Ich würde gerne eine Transition machen und irgendwie dann doch nicht....
Hey, ich hoffe, der Post passt hier rein.. Ich hab hier noch nie etwas gepostet und bin gerade an einem Punkt wo ich echt nicht mehr weiß, wohin mit den Gedanken (die langsam ständig darum kreisen).
Anfang des Jahres hatte ich ein paar Termine bei einer Therapeutin da ich wissen wollte was sie meint. So richtig sicher was ich machen will bin ich mir dann aber auch nicht gewesen. Hab das Schreiben für Hormone bekommen und war kurz davor, wirklich anzufangen. Und dann hab ich den Arzttermin kurz vorher wieder abgesagt, weil mir plötzlich alles zu groß und endgültig vorkam.
Jetzt, ein paar Monate später, bin ich wieder an dem Punkt. Das Thema geht einfach nicht weg. Ich fühle mich immer unwohler in meinem Körper, bin oft neidisch auf die Mädels, wenn ich mit Freund*innen unterwegs bin, und komme mit meinem Aussehen kaum noch klar. Manche sagen, seit ich einen Pony habe, sehe ich „ein bisschen wie eine Frau“ aus, was mich insgeheim total freut.
Gleichzeitig denke ich mir aber: Mitte 20, Pubertät durch, und Passing geht auch nicht mehr. Und heute hatte ich diesen Moment, wo ich dachte: Manchmal sehe ich Frauen und fühle einfach ganz klar, dass ich auch eine bin und fünf Minuten später denke ich wieder: ach, schwamm drüber, das ist alles kompliziert, aufwendig und ein schwerer Weg. Und dann hab ic h heute kurz gedacht: Okay, ich fang nächste Woche einfach mit Hormonen an. Fünf Minuten später: Nee, besser doch nicht. Mir gehts auch eigentlich erstmal so um die medizinische transition, kleidung und sozial wär zwar auch schön.... aber erst mal so die ganze maskulinen eigenschaften wegbekommen ist mir wichitger...
Vielleicht gings ja anderen ähnlich. Ich kann gerade nicht weitermachen wie bisher und weiß nicht, ob ich das unterdrücke oder ob ich es bereuen würde, wenn ich es angehe. Liebe grüße