r/Weibsvolk

Steigere ich mich in etwas rein?

TW: evtl. sexualisierte Gewalt?

hallo allerseits. ich war grad am arbeiten als mir plötzlich ohne grund aus dem nichts etwas total abgefucktes aus meiner kindheit eingefallen ist.

der familien PC stand damals in meinem zimmer und mein vater war meist ab ca 6 Uhr wach und dann dort dran. Meist hat er sich irgendwelche nachrichten reinzogen aber manchmal halt auch Pornos 😬 ich erinnere mich daran, dass mir das immer unangenehm war, wenn er da war und ich getan hab als würde ich schlafen bis er mich für die schule geweckt hat.

Generell bin ich ultra jung (in der Grundschule?) mit pornographischen Inhalten in kontakt gekommen, weil er halt fahrlässig tabs offen hatte und habe im kindesalter viel und oft sowas konsumiert. ich weiß, das meine mutter mich immer wieder bloss gestellt hat, weil ich neugierig auf sexuelle themen war und wie meine familie iwie rausgefunden hat, dass ich masturbiere und man mir ein ganzes Fass aufgemacht hat und mir gedroht wurde lol.

jetzt weiß ich aber auch nicht was ich damit anfangen soll. ich weiß, dass er das nicht absichtlich gemacht hat aber gleichzeitig war das doch schon ziemlich traumatisierend und ich hab’s wohl verdrängt. ich kann das ganze auch nicht so einordnen?? war es wirklich so schlimm und deep oder mache ich aus nichts ein großes ding??

ansprechen oder es jemandem der meine eltern kennt erzählen möchte ich nicht.

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u/kittycatpeach — 17 hours ago

Femizidberichterstattung im Boulevard: eine Tirade (Krone vs Heute)

In Österreich gab es einen Mord. https://noe.orf.at/stories/3355181/

Der Mann ist extra losgefahren um seine Waffe zu holen und die Frau hinzurichten. Darauf hat er mehrere Tage still verhalten während die Eltern der Opfers verzweifelt versucht haben sie zu erreichen. Die Polizei hat nach dem Fund der Leiche ihn ausgeforscht weil sie das Handy des Opfers ausgewertet haben. Er ist mittlerweile geständig.

Wir reden also explizit nicht von:

- es geschah im Affekt, er hatte die Waffe bei der Hand, nein, er die Waffe geholt und ist bewusst in ihre Wohnung gefahren

- er sagt zwar jetzt es tat ihm leid, aber offensichtlich nicht so leid dass er sich gleich nach der Tat gestellt hätte, siehe, die Eltern haben mehrere Tage verzweifelt versucht die Tochter zu erreichen

Die Krone ist ein Boulevardblatt ala Bild. Sie behauptet die Motive als erstes Erfahren zu haben. Die meisten anderen Artikel zitieren die Berichterstattung der Krone.

Die Heute ist ebenfalls ein Boulevardblatt, mit generell denselben Problemen an reißerischer und fehlleitender Berichterstattung. Aber in den Artikeln zum selben Fall zeigt sich dass innerhalb des Boulevardmetier die Krone besondere Wichser sein können. Niemand zeichnet sich hier duch besonders woke oder sensible Femizidberichterstattung aus (heute: "Eine Liebesnacht soll völlig aus dem Ruder gelaufen sein."), aber wie sehr die Krone bereitwillig die Argumentation des Täters zu übernehmen ist wirklich schon was anderes.

Heute Artikel: "Kränkung" als Motiv

Krone Artikel: In Ehre Gekränkt

Die heute setzt die "Kränkung" in Anführungszeichen. Das suggeriert Sarkasmus. Es suggeriert dass das der Täter so gesagt hat, nicht dass das die Wahrheit ist. Die Krone lässt das so stehen als sei die Ehrenkränkung ein Fakt.

Man sieht auch den Heute Titel "Killer schoss Frau drei Mal in Kopf" versus Krone "Drei Kopfschüsse nach One-Night-Stand: Festnahme!". Hat die Heute etwa mal die Bücher drüber gelesen wo sich Leute drüber aufregen wo bei machen Taten so getan wird als wäre das Verbrechen (hier die drei Kopfschüsse) vom Himmel gefallen anstatt dass jemand dafür verantwortlich ist?

Bemerkenswert für mich auch die Motivberichterstattung:

Heute: Der Tatverdächtige soll sich demnach nach einer gemeinsamen Nacht in seiner Ehre gekränkt gefühlt und daraufhin die Frau erschossen haben.

versus

Krone: Der 27-Jährige fühlte sich ob der unverfrorenen Kritik in seiner Ehre gekränkt und gedemütigt. 

Das "soll" der heute macht mehr Distanz. Es lässt es offen dass das auch falsch oder gelogen sein könnte, es bringt mehr Distanz. Krone übernimmt seine Gefühle unhinterfragt. Man beachte dass dem Mordopfer Unverfrorenenheit unterstellt wird (Zitat google: Das Adjektiv unverfroren bedeutet so viel wie dreist, unverschämt oder frech. Es wird meist verwendet, um ein kühnes, respektloses oder allzu keckes Verhalten zu beschreiben). Auch das der "27-Jährige" (statt: der Täter, der Tatverdächtige, der Killer) humanisiert mehr. Im Artikel finden wir auch "der als introvertiert beschriebene Mann" und das fast schon bewundernd klingende "Der Sportschütze". Wir schließen herzerreißend mit "Bei seiner Einvernahme zeigte sich der von Anwalt Manfred Arbacher-Stöger vertretene Verdächtige geständig – unter Tränen." Da bricht der Krone fast das Herz... für den Mörder. Nicht das Opfer oder den Eltern des Opfers.

Die Menge an Mörderverständnis im Krone Artikel ist wirklich auch im Boulevard ned normal.

u/wegwerferie — 20 hours ago

Nicht ernst genommen von der Frauenärztin - PCOS?

Ich muss mich gerade mal auskotzen und würde gerne hören, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat.

Ich (29) habe schon seit Jahren einen unregelmäßigen Zyklus. Oft ist es so, dass ich einen Zyklus habe mit starker Blutung, Bauchschmerzen, Brustschmerzen, Pickeln usw. und dann ist der nächste eher so eine Art ewige Schmierblutung, die sich teilweise 1–2 Wochen zieht. Dazwischen oft wochenlange Pausen.

Dazu habe ich stärkeres Haarwachstum (Oberlippe, Nippel, Dekolleté etc.).

Jetzt wurde (weil ich darauf gedrängt habe) bei mir Blut abgenommen und dabei kam raus: erhöhtes Testosteron und leicht erhöhte Androgene.

Heute Morgen rief die Assistentin der Frauenärztin mit diesem Ergebnis an und lässt mir ausrichten: „Beobachten Sie mal, ob Ihr Zyklus unregelmäßig ist und wenn ja, können Sie sich die Pille abholen.“

Ähh… ja? Genau deswegen wollte ich doch die Werte bestimmen?! Und nein, ich will nicht einfach wieder die Pille nehmen um die Symptome zu unterdrücken?!

Ich muss wirklich die Gyn wechseln...

Mich nervt gerade total, dass direkt die Pille als Lösung im Raum steht statt mal zu schauen, WARUM mein Körper das macht. Wäre ein Ultraschall nicht sinnvoll, um PCOS auszuschließen?

Ich habe Anfang Juli einen Termin in einer gynäkologischen Endokrinologie-Sprechstunde, aber das ist noch ewig hin.

Hat jemand von euch ähnliche Symptome oder ähnliche Werte gehabt? War es am Ende PCOS oder etwas ganz anderes? Und falls PCOS: Wie lief die Diagnostik bei euch ab?

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u/ToniSpinners — 1 day ago

Das Gefühl aushalten…

Ich habe vor kurzem erfahren, dass mein langjähriger Partner mich über längere Zeit betrogen hat. Besonders weh tut mir, dass er mit mir als Beziehungsperson wegen sexueller Probleme keine Intimität konnte und wir es irgendwann dann einfach eingeklammert haben. Darüber hinaus war die Beziehung wunderschön. Sind beide Ende 20.

Jetzt fühlt sich einfach alles falsch an und ich komme mit dem Schmerz der Trennung gerade kaum klar.

Die Beziehung zu öffnen nachdem Betrug stattgefunden hat, wäre falsch.

War jemand schon mal in einer ähnlichen Situation?

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Zu schön um wahr zu sein

Nachtrag: keiner wird sein Eigentum aufgeben. Möglichkeiten werden zwar besprochen, aber noch nichts konkret geplant oder in die Wege geleitet. Er ist Alleinerzieher seines Kindes. Der Teenager hat einen Job. Er übernimmt Verantwortung für sich, sein Kind und greift mir unter die Arme, wenn meine nicht reichen. Er ist in der Interaktion mit meinem Kind liebevoll und fürsorglich. Icv kann hier nicht alle Aspekte aufzählen, aber es sind in dieser Person schon zusammengezählt mehr green flags (abseits der rosa Brille der ich mir durchaus bewusst bin) als in jeder einzelnen Person die ich in den letzten Jahren gedated habe.


Kennt ihr so Geschichten, wo Leute nach ewigem Pech in der Liebe von 0 auf 100 plötzlich auf die "richtige" Person treffen, alles is aufeinmal easy and they lived happily ever after?

Tja, mich hats erwischt.

Bin 38w, 8 Jahre Single. Dating im "zweiten Erwachsenenabschnitt" ist einfach nur wild und unangenehm.

2 Tage schreiben. Ein 5stündiges Telefonat und ein Date später bin ich nun seit einer Woche in einer Partnerschaft mit m45. Er hat ein Teenagerkind, ich ein Kleinkind. Jeder hat ein Eigenheim.

Wir reden sehr viel tiefgründiges, was uns zu beschäftigt, was uns zu den Menschen gemacht hat die wir jetzt sind.

Wir stecken Möglichkeiten ab - wer zieht wohin, was passiert mit seinen 10 Hunden, sind heiraten und Kinder eine Option bzw ein Bedürfnis?

Wir fühlen uns gegenseitig gesehen. Reden über leichtes und schweres.

Für ihn war es schneller klar in welche Richtung es geht. Ich war vom Dating müde und "traumatisiert", nach vielen Erfahrungen war es fast irritierend jemanden kennenzulernen der weiß (und kommuniziert!!) was er will.

Ich will diese Partnerschaft. Ich will dieses Leben mit ihm das wir uns ausmalen. Es fällt mir manchmal noch schwer zu glauben, dass dieses Glück jetzt zum greifen nah ist.

Darf ich daran glauben?

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u/Cool-Vacation933 — 1 day ago
▲ 113 r/Weibsvolk

Pronatalismus, Gedburtenraten und unsere Perspektive auf das Thema

Hi,

Ich habe in der letzten Woche die News gelesen, dass die Geburtenrate in DE so niedrig ist, wie schon lange nicht mehr (seit dem 2.WWK) und dann bin ich noch auf Artikel von der ZEIT gestoßen, die das Thema behandelt haben. Ich las beide und noch während dem Lesen wurde ich immer wütender / ratloser. In den Texten wurde der Kinderwunsch entweder moralisch aufgeladen ("uns vergeht das Lachen als Gesellschaft ohne Kinder") oder nur anhand von wirtschaftlichen Faktoren besprochen (zB Rentenproblematik). Und ich dachte mir die ganze Zeit einfach nur: HÄ? Was ist mit den Frauen? Eine weibliche Perspektive auf das Thema kam fast gar nicht vor...Was erstaunlich ist, denn immerhin ist es in den allermeisten Fällen die Frau, die Care Arbeit macht, die einen Karriereknick hinnehmen muss, die beeinflusst ist von schlechter Kinder-Betreuung und die sich Sorgen um Rente machen muss. Mal abgesehen davon, dass man ja auch zuerst Mal eine*n Partner*in finden muss, mit dem oder der man sich vorstellen kann ein Kind zu haben. Da schweiften meine Gedanken dann wieder zu Gewalt in Partnerschaften und so weiter ab.

Und ich finde diese ganze "Diskussion" , ehrlicherweise nur erstaunlich (die ZEIT Artikel sind tatsächlich nur exemplarisch). Innerhalb von dreißig Sekunden fielen mir so viele Themen ein, die nicht einmal angerissen werden, wenn über die Geburtenraten in DE oder Europa berichtet wird. WTF?

Ich bin also in ein ziemliches Rabbithole gefallen, weil ich dann auch noch in den ganzen "Pronatalismus" Bereich recherchiert habe und ich das zT auch in den Texten der ZEIT wiedererkannt habe (uff sag ich da nur).

Meine Frage an euch ist: Was sind eure Gedanken dazu? Egal ob ihr Kinder wollt oder nicht, würde mich interessieren ob ihr Betreuuung/Karriere oder andere Faktoren in Betracht zieht, und wie ihr die mediale/öffentliche Unterhaltung zu dem Thema wahrnehmt.

Ich würde mich freuen, mit euch ein bisschen in den Austausch zu kommen! Und sorry, das ganze ist ziemlich aus einer cis weiblichen Perspektive verfasst, aber fühlt euch freu gerne noch queere Perspektiven auf die Thematik einzubringen !

weil gefragt wurde hier die links zu den erwähnten Artikeln:

https://www.zeit.de/2026/22/globale-geburtenrate-weltbevoelkerung-fertilitaetsrate-rueckgang

https://www.zeit.de/2026/20/geburtenrueckgang-deutschland-babys-kinder

LG

ps. Pronatalismus: eine Ideologie oder politische Haltung, die mehr Geburten will und Kinderkriegen als gesellschaftlich wünschenswert, notwendig oder sogar verpflichtend darstellt. Je nach Ausprägung reicht das von sozialpolitisch bis autoritär, von konservativ bis techno-elitär.

u/Terrible_Sport7320 — 2 days ago

Was macht ihr um Leute kennenzulernen? Mir fehlt es, eine Mädelsgruppe zu haben.

Hello Weibsvolk,

Mein erster Beitrag hier, obwohl ich den Subreddit hier schon länger verfolge. Mein Nutzerflair wird irgendwie immer wieder entfernt, ich hoffe er ist sichtbar 😄

Ich habe mich im Januar aus einer toxischen Beziehung mit meinem Partner gelöst, in der ich auch ziemlich isoliert wurde. Nach langem Kampf hab ich es raus geschafft. Leider habe ich durch die toxischen Dynamiken auch erst erkannt, dass mir auch andere Menschen nicht so gut getan haben. Jo, nun steh ich da und merke, wie dünn es in den 30ern wird. Einsamkeit ist nun echt ein Thema nach der Trennung. Aber in der Beziehung konnte ich einfach nicht bleiben.

Die Studienzeiten sind vorbei. Früher habe ich über Arbeit viele Menschen kennengelernt. Heute ist leider alles remote und international verteilt. Ich habe zwei vielversprechende Freundschaften seit der Trennung wieder geknüpft. Ich hoffe sie halten. Für Treffen, zum reden, füreinander da sein. Ich merke aber seit der Trennung, wie extrem schwierig es hier ist, Menschen kennenzulernen, wenn man nicht mehr studiert oder remote arbeitet. Vor allem wenn es darum geht, ein soziales Gefüge zu finden. Auch 2 einzelne Freundschaften zum ab und zu treffen oder telefonieren ersetzen für mich nicht das Gefühl, ein Netzwerk zu haben.

Was mich daran so fertig macht, ist diese brutale Machtlosigkeit, an dieser Situation so schnell etwas ändern zu können. Ich würde mich eigentlich als relativ kontaktfreudig bezeichnen. Ich habe schon Apps ausprobiert wie Meetup und Eventbrite oder Bumble for friends. Meiner Erfahrung nach bleibt aber wenig hängen. Die meisten Menschen sieht man ein Mal und dann nie wieder. Anderes verläuft sich nach einigen Treffen wieder im Sande. Ich habe auch das Gefühl, dass viele gar nicht den Drive haben, wirklich Kontakte aufzubauen in meinem Alter. Ich hab auch meine Interessengruppen und Workshops, in die ich gehe. Da lerne ich Menschen kennen. Aber da bleibt auch echt wenig hängen. Ich versuche das übrigens nicht erst seit der Trennung, sondern habe schon ein halbes Jahr davor angefangen wieder mehr rauszugehen.

Es wäre auch echt schön mal wieder eine kleine Gruppe zu haben. Nämlich eine Mädelsgruppe. Aber irgendwie sehe ich da kein Land.

Und Freundschaften zu Männern? Sorry... aber ich verstehe absolut nicht wie manche Frauen es hinbekommen mit Männern Freundschaften zu führen. Die jedenfalls, die ich im letzten halben Jahr kennengelernt hatte waren offenbar nur an Dating mit mir interessiert. Für viele gibt es offenbar nur: Beziehung oder Tschüss. Dazwischen gibt es nix... Und ich würd am liebsten einen Rant hieraus machen wenn ich an die letzten beiden denke, die nur versucht haben mich ins Bett zu bekommen. Aber dann würde ich mich nur über mich selbst aufregen, weil das offenbar mein Muster ist für das ich empfänglich bin (siehe Ex-Partner)... oder besser gesagt war.

Ich bin einfach nur noch derart frustriert....

Wer kennt das noch? Jemand in der selben Situation? Was macht ihr, wenn ihr Leute kennenlernen wollt?

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u/Cinderella_Reloaded — 1 day ago

Noch'n Vent: Was ich nicht alles anziehen würde, wenn nicht...

Gerade eben wieder Klamotten auf einem Onlineshop angeschaut... Da musste ich mich über einen Gedanken ärgern, den ich immer habe, wenn ich knuffige Strings sehe: „Das kann ich doch eh nicht tragen... Die Typen kleben mir doch eh schon am Arsch; da wird es ja noch schlimmer....“

Und wenn man es mal so hochrechnet, ist es echt viel. Erst neulich war ich mit einer Freundin spazieren, und hatte mir eins meiner Lieblingskleider übergeworfen. Für mein Empfinden, ist es absolut nicht risqué. Hinten hat es ein Knotendetail mit Ausschnitt am Rücken, und sonst ist es einfach leicht, fluffig und ziemlich Mädchenhaft. Was ist passiert? Ich wurde angehupt, als wir an einer Straße entlanggingen.

Crop tops sind ähnlich schlimm. Die ziehe ich gerne an, wenn es richtig heiß ist. Um mich selbst zu zitieren: „Das ist nicht freizügig; das sind Lüftungsschlitze!“. Dann kann ich den ganzen Tag lang darauf wetten, dass allen die Augen fast auskullern, ich mehrmals angehupt werde, und sich LKW-Fahrer im Vorbeifahren nach mir umdrehen, statt darauf zu achten, ob sie gerade jemanden überfahren (schon mehrmals passiert, auch bei einfacher Kombi aus Leggings und T-Shirt...).

Oder einfach eine kurze Leggings... Entweder diskutiert ein Mitarbeiter eines lokalen Bus-Subunternehmers mit einer Dame, ob denn meine Leggings jetzt unangemessen wäre, und dass er das verbieten würde (allem Anschein nach Islamisch geprägt), weil ich ja quasi nackt dastünde, oder ich werde im Bus quer durchs ganze Fahrzeug angeglüht, als wolle man mich gleich verspeisen...

Diverse formpassende Kleider sind da ähnlich schlimm. Ich wurde einmal auf einem Bahnsteig minutenlang angeglüht, und dann innerhalb der Bahn verfolgt, bis er es frustriert aufgegeben hatte, weil andere Frauen sich neben ihn setzten, seine Sicht versperrten, und sein Manspreading dadurch extrem einschränkten, und ich ihm absolut keine Beachtung schenkte.

Keine dieser Kleidungsstücke sind für mich primär inherent sexuell geladen. Alles davon zelebriert meine stereotypisch femininen Aspekte, die ich, dank gesundheitlichen Problemen, hart erkämpft habe. Alles davon finde ich einfach nur hübsch. Und beim Meisten davon, bekomme ich morgens beim Anziehen mindestens ein leichtes Ziehen im Bauch, weil mir immer wieder in den Sinn kommt, auf welchen Bullshit ich mich einstellen muss. Manche lasse ich meistens ganz bleiben, sofern ich nicht in Begleitung von jemandem bin. Ausschnitt tragen, zum Beispiel.

Aber nein, feminine Körper sind immernoch ein Fetischobjekt für diese Primitivlinge.

Ich bin manchmal wirklich am Verzweifeln, wieviel mir täglich angefochten und/oder ruiniert wird. Wieviel wildfremde Männer meinen, sie müssten mich im Vorbeigehen drangsalieren, in Anspruch nehmen, oder sonstwas... Und dann sich beschweren, dass ich sofort mit vollem Anschlag reagiere...

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u/lillywho — 2 days ago

Habt ihr Erfahrung mit der Ernährung nach Dr. Louwen um Geburtsschmerzen zu lindern?

Gemäss Professor Frank Louwen, Leitender Arzt der Geburtshilfe am Universitätsklinikum Frankfurt, kann eine bestimmte Ernährung, in der der Blutzuckerspiegel möglichst konstant gehalten wird, in den letzten vier Wochen vor der Geburt dazu beitragen, dass die Geburt einfacher und schneller verläuft, weniger Schmerzen und auch weniger Geburtsverletzungen verursacht.

Der Grund dafür ist das Hormon Prostaglandine, das in diesem Zeitraum den Körper auf die Geburt vorbereitet. Es bildet Rezeptoren, verkürzt den Gebährmutterhals und macht den Muttermund weicher. Das Hormon wird allerdings in seiner Funktion durch einen hohen Insulinspiegel gestört. Wenn es nicht richtig wirken kann, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Geburt zu spät erfolgt und daher eingeleitet wird und dass bei der Geburt zu wenig Rezeptoren für die Geburtshormone vorhanden sind und die Geburt länger dauert. (Soweit ich das verstanden habe)

Nun gibt es viele Ansätze, diese Ernährungstips umzusetzen. Im Internet sind unzählige Tabellen, Webseiten und Infos, mit Lebensmittel, die vermieden werden sollen. Ich habe meine Information aus einem Podcast-Interview mit Dr. Louwen und darin meinte er, es reiche, wenn auf Insustriezucker, sprich Süssigkeiten, und auf Weizenmehl verzichtet werde.

Nun bin ich gerade 36 Wochen schwanger und habe gestern damit angefangen, die Ernährung umzustellen. Ich gehe mit dem Ansatz an das Ganze heran, dass es wunderbar wäre, wenns nützt, und wenn nicht habe ich mich halt für vier Wochen gesund ernährt, was mir auch nicht schadet.

Habt ihr Erfahrung mit dieser Ernährung? Wenn ja, wie stark habt ihr euch daran gehalten und habt ihr das Gefühl, dass es gewirkt hat? Wie habt ihr Restaurantbesuche oder Einladungen gehandhabt? Ich wäre froh um eure Erfahrungen.

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u/dirigible_grapes — 2 days ago

Juckreiz und Überempfindlichkeit

Guten Morgen liebes Weibsvolk.

Vorerst.. throwaway aus Gründen.
Und ja ich bin verzweifelt..

Da ich schon wundervolle Ratschläge von euch erhalten habe, dachte ich mir, ich starte erst einen Beitrag, bevor ich mir einen Termin beim Frauenarzt mache und Urlaub dafür nehme etc.

Seit einigen Monaten habe ich Probleme an meiner Klitoris, vllt. Auch Harngegend und äußeren schamlippen. Zwar auch an den inneren und am scheideneingang, da ist es aber nicht so schlimm.

Ich bin an den genannten Stellen so unfassbar überempfindlich, dass ich kaum sitzen kann, dass nicht mal mein Höschen die Gegend berühren kann. Es ist auch kein Juckreiz per se, sondern eher der Drang die Gegend zu kneten, weil es etwas Abhilfe schafft.

Und falls ihr euch fragt, ja selbstverständlich war ich damit schon beim Arzt.
Zu dem Zeitpunkt hat sich das aber mehr auf die Tage nach der Periode gelegt und war auch nicht so extrem. Also wurde es als hormonelle Trockenheit abgestempelt. Ich wurde untersucht, es ist/war kein Pilz oÄ.

Mittlerweile habe ich nur noch während meiner Periode Ruhe. Ansonsten sehe ich natürlich zu, Luft dran zu lassen (zuhause und nachts zb keine Unterwäsche), ich Creme den Bereich mit einer feuchtigkeitscreme von vagisan ein, das auch nur morgens und abends, wenn dann auch Luft dran kommt.

Ich würde gern etwas Ruhe damit haben 😞

Habt ihr ähnliche Erfahrungen? Was hat geholfen? Was kann ich tagsüber im Büro machen, wenn ich wirklich kaum noch sitzen kann?

Ich wäre für alles, was ihr schreibt dankbar 🤍
Habt einen wundervollen Tag

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u/verzweifelt123 — 2 days ago
▲ 399 r/Weibsvolk

Heute erlebt - Frauen sind toll und halten zusammen :)

Ich bin heute Vormittag mit meinem Auto auf dem Supermarktparkplatz an ein parkendes Auto gefahren. So weit so blöd - mir ist nichts passiert, hab mich nur ziemlich erschreckt.

Das alles hat eine Frau beobachtet, die sofort besorgt angelaufen kam und mich gefragt hat, ob alles gut ist und mir gut zugeredet hat, dass sowas eben passiert und dass ich einfach erstmal durchatmen und die Halter des anderen Autos ausfindig machen soll. Klar, weiß man das alles - aber irgendwie war es total schön, dass direkt jemand da war.

Sie musste dann aber weiter und nachdem ich eine Weile gesucht, aber niemanden gefunden hatte, hab ich die Polizei angerufen.
Während ich dann da stand und gewartet habe, musste ich aus lauter Wut auf mich selbst und diesen blöden Tag anfangen zu heulen (hab meine Periode und nen Hund mit Magen-Darm-Virus zuhause, der mich die ganze Nacht wachgehalten hat - deshalb wollte ich nur ganz schnell los und Möhren und Reis einkaufen gehen). Da kam sofort eine weitere Frau auf mich zu und hat sich so lieb um mich gekümmert - sie hat mich beruhigt und mir erzählt, dass ihr das gleiche erst vor zwei Wochen auch passiert ist und dass ich morgen bestimmt schon gar nicht mehr dran denken werde usw.

Dann kam plötzlich doch die Besitzerin des anderen Autos, hat sich ihren Schaden (ein kleiner Kratzer im Lack am Radkasten) angeguckt, gesagt dass das bei ihrem Auto eh nicht mehr auffällt und ich die Polizei abbestellen soll. Dann hat sie mich umarmt, meinte ich soll mir keine Gedanken machen und dass sie den Schaden nicht melden will, ist in ihr Auto gestiegen und gefahren.
Bin gerade so geplättet und unglaublich dankbar für die ganzen lieben Frauen da draußen. ❤️ ich finde es einfach so schön, dass wir selbst in so alltäglichen Situationen die Augen nacheinander offen halten und uns gegenseitig unterstützen. :)
Das wollte das einfach mal loswerden irgendwie.

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u/soft_cinnamon93 — 3 days ago
▲ 120 r/Weibsvolk

Körperbild und Selbstliebe - Aha-Erlebnis

Ich habe mir heute eine Jeans gekauft in der mein Unterbauch wie ein Luftballon und mein Arsch extra fett aussieht.
Beim Anprobieren war ich im ersten Moment enttäuscht, unzufrieden, "naja-ok-dann-halt-nicht".
Dann hab ich der Sache mal einen Moment gegeben. Hab mich nochmal rundum im Spiegel angesehen. Und dachte mir - weißt du was, ich nehm sie trotzdem. Weil sie super bequem ist. Weil mein Unterbauch grad einfach geschwollen ist, und bis ich die Jeans tragen kann wird er etwas abschwellen. Weil mein Hintern sowieso fett ist, immer schon war, egal ob die Taschen jetzt etwas enger oder weiter gesetzt sind. UND WEIL DAS TOTAL OK SO IST! Wer sagt, dass ein fetter Arsch was Schlechtes ist?

Ich hatte vor nichtmal drei Wochen eine indikationsbedingte Hysterektomie. Mein Körper leistet gerade wirklich Bewundernswertes und gibt alles für mich - deshalb bin ich auch heute in der Lage, eine Jeans anzuprobieren, ohne Schmerzen. Ich bin fertig damit, an meinem Körper rumzumäkeln. Ich werde mein Spiegelbild auch in Zukunft nicht jeden Tag lieben, aber ich werde alles daran setzen, meinen Körper zu lieben. Das Leben ist zu kurz und zu wertvoll um einen Scheiß auf gesellschaftliche Erwartungen zu geben, wie mein Körper zu sein hat. Und für unbequeme Kleidung.

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u/drunkenstupr — 3 days ago

Brauche dringend eure Hilfe!! Welchen BH trägt ihr unter engen (vor allem weißen) Oberteilen, wie auf den Fotos zu sehen?

Ich habe bisher seamless BHs gekauft und probiert, allerdings zeichnet sich der BH immer ab… zwar nicht so stark wie der mit normalem Körbchen, aber man sieht trotzdem immer die Form des BHs durch. Jetzt suche ich nach konkreten Produkten ! Welche BHs könnt ihr empfehlen?

u/FuurRealTho — 3 days ago

"Kleine" feministische Kämpfe im Alltag

Hallo liebe Weibsvolk Gemeinschaft,

ich muss seit Wochen an eine Begegnung denken, die mich total bewegt hat.

In einer Jugendherberge habe ich im April eine Frau kennengelernt: Anja. Sie ist 41, hat ihre Tochter mit 20 bekommen, später dann geheiratet und noch einen Sohn bekommen und sie ist – wie so viele Frauen* – die absolute „Managerin“ der Familie. Haushalt, Arzttermine, Mental Load, das volle Programm.

Anfang des Jahres hat sie wohl gemerkt, dass sich ihr Leben seit 20 Jahren nur noch um die Bedürfnisse anderer dreht. Also hat sie ihrer Familie gesagt, sie will eine Woche alleine wandern gehen. Ich glaube, für sie war das eine recht radikale Entscheidung. Ihr Mann und ihr Sohn waren auch eher wenig begeistert, aber sie ist hart geblieben.

Als ich sie getroffen habe, hatte sie diese Wander-Woche gerade hinter sich. Sie hat so berührend davon erzählt, wie intensiv das war. Dass sie das erste Mal die absolute Freiheit hatte, jeden Tag nur das zu tun, worauf sie Lust hat - aber auch die ungewohnte Erfahrung, für alles komplett selbst verantwortlich zu sein. Zum Abschluss wollte sie ganz alleine in die Oper gehen - dafür hatte sie im Wanderrucksack die ganze Zeit ein schwarzes Glitzerkleid dabei. Sie hat's wahnsinnig genossen und war bei unserem Abschied fest entschlossen, solche Freiheiten jetzt öfter einzufordern.

Ich bin selbst viel jünger als sie (Mitte 20), aber denke seitdem viel darüber nach, weil es mich daran erinnert, dass Freiräume als Frau konstanter Struggle sind und ich aufpassen will, mir eine Woche Wandern nicht so hart erkämpfen zu müssen. Und auf der anderen Seite ist es einfach so cool und ein krasses Gefühl von Schwesternschaft, wie Frauen* in ganz unterschiedlichen Generationen und Lebenslagen ihre eigenen, feministischen Kämpfe führen, die von außen vielleicht klein wirken, aber im Kontext der jeweiligen Geschichte dann doch klar wird, wie groß sie sind. Ich denke da auch an meine Oma, die sich in einer eher konservativen Ehe Stück für Stück ihre Handlungsspielräume erkämpft hat (obwohl sie sich selbst nie als Feministin bezeichnet hätte). Oder bei mir ganz aktuell und wirklich winzig: Meine zwei Mitbewohner, die konsequent im Stehen pinkeln und ich nach einem Monat Mund halten und jeden Tag putzen endlich gesagt habe, sie sollen bitte damit aufhören oder selbst putzen.

Anyways, weil ich Anjas Geschichte so inspirierend und bewegend finde, wollte ich mehr davon hören und fragen: Wo habt ihr euch im Alltag mal solche Freiräume erkämpft? Oder kennt ihr solche Geschichten von euren Müttern oder Großmüttern, deren Kämpfe vielleicht noch ganz anders aussehen/aussahen?

Ich würde mich riesig über eure Geschichten und Gedanken freuen! ❤️

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u/Nearby-Entrance4433 — 3 days ago

Catcalling etc- Buchtipp?

Eine Freundin von mir ist schon ihr Leben lang stark übergewichtig und gerade am Abnehmen. Sie macht jetzt vermehrt Erfahrungen mit unangenehmen Männern, die versuchen zu "flirten" und / oder ihren Körper kommentieren. Sie beschäftigt das ziemlich und ich würde ihr gerne irgendwie helfen. Ich bin da aber irgendwie an einem anderen Punkt als sie, weil ich da schon so resigniert bin glaube ich - was ich mir für sie aber nicht wünsche. Hat jemand Erfahrungsberichte, Tipps, oder vielleicht sogar einen Buchtipp? Ich hätte an einen Erfahrungsbericht oder eine Biographie oder ein Sachbuch gedacht, dass sich irgendwie oder ein bisschen mit dem Thema beschäftigt.

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u/OlgaFriday — 2 days ago

Wir sollten alle mehr Kleidung tragen, die uns passt, und nicht unsere Körper an Kleidung anpassen, in die wir reinpassen wollen oder glauben reinpassen zu müssen.

Einer meiner Gedanken heute. Hab aufgrund von SSRI 17kg ( von 34/36 auf grösse 40) zugenommen und bin am abnehmen und immer wieder frustriert. Gerade hatte ich nochmals einen Termin um mein Brautkleid nochmals anzuprobieren und ich habe mich soooooo schön gefühlt auch wenn mein Wunschgewicht noch 4kg entfernt ist.

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u/froyo_dance — 3 days ago

hattet ihr jemals was mit einem dozenten? wenn ja, wie hat es angefangen?

hallo leute,

ich befinde mich aktuell in meinem auslandsjahr (ich mache zwei auslandssemester an einer uni, hier an der uni ist ein trimestersystem) und mache aktuell das letzte trimester von drei und fliege ende juli zurück nach deutschland.
ich finde meinen dozenten, den ich gerade habe extrem hot und kann mich in seinem kurs kaum konzentrieren einfach weil er so gut aussieht 😭
ich will auch nicht delusional klingen, aber die blicke sind auf beiden seiten da (und noch paar andere anzeichen, aber ich weiß auch, dass man da schnell viel reininterpretieren kann, wenn man einen kleinen crush hat). ich möchte richtig gerne am ende vom trimester in seine dms sliden, weil ich es sonst bereut hätte es nicht probiert zu haben. ich bin ja „nur“ ein exchange student 😌

hatte hier denn schonmal jemand was mit einem dozenten oder auch prof und mag erzählen, wie es dazu kam? fühle mich mega dumm, dass ich so einen crush entwickelt habe, aber ich bin ja bald weg und alles was passiert (egal ob rejection oder acceptance) ist dann vergangenheit, weil ich ihn nie wieder sehen werde :)

GIRLS ich mache nichts solange die noten nicht eingetragen sind!! während er mich bewertet, werde ich NICHTS machen

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u/aquarivsbaby — 3 days ago

verheiratete Freier / Schattenfrauen

Ich habe vor Kurzem herausgefunden, dass mein langjähriger Partner Prostituierte in Anspruch genommen hat - während unserer Beziehung - und dass er weiterhin den Kink (?) hat, entsprechende Damen auszuwählen, sie anzuschreiben für Treffen und sich dann massiv dran erregt an der Vorstellung solcher Treffen.

Ich stecke seit dem tief in der Krise.
Nein, ich habe ihn nicht verlassen und habe es aktuell auch nicht vor.

Wir hatten Paar-Coaching.
Er hat ein Männer-Coaching.

Viele Gespräche. Viele Tränen.

Was mich daran erschüttert, ist:

Er ist ein aufgeklärter, liebevoller, zuvorkommender Mensch. Jeder würde von ihm sagen, wie intelligent und charmant und zuvorkommend er ist. Er ist sehr bemüht um seine Familie, um andere Menschen, er ist total sozial.

Und dieser Mensch scrollt sich durch Seiten wie kaufmich und wählt Frauen ausm Katalog.

Mit dem kalten Selbstverständnis, dass er die haben kann.

Das hat sicher auch mit massivem Pornokonsum seit der Teenie-Zeit zu tun, hat sich ebenfalls herausgestellt.

Er weiß, was sich offiziell gehört.
Er weiß, wie man mit Frauen redet und wie man Frauen respektvoll behandelt.

Niemals redet er dumme Frauenwitze oder lacht darüber. Er ist sehr korrekt und charmant.

Er ist der Meinung, dass er sich Frauen ausgesucht hat, die ja ordentlich Geld gekostet haben und dass das ethisch in Ordnung geht.

(Den Betrug an seiner Partnerin findet er natürlich nicht ok. Wobei er wahrscheinlich da auch gedacht hat, das ist ja kein richtiger Betrug, weil es ja nicht emotional ist, sondern "nur Sex".)

Er hält es für normal und ok, dass man sich an Frauen erregt, seien es die auf dem Bildschirm oder die in der Realität um ihn herum.

Erregt nicht im Sinne von "Oh, die ist aber hübsch" oder "reizvoll", sondern mit dem Drang und dem Wunsch, mit genau dieser Frau schlafen zu wollen.

Er fragt mich "Na, findest du denn andere Menschen nicht attraktiv?" Und ich sage "Ich weiß, wen ich attraktiv finde, aber deswegen will ich nicht gleich dessen Zunge oder andere Teile in mir haben!"

Er erkennt gerade ganz ganz mühselig, dass das alles irgendwie nicht ok ist. Aber so richtig angekommen ist das noch nicht. Er ist ziemlich verwirrt.

Muss man Männern den Feminismus erklären, fragte eine von euch neulich hier.

Ja. Ja!

Dass wir Frauen das nicht geil finden, wenn wir auf Brüste und Arsch reduziert werden oder wenn wir als Masturbationsvorlage dienen.

Das erstaunt ihn.
Dass er Frauen zu Objekten degradiert und das nicht geil ist - das verwirrt ihn.
Er hat sich immer für einen der Guten gehalten.

Er ist aufgewachsen mit den dummen Filmen, dummen Liedern, und auch dummen Auffassungen von Generationen vor uns und um uns herum, in denen Frauen hübsch sind und Männer sie begehren und das ganze von allen toll gefunden wird.

Ich erschrecke selbst immernoch, welche Ausmaße das hat.

Und wie blind ich selber war.

Ich bin so enttäuscht von ihm,

aber auch auf die Gesellschaft um uns.

Es wird viel über Prostitution diskutiert, und im Fokus stehen dabei die Prostituierten selbst.

Und das ist richtig so. Wie es ihnen geht, ob sie es freiwillig tun oder nicht und wie man ihre Bedingungen verbessern kann oder beim Ausstieg helfen.

Wird für das nordische Modell plädiert, steht auch immer der/die Prostituierte im Fokus.

Aber wenn ihr die Statistiken lest, dann werdet ihr auch immer lesen, wie viele der Freier verheiratet oder in festen Händen sind.

Oder dass Prostituierte immernoch zu Junggesellenabschieden gebucht werden.

Wer fragt nach den betrogenen (Ehe-)frauen? Den Bräuten?

Wieviele wissen rein gar nichts davon - und der Ehemann hält das für ein kleines Kavaliersdelikt. Wie nach einem Radler Auto fahren. ("Hihi, sagts bloß nicht meiner Frau.")

Was ist mit unseren Brüdern, unseren Vätern, unseren Söhnen?

Halten wir das für normal, nehmen wir das hin?

Und ganz ehrlich: Wieviele der Frauen heute würden ihrer Freundin sagen:

"Naja, er ist halt sexuell frustriert. Da holt er es sich halt woanders."

Ich suche Austausch, ich suche Schattenfrauen und ich bin empört, dass das Thema in der Öffentlichkeit nicht von der Seite der Schattenfrauen aus besprochen wird.

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u/mangkimangkendi — 4 days ago

ich glaube, ich bin bisexuell?

Mein bisheriges Leben habe ich gedacht ich sei absolut hetero.

Frauen fande ich schon immer ästhetisch. Ich habe gerne als teenie frauenkörper gezeichnet. und irgendwie fande ich das aufregend.

Aber genauso gern habe ich auch männerkörper gezeichnet.

Dennoch hatte ich nur Beziehungen mit Männern und kann mir bis heute keine beziehung mit einer Frau richtig vorstellen.

Das ist glaube ich auch der "hauptgrund" warum ich nie erfahrungen mit frauen sammeln konnte, weil ich dachte das eine schließt das andere aus.

Je älter ich wurde desto mehr haben frauen mich interessiert.

Ich habe auch definitiv mittlerweile einen bestimmten typ "frau", den ich unglaublich attraktiv finde.

Mittlerweile kann ich mir definitiv auch sexuelle aktivitäten mit einer frau vorstellen.

Auch steigt der Drang mich diesbezüglich auszuprobieren.

Jetzt ist das ding, achtung plottwist:

mit meinem Ehemann habe ich schon drüber gesprochen und wir kamen zu dem entschluss, wenn unsere Tochter ein wenig älter ist und bei oma und opa übernachten kann, dann würden wir uns gerne gemeinsam mehr "trauen" sprich, ich kann meinem Wunsch nachgehen mich mit einer Frau auszuprobieren. Das ist für ihn völlig fein und ihn freut es dass ich die möglichkeit in anspruch nehmen kann etwas nachzuholen was ich gerne vielleicht vor unserer beziehung getan hätte, wenn es mir früher bewusst geworden wäre.

(nebenfrage dazu: wo findet man solche frauen?😅)

das ist gerade irgendwie so mindblowing für mich weil mir immer mehr momente aus meiner teenie zeit einfallen wo es eigentlich für mich soo unfassbar hätte offensichtlich sein müssen dass ich frauen sexuell attraktiv finde.

Ich weiß nicht ob ich das einfach unterdrückt habe unbewusst, da meine eltern auch recht konservativ eingestellt sind und queerness absolutes nogo war.

Naja anyways, danke fürs lesen <3

Falls es noch fragen oder denkanstöße, tipps etc gibt, gerne her damit ;)

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u/nst138 — 4 days ago

Neuanfang - nur wie?

Liebe Community,

wer von euch hat schon mal komplett neu angefangen? Also Stadt- und Jobwechsel, vielleicht ins Ausland gehen. Irgendwo hin, wo einen niemand kennt und man neu anfangen kann.

Ich wohne nun seit Jahren in meiner Heimatstadt, mein Job ist toxisch, der Chef extrem autoritär. Ich lebe seit 7 Jahren in der gleichen Winzbude. Nichts reizt mich mehr als neu anzufangen.

Gleichzeitig habe ich große Angst davor und freue mich über Erfahrungsberichte. Ganz egal, ob der Neuanfang gelungen oder nicht ist.

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u/optionalexorcist — 3 days ago