beeindruckend.

 

Weitere Vergleiche im Charging-Sheet unter "Charging time (wireless)".
 

Aufladung:
Mit 30W Input ist die Powerbank in durchschnittlich 01:48h aufgeladen. 30W liegen dabei relativ konstant an, ab und an drosselt sich die Leistung kurz auf 15W herunter, geht aber nach wenigen Minuten wieder auf 30W hoch. Unter 2h ist ein guter Wert. Die AM61 brauchte noch 02:25h, die Sharge 02:10h und die EcoFlow immerhin auch "nur" 01:50h.
 

Fazit:

Zu meiner eigenen Überraschung muss ich sagen:
Die Baseus AM52 (mit Kabel) ist die aktuell beste Qi2.2 Powerbank auf dem Markt!
 

In ihrer Kerndisziplin, Qi2.2 Wireless Charging, ist sie schlicht die Beste mit 5-80% bei einem iPhone 17 Pro in erstmals unter 50 Minuten.
Sie kann mit Abstand am längsten 45W ausgeben per Kabel: 14-15 Minuten. Und auch danach drosselt sie sich maximal nur noch auf 27W herunter, nicht 20W wie alle anderen. Die Aufladung in unter 2h ist flott. Die PPS-Range mit ihrer einzigartigen Funktionsweise ist nicht nur clever, sie sorgt dafür, dass hier alles mit 45W geladen werden kann - egal welche Range das Phone am Ende braucht. Zumindest in meinen Tests funktionierte jedes einzelne Phone.
 

Kritisieren könnte man, dass die Netto-Kapazität leicht unter der Konkurrenz liegt. Und für 60€ könnte man vllt. noch eine Akku-Anzeige in Prozent erwarten oder einen Kickstand - aber das ist am Ende auch Geschmacksache. Denn z.B. ein Kickstand würde wieder mehr Gewicht mit sich bringen und nicht jeder braucht einen.
 

Baseus ist oft Hit and Miss bei ihren Produkten. Aber nach der sehr guten AM61 hat man hier eine noch bessere AM52 nachgelegt. Tatsächlich wüsste ich keinen Grund, warum man aktuell zu einem der anderen Modelle greifen sollte. Es sei denn, man ist wirklich auf einen Kickstand aus (EcoFlow/Sharge) oder möchte es maximal dünn (INIU). In Summe sind es allerdings schlechtere Produkte.
 

4,5/5
 

In eigener Sache:
Zum Ende nochmal der Hinweis auf die Gesamtübersicht aller geschriebenen Tests im Sub, dem Transparenz-Report, wo ich Fails und Langzeiterfahrungen festhalte, einer Übersicht über Powerbanks mit CCC-Zertifizierung, sowie dem ChargingSheet als Sammelstelle der zusammengetragenen Daten und einer Übersicht von Ladegeräten, Powerbanks, Ladeergebnissen und Co.

reddit.com
u/N8falke — 2 months ago

Anker hat ein neues kompaktes 1-Port 45W Ladegerät veröffentlicht mit einigen durchaus einzigartigen Features - zumindest auf dem Papier. So wirbt der neue Nano nicht nur mit seinem Smart Display - ja, ein Display das nicht nur die Ladeleistung anzeigt, sondern auch erkennt, welches iPhone eingesteckt ist (ab iPhone 15 und neuer, ausgenommen iPhone 16e & 17e) - sondern auch mit einem intelligenten "Schonmodus", der die Ladeleistung überwacht und ggf. anpassen soll. Um möglichst "optimal" sein iPhone zu laden. Was dahinter steckt, ob es was taugt und wie der Charger zu Androiden kompatibel ist, soll folgendes Review klären.

 

Link zu dem Modell:
Klick (Schwarz, weiß, orange)
Aktuell für 29,99€ als Launch-Preis zu haben. Die UVP liegt bei 39,99€.
Hier kann man direkt sagen: Nicht günstig. Schon gar nicht die UVP, aber auch der Startpreis ist für einen 45W-Charger nicht ohne. Anker-Typisch wird der Launchpreis auch schnell der Straßenpreis. Mehr als 30€ sollte man nie zahlen dürfen.
 

Größe & Gewicht:

7,78 (mit EU-Prongs) x 3,54 x 3,40 cm, 86g
 

Zum Vergleich:

Baseus PicoGo 45W: 7,45 x 3,31 x 3,29 cm, 85g
RollingSquare SuperTiny 65W: 7,27 x 3,5 x 3,5 cm, 70g
Mukiya 100W: 7,33 x 3,56 x 3,56 cm, 99g
 

Der Vergleich zeigt schon: Der Anker Nano ist nicht das kompakteste seiner Klasse. Zwar ist er auch weit davon entfernt klobig oder gar groß zu sein, aber da geht Anno 2026 einfach mehr. Hier nimmt das Display sicher etwas Größe und Gewicht ein.

 

Bilder:
https://ibb.co/zWskK6h4
https://ibb.co/HDnv4MBj
 

Specs:

  • 5V 3A / 9V 3A / 15V 3A / 20V 2,25A
  • PPS:
  • 5V - 11V bei 3A
  • 5V - 16V bei 3A
  • Ladeprotokolle:
  • PD3.0, QC3, AFC, FCP, SCP, Apple2,4A, DCP
     

Stichpunkte:

  • für 45W: schlechte PPS-Range
  • fast alle Androiden laden hier mit maximal 27W (11V 3A Range)
  • Die 16V 3A Range können nur die Samsung S25/26 Ultra nutzen - nicht die davor
  • es fehlt die für 45W-Charger übliche 11V 5A Range
  • auch 21V 2,25A PPS ist nicht vorhanden (Pixel Pro XL, Honor, Xiaomi, Nothing)
  • UFCS für Import-Smartphones ist ebenfalls nicht vorhanden
  • fixe 20V-Stufe für Laptops ist dabei
  • dafür fehlen fixe 12V
     

Ladekompatibilität:
(Auch wenn ich viele verschiedene Smartphones allermöglicher Hersteller besitze, kann ich unmöglich alles testen. Daher sind das auch Theorie-Angaben, basieren auf den Specs und Testergebnissen und somit mitunter ohne Gewähr)
 

  • Apple: volle Leistung für alle iPhones und iPads (außer Pro M5) dank 45W PD
  • Samsung: volle 45W Leistung nur für das S25 Ultra, S26 Ultra lädt auch mit 45W
  • Google: maximal 27W PPS
  • Xiaomi, Poco, Redmi: maximal 27W PPS
  • Honor: vermutlich nur 20W! Viele Honor Smartphones unterstützen PPS mit der gleichen Ladeleistung wie über ihr eigenes SCP-Protokoll. SCP ist bei Third-Party-Chargern aber in der Regel nur bis 20W vorhanden. Alles darüber hinaus ist den Honor eigenen Chargern vorbehalten. Selbst wenn mit PPS mit bis zu 80 oder 100W geladen werden könnte, wird dies verhindert, wenn der Charger SCP hat. Auch wenn es nur 20W sind. Da SCP aber vorhanden ist, wird PPS blockiert. Kann je nach Modell aber durchaus mittlerweile anders laufen.
  • Nothing: maximal 27W PPS
  • Motorola: maximal 27W PPS
  • Oppo, OnePlus, Realme: maximal 27W PPS
     

Display
Bilder:
https://ibb.co/QF2nbjV4
https://ibb.co/wZ7cZNxS
https://ibb.co/bjxp0hT5
https://ibb.co/pjLyhCqX
 

Durch das Display lässt sich per Touch-Button durchschalten. Auf der Hauptseite zeigt sie die Ladeleistung in Watt an und bei einem kompatiblen iPhone/iPad den Prozentwert derer Akkus. Das funktioniert nur dort. Bei Androiden fehlt der Wert. Auf der zweiten Seite gibt es eine recht nutzlose Temperatur-Anzeige ohne Werte, lediglich mit einem Balken. Aus der Praxis kann ich sagen, der hat keinerlei Bewandtnis. Auf der dritten Seite kann man zwischen zwei Modi hin und herschalten (Double Tap). Standardmäßig ist der Auto-Mode ausgewählt. Auf der letzten Seite lässt sich einstellen, wie lange das Display an bleibt: 1 Min oder 5 Min.
 

Das Display lässt sich auch rotieren (Long Tap), allerdings nur vertikal bzw. um 180°. Sind die Steckdosen vertikal angeordnet, wie z.B. bei meiner Powerstation -> https://ibb.co/99FT2LmF - dann bleibt die Anzeige schief.
 

Modi:
Über den Charger selbst kann man zwei Lademodi ansteuern. Den Auto-Mode und den Care-Mode.
 

Im Auto-Mode agiert das Ladegerät, auch bei iPhones, wie jedes Ladegerät auch. Das Ladegerät machte hier in meinen Ladetests nichts anderes. Was natürlich auch daran liegt, dass immer noch die Endverbraucher selbst vorgeben, was sie aus dem Charger ziehen. Egal ob nun iPhone oder Android - es wird normal geladen.
 

Der Care-Mode aktiviert eine 20W-Drosselung. Egal was angeschlossen wird. Ob nun iPhone, Androide, MacBook, Powerbank. Durchgehend 20W - nicht mehr, nicht weniger. Hier von einer intelligenten und smarten Leistungsanpassung zu sprechen, wäre zuviel des Guten. Man macht aus seinem 45W-Charger einfach einen 20W.
 

Anker wirbt damit, dass sich dadurch die Temperaturen beim iPhone-Laden um bis zu 5°C senken lassen. Das habe ich mir in der Praxis einmal angeschaut. Dafür nahm ich ein iPhone 17 Pro (5%-80%), welches sonst mit 30W laden kann, in der Spitze sogar manchmal leicht drüber.
 

Mit Care-Mode, 20W:
5 Min: 16% - 31,8°C
10 Min: 25% - 34,5°C
15 Min: 34% - 36,4°C
20 Min: 43% - 38,1°C
25 Min: 51% - 39,0°C
30 Min: 60% - 39,7°C
35 Min: 67% . 38,4°C
40 Min: 73% - 35,7°C
45 Min: 77% - 32,8°C
50 Min: 80% - 31,6°C
 

Im Auto-Mode, wie auch aus Testungen mit anderen Chargern bei vollen 30W zuvor, konnte das iPhone 17 Pro diese 5-80% in 38 Minuten absolvieren - also 12 Minuten schneller. Und tatsächlich war der höchste gemessene Temperaturwert dabei 45,4°C. Ausgelesen von Coconut-Battery. Man spart tatsächlich 5°C ein. Lohnt sich das? Auf lange Sicht kann (!) es positive Auswirkungen auf den Akku des iPhones haben - geringfügig.
 

Aber lohnt sich auch dieser Charger dafür?
Meiner Meinung nach ein klares Nein. Man erzielt den gleichen Effekt, wenn man einfach einen 20W-Charger nutzt. Nichts anderes passiert hier schließlich. Zumal wenn man wirklich darauf aus ist, sein Phone halbwegs flott zu laden und dennoch die Temperaturen unten zu halten, sollte man sich nach Qi2-Chargern mit aktiver Kühlung über ein Peltier-Element umschauen.
 

Siehe u.a. den Testbericht zum Torras PolarCircle
Hier erreicht das iPhone nochmal Werte, die 5°C unter diesem Anker liegen. Und eine 5-80% Aufladung dauert 58 Minuten.
 

Hitzentwicklung und Drosselung:

Getestet bei 21°C Raumtemperatur, Ladegerät war abgekühlt und zuvor nicht in Betrieb
 

Ich habe den Charger an meine Anker Solix C300 DC Powerstation mit 5% Restkapazität angeschlossen und diese mit vollen 45W drei Stunden aufgeladen.
 

Eine Drosselung fand nicht statt!
 

Die Peak-Temperatur beim Anker Nano betrug 65°C am Gehäuse, was ein guter Wert ist.
-> https://ibb.co/rRr0nkLt

 

Ripple:
Der gemessene Ripple-Wert bei 45W Last lag zwischen 35-40mV.
 

Fazit:

Wirklich empfehlen kann ich den neuen Anker Nano 45W mit Smart Display nicht.
 

Ja, für iPhones (und iPads) ist es durchaus nett (und einzigartig), dass man sich den Ladestand des Akkus auf dem Display des Chargers anzeigen lassen kann. Über ein nettes Gimmick geht das allerdings nicht hinaus, zumal es hier Detailkritik in der Praxis gibt. Das Display lässt sich nicht in alle Richtungen rotieren und geht auch immer nach spätestens 5 Minuten aus. Sinnvoll wäre, wenn das Display dauerhaft anbleiben könnte. So muss man bei Interesse nach 5 Minuten ohnehin entweder den Charger oder das Phone für den Akkustand aufwecken. Zugewinn nicht vorhanden.
 

Der hochgepriesene Care-Mode beinhaltet lediglich eine 20W-Drosselung. Das mag für den einen oder anderen interessant sein, aber auch hier kann man einfach zu einem 20W-Charger greifen. Günstiger, leichter, kompakter.
 

Für Android-Smartphones ist der Charger eine glatte Enttäuschung, da die PPS-Range sehr gering ist. 11V 3A sowie 16V 3A in 2026 sind einfach schwach und unverständlich. Der Anker Nano 45W ohne Display (meist Straßenpreis 19€) hat eine perfekte PPS-Abdeckung für 45W: 11V 5A, 16V 3A, 21V 2,25A - warum also nicht auch dieser Nano? Unverständlich.
 

Die Elektronik selbst ist sehr kompetent. 45W werden konstant ausgegeben. Man kann damit auch eine größere Powerbank oder einen Laptop problemlos laden. Nur tun das andere gute 45W Charger, wie die oben genannten von Baseus und Anker selbst auch.
 

Unterm Strich ist dieser Anker Nano 45W mit Smart Display also einfach zu teuer, zu schwach (PPS) und zu gimmicky. Wenn man bei Anker bleiben möchte, kauft man sich den Nano ohne Display für 19,99€ (regelmäßig im Sale) oder den Baseus PicoGo 45W (12-15€ im Sale). Und auch die 65W und 100W 1-Port Charger von RollingSquare sowie Mukiya sind einen Blick wert.
 

In eigener Sache:
Zum Ende nochmal der Hinweis auf die Gesamtübersicht aller geschriebenen Tests im Sub, dem Transparenz-Report, wo ich Fails und Langzeiterfahrungen festhalte, einer Übersicht über Powerbanks mit CCC-Zertifizierung, sowie dem ChargingSheet als Sammelstelle der zusammengetragenen Daten und einer Übersicht von Ladegeräten, Powerbanks, Ladeergebnissen und Co.

reddit.com
u/N8falke — 2 months ago

Für Smartzone.de konnte ich eine ausführliche Review über Cuktechs High-End Desktop Charger verfassen:

 

-> Link zu Amazon
159,99€ beträgt die UVP, aktuell nicht reduziert im Angebot (24.03.26)
 

Das vollständige Review bei Smartzone.de -> Klick
 

tl;dr
Erstklassiger Desktop-Charger mit extrem hoher Performance, vielen Features und sehr ausgiebigem Lieferumfang. 300W Gesamtleistung, einzeln per DC-Out (einmalig in der Klasse) oder kombiniert über alle Ports. Die können 2x 140W PD3.1, 120W HyperCharge, 20V 5A PPS, etc. Tolles Display mit vielen Werten, welches auch gut einstellbar ist. Kritik gibt es maximal im Detail: keine vollen 21V PPS (nur für Pixel Pro XL Smartphones überhaupt nutzbar), keine App-Anbindung für noch mehr Features - im Vergleich zum Anker Prime 250W Modell. Am Ende sind es aber genau diese beiden Desktop-Charger, die ich auch privat auf dem Schreibtisch habe stehen lassen. Alle anderen wurden wieder abgebaut. Mehr dann im umfangreichen Test.
 

In eigener Sache:
Zum Ende nochmal der Hinweis auf die Gesamtübersicht aller geschriebenen Tests im Sub, dem Transparenz-Report, wo ich Fails und Langzeiterfahrungen festhalte, einer Übersicht über Powerbanks mit CCC-Zertifizierung, sowie dem ChargingSheet als Sammelstelle der zusammengetragenen Daten und einer Übersicht von Ladegeräten, Powerbanks, Ladeergebnissen und Co.

reddit.com
u/N8falke — 2 months ago

Aktuell gibt es das bekannte Novoo 120W 3-Port Ladegerät wieder weit unter 20€, und zwar mit aktuellem Grundpreis + 5%-Coupon für 16,93€:

Link zu Amazon: https://amzn.to/4cI7JgI

Danke an Beaves für den Hinweis!

Wir bekommen: 120W Gesamtleistung, 100W einzeln, 21V 5A PPS. Alle weiteren Specs und Daten im Googlesheet.

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u/N8falke — 2 months ago

Im folgenden Vergleichstest möchte ich mir einmal zwei aktuelle Wireless Charging Ladegeräte anschauen und zwar von dem Hersteller Torras. Zur Auswahl steht der brandneue "AirCircle" mit Qi2.2 25W, einem verbauten Lüfter sowie Kickstand. Verglichen wird dieser mit der älteren Version, dem "PolarCircle" mit Qi2 15W, ebenfalls einem verbauten Lüfter und ebenso einem Kickstand.  

Es gibt jedoch einen klaren Unterschied, der auf den ersten Blick vermutlich gar nicht auffällt: Nur der ältere PolarCircle bietet eine echte aktive Kühlung des Smartphones über ein Peltier-Element - sprich: Die Ladefläche wird stark heruntergekühlt und somit auch das Smartphone. Bei dem neueren AirCircle wirkt sich der Lüfter bzw. die Kühlung nur auf das Ladegerät selbst aus, nicht das Smartphone. Die Temperaturen sind somit zwangsläufig höher, aber mehr dazu später.

 

TORRAS PolarCircle Qi2 15W
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Aktuell für 33,99€ im Angebot zu haben. Die UVP liegt bei 39,99€.
 

TORRAS AirCircle Qi2.2 25W
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Aktuell für 44,99€ im Angebot zu haben. Die UVP liegt bei 59,99€.
 

Größe & Gewicht:

PolarCircle Qi2 15W: 6,16 x 6,16 x 2,69 cm, 92g
AirCircle Qi2.2 25W: 6,16 x 6,16 x 1,53 cm, 52g
 

Fotos:
https://ibb.co/B5s2Qx7c
https://ibb.co/B5Fk0gLr
https://ibb.co/tPbhCws4
https://ibb.co/k6PgZp7T
https://ibb.co/RprRk8NP

 
Größe & Gewicht sowie die Fotos verdeutlichen es bereits. Der neuere AirCircle ist deutlich leichter und schmaler, die fehlende zusätzlich Kühltechnik des PolarCircle wird augenscheinlich. Bei der Verarbeitung gibt es beim PolarCircle nichts auszusetzen, selbst der Kickstand ist vergleichsweise robust und rastet fest ein - da drehbar. Drehbar ist er auch beim AirCircle, aber der Kickstand ist deutlich mehr flimsy und hat mehr Spielraum zum Wackeln. Den Zweck erfüllt der Kickstand auch hier, das Phone steht, aber die Vorgängerversion wirkt hier einfach hochwertiger.
 

Wireless Charging Performance:

Vorab: Wireless Charging ist unheimlich anfällig für alle möglichen Faktoren, die das Ladeergebnis bereits negativ beeinträchtigen können. Um hier möglichst eine Vergleichbarkeit herzustellen, habe ich mich auf folgende Testbedingungen festgelegt:
 

Als Testkandidat habe ich ein iPhone 17 Pro ab 5% genommen und bis 80% geladen. Die Aufladungen wurden mehrfach wiederholt und ein Durchschnittswert gebildet. Die Raumtemperatur betrug immer 21°C, geladen wurde ohne Case. Das iPhone war stets auf Raumtemperatur heruntergekühlt und vor dem Test nicht un Benutzung.
 

Warum bis 80%? Ab 80% drosselt sich jedes iPhone immer natürlich herunter und befindet sich im Trickle Charging. Eine Vergleichbarkeit liegt da nicht mehr vor.
 

Es sollte natürlich klar sein, dass diese Ergebnisse nicht ganz vergleichbar sind mit echten Alltagserfahrungen. Denn hier spielen zu viele Faktoren mit rein: 5G, Umgebungs-Temperaturen, Case, Nutzung des Phones - generell alles was zu einer Erhitzung des Phones führen könnte beeinflusst das Wireless Charging. Daher alle Ergebnisse bitte nur als Richtwert sehen!
 

Wichtig: Für diesen Vergleichstest waren für mich nicht nur die Ladewerte relevant sondern auch die Temperaturen am Smartphone. Was bringt die zusätzliche Peltier-Kühlung vom PolarCircle? Wie sehr wird das Phone mit dem Lüfter gekühlt, wenn überhaupt? Ich habe mich daher dazu entschlossen die Werte von "CoconutBattery" zu übernehmen. Die MacOS-App liest zu jedem Zeitpunkt die Temperaturen an der Batterie des iPhones ab und gibt einen guten Indiz darüber, wie sehr die Kühlung den Akku überhaupt erreicht.
 

PolarCircle Qi2 15W:
Nach 10 Minuten: 21% sowie 30,8°C
Nach 20 Minuten: 34% sowie 33,1°C
Nach 30 Minuten: 46% sowie 34,1°C
Nach 40 Minuten: 58% sowie 34,0°C
Nach 50 Minuten: 71% sowie 33,2°C
Nach 58 Minuten: 80% sowie 29,7°C
 

AirCircle Qi2.2 25W:
Nach 10 Minuten: 26% sowie 46,7°C
Nach 20 Minuten: 48% sowie 45,7°C
Nach 30 Minuten: 66% sowie 48,1°C
Nach 40 Minuten: 76% sowie 36,2°C
Nach 45 Minuten: 80% sowie 32,3°C
 

Beobachtungen:

  • mit 25W lädt der AirCircle natürlich schneller als der PolarCircle mit 15W
  • 45 Minuten für 5-80% sind zudem ein sehr guter Wert
  • Zum Vergleich: Schneller in meinen Tests war nur der Anker Qi2.2 25W Car Charger, mit der gleichen "Kühlung"
  • Der Lüfter konnte die entstehende Wärme vom Ladegerät effektiv wegleiten, sodass eine hohe Leistung gewährleistet werden konnte
  • dennoch hat sich das iPhone gut erwärmt, ohne aber jemals in die Richtung "heiß" zu gehen
  • Die Batterie erreichte zwar eine Peak-Temperatur von 48°C, aber die Oberfläche des iPhones knackte die 40°C nicht
  • Beim PolarCircle blieb das iPhone bedeutend kühler, sowohl die Batterie als auch die Oberfläche
  • tatsächlich sind die Temperaturen an der Batterie auf diese Weise geringer als per normaler 30W-Kabelladung (ca. 40°C)
  • Das Peltier-Element konnte das iPhone in den Tests sehr wirksam herunterkühlen
  • 34°C waren hier der Peak-Wert am Akku
  • Für Qi2 15W sind die Ladeergebnisse auch sehr gut und bezogen auf das 17 Pro stellen sie sogar einen Bestwert auf
  • Der AirCircle zieht knapp 30W aus dem Ladegerät, wovon 25W beim iPhone ankommen
  • Der PolarCircle zieht knapp 23W aus dem Ladegerät, wovon 15W beim iPhone ankommen
  • die stärkere Kühlung vom PolarCircle frisst natürlich ein paar Watt mehr
     

Persönliche Einschätzung:
Natürlich könnte man jetzt direkt sagen: Warum nicht das Kabel einfach direkt ins Smartphone stecken anstatt in diesen Wireless Charger? Und bezogen auf den AirCircle Qi2.2 25W ist die Frage berechtigt. Durch den Kickstand hat man immerhin ein nettes Gimmick und kann das Smartphone so am Schreibtisch aufstellen und Laden - was je nach Usecase ganz interessant sein könnte. Aber: es lädt natürlich langsamer als per Kabel und es erzeugt mehr Wärme. Zwei klare Nachteile für etwas Komfort. Wie so oft bei Wireless Charging. Losgelöst davon bietet es aber eine sehr gute Ladeleistung für Qi2.2, da gibt es nichts zu meckern. Zwar wird hier nicht aktiv das Smartphone gekühlt, aber nutzlos ist der Lüfter dennoch nicht. Findet gar keine Kühlung statt, staut sich die Wärme sehr schnell beim Ladegerät und somit auch beim Smartphone, was zu Drosselungen führt.
 

Es kühlt aber nicht aktiv das Smartphone, das tut nur das ältere PolarCircle Qi2 15W Modell. Und das sehr gut. Hier könnte man argumentieren, dass sich das Laden darüber lohnen kann, wenn man die Temperaturen des Akkus möglichst gering halten möchte - sogar geringer als per Kabelladung. Ob es das wirklich wert ist, muss jeder für sich entscheiden, aber die Werte liegen auf der Hand. Zusätzlich zur sehr guten Kühlung sind auch die Ladeergebnisse für Qi2 15W sehr gut. Beide Lader liefen hier hervorragende Ergebnisse.
Beim PolarCircle sind mir ein paar negative Reviews auf Amazon aufgefallen, die eine hohe Wärme beklagen. Das konnte ich in meinen Tests bei meinem Gerät überhaupt nicht reproduzieren und würde ich, siehe Disclaimer oben, den unterschiedlichen Variablen beim Wireless Charging zuordnen. Allein mit Case kann das hier schon wieder alles ganz anders ausschauen. Dadurch geht eine Menge der direkten und aktiven Kühlung vermutlich verloren.
 

Zu den Lüftern: Die sind natürlich hörbar. Subjektiv würde ich sagen, das beide verhältnismäßig nicht zu laut werden. Der Lüfter vom AirCircle ist allerdings dezent schriller und höher und somit für meine Ohren etwas unangenehmer. In einem ruhigen Arbeitszimmer mit mehr als 1-2m Abstand empfand ich aber keinen von beiden wirklich als störend.
 

Den PolarCircle sehe ich mich weiter im Alltag nutzen, den AirCircle eher nicht. Wenn ich es schneller haben möchte, nehme ich das Kabel. Ansonsten ist mir die Kühlung wichtiger. Interessant wäre eine Qi2.2 25W Version mit der Kühlung des PolarCircle - aber Stand heute gibt es so ein Ladegerät nach wie vor nicht. Andere Hersteller werben zwar auch mit TEC-Kühlung (Anker bei seinen Prime-Ladern), aber sie funktionieren alle mehr oder weniger nach dem gleichen Schema: die Kühlung des Ladegeräts selbst. Und das ist bereits besser als "nur" nen Lüfter oder gar keine Kühlung. Aber die kühlende Oberfläche wie hier beim Torrras PolarCircle oder den älteren Amegat Qi2-Chargern, findet man dort nicht.
 

In eigener Sache:
Zum Ende nochmal der Hinweis auf die Gesamtübersicht aller geschriebenen Tests im Sub, dem Transparenz-Report, wo ich Fails und Langzeiterfahrungen festhalte, einer Übersicht über Powerbanks mit CCC-Zertifizierung, sowie dem ChargingSheet als Sammelstelle der zusammengetragenen Daten und einer Übersicht von Ladegeräten, Powerbanks, Ladeergebnissen und Co.

u/N8falke — 2 months ago