u/Odd-Bobcat7918

Der IT-Jobmarkt ist wieder ganz okay

Auf Reddit geistert ja immer noch rum, dass der Jobmarkt für IT komplett tot ist und dass man 100e, wenn nicht sogar 1000+ Bewerbungen braucht, um überhaupt nur ein Gespräch zu bekommen oder zumindest nicht geghostet zu werden.

Ich bin aktuell selbst auf Jobsuche und weil nicht klar war, ob mein jetziger Betrieb mich vor 1 Jahr übernimmt, war ich auch vor 1 Jahr schon auf der Suche.

Mein Take dazu: Es wird auf Reddit komplett überdramatisiert. Vor einem Jahr war der Markt noch viel schlimmer als heute, aber selbst da war er nicht so schlimm. Quasi jedes Unternehmen hat geantwortet, zumindest mit einer Absage. Ghosting hatte ich damals fast nicht. Trotzdem gab es auf LinkedIn viel weniger Angebote und es gab weniger Einladungen zu Gesprächen.

Im Bewerbungsverfahren aktuell sieht es komplett anders aus. Obwohl ich mich wieder als Junior für einen anderen Bereich bewerbe innerhalb der IT, krieg ich deutlich mehr positive Antworten. Ghosting wieder fast nicht zu spüren.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, diesmal eine Excel-Tabelle zu machen und von 40 Bewerbungen hatte ich 13 Einladungen zu Bewerbungsgesprächen, 25 Absagen und 2 Ghostings. Von den 13 Einladungen bin ich bei 4 Unternehmen in die letzte Runde gekommen. Bei einem hab ich schon ein Angebot und bei den anderen 3 warte ich noch auf die letzte Runde. Und ich bin echt kein Überflieger oder so.

Auf LinkedIn krieg ich mittlerweile alle 2-3 Wochen eine Inmail. Häufig für Stellen, die nicht wirklich zu mir passen.

Natürlich kann es sein, dass das eine Jahr Berufserfahrung in der IT den krankesten Unterschied ever macht, aber da ich mich ja für nen anderen Bereich bewerbe, wo meine jetzigen Kenntnisse nicht so wirklich genutzt werden, denke ich das nicht. Ich bin der Meinung, dass sich der Markt schon wieder teilweise erholt hat.

Ich denke auch, dass Leute, die sich aktiv in Junior Positionen bewerben, einfach keinen Plan haben, wie man sich richtig bewirbt. Die CVs, die ich hier tw. sehe, sind schon echt schlecht. Und das sage ich, der erst mit 28 eingestiegen ist, nachdem er vor dem Info-Studium quasi dauergechillt hat und 3 Studiengänge abgebrochen hat. Ich weiß echt nicht, wie man es schafft, sich noch schlechter zu positionieren als ich.

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u/Odd-Bobcat7918 — 2 days ago

Proteinshakes sind für die allermeisten super

Ich höre immer wieder in meinem Umfeld und auch von Medfluencern, dass Proteinshakes ja komplett unnötig sind, weil wir das Protein ja auch durch die Nahrung aufnehmen können und das Ganze ja einfach künstlich ist usw.

Das Ding ist, die Medfluencer sagen das und erwähnen zumindest gleichzeitig, dass man dann in der Ernährung auf Proteine achten soll und die und die Lebensmittel deutlich häufiger essen soll, um auf das Eiweißniveau zu kommen.

Die Menschen, die in meinem Umfeld sind, machen aber genau das nicht. Da gibt‘s dann Brötchen mit Marmelade zum Frühstück, Nudeln mit Tomatensauce zum Mittag (oder Pommes und Fischstäbchen oder so) und Reis mit Chili zum Abend (oder Brot mit Wurst). Natürlich ist das jetzt nicht gar kein Protein, aber diese Leute sind so meilenweit vom Mindestmaß entfernt, dass ein Proteinshake nur positiv wäre.

Ich verstehe nicht, warum Menschen Supplements wie Protein (oder auch andere, hab schon gehört, dass mein Kreatin schädlich ist) so verteufeln. Die Leute haben halt immer mehr Meinung als Verstand.

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u/Odd-Bobcat7918 — 4 days ago

Lehrer verdienen nicht zu viel

Lehrer kriegen A13. Das ist je nach Bundesland und Abzug der Krankenkasse ungefähr 3.7k netto (correct me if I‘m wrong). + Pension!!!!

Das ist ne Menge Geld für einen Single. Und dazu dann noch richtig viel Urlaub.
Was wird ausgeblendet?

Vor- und Nachbereiten des Unterrichts, Klausurkorrekturen, die enorme Belastung meist pubertierender Kinder, Brennpunktschüler mit besonderen Herausforderungen, eine der höchsten Burnout-Raten aller Berufsgruppen, viel teurere Urlaube wegen Saison, Helikoptereltern, die sich wegen jedem Scheiß beschweren, Verantwortung für 30 Kinder, man ist in den gleichen maroden Schulgebäuden wie die Schüler, man kann nie abschalten, …

Und für diesen Beruf braucht man mind. 5 Jahre Studium + 1,5 Jahre Referendariat (meist mehr). Das ist das Äquivalent eines Arztstudiums bis zum Assistenzarzt. Assistenzarzt im Einstieg: 4,2k netto ca. als Single.

Im Gegensatz zum Lehrer steigt das Gehalt als Arzt rapide an, mit eigener Praxis in einer kleineren Stadt auf fast 15k netto im Monat. Lehrer sind gehaltstechnisch ziemlich gedeckelt.

Der einzige wirkliche Boost sind Kinder und Ehe. Und das regt mich auch immer auf. Jedes Mal kommt das Argument mit „Aber was wenn der Lehrer 300 Kinder bekommt? Dann kriegt der plötzlich 50k pro Monat????“ Aber was, wenn nicht? Warum gehen Leute immer vom Maximalbsp bei Beamten aus und vergleichen direkt mit Mindestlohn?

Um nochmal zum Vergleich zurückzukommen:
Am Ende steht jedenfalls der Arzt besser da als der Lehrer. Sei ihm gegönnt, aber vom Stresspegel her haben beide bis dahin ähnlich viel abbekommen und verantwortungstechnisch auch ähnlich viel gehabt.

Und jetzt meine Frage: Kriegt der Lehrer zu viel oder kriegt der Rest einfach zu wenig? Sollten wir uns nicht mit Lehrern verbünden, um die wirklich Reichen ins Visier zu nehmen? Diese lachen sich doch safe kaputt, dass sich die Mittelschicht so selbst zerfleischt. Erinnert mich an dieses Crabs in a bucket Phänomen (google, wenn ihr nicht wisst).

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u/Odd-Bobcat7918 — 2 months ago