Kurz vor Ende der Pflegeausbildung und ich bereue meine Berufswahl – geht es jemandem ähnlich?
Hey, ich bin 25 und gerade kurz vor dem Ende meiner Pflegeausbildung. Meine praktische Prüfung habe ich schon bestanden und die schriftlichen Prüfungen sind auch geschrieben. Eigentlich muss ich also „nur noch“ die mündliche und die letzte Zeit irgendwie schaffen.
Aber wenn ich ehrlich bin, bin ich inzwischen einfach nur noch erschöpft und bereue meine Berufswahl total. Ich arbeite in einem Pflegeheim und die Arbeitsbelastung dort macht mich wirklich fertig. Teilweise bin ich als Azubi für 12 Bewohner alleine zuständig, dazu Schichtdienst, viele Arbeitstage hintereinander, kaum richtige Erholung und ständig diese Verantwortung im Kopf.
Trotzdem möchte ich die Ausbildung eigentlich noch beenden, weil ich so kurz vorm Abschluss bin. Gleichzeitig merke ich immer mehr, dass ich danach wahrscheinlich nicht weiter in der direkten Pflege arbeiten möchte. Ich sehne mich einfach nach einem planbareren Leben, vielleicht einem Bürojob, geregelteren Arbeitszeiten und weniger Verantwortung für andere Menschen.
In letzter Zeit bin ich auch total neidisch auf Menschen in meinem Umfeld, die studieren, längere freie Phasen haben oder einfach einen ganz anderen Arbeitsalltag führen. Dann denke ich oft: Warum habe ich ausgerechnet diesen Weg gewählt?
Gibt es hier jemanden, dem es ähnlich ging oder gerade ähnlich geht? Also kurz vor Ende der Ausbildung, aber innerlich eigentlich schon mit dem Beruf abgeschlossen? Oder Menschen, die die Pflegeausbildung noch beendet haben und danach in einen ganz anderen Bereich gewechselt sind?
Ich würde mich wirklich gerne mit Leuten austauschen, die dieses Gefühl kennen. Gerade fühlt man sich damit ziemlich allein.