





Ich arbeite jetzt schon ein paar Monate für einen Ambulanten Pflegedienst und bin mit der Entscheidung auch soweit zufrieden. An sich gibt es kaum Klienten/Pflege-Empfänger in meiner Tour, mit denen ich ein Problem habe. Bis auf eine Frau, die schon länger bei dem Pflegedienst Kundin ist, wie ich überhaupt in Anstellung. Diese Frau treibt mich immer wieder zur Innerlichen Weißglut.
Angefangen damit, dass sie aufgrund vermehrter KH-Aufenthalte eine vermeintliche Angst vor weißen Oberteilen bekommen hat. Dies gilt allerdings nur bei mir, da unsere PDL ebenfalls Weiß trug als ich eingearbeitet wurde und da war es nie ein Problem.
Beim täglichen Verbandswechsel werden Klebestreifen verwendet, wobei sie sagt sie könne es aufgrund ihrer Lähmung des Unterkörpers nicht spüren aber wehe mir, wenn ich die Klebestreifen nicht für sie in der korrekten Reihenfolge aufklebe.
Sie wünscht sich von mir mehr Höflichkeit, meine »Guten Morgen«-Begrüßung wird lediglich mit »Morgen.« erwidert.
Wenn ich sie für ihr Empfinden nicht korrekt an die Bettkante setze, um sie anschließend in den Rollstuhl zu mobilisieren, stütze ich sie von hinten mit meiner vollflächigen Hand und Teile meines Arms und obwohl sie sich nach eigener Aussage kaum aufrecht halten kann, ist für sie dann trotzdem immer mehr Priorität darauf, dass sie sich die Molton-Tücher faltenfrei streicht.
Das eine Bein ist dauerhaft geschwollener als das andere, trotzdem wird mir der Einsatz eines Schuhlöffels strengstens untersagt.
Wenn ich die Türe schließe, ohne die Klinke dabei hinunter zu drücken, ist es für sie ein Türen knallen, was ich doch unbedingt unterlassen soll. Ein einfaches Zuziehen ist mir lediglich bei der Haustür erlaubt.
Zu guter Letzt aus aktuellem Anlass: Wenn ich morgens zu ihr in die Wohnung komme, sind dort selten unter 35°C, was man an einem Digital-Thermometer gut ablesen kann. Ein Kollege berichtete mir von 42°C, als er sie abends ins Bett brachte. Auf meine Frage hin, ob ich ein Fenster öffnen kann, wurde ich regelrecht angeschrien, dass das nicht ginge. Auf Nachfrage, weshalb dies, hieß es nur man bekäme es nicht mehr zu. Auf meinen Kompromiss, nur während meines Hausbesuchs die Fenster durch mich öffnen und wieder schließen zu lassen, wurde gar nicht eingegangen.
Ich wurde jetzt schon einige Male von meinen Vorgesetzten darauf vertröstet, dass es keiner bei dieser Klientin leicht hätte, aber das reicht mir irgendwie nicht mehr.
Daher die Frage an euch, als meine Kollegen und Kolleginnen mit einem größerem Schwarm-Wissen als meine Chefs: Gibt es da etwas, was ich tun kann?
Disclaimer vorweg: Klientin abgeben geht nicht, sie braucht die Unterstützung einer Fachkraft ‐ zumindest am Morgen, wegen dem genannten täglichen Verbandswechsel.
... wann kommt das Schichtende für Schichtende?
Als großer Verehrer des Werks (Ja, ich habe im Regal drei Versionen davon im Regal stehen, unter anderem die Erstauflage) von Otfried Preußler kommt bei mir immer wieder die Frage auf, ob es auch noch andere Geschichten dieser Art gibt. Die Sprache, die Preußler in seinem Roman verwendet, ist einerseits so einfach und doch so kraftvoll, dass es für mich ein schrift-gewordener Holzschnitt ist. Vielleicht hat hier der eine oder die andere eine Idee, was sowohl sprachlich wie auch thematisch gerne in die Richtung gehen darf.
Welche Abkürzungen kennt ihr, die außerhalb eurer Fachbereiche eine völlig andere Bedeutung haben, wie für euch? Also zum Beispiel: HWI – auf der Uro ein Harnwegsinfekt, auf der IMC dann schon ein Hinterwandinfarkt.
Hallo zusammen, ich hätte da mal eine Frage zum Verhalten von der Schwarm-Intelligenz beantwortet gewusst:
Seit Anfang April diesen Jahres bin ich jetzt bei einem Ambulanten Pflegedienst angestellt und fühle mich an sich auch sehr wohl. Nun verhält es sich aber so, dass wir unseren Fuhrpark nicht vollständig auf dem Hof abstellen können, da wir bei dem zugehörigen Haus nur das Erdgeschoss haben und das Obergeschoss noch von Privat-Menschen bewohnt wird. Dadurch haben wir keine andere Wahl und müssen einen großen Teil der Autos am Straßenrand parken. Jetzt hatte ich unlängst einen am PC geschriebenen Ausdruck an der Frontscheibe klemmen, mit folgendem Inhalt: "Sie parken Ihr Fahrzeug im Einfahrtsbereich des Hauses. Die weißen Markierungen wurden von Ihnen nicht beachtet. Beim nächsten Falschparken erfolgt eine Anzeige." — Tatsächlich war ich etwas drüber (max. 20 cm), was allerdings aufgrund der vorherrschenden Park-Situation nicht anders lösbar war. Der genannte Einfahrtsbereich ist eine Einfahrt von bestimmt 6 Metern Breite, von denen ich mir die 20 cm dreister Weise genommen habe - die allerdings noch bei der absenkenden Bordsteinkante, nicht der vollständig abgesenkten. Es hätten aber auch noch definitiv zwei Autos nebeneinander diese Einfahrt passieren können, ohne die geringsten Einschränkungen. Das dazugehörige Haus gehört irgendeinem ehemaligen Vorstand aus der Automobilindustrie, daher ordentlich Geld auf dem Konto und eine angestellte Hausfrau, die mir auch auf mein Klingeln hin erklärte, dass die »Herrschaften gerade nicht zu sprechen seien«. Bei einem Auto auf der anderen Seite der Einfahrt hätte sie aber ebenfalls einen solchen Zettel anbringen müssen.
Mein Plan war jetzt einen öffentlichen Brief zu schreiben und ihn der Lokal-Zeitung zu senden, der zwar nicht auf den Ambulanten Pflegedienst zurückverfolgt werden kann, jedoch klar macht, dass wir mit unseren Fahrzeugen eben nicht immer so weit weg parken können, da unser Fuhrpark ja von Frühdienst und Spätschichten genutzt werden muss und wir auch oft schnell über ein Fahrzeug verfügen müssen, wenn man Rufbereitschaft hat.
Wie schätzt ihr die Situation ein? Ist das ein nachvollziehbares Verhalten von diesem ehemaligem Vorstand? Sollte ich diesen Brief privat, jedoch anonym einwerfen oder doch lieber öffentlich, aber auch hier nur als Fahrer eines Autos unterschreiben? Andere Vorschläge?