u/PersonalityOdd6734

Was läuft eigentlich falsch mit dem Internet zu Lindsay Clancy?

Ich nehme mal an, die meisten werden den Fall auch mitbekommen haben, Kurzzusammenfassung für diejenigen die ihn nicht kennen; im Januar 2023 wurden drei Kinder durch ihre Mutter ermordet (die Mutter hatte schon lange starke psychische Probleme & suizidae Tendenzen) während der Vater außer Haus war um zur Apotheke & Essen abholen zu gehen. Die Mutter hat im gleichen Zuge versucht sich das Leben zu nehmen und ist durch den Sturz nun querschnittsgelähmt.

Und was mir jetzt über die letzten Wochen aufgefallen ist, dass vor allem Frauen im Internet ganz vorne mit dabei sind allen möglichen bullshit zu verbreiten so nach dem Motto Frauen müssen zusammenhalten und nur Frauen würden merken, dass dieser Fall komplett erlogen wäre. Da wird dann erzählt, der Ex Ehemann von ihr hätte nur wenige Monate danach neu geheiratet und hätte seitdem mehrere Kinder mit der neuen Frau. Eine Google Suche und du weißt, dass beides einfach nicht stimmt. Dann Video Aufnahmen von ihr aus dem Gerichtssaal, wie sie mit Tränen in den Augen zitternd da sitzt als sie ihren Ex sieht; wird direkt als Beweis erklärt, dass er die Kinder umgebracht hätte. Dann schaut die neue Partnerin wohl Lindsay ähnlich; jetzt auf einmal soll die neue Freundin die Kinder umgebracht haben und der Beweis dafür wäre die Aussage von Lindsay, dass sie sich beim ermorden gefühlt hat sie als würde sie sich selbst beobachten.

Blutspuren am Fensterrahmen? Ne eindeutig hat sie sich nicht auf'm Fensterrahmen abgestützt bevor sie gesprungen ist, kann natürlich nur davon sein, dass ihr Ex sie gezwungen hat zum Springen und sie verzweifelt versucht hätte sich dagegen zu wehren. Schon lange ist klar, dass es sowohl für sein Erscheinen in der Apotheke als auch im Restaurant Videoaufnahmen gibt, aber ne es gibt natürlich keinen Beweise dafür, dass der Mann jemals das Haus verlassen hat, er war es. Dass der Typ geschockt auf'm Sofa saß als der Rettungsdienst ankam wird dann auch als Beweis für den Mord durch ihn gewertet, kein Elternteil würde ja einfrieren wenn die Kinder tot auf'm Boden liegen. Und angeblich würde auch keine Mutter ihre Kinder im Keller umbringen etc.

Und ich find's irrsinnig, wie abartig sich das aufbauscht und wie illusioniert diese Frauen sind. Versteht mich nicht falsch, in einer Welt wo Männer den Großteil aller Straftaten begehen und aufgrund unzureichender Regulation sich im Recht sehen ganze Familien auszulöschen haben Männer jegliches Misstrauen verdient. Fakt ist auf jeden Fall, dass die Frau schwer psychisch krank & suizidal war. Und alles darauf hindeutet, dass er wie so oft nicht ausreichend Verantwortung übernommen und sie trotz der Probleme mit der Kindererziehung quasi alleine gelassen hat. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass er tatsächlich eine Affäre hatte aufgrund ein paar Details.

Aber nachdem sie von Anfang an gestanden hat, nichts ernsthaft darauf hinweist dass sie es wirklich nicht war und es sogar Videoaufnahmen gibt die beweisen, dass er nicht im Haus war - wieso muss man dann so ein an den Haaren herbeigezogenes Fass aufmachen unter dem Deckmantel von feministischen Beistand?! Ist es nicht schlimm genug, dass diese typische Struktur in hetero Beziehungen wo Mütter quasi allein erziehend sind, obwohl der Vater mit ihm Haus lebt, und die Tatsache dass es von der Regierung bzw in dem Land nicht annähernd ausreichende Unterstützung gibt, in sowas münden kann?!

Ich find's einfach schlimm, wie lächerlich schlecht die "Verteidigung" von ihr im Internet durchgezogen wird und wie gefährlich das auch in meinen Augen ist. Sich gegenseitig zu erzählen Frauen könnten doch nie im Leben ihre Kinder umbringen verschleiert das systemische Elend von Frauen und dass selbst Frauen auch irgendwann einmal am Ende ihrer Kapazitäten sind. Weil ganz ehrlich, das sollte ein Mahnmal für Beziehungen sein. Das sollte ein Mahnmal für schlechte Unterstützung bei psychischen Problemen sein. Und kein true crime Spektakel wo sich ein paar Frauen bei einem Glas Wein bullshit ausdenken und sagen sie hätten den Fall gelöst und die Frau kann es nicht gewesen sein. Und sich dann so fühlen, als ob sie im Namen des Feminismus was gutes getan hätten.

reddit.com
u/PersonalityOdd6734 — 5 days ago

Verlernen erwachsene Menschen jetzt auf einmal das Lesen?!?

Egal ob in meinen eigenen Posts oder Kommentaren oder denen von Mitmenschen, irgendwie scheint es immer mehr die Norm zu sein nicht lesen zu können WAS DA STEHT. Einfach nur was da steht. Ohne Interpretation.

Da schreibt jemand "Oft/in der Regel/meist ist es so[...] " und du kannst darauf wetten, dass irgendwer aus seinem Loch kriecht um zu sagen "DAS STIMMT NICHT DASS DAS IMMER SO IST". Oder das Gegenbeispiel "selten" - schwupps irgendwer der sich angegriffen fühlt, weil er da liest dass es NIE so wäre. Die Leute können dir die Stelle sogar korrekt zitieren und kapieren es nicht.

Oder vor kurzem ein Kommentar gelesen wo jemand meinte Personengruppe X bekommt häufiger Erkrankungen durch den gleichen Erreger als Personengruppe Y. Und eine andere Person die dann vehement meint das wäre falsch, weil bei einer bestimmten Erkrankung Y häufiger erkrankt. Erkrankungen generell und eine spezifische Erkrankung ist NICHT das gleiche.

Du schreibst du würdest dir Haustier xy nicht zulegen weil xy und jemand verfasst dann ne Tirade gegen dich, weil du damit fordern würdest, die Haltung besagter Haustiere sollte unterbunden werden?!

Fragen die teilweise komplett falsch beantwortet werden. Wenn der Gesamtkontext völlig ausgeblendet wird und Leute denken es geht um irgendein nichtiges Detail.

Muss man jetzt wieder Werbung für das Alfa Telefon ausstrahlen?

Als ich vor 13 Jahren auf Reddit angefangen habe hat das Diskutieren wirklich Bock gemacht, aber zurzeit kannst du dir das sonst wo hin schieben, weil es daran scheitert, dass dein Gegenüber gefühlt nicht Lesen kann oder gravierende Probleme mit der Sprache oder dem Textverständnis hat.

reddit.com
u/PersonalityOdd6734 — 14 days ago
▲ 350 r/Weibsvolk

Männer und ihr Verhalten in Hobbys sind peinlich as fuck

In all meiner Lebenszeit hab ich wirklich nie Frauen erlebt die sich im Kontext von Interessen und Hobbys so peinlich verhalten wie Männer.

Männer die denken, sie müssten dich "prüfen" damit du beweisen kannst wirklich Teil vom Hobby oder der Interesse zu sein. Männer die denken, wenn du dich minimal zu feminin anziehst bist du nur wegen Männern in dem Hobby.

Männer die denken, wenn du nicht komplett feminin rum läufst, dann versuchst du nur den Typen zu gefallen und siehst dabei noch nicht mal bumsbar aus. Die denken sie wissen und können es besser. Jeder von denen glaubt auch die machen das alle schon länger als du als Frau.

Egal in welchem Hobby, Frauen sind mir bisher im schlimmsten Falle mit Desinteresse begegnet. Aber meist ist man freundlich, versucht Neulinge willkommen zu heißen, sich gegenseitig auszuhelfen, hat zumindest ein paar nette höfliche Worte für die andere Person über.

Aber Männer sind so richtige Snowflakes. Die können es gar nicht ertragen, dass ne fucking Frau ernsthaft einfach nur Teil des Ganzen sein will. Eine Frau die ihnen, den Halbgöttern in löchrigen & versauten Boxershorts und Geheimratsecken, was entgegensetzen kann? Also das kann doch nicht existieren.

Und du merkst es absolut, dass das nicht einfach ihre generelle Art ist. Die können die ganze Zeit ne super entspannte Unterhaltung haben, die Meinung von jedem Mann wird respektiert. Und weil dann eh alle gerade erzählen was und wer sie dazu bewogen hat ein Instrument anzufangen teilst du als Frau dann auch deine Meinung bzw. Inspiration. Ach, auf einmal doch nicht mehr so cool, auf einmal muss man dann mit rotem Kopf erklären während das Doppelkinn bebt wieso die Band ja absolut scheiße ist und dass wer auch immer sich das anhört wirklich nicht behaupten kann guten Musikgeschmack zu haben? Oder wenn du denkst du quatscht in entspannter Runde über eure Gaming Setups, aber irgendein peinlicher Lappen unterstellt dir dann, dass du zu dumm wärst um das alles selbst zusammen zu stellen und dass das dein nicht vorhandener Freund gemacht hätte? Männer sind solche fragilen Snowflakes.

Bestimmt gibt's viele Männer die beim Lesen von diesem Text behaupten würden, sie kennen so jemanden nicht. Mal davon abgesehen, dass ich das nicht abkaufe weil Männer notorisch gut darin sind bei sexistischen Verhaltensweisen wegezuschauen; immer merkwürdig still von den anderen Männern die nichts sagen, während sich das selbstgewählte Alpha Männchen zum Clown macht. Sind immer nur Frauen die da Veto bieten.

Männer machen aus jeder Scheiße einen Wettkampf, damit sie sich ja nicht third spaces, Interessen und Hobbys mit Frauen teilen müssen. Die fühlen sich richtig bedroht davon, dass ne Frau mehr auf'm Kasten haben könnte als sie. Tirade Ende.

reddit.com
u/PersonalityOdd6734 — 24 days ago
▲ 171 r/Weibsvolk

Ich hab die Schnauze voll davon, dass meine Freundinnen mit Losern zusammen sind

Die lassen sich teilweise schon in der Dating Phase wie Dreck behandeln, die Typen lügen von A-Z, melden sich nur wenn die Ex gerade keinen Bock mehr auf ihn hat, man muss regelrecht drum betteln gut behandelt zu werden.

Aber nur noch eine Chance. Drei Chancen später immer "Nur noch eine Chance". Ich verstehe es voll und ganz, dass wenn man in einer Beziehung ist und die wendet sich zum schlechten, dass man nur schlecht rauskommt. Aber wieso lässt man sich von Anfang so verarschen? Ist das eigene Leben so erbärmlich, dass man sich durch seine Dating Entscheidungen wie Dreck behandeln lässt?

Ich habe wirklich keine Geduld mehr dafür. Ich hab's nicht mehr in mir auch nur ansatzweise so zu tun, als ob's mich freuen würde, dass du mit nem Lügner, Fremdgeher oder sonst was zusammen bist. Ich hab's nicht mehr in mir so zu tun als ob es mich jucken würde, wie schön der gestrige Abend mit ihm gestern war, wenn ich weiß wie viele emotionale Zusammenbrüche du bereits wegen ihm hattest.

reddit.com
u/PersonalityOdd6734 — 1 month ago

Wenn ihr es nicht ertragen könnt, dass Leute sich aufregen dann nutzt den Subreddit doch nicht

Da regen sich Leute in Posts auf, dass OP zu emotional wäre, dass die Person sich überhaupt aufregt, dass es nicht um eine konstruktive Unterhaltung geht etc.

Ja dann schaut euch halt an in was für einem Subreddit ihr seid und denkt mal nach. Wenn ihr das nicht ertragen könnt, dass Leute ein Outlet für Frust als Outlet für Frust nutzen, dann verlasst den Subreddit doch oder scrollt weiter. Sehe das so oft und frage mich was der Quatsch soll.

reddit.com
u/PersonalityOdd6734 — 1 month ago

Wieso nicht jemand passendes suchen?

Was bringt Männer dazu, sich Frauen auszusuchen, welche sie dann Daten und mit ihnen eine Beziehung eingehen. Nur um sich dann über Eigenschaften von ihr zu beschweren die sie von Anfang an klar gezeigt hat und der Partner dann verlangt, dass sie sich im Laufe der Beziehung verändert?

reddit.com
u/PersonalityOdd6734 — 1 month ago

Müssen wir auf Dating Apps jetzt schon Werbung für Analphabeten schalten!?!?!

Dating App lässt mich wissen, dass mir wer geschrieben hat. Ich öffne die Nachricht, erwarte schon das schlimmste, aber Nein, der Inhalt ist eigentlich schwer in Ordnung. Bevor ich mir die Mühe mache zu antworten wird sich natürlich das Profil angeschaut. Sucht ebenfalls was langfristiges, ja supi. Ach. Er will Kinder? Lustig, ist ja nicht so als ob ich in meinem Profil stehen hätte keine zu wollen...

Kann er nicht lesen? Will er nicht lesen? Braucht der Nachhilfe und muss sich nochmal in die erste Klasse setzen um die Basics zu lernen???? Oder wen versucht der gerade zu verarschen??? Sich?? Mich???? Ich find's respektlos, dumm, nervig, einfach zum Kotzen. Ich weigere mich zu glauben, dass das alles aus guten Absichten passiert. Das ist nicht das erste Mal, dass sowas passiert und wird auch nicht das letzte Mal sein. Ich würde behaupten in 7/10 Fällen ist das der Fall. Entweder völlige Gegensätze was man sucht, oder wenn's um die Frage nach Nachwuchs geht. Die Frage ob jemand Kinder will, ob jemand was kurz oder langfristiges sucht etc. sind absolute Basics. Wie kann man da so tun, als ob das scheiß egal wäre?!? Denken Männer, dass Frauen doch eh nur dumm sind und nicht wissen was sie wollen, und sich dann sicherlich doch für ihn umentscheiden?!? My dude, nichts an dir schreit danach ne Ausnahme zu machen.

Ich hab einfach die Schnauze voll davon, dass Typen (super)liken oder auch anschreiben obwohl es auf einem Basic Level nach dem Lesen des Profils doch offensichtlich nicht passt. Move on. Such dir eine die nur bumsen will. Such dir eine die angibt Kinder zu wollen oder was auch immer du für ne Schiene entgegen deinem Profil fährst. Aber hört doch auf die Zeit von anderen Menschen zu verschwenden. Aber dann das Jammern, dass Frauen nicht zurück schreiben. Ja logisch?!?! Wieso sollte ich solchen Menschen zurück schreiben??? Du solltest mindestens lesen können, ich verschwende ganz sicher nicht meine Zeit damit jemanden der Wahl-Analphabet ist zu erklären wieso ich ihn nicht Daten will.

reddit.com
u/PersonalityOdd6734 — 1 month ago

Reaktion auf "emotionale" Männer

In einem Podcast gab's eine Folge mit einem männlichen Gast in welchem kurz das Thema angeschnitten wurde, dass Männer denken/berichten es würde immer mehr gefordert werden, dass Männer Gefühle zeigen sollen. Aber sagen, Frauen würden das in der Praxis oft nicht wollen bzw Sachen die dann gesagt werden, würden gegen einen verwendet werden. Konkreter kann ich mich nicht ausdrücken, weil in der Situation selbst auch kein konkretes Beispiel besprochen wurde oder was das heißen soll. Besagter Gast meint dann noch, dass auch wenn das manchmal der Fall sei, dann dürfte man das als Mann trotzdem nicht so werten als ob Gefühle zeigen nicht in Ordnung wäre.

Wie nehmt ihr das wahr? Würdet ihr vielleicht auch sagen, dass die Art und Weise wie Männer das mit dem "Gefühle zeigen" umsetzen auch adäquat ist? Lasst ihr euer Gegenüber auch an den positiven Gefühlsregungen teilhaben oder interpretiert ihr "Ihr sollt mehr Gefühle zeigen" als Auffassung mehr negative zu teilen? Was ist eure Erwartungshaltung an euer Gegenüber dabei?

reddit.com
u/PersonalityOdd6734 — 1 month ago

Reaktion auf "emotionale" Männer, eure Sicht dazu

Im Podcast von Paula Lambert gab's eine Folge mit einem männlichen Gast in welchem sie kurz das Thema angeschnitten haben, dass Männer denken/berichten es würde immer mehr gefordert werden, dass Männer Gefühle zeigen aber sagen, Frauen würden das in der Praxis oft nicht wollen bzw Sachen die dann gesagt werden, würden gegen einen verwendet werden. Konkreter kann ich mich nicht ausdrücken, weil in der Situation selbst auch kein konkretes Beispiel besprochen wurde oder was das heißen soll. Besagter Gast meint dann noch, dass auch wenn das manchmal der Fall sei, dann dürfte man das als Mann trotzdem nicht so werten als ob Gefühle zeigen nicht in Ordnung wäre.

Wie nehmt ihr das wahr? Erlebt ihr das häufig, dass Männer euch gegenüber Gefühle zeigen. Wie reagiert ihr darauf? Falls ihr negativ reagiert habt, wieso denn?

Ich selbst erlebe diese Verletzlichkeit wenn dann eher in romantischen Beziehungen, in platonischen Beziehungen oder mit Bekannten etc gen gar nicht. Meist war das auch okay für mich. Würde von mir behaupten, dass ich sowas grundlegend empathisch auffangen kann. Habe in der Vergangenheit jedoch auch immer wieder das Gefühl gehabt, dass diese "softe" Seite irgendwann aber auch als mal missbraucht wird. In der Form von, wenn er sich verletzt fühlt ist das Gespräch beendet, Mängel an Aktion werden mit Gefühlen begründet und das Gegenüber hat das dann hinzunehmen etc.

Abseits von meinen eigenen Erfahrungen begegnen mir auch positive Beispiele durch andere (online & offline), aber ich bekomme auch oft solche Geschichten online mit (aus der Sicht des Mannes geschrieben) dass er es als belegt annimmt, dass Frauen keine emotionalen Männer wollen, weil sein Date ihn beim ersten Date nicht getröstet hat als er wegen seiner Ex weinen musste. Also sehr deplatziert. Ich habe zunehmend den Eindruck von dass viele Männer jetzt den krassen Umschwung von alles in sich fressen zu alles wahllos rauslassen mitmachen und das Mittelmaß da stark fehlt.

Plus es scheinen viele so zu verstehen, dass jetzt nur belastende/negative/traumatische Sachen auf den Tisch kommen sollen. Dabei geht's doch auch so Emotionen wie Mitgefühl, durch etwas emotional gerührt werden, (Mit)Freude, Nostalgie, Wehmut etc. Also positive Emotionen oder Sachen die sich irgendwo im Mittelfeld bewegen. Ich möchte als Frau und Mitmensch an dem vollem Spektrum teilhaben und nicht nur als Müllhalde für alles was belastet benutzt werden.

Wie ist da eure Erfahrung? Bzw was sind eure Gedanken dazu?

Edith: Ich habe das Thema abgeändert mal im Männer Subreddit angesprochen wer sich das anschauen will; https://www.reddit.com/r/FragtMaenner/s/Iux2Pgo7J5

reddit.com
u/PersonalityOdd6734 — 1 month ago
▲ 145 r/Weibsvolk

Essen als Stressor in Beziehungen

Dachte irgendwie mein Erlebnis wäre nur mein Erlebnis, hab aber gerade feststellen dürfen, dass dem wohl nicht so ist durch einen Instagram Post.

Meine "Anekdote"; bei meinem Ex gab's wirklich selten was selbstgekochtes, meist war's nur TK Pizza, Nudeln mit Tomatensoße, Maultaschen. Nicht das Ende der Welt, aber im Gegensatz zu mir hab ich mir halt doch die Mühe gemacht immer mal wieder was zu kochen. Ich hatte auch immer geschaut, dass das was er zum Frühstücken möchte immer bei mir im Kühlschrank war. Bei ihm war das nicht der Fall. Ich ernähre mich vegetarisch, statt dass er für mich beim Einkauf auch ne vegetarische TK Pizza mitgenommen hat gab's nur Salami Pizza.

Irgendwann hat es mich massiv gestört und dann meinte ich halt, wenn's für mich nichts zum Essen gibt bei ihm ohne dass ich mich explizit kümmern muss, komme ich nicht bei ihm vorbei. Nicht für ein paar Stunden. Nicht über Nacht. Und Kochen tu ich bei mir nur noch für mich, wenn er nicht beim Kochen hilft. Retrospektiv hätte ich mich an dem Punkt trennen sollen, aber naja.

Jetzt bin ich über einen Post gestolpert auf Instagram, wo wirklich viele Frauen von ähnlichen Mechanismen erzählen. Partner die sich nicht die Mühe machen etwas zu kochen. Partner die ihre Partnerin es selbst bezahlen lassen, wenn die mal was anderes essen wollen. Partner welche die von der Partnerin selbst gebackenen oder gekochten Sachen einfach größtenteils oder komplett weg fressen ohne Rücksicht darauf, ob sie was davon möchte. Partner die sich selbstverständlich an ihrem Essen bedienen, aber geizig werden wenn es umgekehrt der Fall ist. Beziehungen wo beide zusammen gelebt haben, und trotzdem getrennt eingekauft wurde weil Mann nur das billigste vom billigsten will und trotzdem die Sachen von ihr frisst. Keine Dankbarkeit dafür, wenn Sie plant, einkauft und kocht. Schuldzuweisungen von ihm, weil sie ihm nicht explizit gesagt hatte, dass er nicht alles leer fressen soll. Und so weiter und so fort.

Da denkt man sich, man kennt schon alle Symptome von sexistischen Strukturen in hetero Beziehungen, nur um festzustellen, dass dein Ex nicht einfach ein Arsch war sondern auch das System hat. 😐

reddit.com
u/PersonalityOdd6734 — 2 months ago
▲ 287 r/Weibsvolk

Ich hab die Schnauze voll von Sexualität

Vorab Triggerwarnung zu sexueller Gewalt.

Ich schätze das ist eben das Los der durchschnittlichen Frau.

Man bekommt sein lebenlang in irgendeiner Form die Sexualität von Männern aufgezwungen. Fremde Typen die dir als du mit 13 auf'm Weg nach Hause bist zu viert aus'm Auto zuschreien wie sie dich vergewaltigen würden. Die eigene Mutter, die dich nuttig nennt, weil deine Hosen "zu kurz" sind aka auf der Mitte deiner Oberschenkel enden und du damit angeblich Männer ablenkst. Klar, das Problem sind bestimmt die Hosen nicht dass du deinem eigenen Bruder nicht sagen kannst, dass er aufhören soll deine Tochter anzugaffen. Der Partner vor dem man sich versteckt beim Umziehen und bei dem man nicht mehr Duschen geht, weil die Badezimmertür nicht abgeschlossen werden kann. Im Club die dreckigen Hände von irgendeinem Freierssohn die dich ungefragt angrabschen. Der Partner der immer auf so verständnisvoll macht wenn's um Gewalt an Frauen ging, aber wenn du ihm sagst du willst nicht mit ihm schlafen, nimmt er trotzdem nicht die Hand aus deiner Unterhose. Der fremde Typ der in der komplett leeren Straßenbahn durch die ganze Bahn läuft um sich direkt zu dir zu setzen, sodass dir die Angst mit einer Wucht hochkocht, dass es dir fast das Abendessen wieder rauswürgt. Die beschissene "Comedy" von irgendwelche Typen, wie unnötig kompliziert Frauen doch sind, dass die alle doch nur [hier irgendeine sexistische Scheiße einfügen mit denen Männer sich einreden, wieso sie angeblich keine bekommen, Schuld sind natürlich die Frauen] und der Typ ist keine Ü50 und auf dem absteigenden Ast. Ne der ist in seinen 20ern und Typen mit unterschwelligen Hass fressen ihm aus der Hand.

Ich hab einfach die Schnauze voll. Ich will nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Ich hätte gerne eine liebevolle Beziehung auf Augenhöhe. Aber ich hab nicht mehr die Nerven dafür Männer zu Daten, nur um unweigerlich an den Punkt zu kommen wo ich herausfinde, dass sie widerliche notgeile Bastarde sind. Ich hätte gerne eine Freundschaft mit jemandem aus meinem Umfeld. Aber ich hab nicht mehr die Nerven dafür Männer zu befreunden, nur um unweigerlich an den Punkt zu kommen wo ich herausfinde, dass sie widerliche notgeile Bastarde sind.

Ich will mich nicht mehr mit Sexualität auseinander setzen müssen. Ich hab es nicht mehr in mir eine Beziehung einzugehen in dem Wissen, dass das nicht ohne 24/7 demand für Sex gehen wird. Dass ich die Person sein muss, die Angst haben muss schlechter behandelt zu werden, weil sie nicht oft genug die Beine breit macht. Dass ich die Person sein muss, die dann körperliche Nähe ablehnt, aus Angst dass dann wieder ein Vorwurf kommt wieso das nicht zum Sex geführt hat. Würde ich wissen, ich könnte das alles vermeiden, würde ich mich drauf einlassen. Wenn's einen Partner geben würde, der für mich da ist, respektvoll ist und gerne aktiv an der Beziehung teilnimmt und der mir nach einer Woche ohne Sex nicht direkt in den Ohren liegen würde mit "Ich fühle mich nicht geliebt". Ein Partner, der sich selbst fragst was er besser machen kann, damit ich mehr Bock auf Sex habe. Ein Partner der nicht bei jedem bisschen Körperkontakt versucht Sex zu initiieren.

Aber solange fremde Männer, Arbeitskollegen, "Freunde" und Partner mich nicht als Mitmensch mit Bedürfnissen, Gefühlen und Grenzen wahrnehmen wollen hab ich die Schnauze voll von Sexualität.

reddit.com
u/PersonalityOdd6734 — 3 months ago

Tierhalter sind so ein furchtbares Volk

Ich bin die erste Person die versteht wieso (Haus)Tiere was tolles sind. Und ich würde jedem Menschen der eins haben möchte wünschen, dass er alle Voraussetzungen hat um sich welche halten zu können. Aber Tierhalter sind eine so arrogante und empathielose Spezies manchmal.

Man muss nur mal schauen auf diversen Seiten wo Tiere abgegeben werden sind bspw Vögel ganz häufig noch nicht mal ein oder zwei Jahre alt und da wird schon der dritte oder vierte Besitzer gesucht. Auf den Bildern zwei ängstlich wirkende Nymphensittiche, stumpfes Gefieder, teilweise zerrupft in einem Käfig der selbst für einen einzigen Wellensittich zu klein wäre, die Lackierung der Stäbe stellenweise abgenagt, die Scheiße und das Essen türmt sich auf'm Boden.

Dass es überhaupt noch so winzige Käfige gibt ist eigentlich ein Verbrechen. Je exotischer der Vogel wird, desto höher die Chance dass das Vieh seit Jahren ohne Partner vor sich dahin vegetiert. Klar, lebt in der Freiheit mit dutzenden Artgenossen in einem Schwarm, aber ist doch völlig artgerecht ihn alleine in einen kleinen Käfig zu stopfen und dass du mit deinen nikotingelben Fingern zweimal am Tag rein grabscht und braver Vogel sagst ist auch genügend enrichment. Ist ja nur ein Tier, kein Mensch. Passivrauchen weil du nebendran dein Sofa hast und deine Packung Kippen am Tag inhalierst ist fein, wird dem schon nicht schaden.

Kaninchen sind kein Deut besser dran. Die überleben auf einer Fläche die equivalent dazu wäre einen Menschen in einem durchschnittlichen Altbau Badezimmer was nachträglich eingefügt wurde einzusperren; kannst dich einmal umdrehen, mehr Platz ist da nicht.

Von Hundebesitzern braucht man eigentlich gar nicht anzufangen, von den ganzen abartigen Qualzuchten, zu den Vollidioten die sich Rassehunde holen und dann überrascht und überfordert damit sind, dass ihr Hund rassetypische Dinge macht bis hin du den alltäglichen unfähigen Besitzern die sich nie die Mühe gemacht haben ihr doofes Tier auch nur ansatzweise zu trainieren und denen man selbst ohne eigenen Hund draußen auf der Wiese ausweichen muss, weil Hund und Besitzer bis zum geht nicht mehr reaktiv sind. Dann auch noch die dummen Besitzer die sich ne Qualzucht zulegen und dann ganz überrascht sind, wenn ihr Tier rassetypische Erkrankungen aufzeigt "Das haben wir nicht gewusst!:(" Du hast die scheiß Abholung von deinem Tier mit einem TikTok Livestream gefilmt, du besitzt ein internetfähiges Endgerät, du hast keinerlei Ausreden sowas nicht zu wissen.

Und dann natürlich das allseits beliebte Thema; Keine Kohle. Keine Kohle um das Tier aus einem Tierheim zu adoptieren oder (auch wenn ich das generell ablehne Tiere zu kaufen) zu einem Züchter zu gehen der dem Tier zumindest gute Pflege & medizinische Versorgung zukommen lässt und der im Zweifelsfall das Tier zurück nimmt will man dann für billig Geld das Tier bei irgendeiner Trulla im Ort kaufen welche die Tiere vermehren lässt, egal wie krank es wird.

Keine Kohle um ein ausreichend großes Gehege zu kaufen.

Keine Kohle für vernünftiges Futter.

Keine Kohle für die Tierarztkosten. Dass man auch eine Versicherung hätte abschließen können (auch wenn die Auswahl zugegebenermaßen Tricky ist weil's viele Schlupflöcher gibt) wurde fleißig verdrängt, wird ja nie im Leben was passieren.

Es gibt Hunde von Obdachlosen die ein besseres Leben führen als das durchschnittliche Haustier in einer Familie mit zwei arbeitstätigen Personen im Haushalt.

Ja alles um Tiere ist fucking teuer. Haustiere zu versorgen ist anstrengend. Sich in artentypische Verhaltensweisen, Erkrankungen, Eigenheiten und Vor und Nachteile einzulesen ist anstrengend. Und auch nicht jeder hat die gleichen Kapazitäten und kann das gleiche für seine Haustiere leisten wie andere. Und Haustiere zu haben ist unglaublich schön.

Aber ein Haustier zu haben ist kein Grundrecht. Haustiere sind nun mal Luxus. Ihr seid es einem Tier schuldig, im schlimmsten Falle zu sagen, dass ihr es nicht (mehr) ausreichend versorgen könnt und euch das Tier als Konsequenz dann eben nicht anzuschaffen oder herzugeben. Auch wenn's weh tut. Auch wenn es euch generell ein Bedürfnis ist ein Haustier zu haben.

reddit.com
u/PersonalityOdd6734 — 3 months ago

Wieso sind (hetero) Männer so auf Männer fixiert?

Was die Überschrift sagt. Wieso ist es Männern am Ende des Tages oftmals wichtiger, was andere Männer oder ihre Kumpels wollen und denken, als das was ihre (potentielle) Partnerinnen wollen?

Erlebe das selbst und durch andere Personen immer wieder, dass Männer mit Verhaltensweisen zu punkten versuchen, die eigentlich im erster Linie von Männern eingefordert wird oder andere Männer beeindruckt, aber nicht Frauen.

Selbst in Beziehungen hinter geschlossenen Türen scheint es oftmals wichtiger zu sein, was gerade nicht anwesende Männer denken, als sich auf die Bedürfnisse der Partnerin einzulassen.

reddit.com
u/PersonalityOdd6734 — 3 months ago

In meiner Kindheit war meine Erzeugerin immer die aggressive und gewalttätige Person in meinem Leben, weshalb ich teilweise im Heim & Pflegesystem gelebt habe mehrfach. Mein Vater auf der anderen Hand war zwar äußerst selten aktiv schädlich, aber seine Passivität hat wirklich fast alles an Bindung gekillt.

Nicht nur hat er mich nicht rausgeholt aus dem Elend, als ich ihn angefleht habe, ich war immer die vergessene, weil man ihm deutlich angemerkt hat, dass er von Frauen nicht viel hält und ihm mein Bruder wichtiger war.

Mein Vater hat meine Geburtstage vergessen. Er hatte auch nie eine Ahnung, bis auf ein Mal, was er mir schenken soll. Jedes Jahr hat er ne Liste gebraucht oder ich habe mir was ausgesucht. Klar, vielleicht erstmal toll zu bekommen was man will. Aber gesehen wurde ich da nicht.

Als ich erwachsen wurde, würde das Verhältnis null besser. Stattdessen hatte ich dann das Bewusstsein, dass wir kaum Bindung hatten und hab mich verantwortlich gefühlt es zu fixen. Ich hab ihm mal erzählt, dass ich ein neues Hobby angefangen habe, seine Reaktion war "Aha" sonst nichts. Irgendwann kurz danach die Aussage, dass er ja schon ewig nichts mehr von meinem Bruder gehört habe, er müsse mal wieder was mit ihm machen.

Zu meiner Abi Feier kam er in Arbeitsklamotten, kein Geschenk, kein Lob, nichts. Ale anderen Eltern hatten sich ein bisschen herausgeputzt. Manche haben ihren Kindern ne Weltreise geschenkt. Oder ein paar kleinere physische Sachen. Gestrahlt über beide Ohren, Erinnerungsfotos gemacht. Mein Vater hatte sich geweigert sich mit mir vom Fotografen ablichten zu lassen als Erinnerung. Die Menge an Bildern auf denen wir beide drauf sind, auf denen ich älter als im Kindergartenalter bin; 0.

2021 hatte ich dann versucht mal ein Treffen mit meinem Vater zu arrangieren, ein Wunder er hatte zugestimmt. Ich hatte ein Restaurant ausgewählt und er wollte mich abholen und gemeinsam dorthin fahren. Bei mir angekommen durfte ich feststellen, dass er die 4 jährige Enkeltochter seiner Ex mitgebracht hat, Planänderung wir gehen in den Zoo. Aus einem Vater Tochter Essen wurde also ein "Wir fixieren uns auf ein kleines mir fremdes Kind weil das nun mal viel Aufmerksamkeit braucht und können uns nicht wirklich unterhalten". Er fragt einmal kurz wie die Schule läuft, ich habe zu dem Zeitpunkt studiert und war schon lange nicht mehr in der Schule. Dann erzählte er mir über etwas in seinen Augen unglaublich lustiges was mein Bruder in der Familien WhatsApp Gruppe geschrieben habe - so habe ich dann erfahren, dass es eine gibt und ich nicht Teil davon bin. Ich bin mir sicher, niemand hat sich aktiv dafür entschieden mich nicht hinzuzufügen. Ich bin einfach nur so unwichtig, dass ich gar nicht als Möglichkeit in ihrem Hirnen aufgetaucht bin. Er den ganzen Tag lang der liebende Stief Opa und in meinem Hirn die Frage, wieso er nicht so zu mir sein konnte. Eifersüchtig auf ein kleines Kind. Wie peinlich von mir.

Irgendwann habe ich es noch zwei Mal versucht. Seine Freundin sei ausgezogen. Die Frage, ob sie jetzt getrennt wären könnte er mir nicht beantworten, wüsste er nicht. Er renovieren jetzt aber die Wohnung. Meine angebotene Hilfe wollte er nicht.

Monate später schreibe ich ihm, dass ich länger Zeit hätte um ein Datum herum, ob wir was machen wollen. Er würde sich melden wenn er auf seinen Dienstplan geschaut hat bzw mir schreiben wann er Urlaub habe. Hat er nie getan.

Die einzigen Einladungen die ich bekomme sind die pflichtbewussten Einladungen zu Weihnachten wo die Familie zusammen kommt, meine persönliche Hölle weil ich dann mehreren rassistischen Schwurblern zuhören muss. Plus die Familienfotowand zu sehen, wo alle drauf sind, selbst Verwandte zu denen kein Kontakt mehr besteht, nur ich wurde nie nach einem Foto gefragt.

Sybille ist wohl seine neue Freundin. Hat er mir nie davon erzählt, dass er eine neue Beziehung hat. Eines Tages sind nur Urlaubsfotos mit einer Frau im WhatsApp Status gelandet. Als er mich an meinem Geburtstag anrief dann der Vorwurf, wieso ich ihm nicht von meiner seit einem Monat bestehenden Beziehung erzählt habe mit der ich gemeinsam im Urlaub war an meinem Geburtstag. Uhm, du bist seit Jahren in einer Beziehung und hast es nie für nötig gehalten das zu erwähnen? Fass dir mal selbst an die Nase.

Dem letzt hatte er mir aufgrund eines Todesfalls in der Familie geschrieben. Gefragt wie's mir geht. Ich hab ihm zwei Absätze geschrieben, dass ich eine neue Arbeitsstelle habe, dass ich umgezogen sei. Null Nachfrage, was ich jetzt mache oder wohin ich gezogen sei. Nur die Nachricht er sei mit Sybille unterwegs.

Status quo fühlt es sich zusammen mit dem Kontaktabbruch zu meiner Erzeugerin eigentlich so an, als ob ich Waise sei. Ich kann euch auch keinen prägnanten Punkt nennen, wieso alles so ist wie's ist. Das war eigentlich schon von Anfang zum Scheitern verurteilt. Und seit seiner Kontaktaufnahme demletzt geht mir wieder viel durch den Kopf. Viel Wut, dass ein Erwachsener es nicht wichtig war ne Bindung zum eigenen Kind aufzubauen. Trauer darum, dass ich so wenig (emotionale) Unterstützung hatte. Schuldgefühle und das Bedürfnis das wieder zu fixen (auch wenn das alles ein dead horse ist und es keinen Sinn ergibt weiter drauf einzuschlagen). Obwohl er kein aktives gewalttätiges Arschloch wie meine Erzeugerin war hat's nie für eine Bindung gereicht. Und das ist's, was mir auch so schwer macht zu akzeptieren, dass ich keinen Vater habe. Weil die Möglichkeit da war in Gegensatz zu meiner Erzeugerin. Er hätte durch so wenige Sachen erreichen können, dass wir ein besseres Verhältnis gehabt hätten.

Stattdessen sitze ich hier als Erwachsene und fühle mich beschissen. Frage mich, was an mir als Kind so furchtbar war, dass man mit mir keine Bindung haben und Zeit verbringen wollte. Wieso ich mein Leben lang immer wieder in Therapie gehen muss um das Elend zweier Menschen auszubaden und nicht die mal was dafür getan haben??? Wieso muss ich als Kind schon immer der Erwachsene sein??? Dieses Gefühl von entwurzelt und einsam zu sein schlägt heute so tief bei mir ein. Ich fühle mich elendig und der Tag hat erst begonnen.

reddit.com
u/PersonalityOdd6734 — 4 months ago