u/No_Cockroach2408

Etwas planlos bezüglich Bewerbungsschreiben..

Hallo liebe Community, ich bin gerade im letzten PJ-Abschnitt in meiner Wunschrichtung in einer Uniklinik und würde auch sehr gern dort anfangen, da es mir sehr gut gefällt. Ich habe einmal zusammen mit einem OA, der mich begleitete, mit der Chefin gesprochen und sie meinte, dass sie gerade viele Bewerber haben und ich frühzeitig eine Bewerbung abgeben soll; das PJ natürlich ein Pluspunkt ist usw.
Jetzt hab ich aber das Gefühl, mich da gegen zig Bewerber behaupten zu müsse und ich habe Lebenslauf-technisch wirklich nichts zu bieten. Also ich war in der Schule, dann jetzt 6 Jahre studiert eben, Nebenjobs waren alle fachfremd. ;) Auch meine Famulaturen hab ich in anderen Fächern gemacht, da ich Neuro erst im letzten Semester hatte.
Ich habe auch nicht promoviert, will es aber unbedingt in dieser Abteilung tun.
Wie kann ich mich dann überhaupt absetzen; schreibe ich einfach ins Anschreiben, dass ich das PJ und das Fach super finde, in der Gegend für immer bleiben und auch bei denen promovieren will? Irgendwie fühlt sich das so wenig an.

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u/No_Cockroach2408 — 1 day ago

PJ-Rant nach 2/3

Hallo liebe mit PJler oder bald-PJler, ich bitte im Schmerz um Beistand und frage mich, ob es euch auch so geht und was ihr so im lehrreichen PJ alles erleben durftet…
Mein erstes Tertial war Chirurgie an einer großen Uni, klar viel BE, viel Haken halten aber immer netter Ton, fehlen war immer möglich, ich hätte sogar während der OP pktl zu Feierabend abtreten können. Inhaltlich habe ich nicht viel gelernt aber doch schon ein bisschen zu Notfallmanagement, Infektionen, OP-Techniken. In meiner Herzchirurgie-Rotation gab es sogar tollen Unterricht, der wirklich lehrreich war. So richtig ausgebeutet hab ich mich also nie gefühlt und dachte schon- wow, toll, Glücksgriff (auch wenn 0€).
Tja, dann begann mein 2. Tertial an einer mittelgroßen Klinik in der Inneren. Was soll ich sagen - Horror. Bereits in den ersten 2-3 Wochen war ich an Tagen allein auf Station, wenn ich einen Fehltag ankündigte wurde mir gesagt: nein, das geht nicht, kein Personal. Jede meiner Fehlzeiten (immer im Sekretariat und bei PJ Beauftragten angemeldet) wurde mir im Anschluss als nicht abgesprochen aufgetischt. Ich war ungefähr jede Woche auf einer anderen Station, quasi als springende Aushilfskraft. PJ-Unterricht vielleicht alle drei Wochen mal. Wenigstens kriegte ich ganz gutes Geld, wenn auch unter Bafög. Pünktlich gehen war aber auch eher Fehlanzeige meistens. Die Ärztinnen waren zwar fast alle ok und nett aber eben deutlich überbelastet. Außerdem erlebte ich hier mehrfach belastende Szenarien mit, sowohl Notfälle als auch interpersonelle Auseinandersetzungen, die mich nachhaltig beschäftigt haben. Cholerisch ist hier noch untertrieben.
Ich habe sogar zwischendurch das Gespräch mit dem Chef der Inneren gesucht; der mir aber nur kam mit „Ist überall so, sehen Sie es als Kompliment, dass Sie allein auf Station sind“ (gehts noch).
Mich damit an den PJ-Beauftragten wenden ging leider auch nicht, da der mich zwischendrin um eine private Verabredung bat (kein Kommentar.)
Naja, jetzt starte ich bald in mein Wahltertial Neuro und hoffe alles wird anders. ;)

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u/No_Cockroach2408 — 2 months ago
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Hilfe bei Belastender Situation im PJ

Hallo, ich wollte mal fragen, ob jemand vielleicht mal in so einer Situation war oder etwas weiß, wohin man sich am besten wenden könnte, um Hilfe in anspruch zu nehmen…
Ich habe schon öfter belastende Situationen im Laufe des Studiums erlebt, also Tod, Notfälle uswusw, aber konnte bisher ohne Probleme damit umgehen, also halt mal mit Freunden drüber reden zb aber es dann auch wieder vergessen und mir ging es immer gut.
Jetzt hatte ich diese Woche ein Erlebnis auf Station, worüber ich hier nicht sprechen möchte, aber ein Patient verstarb sehr plötzlich sehr traumatisch vor meinen Augen. Danach haben alle mit ihrer Arbeit weitergemacht, es wurde nur nochmal kurz mittags mit anderen Kollegen drüber gequatscht. Mir ging es schon kurz danach gar nicht gut, übel, zum heulen usw. Jetzt kann ich auch seit zwei Tagen nicht aufhören dran zu denken und fühle mich wirklich schlecht. Leider hab ich nur ständigen Wohnortswechsel im PJ natürlich keinen Hausarzt und ich weiß nicht, wo ich so akut Hilfe kriegen könnte aber habe das Gefühl, dass ich sie brauche, um nicht ewig damit zu tun zu haben… Das wird mir ja bestimmt auch noch häufiger passieren. Habe irgendwie auch Hemmungen mich da an einen Arzt direkt zu wenden, aus Angst direkt in Tränen auszubrechen.. Danke für eure Hilfe

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u/No_Cockroach2408 — 3 months ago